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Geranien pflanzen: Standort, Pflanzzeit & Begleitpflanzen

Hier erfahren Sie alles über das Pflanzen von stehenden und hängende Geranien, dem optimalen Standort sowie den passenden Begleitpflanzen.

Geranien in Töpfen in Erde

Geranien gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen [Foto: iStock.com/lucentius]

Geranien oder Pelargoinum, wie die Pflanze mit botanischem Namen heißt, sind mit ihrem Meer an Blüten eine wahre Augenweide für den heimischen Balkon. Zu dieser Gattung zählen etwa 250 verschiedene Wild-Arten. Ursprünglich kommen die meisten Arten aus dem sonnigen Südafrika. Die nicht winterharten Staudengewächse wachsen als Halbsträucher oder Sträucher in verschiedenen Höhen. Durch intensive Züchtung ist eine Vielzahl an Kultursorten entstanden, die nicht nur mit Blüten in unterschiedlichsten Farben bestechen, sondern sich auch in ihren Wuchsformen unterscheiden. Die wichtigsten dieser Pelargonienarten sind heutzutage P. zonale Hybride und P. peltatum Hybride.

Geranien Wuchsformen: Stehende und hängende Geranien

Die Wuchsform der Geranien beeinflusst die Wahl des richtigen Standorts und Pflanzgefäßes. Mit der richtigen Wahl unterstützen Sie das pflanzliche Wohlbefinden und setzen Ihre Geranien richtig in Szene. Generell unterscheidet man Hänge-Geranien (Pelargonium peltatum Hybride) und aufrecht stehende Geranien (Pelargonium zonale Hybride).

Stehende Geranien

Aufrecht stehende Geranien sind immergrüne Halbsträucher und werden 25 bis 40 Zentimeter hoch. Sie sind unter den Geranien ungeschlagen in ihrer Sortenvielfalt. Bestens geeignet ist diese Gruppe für Balkonkästen und Kübel sowie ausgepflanzt im Beet. Eine besondere Gruppe bilden hierbei die Edelgeranien (Pelargonium grandiflorum) auch Englische Geranien genannt. Sie haben zahlreichen, eindrucksvollen Blüten, jedoch müssen sie vor Regen geschützt stehen.

Hängende Geranien

Geranien mit einer hängenden Wuchsform werden meist bis zu 30 Zentimeter hoch und können über 150 cm lange, überhängende Triebe bilden. Durch diese Triebe sind Hänge-Geranien der Dauerbrenner im Balkonkasten, in Hängeampeln oder in vertikalen Gärten auf dem Balkon. Besonders beliebt sind robuste, einfach blühende Sorten wie die der ‘Cascade’-Serie oder die bekannte rosa ‘Ville de Paris’.

Duftgeranien – Anwendungsmöglichkeiten für Geraniol

Eine besondere Gruppe der Geranien bilden die Duftgeranien. Bei Duftgeranien sucht nicht das Auge, sondern die Nase aus. Unzählige Varianten überraschen mit besonderen Aromen, wie zum Beispiel ‘Chocolate Peppermint’ (Schokolade) oder ‘Purple Unique’ (Weingummi). Hier zählt weniger der Zierwert, als die Anwendungsmöglichkeiten ihres Blattextrakts.

Duftgeranie gelb mit Namensschild

Duftgeranien finden Anwendung in Parfümen, Kosmetika und der Aromatherapie [Foto: iStock.com/BreatheFitness]

Das Geraniumöl (Geraniol) bestimmter Sorten findet Anwendung in Parfümen, Kosmetika, der Aromatherapie und wirkt entspannend auf die Muskulatur. Einige Duftgeranien sollen mit Hilfe ihres würzigen Aromas sogar Stechmücken abhalten. Die Pflanzen sind demnach nicht nur schön anzusehen, sondern können sogar mit einem praktischen Mehrwert punkten.

Geranien: Der optimale Standort

Wie ihre afrikanischen Wurzeln vermuten lassen, sind Pelargonien wahre Freunde der Sonne und bevorzugen einen warmen und vollsonnigen bis halbschattigen Standort.  Bei Edelgeranien gilt jedoch: Möglichst ohne volle Sonne. Eine leichte Brise schadet den Pflanzen nicht, bei stärkerem Wind können die Triebe allerdings leicht brechen. Bei Hänge-Geranien besteht schnell die Gefahr, dass die Blüten bei anhaltendem Regen verkleben, daher sollte man einen überdachten Standort wählen. Damit Geranien bis zum Frost durchgehend blühen, benötigen sie kühlere Nächte. Damit auch die Anzahl der Blüten stimmt gilt: Je mehr Sonnenstunden, umso mehr Blüten werden ausgebildet.

Zusammenfassung: Der optimale Standort für Geranien

  • warmer und vollsonniger bis halbschattiger Standort
  • vor starkem Wind schützen
  • Hänge-Geranien: überdachter Standort

Die richtige Geranienerde

Zur Kultivierung der Pelargonien verwendet man eine nährstoffreiche Komposterde oder hochwertige, strukturstabile Pflanz-Erde. Damit Ihre Geranien sich durch eine optimale Nährstoffversorgung wohl fühlen, kann spezielle Geranienerde verwendet werden. Diese ist besonders stickstoffbetont.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

  • Floragard Blumenerde: Allround-Erde für Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen. Aqua-Plus® sorgt für eine optimale Wasseraufnahme. Optimale Nährstoffversorgung für kräftige und vitale Pflanzen mit prachtvollen Blüten.
  • Floragard Balkon- & Geranienerde: Spezialerde zum Pflanzen von Geranien und anderen anspruchsvollen Balkonpflanzen. Die Bio-Dünger Flora-Bio-Mix und Flora-Phyto-Mix sorgen für ein gesundes Pflanzenwachstum und schnelle Nährstoffversorgung.
  • Cuxin Spezialdünger Stauden & Bodendecker: Spezialdünger mit viel Kalium für eine prächtige Blüte und ein gesundes Wachstum.

