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Glückskastanie: Alles zu Pflege, Standort & zum Vermehren

Wir zeigen, worauf man bei der Pflege und beim Umtopfen der Glückskastanie, auch Pachira genannt, achten sollte und geben Tipps zum Vermehren und zur Lebensdauer des Glücksbringers.

Junge Glückskastanie im Topf
Ein ganzjährig heller Standort ist wichtig für die Glückskastanie [Foto: KPG_Payless/ Shutterstock.com]

Die Glückskastanie (Pachira aquatica) ist eine beliebte Zimmerpflanze. Sie zählt zur Gattung der Pachira und zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Weitere Namen für die Glückskastanie sind Wilder Kakaobaum, Guyana, Malabar-Kastanie oder auch Wasserkastanie. Oft wird sie aber einfach nur Pachira genannt.
Der Baum ist in Mittelamerika beheimatet, wo die Früchte als Ersatz für Kakao verwendet werden. Doch auch die Blätter und Samen können verzehrt werden.
Bei uns sind die Pflanzen ein Symbol für Glück und werden daher gern als Glücksbringer verschenkt.

Eigenschaften der Glückskastanie

Die Glückskastanie ist ein immergrüner Laubbaum, der unter optimalen Bedingungen 4 bis 20 Meter hoch werden kann. Es handelt sich allerdings um eine langsam wachsende Pflanze.
Der Stamm ist unten verdickt und dient als Wasserspeicherorgan. Glückskastanien werden häufig mit geflochtenem Stamm angeboten, die Borke ist glatt und braun. Die Blätter der Pflanze sind dunkelgrün, langstielig und handförmig zusammengesetzt. Sie bestehen aus fünf bis neun Fiederblättchen (Fingern) und sind leicht ledrig und glänzend. Die Blätter des Baumes können mit der Zeit eine stattliche Krone ausbilden.
In Zimmerkultur bildet die Glückskastanie sehr selten Blüten. Diese stattlichen Exoten fallen vor allem durch ihre Größe und Form auf. Sie sind grün-gelb mit roten Staubblättern und erinnern an Federn.
In freier Wildbahn bildet der Baum zudem Früchte aus, welche groß, braun und essbar sind.

Glückskastanie pflegen: So geht’s richtig

Zum Glück ist die Glückskastanie nicht sehr anspruchsvoll, was die Pflege betrifft. Wenn Sie die Wasser- und Düngeversorgung im Blick haben, der Baum am richtigen Standort steht und in passendem Substrat wurzelt, sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Alles über die Pflege der Pachira aquatica erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.
Gießen Sie Ihre Glückskastanie nicht zu viel, denn Wasser im Übermaß schadet der Zimmerpflanze. Deshalb sollte die Hälfte des Substrats immer abtrocknen, bevor erneut gegossen wird. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da diese zu Wurzelfäule führen kann und schnell erheblichen Schaden an der Pflanze anrichtet. Wichtiger als zu gießen ist es, für eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Tun Sie Ihrer Zimmerpflanze daher etwas Gutes und besprühen Sie sie zwei Mal pro Woche mit lauwarmem Wasser.

Glückskastanie von Sprühflasche besprüht
Regelmäßiges Besprühen der Blätter der Glückskastanie gehört zur guten Pflege dazu [Foto: Chubykin Arkady/ Shutterstock.com]

Nehmen Sie beim Einpflanzen und Umtopfen eine Grunddüngung vor, indem Sie in das Substrat Dünger mit organischer Langzeitwirkung – wie unseren Plantura Bio-Universaldünger – mit einarbeiten. Eine weitere Düngung ist in dem Jahr dann nicht mehr nötig. Im nächsten Jahr düngen Sie ab dem Frühjahr wieder. Tun Sie dies im Idealfall erneut mit Plantura Bio-Universaldünger, da dieser die Nährstoffe langsam und schonend an die Pflanze abgibt und nur alle sechs bis acht Wochen nachgedüngt werden muss. Alternativ kann auch mit einem mineralischen Flüssigdünger gedüngt werden, da dies jedoch alle zwei bis drei Wochen stattfinden müsste, raten wir davon ab.

