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Blutblume: Pflege, Standort & Blütezeit

Eine besondere Topfpflanze für den Garten oder das Wohnzimmer ist die Blutblume. Wie man sie pflanzt und pflegt lesen Sie hier.

Blutblume im Topf
Die scharlachroten Blüten den Blutblume sind ein wahrer Hingucker [Foto: ntdanai/ Shutterstock.com]

Nur wenige haben eine Blutblume zu Hause, obwohl die auffällige, scharlachrote Blüte eine wahre Schönheit ist. Wie man die Tropenpflanze richtig pflegt und an welchen Orten sie gut wächst, erfahren Sie in diesem Artikel.

Blutblume: Blütezeit, Aussehen und Eigenschaften

Eine außergewöhnliche Schönheit für Ihren Garten ist die Scadoxus multiflorus, auch Blutblume oder Feuerball-Lilie genannt. Bis ins späte 20. Jahrhundert zählte die Blutblume noch zur Gattung der Blutblumen (Haemanthus) und hieß Haemanthus multiflorus. Durch eine Anpassung der Bezeichnungen zählt sie aus heutiger, botanischer Sicht jedoch zu den Scadoxus und gehört der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) an. Der Gattungsname „Blutblume“ und der triviale Pflanzenname „Blutblume“ können leicht verwechselt werden.

Ursprünglich stammt die ausdauernde, krautige Pflanze aus den tropischen Gebieten Afrikas und den feuchten Teilen der arabischen Halbinsel. Typischerweise ist sie im Schatten großer Bäume oder an Flussufern zu finden. Die Blutblume gedeiht sowohl im Tiefland als auch an Berghängen. Sie wächst an Waldrändern, in geschlossenen Tropenwäldern oder selten auch auf freien Flächen.

Das Überdauerungsorgan der Blutblume ist eine Zwiebel. Im Frühjahr beginnt sie, circa 40 cm lange, einfach gewellte Laubblätter auszubilden. Diese laufen in einem lila gefleckten Scheinstamm zusammen, der von den Blattscheiden gebildet wird. Die Entwicklung des 60 bis 90 cm langen Blütenstandes dauert bis zur Blüte im Juli oder Ende August, kann aber von Jahr zu Jahr variieren. Meist blüht die Blutblume noch bevor die Blätter vollständig entwickelt sind. Die auffälligen, rosa- bis scharlachroten Blüten sind zwittrig und bilden eine Dolde. Ihre Staubfäden sind auffällig herausstehend.

blühende Blutblume
Die Doldenblüte der Blutblume bildet auffällige Staubfäden aus [Foto: rosehub/ Shutterstock.com]

Die schönsten Arten

Es gibt drei Unterarten (Subspezies) der Blutblume, die für den heimischen Garten sehr beliebt sind:

  • Scadoxus multiflorus subsp. katharinae: Stammt aus dem Süden Afrikas, wird bis zu 120 cm hoch, orange-rote Blüte erst im Spätsommer, Scheinstamm häufig lila gefleckt, am häufigsten kultivierte Sorte der Blutblume.
  • Scadoxus multiflorus subsp. longitubus: Stammt aus den tropischen Tiefenwäldern Westafrikas, Blüte erst im Spätsommer, wird nur selten kultiviert.
  • Scadoxus multiflorus subsp. multiflorus: Stammt aus den südlichen Tropen Afrikas und den tropischen Teilen der arabischen Halbinsel, feuerrote Blüte.

Die drei Unterarten unterscheiden sich optisch geringfügig im Aufbau der Blüte.

Blutblume im Topf pflanzen: Standort, Substrat und Co.

