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Drachenbaum umtopfen: Anleitung & Experten-Tipps

Ein Drachenbaum kann über Jahre ein treuer Weggefährte als Zimmerpflanze sein. Diese Treue sollte man mit gelegentlichem Umtopfen belohnen.

 

Der Drachenbaum (Dracaena) ist sehr genügsam, was die Ansprüche an seine Pflege angeht. Damit Sie dauerhaft – das heißt über viele Jahre – Freude an Ihrem Drachenbaum haben, sollten Sie ihn jedoch in regelmäßigen Abständen umtopfen. Wir erklären in 8 Schritten, wie es funktioniert.

Drachenbaum umtopfen: Warum?

Der Drachenbaum wird häufig im Wurzelballen vertrieben, wobei dessen Pflanzsubstrat häufig einen hohen Torfanteil besitzt. Aufgrund des Korngrößenspektrums neigt das Pflanzsubstrat bei regelmäßigem Gießen dazu, zusammen zu sacken und sich dabei zu verdichten. Die Durchlässigkeit der Erde leidet stark darunter und die Sauerstoffverfügbarkeit geht in den Keller. Der Drachenbaum ist jedoch eine sauerstoffliebende Pflanze, weshalb der Mangel ihm schwer zusetzen kann. Mit dem Umtopfen ist auch ein Auflockern beziehungsweise Erneuern des Substrates verbunden, was Ihrem Drachenbaum zu neuer Vitalität verhelfen kann. Verwenden Sie deshalb beim Erneuern des Pflanzsubstrates eher solches mit einem ausgeglichenen Korngrößenspektrum, zum Beispiel mit einem höheren Perlitanteil.

Dracaena fragrans in Topf auf Terasse

Nach einiger Zeit verdichtet sich die Erde im Topf und die Wurzeln wachsen [Foto: Anky/ Shutterstock.com]

Drachenbaum umtopfen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der Drachenbaum zeigt das stärkste Wachstum im Frühjahr. Obwohl er in unseren Breitengraden ausschließlich in geschlossenen Räumen aufwachsen kann, wird er doch durch die erhöhte Strahlungsintensität beeinflusst. Der richtige Zeitpunkt zum regulären Umtopfen ist vor dem verstärkten Wachstum im Frühjahr. Sollte es zwischenzeitlich zu Schädlingsbefall, Wurzelfäule oder Ähnlichem kommen, ist es natürlich zu jeder Zeit ratsam, den Drachenbaum umzutopfen.

Umtopfen Dracaena Zimmerpflanze

Am besten pflanzt man den Drachenbaum vor dem Frühjahr um [Foto: Yuriy Koronovskiy/ Shutterstock.com]

Drachenbaum umtopfen: Anleitung zum Umtopfen

Das Umtopfen Ihrer Dracaena ist zwar nicht unbedingt notwendig, kann Ihrem Drachenbaum aber zu neuer Vitalität verhelfen. Wird zu lange auf das Umtopfen verzichtet, kann es nämlich zu vermindertem Wuchs und welken Blättern kommen. Der regulär beste Zeitpunkt zum Umtopfen Ihres Drachebaums ist grundsätzlich vor der Phase des größten Wachstums im Frühjahr. Nach dem Umtopfen können sich die Wurzeln dann im frischen und durchlässigen Substrat entfalten und den neuen Lebensraum voll ausfüllen.

Drachenbaum umtopfen: Auswahl eines geeigneten Substrats zum Umtopfen

Die Substrate, in denen der Drachenbaum für gewöhnlich verkauft wird, sind häufig durch hohe Torfanteile charakterisiert. Torf neigt dazu, durch seine hohen Anteile an organischem Material, sich bei regelmäßigem Gießen abzusenken und damit zu verdichten. Durch das Untermischen von Vulkangesteins-Granulat oder ähnlichen dränenden Substraten beim Umtopfen, kann man die Durchlässigkeit erhöhen und für eine bessere Sauerstoffzufuhr sorgen.

