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Glockenblume: Alles zum Pflanzen & Pflegen der Campanula

Die schönen Glockenblumen läuten den Sommer ein. Hier erfahren Sie alles Wichtige vom Pflanzen bis zum Pflegen der Glockenblume im Garten.

Blüten der blauen Glockenblume im Garten
Glockenblumen leiten mit ihren geschwungenen Blüten den Sommer ein [Foto: Jokue-photography/ Shutterstock.com]

Die grazile Glockenblume (Campanula) scheint so ganz der Welt der Feen entsprungen zu sein. Lassen auch Sie sich von ihren wunderschönen zarten Blüten verzaubern und ergänzen Sie Ihren Garten mit ihrer sommerlichen Frische.

Glockenblume

Blaue Blüten waren schon immer für Menschen faszinierend. In der Zeit der Romantik waren sie das Symbol der Liebe, Sehnsucht und Unendlichkeit. Viele Gedichte wurden darüber verfasst. Auch Glockenblumen haften diese Vorstellungen an, denn sie erstrahlen in den vielfältigsten Blautönen.

Glockenblume: Herkunft und Eigenschaften

Glockenblumen sind eine sehr große Gattung von Pflanzen. Sie sind weltweit anzutreffen, jedoch eher auf der Nordhalbkugel. Als ständiger Begleiter sind sie sowohl auf den Bergwiesen der Alpen zu finden als auch auf der bunten Blumenwiese oder am Waldrand. Und weil sie so zierlich und schön sind, haben sie seit über zweihundert Jahren auch unsere Gärten erobert. Meist sind Glockenblumen mehrjährig. Ihre glockenförmigen Blüten leuchten dabei in den schönsten Farbtönen zwischen Weiß und Lila. Sei es reines Weiß, kräftiges Blau, tiefes Lila, zartes Rosa oder frühlinghaftes Fliederfarben – bei den Glockenblumen ist alles dabei.

Als einheimische Wildpflanzen sind Glockenblumen in der Natur des Öfteren anzutreffen [Foto: Jaromir Klein/ Shutterstock.com]

Blütezeit der Glockenblume

Glockenblumen blühen den gesamten Sommer über, je nach Art und Sorte erscheinen die schönen bunten Blüten zwischen Mai und August. Die Blütezeit erstreckt sich also über einen langen Zeitraum. Das ist perfekt für Bestäuber wie Bienen, Schwebfliegen oder Schmetterlinge.

Glockenblumen-Arten und -Sorten

Glockenblumen sind eine sehr artenreiche Pflanzengattung. Über 300 Glockenblumen-Arten sind weltweit zu finden. Dabei sind noch nicht einmal all die Sorten berücksichtigt, die mittlerweile gezüchtet wurden.

Pfirsichblättrige Glockenblume

Bekannt von Wildwiesen und Waldrändern ist Ihnen vielleicht die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia). Hübsch ist die bis zu 90 cm große Sorte ‘Grandiflora Coreolea’ in schönem Blauviolett. Ganz anders hingegen gibt sich die zwergige Sorte ‘Alba’ der Unterart nitida. Sie strahlt in Weiß und ist sogar für Steingärten bestens geeignet. Mehr Informationen zur Pfirsichblättrigen Glockenblume finden Sie hier.

Nahaufnahme der Blüte der blauen, pfirsichblättrigen Glockenblume
Die Pfirsichblättrige Glockenblume ist eine mehrjährige und häufig hoch aufragende Art [Foto: Maria Pokintelitsa/ Shutterstock.com]

Winterharte Glockenblumen-Arten

Viele Arten von Glockenblumen sind ohne Weiteres winterhart. Dazu gehören auch die Pfirsichblättrige Glockenblume und die Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata). Weitere winterfeste Arten finden Sie hier.

Marienglockenblume

Die Marienglockenblume (Campanula medium) ist zwar in Deutschland nicht heimisch, aber dennoch bestens für Ihren Garten geeignet. Ihre bauchigen und zarten Blüten haben die perfekte Glockenform. Zwei schöne Sorten sind die rosafarbene ‘Champion Pink’ und die gefüllte ‘White double’. Mehr zu dieser Art können Sie hier in Erfahrung bringen.