Die Blutblume eignet sich ideal, um im Topf angepflanzt zu werden. Im Sommer benötigt sie einen halbsonnigen, aber hellen Standort. Außentemperaturen von mindestens 15 °C sind wegen ihres tropischen Ursprungs ein Muss. Wer die Blutblume als Zimmerpflanze halten möchte, sollte sie in Fensternähe mit ausreichend Abstand zu Heizungen aufstellen. Langes, direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, da es sonst zu Verbrennungen der Blätter kommen kann. Bei einem zu dunklen Standort bildet die Blutblume lang gestreckte, hellgrüne Triebe aus, um an Licht zu gelangen und Photosynthese zu betreiben. Diese sind die sogenannte „Geiltriebe“. Im Sommer mag es die Blutblume auch im Freien Sonne zu tanken, ein absonniger Standort ohne direkte Mittagssonne ist gut geeignet. Da die Pflanze warme Temperaturen benötigt, sollte sie nicht zu früh von ihrem Winterquartier ins Freie gebracht werden.

Als Substrat eignet sich Blumenerde, die mit Sand und Kies im Verhältnis von 2:1:1 gemischt wird. Es sollte also eine Mischung verwendet werden, die Nährstoffe und Wasser zwar gut speichert, zugleich aber wasserdurchlässig und gut belüftet ist. So entsteht ein permanent feuchter, aber nie nasser, Wurzelraum. Hierfür eignet sich eine ganz leicht saure Blumenerde wie unsere Plantura Bio-Blumenerde. Durch die Verwendung von Kompost statt Torf ist sie nachhaltiger und kann außerdem besonders gut Wasser speichern und Nährstoffe bereitstellen. So wird ein idealer Lebensraum für die Blutblume geschaffen.

Die Pflanzenzwiebeln sollten so tief eingesetzt werden, dass der obere Teil noch etwa fingerbreit heraussteht und nicht mit Erde bedeckt ist. Anschließend sollten die Zwiebeln leicht angedrückt, kurz angegossen und an ihren warmen, absonnigen Standort gebracht werden. Bereits nach einigen Tagen beginnen die Wurzelbildung und das Blattwachstum.

Zusammenfassung: Standort, Substrat und Pflanzung der Blutblume

  • Halbsonniger, heller Standort mit Temperaturen von über 15 °C und ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Substratgemisch aus Blumenerde, Sand und Kies im Verhältnis von 2:1:1, um Wasser gut zu speichern und Staunässe zu vermeiden.
  • Pflanzzwiebeln etwa fingerbreit aus der Erde ragen lassen, leicht andrücken und angießen, damit die Wurzelbildung gefördert wird.
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Pflege der Blutblume

Die Blutblume bedarf nur wenig Pflege, vorausgesetzt ihr Jahresrhythmus wird beachtet. Im Sommer wird anders gedüngt und gegossen als während der kühlen Überwinterung. Die Änderung der Pflege ist auch Voraussetzung für eine zuverlässige Blütenbildung.

Düngen und gießen

Während der warmen Jahreszeit sollte der Wurzelballen der Blutblume regelmäßig gegossen werden. Er darf trocken werden, jedoch nicht vollständig austrocknen. Ist die Erdoberfläche im Topf trocken, wird es Zeit für frisches Wasser. Während der laubfreien Phase im Winterquartier sollte der Wurzelballen hin und wieder gegossen werden, damit er nicht austrocknet. Eine Fingerprobe, ob die Erde noch feucht ist, eignet sich als Kontrolle.

Zusätzlich zum regelmäßigen Gießen sollte die Blutblume während der Vegetationsphase alle ein bis zwei Wochen gedüngt werden. Hierfür eignet sich ein flüssiger Zierpflanzendünger wie unser Plantura Bio-Blumen & Balkondünger. Er versorgt die Pflanze schnell mit allen wichtigen Nährstoffen und sorgt für gesundes Wachstum. Beim Umtopfen sollte allerdings zu einem Dünger in Granulatform gegriffen werden, um eine Grunddüngung mit Langzeitwirkung durchzuführen. Blumendünger wie unser Plantura Bio-Blumendünger sind reich an Phosphor. Dies wird nicht nur für die Blütenbildung unbedingt benötigt, sondern ist zum Beispiel auch ein wichtiger Teil des pflanzlichen Energiehaushaltes.

