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Christusdorn: Pflanzen, Pflege & Vermehren von Euphorbia milii

Der Christusdorn (Euphorbia milii) ist in vielen Farben erhältlich und blüht nicht nur einmal, sondern gleich zweimal im Jahr. Hier erfahren Sie unter anderem, warum es sich bei der bunten Pracht eigentlich gar nicht um Blüten handelt.

roter Christusdorn im Topf
Einige Christusdorn-Hybride können in Zimmerkultur das ganze Jahr über blühen [Foto: unverdorben jr/ Shutterstock.com]

Der pflegeleichte Christusdorn blüht häufig zur Osterzeit. Wie Sie ihn zu einer reichen Blüte bewegen können und was es sonst noch bei Standortwahl und Pflege der Sukkulente zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Christusdorn: Herkunft und Eigenschaften

Der Christusdorn (Euphorbia milii) aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) kommt ursprünglich aus Madagaskar und ist darüber hinaus als Zimmerpflanze weit verbreitet. Wie alle Arten der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) enthalten die Pflanzenteile einen giftigen Milchsaft, der bei Verletzungen austritt. Der sukkulente Strauch kann in der Natur bis zu zwei Meter groß werden, als Zimmerpflanze endet das Wachstum jedoch bei circa 60 cm. An den fleischigen Trieben sitzen Dornen, die dem Christusdorn, auch Dornenkrone genannt, seinen Namen eingebracht haben. Die grünen Laubblätter können, ebenso wie die Triebe, Wasser speichern. Euphorbia milii besitzt außerdem farbige Hochblätter (Brakteen), die wie Blüten erscheinen. Die eigentlichen Blüten sind sehr klein und unscheinbar und werden von den Hochblättern umgeben, die rot, rosa oder weiß sein können. Es gibt aber auch Sorten, deren Hochblätter gelb, orange oder sogar mehrfarbig sind. Die Blütezeit liegt regulär zwischen März und April, also pünktlich zu Ostern. Einige Hybriden können sogar das ganze Jahr über blühen. Je nachdem, wann Sie der Dornenkrone eine Trockenruhe verordnen, kann die Blüte auch früher oder später eintreten.

rosane Hochblätter des Christusdorns
Was wie Blütenblätter aussieht, sind eigentlich farbige Hochblätter [Foto: Jirayu13/ Shutterstock.com]

Die schönsten Sorten

Von der Art Euphorbia milii gibt es noch weitere Sorten und Hybriden, die teilweise auch in Pflanzenfachgeschäften erhältlich sind. Vielen bekannt ist auch der Syrische Christusdorn, bei dem es sich allerdings um eine völlig andere Pflanze handelt. Der Syrische Christusdorn ist ein Baum aus der Gattung der Kreuzdorngewächse und wird nicht als Zimmerpflanze gehalten. Einige Sorten und Hybriden von Euphorbia milii stellen wir hier kurz vor:

  • Euphorbia milii ‘Grandiflora’: Hierbei handelt es sich um einen Hybriden aus Thailand. Die farbigen Hochblätter sind besonders groß und erscheinen hellgelb mit einem rosafarbenen Rand.
  • Euphorbia x lomi ‘Salmon’: Dies ist eine rosablühende Sorte des Hybriden Euphorbia x lomi, der aus den Arten Euphorbia lophogona und Euphorbia milii entstanden ist. Die Anfangssilben der Elternarten sind namensgebend. Der Hybrid ist immergrün und hat große Hochblätter.
  • Euphorbia x lomi ‘Sweet Heart’: Auch diese Sorte gehört zu den weit verbreiteten Zimmerpflanzen-Hybriden, die auch im Winter ihre Blätter behalten und das ganze Jahr über blühen können. Die Sorte ‘Sweet Heart’ entwickelt pinkfarbene Hochblätter.
  • Euphorbia milii var. splendens: Diese Variation ist als Zimmerpflanze recht verbreitet. Sie kann in unterschiedlichen Farben blühen und als Strauch in der Natur Höhen von zwei Metern erreichen.
Farbverläufe an den Blüten des Christusdorns
Auch Farbverläufe sind keine Seltenheit [Foto: pittaya/ Shutterstock.com]