Die Glückskastanie richtig düngen und gießen:

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Die richtige Erde für die Glückskastanie

An den Boden stellt die Zimmerpflanze keine großen Ansprüche. Das Substrat sollte lediglich locker und gut durchlässig sein. Außerdem benötigt die Glückskastanie eine gute Nährstoffversorgung; ein nährstoffreiches Substrat ist daher unabdingbar.

Die richtige Erde für die Glückskastanie im Überblick:

  • Durchlässig
  • Locker
  • Nährstoffreich

Tipp: Die Glückskastanie gedeiht auch in Hydrokultur oder kann (mit viel Hinwendung) als Bonsai gezogen werden.

Als Substrate für die Glückskastanie eignen sich handelsübliche Blumenerde, Kakteenerde oder auch Topfpflanzenerde. In das jeweilige Substrat sollten Sie zu einem Fünftel mineralisches Material wie Perlit hinzufügen, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Mischen Sie außerdem einen Dünger mit organischer Langzeitwirkung mit in das Substrat, um die Zimmerpflanze langfristig mit allen wertvollen Nährstoffen zu versorgen. Unser Plantura Bio-Universaldünger ist bestens geeignet, um eine nachhaltige Nährstoffversorgung Ihrer Glückskastanie sicherzustellen.

Geeignete Substrate für die Glückskastanie:

Die Glückskastanie sollte alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Sobald der Wurzelballen das ganze Substrat durchwachsen hat, ist es Zeit für einen Topfwechsel. Beim Umtopfen wechseln Sie nicht nur das Pflanzgefäß, sondern tauschen auch das Substrat komplett aus. Die beste Zeit für das Umtopfen von Glückskastanien liegt dabei im Frühjahr.

Stamm der Glückskastanie im Topf
Das ideale Substrat für Glückskastanien sollte locker, durchlässig und nährstoffreich sein [Foto: William Hager/ Shutterstock.com]

Der passende Standort für die Glückskastanie

Der ideale Standort für die immergrüne Pflanze sollte gut gewählt sein, denn der Glückskastanie gefällt es schließlich gar nicht, wenn sie allzu oft umgestellt wird. Für optimale Wachstumsbedingungen wählen Sie einen Standort, der ganzjährig hell ist, an dem die Pflanze keiner Zugluft ausgesetzt ist und an dem bestenfalls eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Ideale Temperaturen für die exotische Pflanze sind im Sommer zwischen 18 und 20 °C und im Winter zwischen 12 und 18 °C. In keinem Fall sollten die Temperaturen für die Glückskastanie unter 12 °C fallen.

Zusammenfassung: Der passende Standort für Glückskastanien:

  • Standort nicht zu häufig wechseln
  • Ganzjährig heller Standort
  • Keine Zugluft
  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Sommertemperatur: 18 – 20 °C
  • Wintertemperatur: 12 – 18 °C

Glückskastanie schneiden

Glückskastanien benötigen keinen regelmäßigen Rückschnitt. Wenn Sie regelmäßig verwelkte und vertrocknete Pflanzenteile entfernen, genügt das in der Regel. Allerdings können die Pflanzen bei richtiger Pflege zu stattlichen Zimmerbäumen von bis zu zwei Metern Höhe heranwachsen. Wem der Baum also über den Kopf wächst, kann zur Gartenschere greifen und die Glückskastanie zurückschneiden. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. Schneiden Sie den Baum nach Bedarf so weit zurück, wie Sie möchten. Nach wenigen Wochen treibt die Pflanze erneut aus. Temperaturen über 20 °C begünstigen das Wiederaustreiben der Triebe.

Tipp: Schneiden Sie Ihre Glückskastanie wirklich nur, wenn es gar nicht anders geht. Nach einer Schnittmaßnahme kann es nämlich sehr gut sein, dass der Baum nicht mehr in der ursprünglichen, schönen Form weiterwächst.

