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Eichenblättrige Hortensie: Sorten, Standort & Pflege

Die Eichenblättrige Hortensie, oder auch Eichen-Hortensie, begeistert mit ihren namensgebenden eichenblattförmigen Blättern und weißen Blüten. Wir zeigen Ihnen, was man beim Pflanzen und Pflegen dieser Hortensienart beachten sollte.

Eichenblättrige Hortensie mit weißen Blüten
Die weißen Blüten der Eichenblättrigen Hortensie bilden mit den grünen und später rot-braun gefärbten Blättern einen wunderschönen Kontrast [Foto: guentermanaus/ Shutterstock.com]

Die Eichenblättrige Hortensie ist mit ihren üppigen Blütenrispen und den charakteristischen eichenblattförmigen Laubblättern ein besonderer Hingucker im Garten. Die dekorativen Blätter, die in ihrer Form an die der Amerikanischen Roteiche erinnern, nehmen im Herbst eine hübsche Färbung an.

Eichenblättrige Hortensie: Herkunft, Eigenschaften und Blütezeit

Die Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia), auch Eichen-Hortensie genannt, ist eine Art aus der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae). Ursprünglich stammt sie aus dem Südosten der USA und gedeiht dort in Trockenwäldern und Steppen.

Die Eichenblättrige Hortensie wächst als aufrechter, etwa 1 bis 2 m hoher Strauch. Sie wird ebenfalls etwa 1 bis 2 m breit, im Alter durch Ausläuferbildung teils noch breiter. Zwischen Juli und September öffnen sich ihre Blüten, die in kegelförmigen bis rundlichen, etwa 15 cm großen Blütenrispen angeordnet sind. Sie setzen sich aus sterilen Scheinblüten und fertilen Blüten zusammen. Die Scheinblüten besitzen in der Regel 4 bis 5 Blütenblätter und sind 3 bis 4 cm groß. Zu Beginn der Blüte sind sie rein weiß, später verfärben sie sich rötlich. Die fertilen Blüten liegen dicht an dicht zwischen den Scheinblüten und sind weniger auffällig. Während die sterilen Blüten dazu dienen, Insekten anzulocken sind es die fertilen Blüten, die den Bestäubern mit Pollen und Nektar Nahrung bieten.

Herbstfärbung der Eichenblättrigen Hortensie
Die Blätter der Eichenblättrigen Hortensie nehmen im Herbst eine hübsche Herbstfärbung an [Foto: EQRoy/ Shutterstock.com]

Das besondere Merkmal der Eichenblättrigen Hortensie, das auch namensgebend ist, ist die auffällige Form ihrer Blätter. Die 10 bis 20 cm langen, etwa 15 cm breiten Blätter sind fiedrig gelappt und erinnern stark an das Laub der Amerikanischen Roteiche (Quercus rubra), zumal sie sich im Herbst ebenfalls rot, dunkelrot oder sogar violett verfärben. Im Sommer ist das halbimmergrüne Laub auf der Oberseite tiefgrün und auf der Unterseite graugrün gefärbt. Die Oberseite ist runzelig, die Unterseite ist filzig behaart. Auch die Triebe besitzen zunächst einen rötlichen Filz, der mit zunehmendem Alter jedoch zurück geht.

Eichenblättrige Hortensie: Die schönsten Sorten

Die Sorten der Eichenblättrigen Hortensie unterscheiden sich im Blütenaufbau, in der Herbstfärbung oder auch in der Wuchshöhe. Folgende Sorten sind äußerst zierend und werden Ihren Garten besonders bereichern:

Die Sorte Hydrangea quercifolia ‘Alice‘ wird 1,5 bis 1,8 m hoch und 0,5 bis 1 m breit. Sie bildet üppige weiße und später zartrosa gefärbte Blütenrispen in großer Zahl. Das Laub erscheint zunächst in einem kräftigen Grün und kontrastiert wunderbar mit den weiß leuchtenden Blüten. Später nehmen die Blätter eine hübsche Herbstfärbung an.

Die Sorte ‘Snowflake‘ bildet gefüllte Scheinblüten und ist damit ein besonderer Hingucker. Sie wird 0,8 bis 1,5 m hoch und 0,6 bis 1,2 m breit. Die großen, eichenblattförmigen Blätter färben sich im Herbst rötlich bis bronzefarben.

Blätter der Eichenblättrigen Hortensie
Das gemeinsame Merkmal der Hydrangea quercifolia-Sorten ist die charakteristische eichenblattähnliche Form der Laubblätter [Foto: billysfam/ Shutterstock.com]

Etwas kompakter wächst die Sorte ‘Ruby Slippers®‘. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 1 bis 1,5 m. Ihre Blütenrispen nehmen im Laufe der Blüte zunächst eine rosafarbene und später eine dunkelrote Färbung an.