Blutblume umtopfen

Die Blutblume reagiert sensibel auf Störungen, weswegen sie nur alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden sollte. Enge Pflanzgefäße und nur eingeschränkter Raum für die Wurzeln sind aber kein Problem – solange das Nährstoffangebot stimmt, gedeiht die Blutblume dennoch in voller Pracht. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr – zwischen Februar und April – wenn noch Vegetationsruhe herrscht. Dazu kann der Wurzelballen einfach aus dem alten Gefäß entnommen werden. Überschüssige Erde sollte entfernt werden, bevor die Pflanze in den neuen Topf gesetzt wird. Anschließend kann der Topf wieder mit einem lockeren Blumenerde-Sand-Kies-Gemisch gefüllt werden (Verhältnis von 2:1:1), sodass der obere Teil der Zwiebel fingerbreit aus der Erde ragt.

Blutblumen-Zwiebeln
Im Frühjahr kann die Blutblume umgetopft werden – die Zwiebel sollte noch aus der Erde schauen [Foto: Alohapatty/ Shutterstock.com]

Warum blüht meine Blutblume nicht?

Wenn die Blutblume keine Blüten bildet, ist meist Stress während der Phase der Blühinduktion, also Blühvorbereitung, der Grund. Die Blüte wird nur dann induziert, wenn die Pflanze nach der Blüte noch ausreichend Energie in ihrer Zwiebel sammeln konnte und es in der Überwinterung ausreichend kühl und feucht ist. Ist dies nicht der Fall, wird das Blühen der Blutblume zum Schutz ihrer Reserven nicht angeregt und es erscheinen im Folgejahr nur grüne Blätter, um schlicht das Überleben der Pflanze zu sichern. Es ist also unbedingt nötig, die Blutblume richtig zu überwintern.

Blutblume überwintern

Für die Überwinterung eignen sich Räume mit kühlen Temperaturen von 10 bis maximal 15 °C. Beginnen die Blätter sich gelb zu verfärben, ist es Zeit, das Gießen einzustellen. Da die Blutblume alle Blätter verliert, verträgt sie es in völlig dunklen Räumen überwintert zu werden, wie beispielsweise dem Keller. Die Zwiebeln verbleiben in der trockenen bis leicht feuchten Erde. Während der Winterruhe sollte die Blutblume kaum gegossen werden, nur das Austrocknen der Erde sollte man verhindern. Achtung: Es darf nicht zu nass werden. Gelb verfärbte Blätter können abgeschnitten werden, fallen aber nach dem Winter auch von allein ab. Zu Beginn der neuen Vegetationsperiode im Frühjahr sollte die Pflanze langsam an die wärmeren Temperaturen gewöhnt werden, sodass sie nicht gestresst wird. Ein etwas wärmerer Raum eignet sich hierfür gut. Nach wenigen Tagen kann sie dann zurück an ihren normalen Standort gebracht werden.
Wird die Blutblume im Kübel im Freien kultiviert, sollte sie bereits ab September ins Winterquartier umziehen, da sie keinen Frost verträgt.

Blutblumen-Zwiebel
Wird die Blutblume stressfrei überwintert, beginnt sie im nächsten Jahr schon bald wieder auszutreiben [Foto: Jaka Suryanta/ Shutterstock.com]

Ist die Blutblume giftig?

Die Zwiebeln der Blutblume sind giftig. Sie enthalten Alkaloide, vor allem Lycorin, in größeren Mengen. Bei Verzehr kann dies zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen, in höheren Dosen sogar zu Lähmungen und Kreislaufversagen führen.

Sie haben noch weitere Kübelpflanzen wie Zwergdattelpalmen (Phoenix roebelenii) oder Fuchsien (Fuchsia) in Ihrem Garten? Lesen Sie unseren Spezialartikel zum Thema Kübelpflanzen überwintern.

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