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Drachenbaum: Experten-Tipps rund um den Drachenbaum

Als Zimmerpflanze ist der Drachenbaum häufig anzutreffen. Plantura hat für Sie alle wichtigen Fakten rund um den Drachenbaum zusammengefasst.

Dracaena im Kupfertopf Zimmerpflanze

Der Drachenbaum ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen [Foto: GoodMood Photo/ Shutterstock.com]

Drachenbaum: Eigenschaften und Herkunft

Der Drachenbaum (Dracaena) ist eine sehr populäre und beliebte Zimmerpflanze. Er gehört, wie die Yucca Palme, zur Familie der Spargelgewächse (Asparagales), auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht etwas irritiert. Die Namensherkunft liegt im Griechischen und bedeutet so viel wie „weiblicher Drache”. Es gibt mehrere Theorien zur Namensgebung. Einerseits bildet der Drachenbaum häufig mehr als einen neuen Trieb an der Stelle, wo ein alter entfernt wurde – gleich einem mythischen Drachen, dem zwei Köpfe nachwachsen, wenn man einen abschlägt. Andererseits könnte der Name daher rühren, dass austretendes Harz an verletzten Stellen sich beim Verhärten rötlich färbt und traditionell als Drachenblut bezeichnet wird. Woher der Name auch stammt, der Drachenbaum ist ein pflegeleichter Hingucker für jedes Wohnzimmer, der mit wenig Aufmerksamkeit zurecht kommt. Zur Blüte kommt es nur in den wenigsten Fällen, weil dafür die Bedingungen in unseren Wohnzimmern suboptimal sind. Das panaschierte Blattwerk bildet jedoch je nach Art grün, rot oder weiß gefärbte Blattränder und ziert damit die bis zu zwei Meter hoch werdenden Zimmerpalmen. Wir verraten Ihnen, wie Sie die beliebte Zimmerpflanze erfolgreich selbst anbauen.

Drachenbaum-Arten: Die beliebtesten und schönsten Arten

Die Gattung der Drachenbäume zählt zu den zahlenmäßig kleineren. Derzeit sind mehr als 50 Arten des Drachenbaums bekannt. Wir geben Ihnen einen Überblick über die beliebtesten Arten und führen Besonderheiten auf.

Dracaena fragrans

  • Häufig angepflanzte Drachenbaum-Art
  • Kräftig duftende Blüte (bei richtiger Pflege)
  • Glänzende, grün panaschierte Blätter
Dracaena fragrans draußen

Die Blätter des Dracaena fragrans sind grün-weiß panaschiert [Foto: iPIXEL PLUS/ Shutterstock.com]

Dracaena deremensis 

  • Meist weiße Blattränder, matt-grüne Blätter
  • Relativ kurze, dafür sehr breite Blätter
  • Besondere Ästhetik durch breite Blätter
Dracaena deremensis blätter

Die Blätter des Dracaena deremensis sind etwas breiter [Foto: jaimie tuchman/ Shutterstock.com]

Dracaena reflexa

  • Bisher bekannt als Dracaena marginata
  • Bis zu 2 m hohes Wachstum
  • Dunkelgrüne Blätter
  • Sehr robust; geringe Pflegeansprüche
  • Meist rötlich panaschierte Blattränder
  • Tolerant gegenüber Schwankungen in der Licht und Temperatur
Dracaena marginata im Topf

Der Dracaena marginata hat rötliche Blätter [Foto: loflo69/ Shutterstock.com]

Dracaena draco

  • Auch als „kanarischer Drachenbaum” bekannt
  • Längliche, schwertförmige Blätter
  • Erreicht Höhen von bis zu 1,60 m
Drago Milenario (dracaena draco) Teneriffa 1000 Jahre

Dieser Drachenbaum auf Teneriffa ist über 1000 Jahre alt [Foto: Tony Baggett/ Shutterstock.com]

Dracaena surculosa 

  • Optisch bambusähnlich
  • Herkunft: Tropisches Afrika
  • Benötigt hohe Temperaturen (konstant >15 °C)
  • Relativ breite Blätter mit fleckigen Mustern
  • Kann durch Teilung vermehrt werden
Dracaena surculosa gefleckte blätter

Der Dracaena surculosa mit seinen gefleckten Blättern [Foto: pisitpong2017/ Shutterstock.com]

Mehr Informationen zu Drachenbaum-Arten und -Sorten finden Sie hier.

Drachenbaum: Der perfekte Standort

Der perfekte Standort für den Drachenbaum richtet sich ganz nach seiner Art. Man kann grob sagen, dass die Pflanzen umso mehr Licht benötigen, je weniger grün ihre Blätter sind. Es ist zwar möglich, die Drachenbäume mit vermehrt grünen Blättern langsam an erhöhte Lichteinstrahlung zu gewöhnen, allerdings ist es sicherer, wenn Sie Ihren grünen Drachenbaum an einen halbschattigen Standort stellen. Bunte Arten hingegen können getrost höheren Einstrahlungen ausgesetzt werden.