Rosa Blüten der Marienglockenblume
Die zweijährige Marienglockenblume entfaltet erst im zweiten Jahr ihre bunte Blütenpracht [Foto: Raffaella Galvani/ Shutterstock.com]

Weitere Glockenblumengewächse

Zu den Glockenblumengewächsen (Campanulaceae) gehören nicht nur Gattungen, die den Glockenblumen ähnlich sehen. Auch einige Überraschungen hat diese Familie zu bieten, sei es die Hawaii-Palme (Brighamia insignis) oder die Große Lobelie (Lobelia rhynchopetalum) aus Äthiopien. Mit welchen anderen Gewächsen die Glockenblumen verwandt sind, können Sie hier nachlesen.

Glockenblumen kaufen: Das sollten Sie beachten

Glockenblumen gibt es in den verschiedensten Größen und Blau-, Lila-, Rosa- oder Weißtönen. Je nach Art sind Glockenblumen mehr Bodendecker oder mehr Stauden. Das sind natürlich wichtige Entscheidungskriterien. Besondere Bedeutung sollten Sie jedoch dem Lebenszyklus der Pflanze widmen. Die meisten Glockenblumen sind mehrjährig, doch kommen auch ein- oder zweijährige Arten vor. Die Mehrjährigen sind häufig winterhart, einige jedoch mehr als andere. Berücksichtigen Sie dies, falls Sie in einer raueren Region leben. Nähere Informationen zu winterharten Glockenblumen haben wir hier für Sie vorbereitet.

Glockenblume pflanzen

Der richtige Standort für eine Glockenblume ist definitiv ein sonniger. Die meisten Arten fühlen sich in der vollen Sonne am wohlsten, doch auch leichter Schatten gefällt ihnen gut. Der Boden sollte dabei leicht feucht sein und sehr gut wasserdurchlässig. Nasse Füße bekommen dem Gewächs mit den auffälligen Blüten allerdings gar nicht. Ein humoses Substrat mit neutralem oder leicht alkalischem pH-Wert ist der optimale Untergrund für Ihre Glockenblume.

Gießen einer Glockenblume mit Wasserschlauch
Glockenblumen sind recht pflegeleicht und vermehren sich mit etwas Glück ganz von allein [Foto: Isa Long/ Shutterstock.com]

Glockenblumen im Garten pflanzen

Je nachdem, ob Sie sich für eine hoch aufragende, eine kleine und kompakte oder eine kriechende Glockenblumen-Art entschieden haben, ist der perfekte Pflanzort jeweils ein anderer. Die Möglichkeiten sind dabei vielseitig: Im Steingarten, eingestreut in eine Wildwiese, unter lichten Laubbüschen, entlang eines Zaunes oder aber mitten im Staudenbeet. Wichtig ist, dass die Glockenblume einen sonnigen oder höchstens leicht schattigen Platz mit humosem oder leicht humosem Boden bekommt.

Um die Glockenblume zu pflanzen, heben Sie zunächst ein Loch in doppelter Größe des Wurzelballens aus. Geben Sie dann so viel der ausgehobenen und durchlockerten Erde wieder in das Loch, dass die Oberkante des Wurzelballens gleichauf mit der Erdoberfläche ist, wenn Sie ihn hineinstellen. Geben Sie den Rest der Erde dann um den Pflanzballen. Am besten arbeiten Sie gleich etwas Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Blumendünger in die lockere Erde ein. So ermöglichen Sie Ihrer Glockenblume einen optimalen Start und versorgen sie von Anfang an mit allen wichtigen Nährstoffen.

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Drücken Sie nun die Pflanze leicht an und wässern sie gut. Am richtigen Standort vermehren Glockenblumen sich für gewöhnlich von selbst. Nicht, dass sie alles überwuchern würden, aber sie erhalten sich ohne Zutun. Dies geschieht zum einen durch Samen, zum anderen über Ausläufer. Sie können auch gezielt durch Aussaat der Samen oder Teilung die Pflanze vermehren.