Eichen-Hortensie pflanzen: Standort und Zeitpunkt

Eichenblättrige Hortensien können das ganze Jahr über gepflanzt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass an den Tagen rund um die Pflanzung keine Fröste zu erwarten sind.
Die Hortensien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen und geschützten Standort im Garten oder auf dem Balkon. Der Boden sollte frisch bis feucht, und humos sein. Auf zu nährstoffreichen Standorten reifen die Triebe vor dem Frost nur vermindert aus, sodass sie häufiger von Frostschäden betroffen sein können. Große Gaben frischen Komposts vor der Pflanzung sind bei der Eichenblatt-Hortensie also nicht angebracht.

Die Eichenblättrige Hortensie reagiert empfindlich auf Staunässe, weshalb im Falle eines verdichteten oder sehr schweren Bodens eine Drainageschicht, zum Beispiel aus Kies, eingebracht werden sollte. Bei Topfpflanzungen ist eine solche Schicht ebenfalls unbedingt nötig.
Im Vergleich zu anderen Hortensien-Arten, die sehr empfindlich auf einen hohen Kalkgehalt im Boden reagieren, ist die Eichenblättrige Hortensie kalktolerant. Auch der Boden-pH-Wert darf bei Eichen-Hortensien etwas höher sein als beispielsweise bei Gartenhortensien. Er sollte im neutralen bis schwach sauren Bereich liegen. Trotzdem ist auch die Eichenblättrige Hortensie kalkmeidend und sollte daher auf keinen Fall gekalkt werden.

Blüten der Eichenblättrigen Hortensie
Die weißen Blüten der Eichen-Hortensie verfärben sich mit der Zeit rosa-rot [Foto: Charlie Goodall/ Shutterstock.com]

Wenn Sie den richtigen Platz gefunden haben, können Sie die Eichenblättrige Hortensie einpflanzen. Graben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch im Blumenbeet. Es sollte etwa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Wenn der Boden in Ihrem Garten nicht die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, können Sie ihn zu einem Drittel mit Sand mischen, um die Substratdurchlässigkeit zu erhöhen sowie reifen Kompost untermischen. Alternativ können Sie auch eine torffreie Pflanzerde kaufen und diese mit Sand im oben genannten Verhältnis mischen, um das optimale Substrat zu erhalten. Hierfür eignet sich beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde ideal – sie enthält alle wichtigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis. Der pH-Wert liegt mit 6,1 bis 6,9 im schwach sauren bis neutralen Bereich und ist damit passend für die Eichenblättrige Hortensie.
Geben Sie einen kleinen Teil des Substrats zurück ins Pflanzloch und platzieren Sie den Pflanzballen mittig darauf. Indem Sie den Wurzelballen mit den Händen oder mithilfe eines Spatens etwas lockern, fügen Sie den Wurzeln kleine Verletzungen zu, durch die das Wachstum und die Verzweigung der Wurzeln angeregt wird. Anschließend wird das Pflanzloch vollständig mit Substrat aufgefüllt, der Boden angedrückt und großzügig angegossen. Wenn Sie gleich mehrere Hortensien nebeneinander pflanzen möchten, sollten Sie einen Pflanzabstand von etwa 2 Meter einhalten.

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Tipp: Frisch gepflanzte Hortensien profitieren sehr von einem Gießrand, den sie nach dem Pflanzen einfach aus überschüssiger Erde modellieren können. Dieser wird regelmäßig mit Wasser gefüllt und verhindert, dass das Gießwasser ungenutzt wegläuft.

Die Eichenblättrige Hortensie eignet sich auch als Topfpflanze für den Balkon oder die Terrasse. Wählen Sie ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit Abflussloch, damit überschüssiges Wasser beim Gießen ablaufen und keine Staunässe entstehen kann. Um die Bildung von Staunässe zu vermeiden, sollten Tonscherben auf den Gefäßboden gelegt werden.

Pflege der Eichenblättrigen Hortensie

Wie bei allen Hortensien-Arten ist eine gute Wasserversorgung die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung der Hortensienpflanzen. Vor allem junge Pflanzen müssen täglich gegossen werden. Neben gelegentlichen Düngergaben und dem Pflegeschnitt sind jedoch keine besonderen Pflegemaßnahmen nötig.