Tipp: Drehen Sie Ihren Drachenbaum regelmäßig, damit kein einseitiges Wachstum entsteht. Damit können Sie unschönen krummen Wuchs vermeiden.

Welcher Standort für Haustierbesitzer am besten geeignet ist, erfahren Sie hier.

Drachenbaum selbst vermehren

Die Vermehrung des Drachenbaums lässt sich leicht über Stecklinge durchführen. Wir geben Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit nichts mehr schiefgehen kann.

  1. Drachenbaum je nach Möglichkeit 10 cm unterhalb der Triebspitze abtrennen
  2. Schnittstelle versiegeln (meist mit Wachs)
  3. Blätter bis auf 1 cm Rest mit scharfen Schere abtrennen, um Nährstoffversorgung auf Wurzeln zu fokussieren und Transpiration durch Blätter zu minimieren
  4. Steckling in Gefäß mit Wasser stellen oder in luftiges Substrat zur Stecklingsvermehrung stecken
  5. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen sollten sich Wurzeln am Ende des Stämmchens bilden
  6. Drachenbaum ist bereit zum Einpflanzen in Topf
Dracaena marginata Jungpflanze im Topf

Drachenbäume kann man leicht über Stecklinge vermehren [Foto: ads861/ Shutterstock.com]

Drachenbaum richtig pflegen

Wie schon zu Anfang erwähnt, benötigt der Drachenbaum nur einen kleinen Teil Ihrer Aufmerksamkeit. Schon mit wenig Aufwand lassen sich tolle Ergebnisse erzielen, die das Herz eines jeden Drachenbaumbesitzers höher schlagen lassen. Wir verraten Ihnen, worauf es ankommt.

Drachenbaum gießen

Der Drachenbaum mag es, regelmäßig gegossen zu werden, sodass die Erde durchgehend feucht bleibt. Dabei müssen Sie jedoch darauf achten, dass es im Untersetzer oder Übertopf nicht zu Staunässe kommt, um Schimmel und Fäule zu vermeiden. In den dunkleren Wintermonaten ist die Verdunstung reduziert, hier sollten Sie auch die Wassermenge etwas anpassen.

Dracaena gießen mit Gießkanne

Den Drachenbaum sollte man regelmäßig gießen [Foto: Olga_Anourina/ Shutterstock.com]

Drachenbaum düngen

Der Drachenbaum ist eine sehr wüchsige Pflanze. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Liebling regelmäßig düngen. Für eine langfristig gesunde Düngung eignen sich vor allem organische Dünger. Diese verbessern die strukturelle Beschaffenheit des Pflanzsubstrates, fördern das Bodenleben und liefern zudem über einen längeren Zeitraum Nährstoffe nach.

Drachenbaum im Winter

Die Behandlung des Drachenbaums im Winter unterscheidet sich nicht sonderlich in der des Sommers, da er als Zimmerpflanze keinen großen Schwankungen unterlegen ist. Während der kürzeren Wintertage fährt auch das Wachstum Ihres Drachenbaums zurück, sodass Sie auf eine Düngung verzichten sollten. Auch die Bewässerung muss der verringerten Verdunstung angepasst werden.

Falls Sie noch etwas tiefer in dir richtige Pflege Ihres Drachenbaumes blicken möchten, haben wir hier alles Wichtige zur Pflege nochmal etwas ausführlicher zusammengetragen.

Drachenbaum  umtopfen

Die meisten Drachenbaumsorten sind relativ wüchsig. Darum ist es wichtig, immer die Größe des Pflanzgefäßes im Auge zu behalten.

Warum den Drachenbaum umtopfen?

Der Drachenbaum benötigt genügend Platz, um sein Wurzelwerk auszubreiten, deshalb macht es Sinn, ihm regelmäßig eine größere Umgebung zu bieten. Der Durchmesser des neuen Gefäßes muss dabei nur drei bis fünf Zentimeter größer sein, als der des alten. Wenn der Wurzelballen das Pflanzsubstrat nicht zu sehr bindet, schütteln Sie ruhig einen Teil der alten Erde ab. Durch das Auffüllen mit neuem Substrat wird das Erdreich gelockert und die Durchlässigkeit verbessert.

Drachenbaum mit Töpfen

Nach den ersten Jahren sollte der Drachenbaum regelmäßig umgetopft werden [Foto: GoodMood Photo/ Shutterstock.com]

Tipp: Das Umtopfen Ihres Drachenbaums gestaltet sich wesentlich einfacher, wenn die Erde nicht komplett mit Wasser durchtränkt ist. Gießen Sie also Ihren Liebling vor dem Umtopfen zwei Tage nicht. Das kann er ohne bleibende Schäden durchaus verkraften.

Wann den Drachenbaum umtopfen?

In den ersten zwei bis drei Jahren genügt erfahrungsgemäß ein einmaliges Umtopfen. In den folgenden Jahren müssen Sie die Größe des Topfes häufiger der Wuchshöhe Ihres Drachenbaums anpassen – eventuell sogar einmal jährlich. Grundsätzlich gilt, dass der Drachenbaum dann umgetopft werden muss, wenn das Wurzelwerk das komplette Pflanzgefäß durchwurzelt hat.