Zusammenfassung: Wie schneidet man den Glückskastanien richtig:

  • Regelmäßig verwelkte und trockene Blätter entfernen
  • Regelmäßiger Schnitt nicht notwendig
  • Schnittmaßnahmen nur, wenn der Baum zu groß wird
  • Bester Zeitpunkt: Frühjahr
  • Temperaturen über 20 °C begünstigen erneuten Austrieb
Blüte der Glückskastanie
Die imposanten Blüten der Glückskastanie sind bei Zimmerpflanzen leider so gut wie nie zu sehen [Foto: UlyssePixel/ Shutterstock.com]

Gelbe Blätter an der Glückskastanie

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich die schönen Blätter an der Glückskastanie gelb verfärben. Doch woran kann das liegen? Tatsächlich können viele verschiedene Ursachen schuld an den verfärbten Blättern sein. Meist bilden Pflegefehler den Grund und können rasch behoben werden. Eine häufige Ursache ist beispielsweise Lichtmangel. Steht die Pflanze an einem zu dunklen Standort, bekommt sie zu wenig Licht und die Blätter werden gelb. Hier hilft ein Standortwechsel. Ein weiterer Grund: Staunässe. Wird zu häufig gegossen oder überschüssiges Wasser nicht aus dem Übertopf entfernt, leidet die Pflanze sehr. Meist hilft hier nur Umtopfen und Auswechseln des Substrates sowie natürlich eine Änderung der Gießhäufigkeit. Auch wenn die Luft zu trocken ist, schadet das der Pflanze und sie zeigt dies mit gelben Blättern. Besprühen Sie die Pflanze regelmäßig mit Wasser und das Problem verschwindet schnell. Auch Kälte, Zugluft und ein zu häufiger Standortwechsel können Ursachen für gelbe Blätter sein. Hier hilft es, einen geeigneten Platz im Zimmer zu suchen und die Pflanze dort möglichst lange stehen zu lassen.

Mögliche Ursachen für gelbe Blätter an der Glückskastanie:

  • Lichtmangel
  • Staunässe
  • Zu niedrige Luftfeuchtigkeit
  • Kälte
  • Zugluft
  • Zu häufiger Standortwechsel

Glückskastanie vermehren

Die einfachste Methode, um Glückskastanien selbst zu vermehren, ist diejenige über Stecklinge. Hierzu schneiden Sie mit einem scharfen Messer Stecklinge von unverholzten Trieben Ihres Bäumchens ab. Diese werden in spezielles Anzuchtsubstrat gesteckt und befeuchtet. Ideale Wachstumsbedingungen für die Stecklinge herrschen in einem selbstgebastelten Mini-Gewächshaus. Stellen Sie dieses an einen hellen, warmen Ort und vergessen Sie nicht, regelmäßig zu lüften und zu gießen. So kann der Steckling mit der Zeit wurzeln und gut wachsen.

Glückskastanie über Stecklinge vermehren:

  • Halbverholzte Triebe schneiden
  • In Anzuchterde stecken
  • In Mini-Gewächshaus stellen
  • An einen hellen und warmen Ort stellen
  • Regelmäßig befeuchten
Frucht der Glückskastanie
Die Glückskastanie ist nicht giftig, die Blätter und Früchte der Pflanze sind sogar essbar [Foto: Alf Ribeiro/ Shutterstock.com]

Ist die Glückskastanie giftig?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob die Glückskastanie eigentlich giftig ist. Wir können Sie beruhigen: Weder die Blätter noch die Früchte der tropischen Pflanze sind giftig. Die einzige kleine Gefahr geht von dem Stamm der Pflanze aus. Dieser kann eine Flüssigkeit absondern, die durchaus giftig sein kann. Allerdings müssten Sie die Flüssigkeit mehrerer Stämme zu sich nehmen, um tatsächlich eine Vergiftung zu erleiden. Auch für Haustiere wie Hund, Katze und Co ist die Glückskastanie vollkommen ungefährlich. Und obwohl das Bäumchen bei uns meist nur als Zierpflanze Verwendung findet, können die Blätter und Früchte der Glückskastanie tatsächlich gegessen werden.

Zusammenfassung: Ist die Glückskastanie giftig?

  • Flüssigkeit im Stamm kann Vergiftungen hervorrufen, allerdings nur in sehr hohen Mengen
  • Ungefährlich für Haustiere
  • Blätter und Früchte sind sogar essbar
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