Eichen-Hortensie gießen und düngen

Neu gepflanzte Hortensien müssen täglich gegossen werden, damit sie gut anwachsen können. In trockenen, heißen Phasen des Sommers sollten Sie Eichenblättrige Hortensien ebenfalls einmal und in Töpfen vielleicht sogar zweimal am Tag gießen. Auch wenn Eichen-Hortensien kalktoleranter sind als anderer Hydrangea-Arten sind, sollten Sie bevorzugt kalkarmes Regenwasser verwenden. Eichenblättrige Hortensien lieben einen kühlen, feuchten Boden. Dieser wird am leichtesten durch eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch erreicht. Eine solche Auflage dient als Verdunstungsschutz und hält die Feuchtigkeit länger im Boden.

Tipp: Gießen Sie Ihre Hortensien morgens und/oder abends, wenn die Sonne noch nicht so stark scheint, damit das Wasser effizient genutzt wird und nicht gleich verdunstet.

Insbesondere Hortensien im Topf sollten jährlich und am besten im Frühjahr gedüngt werden, damit sie gut in die Vegetationsperiode starten können. Hierfür eignet sich unser Plantura Bio-Hortensiendünger optimal. Mit seiner Langzeitwirkung versorgt er Ihre Hortensien zuverlässig mit allen erforderlichen Nährstoffen und beugt typischen Mangelerscheinungen und Krankheiten vor. Arbeiten Sie den Dünger flach ein und bedecken Sie ihn gegebenenfalls zusätzlich mit einer Mulchschicht aus Laub oder Ähnlichem, damit er schnell zu wirken beginnt.

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Tipp: Eine zu späte Düngung sorgt für frostanfällige Pflanzen, denn damit wird das Ausreifen oder Aushärten der Triebe zum Ende der Vegetationsperiode gehemmt. Es wird daher empfohlen, das letzte Mal im Mai/Juni zu düngen. Weiterführende Infos finden Sie in unserem Spezialartikel zum Düngen von Hortensien.

Eichenblättrige Hortensie schneiden

Eichenblättrige Hortensien haben einen schönen, aufrechten Wuchs. Sie können bei Bedarf geschnitten werden, doch auch ohne Rückschnitt entwickeln sich die Pflanzen prächtig. Lediglich die über den Winter erfrorenen oder vertrockneten Triebe und Blütenrispen sollten im Frühjahr entfernt werden. Schneiden Sie die vertrockneten Blüten mit einer sauberen Gartenschere dicht über den neuen Blütenknospen ab.

Eichenblättrige Hortensien überwintern

Eichenblättrige Hortensien sind bei uns winterhart. Achten Sie beim Kauf am besten darauf, gut abgehärtete Pflanzen aus dem Fachhandel auszuwählen. Häufig sind Pflanzen aus Baumschulen den Pflanzen aus Gartencentern vorzuziehen. Gut abgehärtete Hortensien sind bis -23 °C winterhart, sofern sie nicht im kalten und feuchten Winterwind stehen. Auch junge Triebe überstehen Temperaturen bis -10 °C unbeschadet. Wenn Sie dennoch auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie den Boden um die Pflanzenbasis der Hortensie mit Laub oder Tannenzweigen bedecken. So werden ihre Wurzeln nicht durch Frosteinwirkung beschädigt. Hortensien im Topf sind aufgrund des geringen Erdvolumens etwas gefährdeter: Es kann vorkommen, dass der gesamte Topf durchfriert. Daher sollte man das Pflanzgefäß im Spätherbst mit Pflanzenvlies oder Jutesäcken umhüllen und es gegebenenfalls an einen geschützten Ort, wie beispielsweise eine Hauswand, stellen.

Blätter der Eichen-Hortensie
Die Eichenblättrige Hortensie ist bei uns winterhart [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Eichenblättrige Hortensien vermehren

Eichenblättrige Hortensien können über Stecklinge vermehrt werden. Diese werden im Frühsommer geschnitten. Schneiden Sie einjährige, blütenlose Triebe von der Pflanze ab und teilen Sie diese in etwa 10 bis 15 cm lange Stücke. Die Blätter werden dann bis auf das obere Blattpaar entfernt und die Stecklinge mindestens 5 cm tief in mit Aussaaterde gefüllte Pflanzgefäße gesteckt. Dafür eignet sich beispielsweise unsere nährstoffarme Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, die mit mindestens einem Drittel Sand gemischt das richtige Substrat führ die Stecklinge bildet. Das Substrat sollte täglich befeuchtet werden. An einem hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und bei einer Temperatur von ungefähr 15 °C können sich die Stecklinge bewurzeln und zu neuen Hortensien-Jungpflanzen heranwachsen.

Wenn Sie sich über weitere Hortensien-Arten informieren möchten, können Sie in unserem Spezialartikel alles über die Rispenhortensie erfahren.

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