Buchsbaum schneiden: Zeitpunkt, Hilfsmittel & Formen

Der Buchsbaum zählt zu den beliebtesten Formgehölzen. Hier erfahren Sie alles, was sie über Zeitpunkt, Vorgehen und Technik beim Schneiden wissen müssen.

Buchs schneiden mit Heckenschere

Damit Buchs in Form bleibt, muss er regelmäßig geschnitten werden [Foto: iStock.com/Stocknshares]

Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) kann auf eine lange Karriere als beliebtes Formgehölz zurückblicken. Bereits die berühmten klassischen englischen Gärten zierte der als Strauch oder Kleinbaum wachsende Buxus in unzähligen Formvariationen. Wird er nicht regelmäßig geschnitten, lässt er nicht vermuten, welch anmutige Formen er annehmen kann. Durch seinen langsamen Wuchs eignet er sich exzellent, aus ihm komplexe Formen und Gebilde durch einen Schnitt entstehen zu lassen. Dennoch sind neben Geduld einige weitere Dinge zu beachten, um beim Schnitt des Buchsbaumes zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Wann den Buchsbaum schneiden?

Der perfekte Zeitpunkt für den Schnitt eines Buchsbaumes wird von zwei Komponenten beeinflusst: Einerseits ist natürlich die Jahreszeit entscheidend, andererseits spielt das vorherrschende Klima für den richtigen Schnittzeitpunkt eine große Rolle. Außerdem hängt es davon ab, ob der Buxus als Formgehölz oder als Hecke angebaut wird.

Die richtige Jahreszeit: Von Frühjahr bis Herbst

Der Schnitt des Buchsbaums kann von Frühling bis Herbst vorgenommen werden (April bis September). Man unterscheidet generell zwischen Form- und Pflegeschnitten. Formschnitte sollten zu Beginn des Wachstums im Frühjahr vorgenommen werden. Die Pflegeschnitte hingegen dienen dazu, die angelegte Form trotz weiterem Wachstums aufrecht zu erhalten. Vor dem Formschnitt kann ein noch gröberer und radikalerer Schnitt erfolgen. Dieser dient dazu, den Wuchs des Buchsbaums grundlegend zu korrigieren, sodass bis in den holzigen Teil des Strauches zurückgeschnitten wird.

  • Rückschnitt
    • Sehr zeitig im Jahr (bereits ab März)
    • Vor dem Neuaustrieb
    • Bis in den verholzten Teil
    • Grundlegende Formkorrektur
  • Formschnitt
    • Wesentlich feinerer Schnitt als der Rückschnitt
    • Ab April, sobald der erste Austrieb erfolgte
    • Form wird grundlegend festgelegt und kleine Korrekturen vorgenommen
  • Pflegeschnitt
    • Baut auf dem Formschnitt auf
    • Kann mehrmals im Jahr durchgeführt werden
    • Mindestens vier Wochen sollten zwischen den Schnitten liegen
    • Letzter Formschnitt nicht nach September

Buchsbaum als Hecke, Kugel oder andere Form schneiden

Der optimale Zeitpunkt des Schneidens ist auch danach festzulegen, welche Wuchsform angestrebt wird. Soll der Buxus lediglich als Hecke ein Beet einfassen, so genügt es, einen einmaligen Formschnitt im Sommer (Juli-August) vorzunehmen. Wird die Schere angesetzt, um komplexere Formen oder Kugeln zurecht zu schnippeln, so gilt die Devise „umso öfter, desto besser“. Denn so werden die Verzweigung und ein möglichst dichter Wuchs des zierenden Formgehölzes begünstigt. Allerdings ist wie zuvor erwähnt eine minimale Schonfrist von vier Wochen zwischen den Schnitten einzuhalten.

Der richtige Zeitpunkt: Das Klima entscheidet

Der optimale Zeitpunkt für den Schnitt eines Buchsbaumes wird ebenso stark durch die klimatischen Bedingungen festgelegt.