Christusdorn pflanzen: Standort, Erde und Vorgehen

Der Christusdorn ist eine Zimmerpflanze, die den Sommer auch im Freien verbringen kann. Am besten wählen Sie für den Christusdorn einen Standort mit viel Licht, denn er mag es gern sonnig. Auch ein Südfenster mit Mittagssonne macht ihm nichts aus und kann ihm sogar zu einer größeren Blütenpracht verhelfen. Wenn es im Sommer warm genug ist, kann der Christusdorn nach draußen gestellt werden. Er benötigt während der Wachstumszeit Temperaturen zwischen 18 und 25 °C. Außerdem bevorzugt er trockene Luft, weshalb er auch in beheizten Räumen ohne zusätzliche Luftbefeuchtung gedeihen kann.

Tipp: Zu hohe Luftfeuchtigkeit verträgt der Christusdorn nicht gut und es kann zu Pilzerkrankungen kommen. Platzieren Sie die Dornenkrone deshalb nicht im Badezimmer.

Dornen an den Trieben des Christusdorns
Die mit Dornen besetzten Triebe geben dem Christusdorn seinen Namen [Foto: Dziewul/ Shutterstock.com]

Der Christusdorn ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, was sein Substrat angeht, bevorzugt aber eine lockere, durchlässige und nicht zu nasse Erde. Am besten füllen Sie unten in den Topf, der unbedingt ein Abflussloch besitzen sollte, eine Schicht aus Tonscherben, Blähton oder Steinen. Das sorgt für einen guten Wasserabfluss und es entsteht keine Staunässe, mit welcher der Christusdorn nicht besonders gut zurechtkommt. Als Substrat eignet sich ein Gemisch aus Blumenerde und Sand im Verhältnis 2:1. Als umweltfreundliche Basiserde bietet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Blumenerde an. Sie stellt wichtige Nährstoffe für den Christusdorn bereit und bietet mit ihrem Kompostanteil und der lockeren Struktur ideale Bedingungen für die Pflanze.

Christusdorn draußen pflanzen

Wenn Sie den Christusdorn draußen pflanzen möchten, sollten Sie ihn unbedingt in einem Topf halten, den Sie im Winter in die Wohnung stellen können. Im Sommer können Sie Euphorbia milii problemlos nach draußen stellen, solange die Temperaturen auch nachts weder unter 15 °C sinken noch am Tage über 30 °C steigen. Allerdings sollten Sie ihn langsam an den neuen Standort im Freien gewöhnen. Das heißt, über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen stellen Sie ihn zunächst einige Stunden und dann immer länger an seinen neuen Platz. Dieser sollte auch draußen hell und sonnig oder halbschattig sein.

Pflege des Christusdorns

Wie alle Pflanzen benötigt der Christusdorn Pflege, ist aber auch hier nicht besonders anspruchsvoll. In jedem Fall ist bei den Pflegemaßnahmen Vorsicht geboten, da nicht nur die Dornen zu Verletzungen führen können, sondern bei Verletzungen der Pflanze auch giftiger Milchsaft austritt. Das Tragen von Handschuhen ist also beim Schneiden und Umtopfen empfehlenswert.

Christusdorn in Töpfen
Im Sommer kann Euphorbia milii auch nach draußen gestellt werden [Foto: Mayuree Moonhirun/ Shutterstock.com]

Christusdorn gießen und düngen

Der Christusdorn benötigt nicht viel Wasser. Wenn die Erde an der Oberfläche trocken geworden ist, können Sie erneut gießen, und zwar am besten mit zimmerwarmem Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser. In der kalten Jahreszeit ist noch weniger Wasser nötig. Hier darf das Substrat sogar austrocknen, allerdings nicht über einen langen Zeitraum. Ab und zu sollte gegossen werden, damit im Frühjahr prächtige Blüten erscheinen können und die Pflanze nicht eingeht. Überschüssiges Wasser im Untersetzer muss in jedem Fall nach dem Gießen entfernt werden, da der Christusdorn keine Staunässe verträgt.