Geranien pflanzen: In Topf, Kübel und Ampel

Pflanzgefäße für Geranien

Meist werden Geranien in Kübel, Ampeln und Balkonkästen gepflanzt. Stehende Geranien-Sorten können auch direkt ins Beet gesetzt werden. Wichtig für die Entwicklung der Geranien ist ein großes Erdvolumen. Besonders gut geeignet sind große Töpfe oder große Balkonkästen (20 x 100 Zentimeter). Hier können gleich bis zu fünf Exemplare eingesetzt werden. Damit später für eine optimale Dünger- und Wasserversorgung gesorgt werden kann, sollte der Kasten mindesten 18 Zentimeter hoch sein. Pflanzgefäße für Geranien sollten ein Wasserabzugsloch oder eine gute Dränage z.B. Blähton haben, denn nasse Füße mögen die Sonnenanbeter überhaupt nicht gerne.

Geranie pflanzen in Topf mit Schaufel Handschuhen Hut

Geranien bevorzugen große Pflanzgefäße [Foto: iStock.com/Elenathewise]

Hängende Sorten sollten in höhere Gefäße oder Kästen gepflanzt werden, um sich ihrem Wuchscharakter entsprechend entfalten zu können. Damit die Balkonpflanze mit hängendem Wuchs es leichter hat sich zu etablieren, ist es von Vorteil die Pflanzen leicht „schräg“ in den Kasten einzupflanzen. Die Wurzelballen müssen aber immer noch einen guten Substratkontakt haben.

Zusammenfassung: Ansprüche an das Geranien-Pflanzgefäß

  • großer Topf oder Balkonkasten (20 x 100 Zentimeter) für ~ 5 Pflanzen
  • Höhe min. 18 cm
  • Wasserabzugslöcher oder gute Dränage (z.B. Blähton) zur Vermeidung von Staunässe
  • Hänge-Geranien schräg einpflanzen

Geranien Pflanzzeit und Umtopfen

Die Pflanzen sind beim Kauf in Kulturtöpfen meist gut durchwurzelt. Für ein üppiges Wachstum und eine reiche Blütenfülle müssen diese daher dringend verpflanzt werden. Dabei ist es wichtig, beim Einpflanzen den Wurzelkranz am Ballen zu öffnen. So fällt es den Pflanzen leichter, in die frische Erde einzuwurzeln.  Junge Geranien topft man in größere Pflanzgefäße, wenn zahlreiche Wurzeln aus dem Abzugsloch heraustreten und diese zu verstopfen beginnen.

Ältere Pflanzen kann man etwa alle 2 Jahre in frische Erde umtopfen. Dabei schüttelt man vorsichtig die alte Erde aus den Wurzeln und kürzt die langen, dickeren Wurzeln und auch die Triebe der Pflanze um etwa die Hälfte ein. Dann topft man die so vorbereiteten Pelargonien wieder in den alten, gut gereinigten Topf mit frischer Erde ein.  Die abgeschnittenen Triebe können Sie als Stecklinge zur Vermehrung Ihrer Geranien nutzen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist der Frühling. Generell kann man die Pelargonien aber auch während des restlichen Jahres umtopfen.
Ab Ende Februar  können die in frische Erde umgetopften Pflanzen an einem hellen, kühlen Fensterplatz heranwachsen. In kalten Regionen werden Geranien erst ab Mitte Mai in gute Balkonblumen- oder Geranienerde gesetzt. Edelgeranien erst ins Freiland stellen, wenn warme Tage garantiert sind.

Zusammenfassung: Pflanzzeit und Umtopfen von Geranien

  • Geranien nach dem Kauf umtopfen
  • junge Geranien: Umtopfen, wenn Pflanzgefäß komplett durch-wurzelt ist
  • ältere Geranien: alle 2 Jahre umtopfen
  • beste Zeit zum Umtopfen: Frühling, aber generell das ganze Jahr möglich
  • Pflanzung nach draußen ab Mitte Mai

Geranien als Zimmerpflanzen

Im beheizten Zimmer fühlen sich Geranien wie zu Hause. In einem großen Topf auf der sonnigen Fensterbank kann man sich, wenn die Pflanzen richtig gepflegt werden, fast das ganze Jahr an ihren  zahlreichen Blüten erfreuen. Was getan werden muss, damit die Pflege stimmt und die Geranien sich das ganze Jahr über wohl fühlen, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Geranien Begleitpflanzen

Der Balkonklassiker kann alleine und mit fast allen Sonne liebenden Balkonblumen kombiniert werden. Wichtig ist nur, dass die Wuchsstärke und die Wasseransprüche mit den Partnern im Kasten oder Pflanzgefäß übereinstimmen. Beispiele zur Kombination sind: Petunien, Zauberglöckchen, Bidens, Verbenen, Zauberschnee, Vanilleblume, Lantane, Husarenköpfchen, Blaues Gänseblümchen, Männertreu, Portulakröschen.

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