  • Nicht in voller Sonne schneiden
  • Regnerisches Wetter meiden, denn sonst steigt die Gefahr des Pilzbefalls
  • Optimal: Bedeckter Himmel, aber dennoch von oben trocken

Buchsbaum schneiden: Werkzeug und Technik

Gutes Werkzeug erleichtert den Schnitt

Damit die feinen Blätter und die Triebe des Buchsbaumes nicht gequetscht werden, ist es wichtig, stets Werkzeug mit scharfer Klinge für den Schnitt des Buchsbaumes zu verwenden. Das können zum Beispiel elektrisch betriebene Scheren sein. Allerdings sind diese im Schnittbild häufig sehr grob und nicht für den im Falle des Buxus sehr feinen Schnitt geeignet. Außerdem sind die Kosten der Anschaffung nicht unerheblich und es Bedarf schon etwas an Übung, mit der Elektroschere umgehen zu können. Handheckenscheren eignen sich schon eher, insbesondere für den etwas gröberen Formschnitt – natürlich sofern sie gut geschärft sind.

Für filigrane Kleinarbeit sollte auf spezielle Buchsbaumscheren zurückgegriffen werden. Diese haben meist eine deutlich kürzere Klinge als Handheckenscheren, sodass die Kurven und Ecken kontrollierter und passgenauer zu schneiden sind. Allerdings eignet sich eine solche Schere nur für feine unverholzte Triebe, die man nur durch regelmäßiges Schneiden erhält.

Die richtige Technik für den perfekten Schnitt

Außer man hat sich für einen radikaleren Schnitt zu Jahresbeginn entschieden, sollte man nicht mehr als den diesjährigen Zuwachs der Triebe abschneiden. Tiefere Schnitte stellen den Buchsbaum bezüglich des Wiederaustreibens zwar vor keine großen Herausforderungen, doch kann dies etwas auf sich warten lassen und gerade im Sommer kann das adrette Bild des Formgehölzes durch zu viel Abnahme geschädigt werden. Um eine gleichmäßige Form schaffen zu können, kann die Gesamtlänge lieber in mehreren kleinen Schritten entnommen werden. So geht man zunächst sicher, dass man korrigieren kann. Denn ein paar Millimeter mehr, können schnell weichen – ist es an einer Stelle zu kurz geworden, hat man entweder ein unschönes Loch oder es muss überall kürzer werden. Deshalb: „Weniger ist zunächst mehr“.

Folgende Produkte haben sich in unserem Garten bewährt:

  • Gardena Gras- und Buchsschere ClassicCut: Die Gras- und Buchsschere ist mit einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku  und 2 unterschiedlichen Messern ausgestattet. Sie eignet sich bestens zum Schneiden von Rasenkanten und Buchs.
  • Gardena Comfort Buchsschere: Die Comfort Buchsschere von Gardena unterstützt Sie beim Formschnitt Ihrer Büsche sowie Hecken und ist dabei äußerst präszise.
  • Meister Buchsbaumschere: Für einen präzisen, scharfen und sauberen Schnitt an weichem Gehölz und Frischholz. Mit rostfreien Klingen und Soft Grip Einlagen für sicheren Halt.

 

 

Buchsbaum schneiden: Schablonen verwenden

Geometrische Formen stellen für das menschliche Auge oftmals eine gewisse Ästhetik dar – so auch bei Formgehölzen wie dem Buchsbaum. Im freihändigen Schnitt können diese jedoch nur wenige Könner passgenau umsetzen. So wird eine Buchsbaumkugel eher ein Oval und die grüne Pyramide mit Flachdach sollte doch eigentlich ein Quader mit genau 12 gleich langen Seiten werden. Umso besser, dass es sich anbietet bei geometrischen Wuchsformen für den Schnitt, Schablonen zu verwenden. Die Schablonen werden einfach angehalten und Überständiges muss weichen. Eine Schablone kann einfach selbst gefertigt werden, zum Beispiel aus Pappe – oder Holz, wenn sie häufiger verwendet werden soll.

Anleitung Buchsbaum Schneid-Schablone

  • Radius (= halber Durchmesser) oder halbe Seitenlänge messen
  • Schablone ausschneiden
  • Schablone anhalten und losschneiden

 

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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