Welches Substrat ist zum Umtopfen vom Drachenbaum geeignet?

Der Drachenbaum bevorzugt leicht saure Böden, weshalb man ihm mit handelsüblicher Blumenerde schon ein gutes Milieu bereiten kann. Der pH-Wert des Substrates sollte knapp über 6 liegen. Sie können entweder auf der Verpackung des Pflanzsubstrats nachlesen, oder selber mit einem pH-Teststreifen nachprüfen, in welchem pH-Bereich sich die Pflanzerde befindet.

Tipp: Sollte das gewählte Substrat nicht ganz den Anforderungen entsprechen, kann man selber etwas nachhelfen. Dazu einfach etwas Torf oder Kaffeesatz untermengen.

Weitere Tipps vom Experten finden Sie in unserem speziellen Artikel „Drachenbaum umtopfen”.

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Drachenbaum schneiden

Ungünstige Umstände (vor allem schlechte Lichtverhältnisse) können dazu führen, dass der Drachenbaum einen eher unschönen Blattwuchs ausbildet, oder schlicht zu wenige Blätter wachsen. Durch das Kürzen des Drachenbaums können Sie dem entgegenwirken. Wir erklären, wie es geht.

Drachenbaum wann schneiden?

Es ist schwierig, einen perfekten Zeitpunkt für den Schnitt Ihres Drachenbaums festzulegen, da sich der Zeitpunkt immer nach dem Grund des Schnittes richtet. Schneiden Sie Ihren Drachenbaum zum Zweck der Vermehrung, sollte das vorzugsweise im Frühjahr geschehen, damit der Steckling während der langen Sommertage gut anwachsen kann. Schneiden Sie Ihren Drachenbaum jedoch, um eine schöne Form zu bewahren, dann ist der Zeitpunkt relativ unwichtig. Ein Schnitt sollte bedarfsgerecht angepasst werden, wenn zum Beispiel das Blattwachstum nachlässt. Haben Sie vor, einen radikalen Zuschnitt vorzunehmen, empfehlen wir das in den Wintermonaten zu tun, damit der Substanzverlust im Frühjahr und Sommer wieder kompensiert werden kann.

Drachenbaum wie schneiden?

  1. Trennen Sie den Drachenbaum einige Zentimeter unter dem Blattansatz des Haupttriebes ab. Das fördert die Verzweigung beziehungsweise die Bildung von neuen Nebentrieben.
  2. Verschließen Sie die Schnittstelle (zum Beispiel mit Kerzenwachs).
  3. Nach einigen Wochen bilden sich (meist zwei) neue Triebe unterhalb der Schnittstelle.
  4. Nach weiteren Tagen wachsen die ersten Blattansätze.
Drachenbaum nah

Die Schnittstelle nach dem Schneiden mit etwas Wachs verschließen [Foto: TippyTortue/ Shutterstock.ocm]

Eine ausführlichere Anleitung, wie Sie Ihren Drachenbaum ideal schneiden, finden Sie hier.

Drachenbaum: Gelbe und braune Blätter

Die Färbung der Blätter des Drachenbaums kann viele Ursachen haben. Sollten Sie selbst Probleme mit solchen Erscheinungen haben, gehen Sie einfach unsere Checkliste durch, um der Sache auf den Grund zu gehen:

  • Direkte Sonneneinstrahlung: Die panaschierten, meist zweifarbigen Blätter können bei zu hoher Sonneneinstrahlung an Standfestigkeit verlieren und sich leicht gelblich färben. Es gilt: Je grüner das Blatt, umso weniger Sonne verträgt Ihr Drachenbaum. Ein einfacher Standortwechsel kann das Problem beheben.
  • Mangelsymptome: Der Drachenbaum ist sehr wüchsig, weshalb er mit ausreichend Wasser und Nährstoffen versorgt werden will. Mangelt es ihm an einem von beidem, kann es dazu kommen, dass er die Blätter hängen lässt. Entgegenwirken können Sie dem Ganzen mit einer regelmäßigen Wasser- und Düngergabe.
  • Staunässe: Im Gegensatz zu Mangelsymptomen kann auch die übermäßige Fürsorge Ihrem Drachenbaum schaden. Steht das Wasser im Pflanzgefäß zu hoch, kann die Wurzelatmung eingeschränkt oder gar unterbrochen werden, was ebenso zu gelben Blättern führt.
  • Pilzerkrankung und Fäulnisbakterien: Drachenbäume sind anfällig gegenüber Pilz- und Bakterienbefall. Beide werden durch niedrige Temperaturen und zu hohe und permanente Feuchtigkeit im Pflanzsubstrat hervorgerufen, weshalb dieser Befall häufig während des Überwinterns stattfindet. Der Befall durch Pilze oder Bakterien äußert sich meist im Erweichen des Stammes und später auch durch die Verfärbung der Blätter. Die beste Möglichkeit um Pilz- und Bakterienbefall Herr zu werden, sind vorbeugende Maßnahmen. Achten Sie auf angemessene Temperaturen und vermeiden Sie auf jeden Fall Staunässe.
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