Zusammenfassung der richtige Standort für Glockenblumen:

  • Sonnig oder leicht beschattet
  • Leicht humoses bis humoses Substrat
  • Erde leicht alkalisch oder neutral
  • Gute Wasserdurchlässigkeit, keine Staunässe
  • Feuchter Boden, im Steingarten nur mäßig feucht
Viele blaue Glockenblumen in Beeten
Im Garten lassen sich die verschiedensten Ecken mit Glockenblumen gestalten – sei es in Stein- oder Mauergärten, entlang von Zäunen oder in einem Staudenbeet [Foto: Charlie Goodall/ Shutterstock.com]

Glockenblume im Topf für Balkon und Terrasse

Früher wurden Glockenblumen besonders gern im Topf gesetzt. Natürlich ist das auch heute noch möglich. Der Vorteil besteht darin, dass die Pflanze somit sehr gut in Szene gesetzt werden kann. Verwenden Sie zum Pflanzen handelsübliche Gartenerde. Diese sollte torffrei sein, da Torf leicht sauer ist und Glockenblumen neutrale, wenn nicht gar leicht alkalische pH-Werte bevorzugen. Mischen Sie in die Gartenerde Sand ein, um die Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen. Für den optimalen Wasserabfluss können Sie auch eine Tonscherbe auf den Boden des Topfes legen. Verwenden Sie zudem unbedingt einen Topf mit Abflussloch.

Glockenblumen als Zimmerpflanze

Sogar als Zimmerpflanzen lassen sich Glockenblumen halten. Besonders geeignet dafür ist die Sternglockenblume (Campanula isophylla). Diese kleinwüchsige Art aus dem Norden Italiens blüht im Sommer auch drinnen in voller Pracht. Ihre Ansprüche sind ähnlich denen anderer Glockenblumen. Sie liebt humoses und durchlässiges Substrat, einen leicht feuchten Boden und viel Licht. Direktes Sonnenlicht ist allerdings nicht so ganz ihr Fall, weshalb Sie sie lieber nicht gar zu exponiert aufstellen sollten. Sehr gut macht sich das in verschiedenen Blautönen oder Weiß blühende Gewächs auch in der Zimmerampel.

Weiße, hängende Sternglockenblumen im Garten
Die Sternglockenblume bleibt klein und blüht dabei reichlich [Foto: RukiMedia/ Shutterstock.com]

Glockenblumen pflegen

Glockenblumen sind nicht anspruchsvoll. Arbeiten Sie im Frühjahr zum Wachstumsstart einfach etwas Kompost, Mist oder unseren Plantura Bio-Blumendünger mit Langzeitwirkung in die Erde ein. In trockenen Sommern sollten Sie darauf achten, dass die Pflanze hin und wieder Feuchtigkeit bekommt. Besonders Topfpflanzen sollten Sie regelmäßig gießen. Abgesehen davon benötigen Glockenblumen keine weitere Pflege – außer im Winter eventuell je nach Art einen Schutz gegen Frost.

Tipp: Um die Blütezeit zu verlängern, können Sie verblühte Blütenstände an der Basis abschneiden. Lassen Sie jedoch besser immer ein paar Pflanzen zum Aussamen kommen. So können die Glockenblumen sich natürlich vermehren und in Ihrem Garten etablieren.

Glockenblumen überwintern

Die meisten Glockenblumen sind mehrjährig und problemlos winterhart. Diese Arten treiben im Frühjahr frisch wieder aus. Einige zweijährige Arten wie die Marienglockenblume sind jedoch nur zweijährig und nicht ganz so winterfest. Legen Sie daher im Winter zum Schutz vor Frost Nadelzweige über die Pflanze. Die wenigen einjährigen Glockenblumen-Arten überleben den Winter nicht. Weitere Informationen zur Winterhärte von Glockenblumen finden Sie hier.

Sind Glockenblumen giftig?

Mit über 300 Arten sind die Glockenblumen eine sehr umfangreiche Gattung. Generell herrscht Uneinigkeit, ob nicht einige dieser Arten giftig sind. Fest steht allerdings, dass sie für den Menschen nicht tödlich sind. Das Auftreten von Vergiftungen ist ebenfalls sehr unwahrscheinlich. Ganz im Gegenteil: Die Blüten der Pflanzen sind sogar essbar. Anders mag es für einige Haustiere aussehen. Deshalb ist davon abzuraten, Glockenblumen gezielt zu füttern. Mehr zur Giftigkeit der Glockenblumen können Sie hier erfahren.

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