Ein Jahr nach dem Einpflanzen oder Umtopfen benötigt der Christusdorn Nährstoffe, um weiter wachsen zu können. In der Wachstumszeit zwischen Mai und September sollten Sie etwa alle zwei Wochen einen Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser in das Substrat geben. Hierfür eignet sich zum Beispiel unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger, der nicht nur Ihren Pflanzen, sondern auch der Umwelt guttut, da er vornehmlich organische Inhaltsstoffe mit der besten Wirksamkeit vereint. Er versorgt Ihre Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen sowie nützlichen Mikroorganismen, die Blatt- und Wurzelwachstum unterstützen.

Christusdorn wird gegossen
Gießen Sie erst, wenn das Substrat oberflächlich antrocknet [Foto: MASTER PHOTO 2017/ Shutterstock.com]

Christusdorn schneiden

Den Christusdorn zu schneiden ist nicht notwendig, aber möglich, da die Pflanze gut schnittverträglich ist. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist im Frühling zwischen März und April, allerdings verträgt die Dornenkrone Schnittmaßnahmen auch im restlichen Jahr. Nutzen Sie hierfür ein scharfes Messer und tragen Sie unbedingt Handschuhe zum Schutz. Für einen buschigeren Wuchs kürzen Sie den mittleren Haupttrieb der Pflanze. Schneiden Sie diesen direkt an der Basis ab – hier bilden sich dann neue Triebe, die stärker verzweigen.

Tipp: Abgeschnittene Triebe können Sie als Stecklinge nutzen, um den Christusdorn zu vermehren.

Christusdorn umtopfen

Bei der Dornenkrone handelt es sich um eine eher langsam wachsende Pflanze. Sie können den Christusdorn etwa alle drei Jahre in einen größeren Topf umpflanzen, der jedoch nur ein oder zwei Nummern größer sein sollte als der alte Topf. Zu viel Platz kann dazu führen, dass die Pflanze keinen Halt findet und zu viel Substrat vorhanden ist, das vernässen könnte. Tragen Sie unbedingt Handschuhe, wenn Sie den Christusdorn umtopfen. In den Jahren zwischen dem Umtopfen können Sie die obere Schicht des Substrats erneuern. Beim Umtopfen kann zudem ein wenig Blumendünger beigemischt werden, um den Vorrat an Phosphat in der Erde zu erhöhen.

Christusdorn verliert Blätter
Im Winter werden die Blätter oft abgeworfen, um danach neu auszutreiben [Foto: Adarsh K Sharma/ Shutterstock.com]

Christusdorn bekommt gelbe Blätter oder verliert Blätter: Ursachen und Maßnahmen

Wenn der Christusdorn gelbe Blätter bekommt oder diese abwirft, kann das verschiedene Ursachen haben.

  • Natürlicher Blattverlust in der Ruhephase: Wirft der Christusdorn im Winter die Blätter ab, ist das ein natürlicher Prozess und eine Reaktion auf geringe Temperaturen und weniger Wasser. Es besteht kein Grund zur Sorge, denn die Blätter werden in den folgenden Monaten neu gebildet. Die Ruhephase ist zudem wichtig für die Entwicklung der Blütenknospen.
  • Standort nicht geeignet: Wenn sich die Blätter gelb verfärben oder auch während der Sommermonate abgeworfen werden, kann es sein, dass der Standort für den Christusdorn unpassend ist. Stellen Sie ihn dann an einen anderen Platz, der ausreichend sonnig und warm ist, am besten sogar nach draußen an die frische Luft, sofern es warm genug ist.
  • Wasserüberschuss: Zu den gängigen Pflegefehlern, die zu einem Blattverlust führen, zählt übermäßiges Gießen. Wenn es zur Staunässe kommt, können die Wurzeln faulen und die Blätter werden abgeworfen. Prüfen Sie daher unbedingt das Substrat. Sollte es zu nass sein, oder gar Wasser im Untersetzer stehen, topfen Sie die Pflanze in frisches Substrat um.