Dracaena Stamm und Erde in Topf

Durchlässigkeit ist das wichtigste beim Substrat [Foto: Solodovnik/ Shutterstock.com]

Drachenbaum zum Umtopfen vorbereiten

Sie können Ihrem Drachenbaum den Start im neuen Kübel wesentlich vereinfachen, wenn Sie den Wurzelballen nach dem Herausnehmen der Pflanze aus dem bisherigen Kübel nochmals kräftig wässern. Sie können den Wurzelballen dafür auch für kurze Zeit in ein Tauchbad geben, damit die Erde komplett durchtränkt wird. Durch das Wässern schützen Sie Ihren Drachenbaum vor dem Wasserentzug durch das neue, eventuell trockenere Substrat.

Drachenbaum in größeren Topf umtopfen

Es ist wichtig, den Wachstumsansprüchen des Drachenbaums gerecht zu werden. Achten Sie bei der Wahl des neuen Gefäßes darauf, dass dieses im Durchmesser das alte Gefäß mindestens 2 bis 3 Zentimeter übersteigt. Um ein schnelles Anwachsen im neuen Substrat zu gewährleisten, ist es wichtig, den neu eingetopften Drachenbaum genügend anzugießen. Das zunächst relativ trockene Substrat muss sich komplett vollsaugen, damit dem alten Wurzelballen nicht direkt die Feuchtigkeit entzogen wird.

Dracaena reflexis im Topf von oben

Das neue Gefäß sollte 2-3 cm größer sein [Foto: Solodovnik/ Shutterstock.com]

Drachenbaum nach dem Umtopfen pflegen
Nach dem Umtopfen benötigt der Drachenbaum nur noch wenig Aufmerksamkeit, was seine Pflege angeht. Ist Ihr Liebling in seinem neuen Zuhause angekommen und hat sich im neuen Pflanzkübel etabliert, fahren Sie mit der Pflege wie gewohnt fort. Während des Frühjahrs und frühen Sommers raten wir zu einer regelmäßigen Düngung. Sollte sich eine unschöne Wuchsform einstellen, können Sie durch einen Pflegeschnitt die gewünschten Formen wiederherstellen. Genaue Anleitungen und wertvolle Tipps zum Pflegen und Schneiden Ihres Drachenbaums finden Sie in unseren Spezialartikeln.

Geeigneten Standort für den Drachenbaum suchen
Die optimalen Lichtverhältnisse für den Drachenbaum sind ganz abhängig von der Farbe seiner Blätter. Hat Ihre Dracaena eher helle Blätter mit vermehrten Grünanteilen, sollten Sie einen halbschattigen Standort wählen, um Strahlungsschäden zu vermeiden. Neigt Ihr Drachenbaum zur rötlichen Färbung, sind im Blatt vermehrt Anthozyane vorhanden, die vor Strahlungsschäden schützen, weshalb er sich auch an einem vollsonnigen Standort wohlfühlt.

Dracaena in der Sonne

Dracaena mit dunkelroten Blättern vertragen auch einen vollsonnigen Standort [Foto: Stenko Vlad/ Shutterstock.com]

Hier nochmal das Wichtigste zum Umtopfen des Drachenbaums zusammengefasst:

  • Drachenbaum vor dem Umtopfen kräftig wässern
  • Umfang des neuen Gefäßes sollte mindesten 2 – 3 cm größer sein als beim alten
  • Untermischen von Vulkangesteins-Granulat erhöht Durchlässigkeit und sorgt für bessere Luftzufuhr
  • Nach Umtopfen Drachenbaum genügend angießen
  • Danach normal mit Pflegemaßnahmen fortfahren

Unser Tipp: Wenn Sie auf das regelmäßige Umtopfen verzichten wollen, können Sie über den Anbau eines Drachenbaums in Hydrokultur nachdenken. Hierbei wird der Drachenbaum in einem Substrat aus durchlässigem Vulkangestein kultiviert, um ihm Halt zu geben. Die Nährstoffzufuhr wird dabei allein über das mit Nährstoffen angereicherte Wasser betrieben. Der Vorteil ist dabei, dass deutlich seltener umgetopft werden muss, als wenn in einem handelsüblichen Substrat angebaut wird.

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