Tipp: Da der Christusdorn etwas empfindlich auf neue Licht- und Temperaturverhältnisse reagiert, kann es durchaus passieren, dass er einige Blätter abwirft, nachdem Sie ihn umgestellt haben. Diese wachsen aber schnell wieder nach.

rosane Blüten des Christusdorns
Die Pflanze kommt auch gut mit trockener Luft zurecht [Foto: pittaya/ Shutterstock.com]

Christusdorn vermehren

Um den Christusdorn zu vermehren, eignen sich sowohl Samen als auch Stecklinge. Die Nutzung von Stecklingen ist allerdings erfolgversprechender.

Schneiden Sie dafür einen etwa 10 cm langen Trieb von einer gesunden Pflanze mit einem scharfen Messer ab. Auch hierbei sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen. Der Austritt des Milchsaftes kann gestoppt werden, indem Sie die Schnittstelle eine Weile in lauwarmes Wasser tauchen. Danach sollte der Steckling circa zwei Tage antrocknen, bevor er in ein Gemisch aus Blumenerde und Sand oder auch spezielle Anzuchterde gesteckt wird. Für die Anzucht von Pflanzen eignet sich beispielsweise unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, die geringere Nährstoffmengen enthält und somit ein kräftiges Wurzelwachstum der Keimlinge fördert. Sie enthält keinen Torf, sondern wird ressourcenschonend hergestellt, was auch der Umwelt zugutekommt. Nach dem Einpflanzen sollte das Substrat gleichmäßig feucht gehalten werden. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen Platz bei Temperaturen von über 20 °C. Nach ungefähr einem Monat sollten sich Wurzeln gebildet haben.

Vermehrung mit Stecklingen
Eine Vermehrung über Stecklinge gelingt leicht [Foto: SimplyAdrienne/ Shutterstock.com]

Auch eine Vermehrung durch Samen ist möglich. Diese können Sie entweder käuflich erwerben oder nach der Blütezeit von den Blüten absammeln. Verteilen Sie das Saatgut auf befeuchtete Anzuchterde und bedecken Sie sie leicht mit Substrat. Auch bei dieser Methode sollte der Platz hell und warm sein. Spannen Sie Frischhaltefolie über das Gefäß, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Nach etwa einem Monat sollten Sie die Keimlinge sehen können. Lüften Sie dann täglich die Folie, bevor Sie sie ganz entfernen, wenn die kleinen Pflanzen zu groß für ihr Minigewächshaus geworden sind.

Dornenkrone überwintern

Um im Frühjahr Blüten zu bilden, ist es wichtig, den Christusdorn in eine Ruhephase zu versetzen. Hierfür sollten im Winter die Temperaturen auf etwa 15 °C reduzieren und während dieser Zeit weniger gießen – gerade so viel, dass das Substrat nicht langfristig austrocknet. Düngergaben sind in der Ruhephase nicht erforderlich. Sorgen Sie außerdem dafür, dass der Christusdorn am Tag nur etwa zehn Stunden Licht genießt. Nach einer erfolgreichen Überwinterung sollten Sie sich im Frühjahr an einer reichen Blütenpracht erfreuen können.

gelbe Blüten der Dornenkrone
Für eine Blütenpracht im Frühling ist eine Winterruhe förderlich [Foto: Andri Seto Baskoro/ Shutterstock.com]

Ist Christusdorn giftig?

Der Christusdorn ist giftig, da er wie alle Pflanzen aus der Gattung Wolfsmilch einen giftigen Milchsaft enthält. Dieser kann zu Hautirritationen führen. Außerdem sind die Triebe der Pflanze mit zahlreichen Dornen ausgestattet, die ebenfalls Verletzungen hervorrufen können. Achten Sie deshalb darauf, dass Kinder und Tiere keine Teile des Christusdorns verzehren und tragen Sie Handschuhe bei Pflegemaßnahmen wie Umtopfen und Schneiden.

Eine weitere blühende Sukkulente ist der Osterkaktus. In unserem Artikel bekommen Sie wichtige Pflegetipps und interessante Informationen rund um die beliebte Zimmerpflanze.

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