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Gummibaum: Experten-Tipps zu Pflege, Schnitt & Vermehrung

Der Gummibaum ist bei uns als Zimmerpflanze sehr beliebt. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Pflegen, Schneiden und Vermehren des Gummibaumes.

Gummibaum bildet neuen, gesunden Trieb
In diesem Artikel erfahren Sie alles über den beliebten Gummibaum [Foto: Liviu Gherman/ Shutterstock.com]

Viele haben den Baum mit den beeindruckend großen Blättern bei sich im Zimmer oder im Büro, doch gibt es sicherlich viel Wissenswertes, was Sie vielleicht noch nicht über den Gummibaum (Ficus elastica) wissen. Haben Sie zum Beispiel schon gewusst, dass der Ficus eigentlich zu den Feigen gehört und dass man aus seinem Saft tatsächlich Kautschuk für Gummi gewinnen kann? Mehr Interessantes und Wissenswertes über den beliebten Gummibaum haben wir hier für Sie zusammengetragen. Sie erfahren alles über Herkunft, verschiedene Sorten, Kauf, Standort, Pflege und typische Krankheitsbilder am Gummibaum.

Gummibaum

Wie auch die essbaren Feigen (Ficus carica) zählt der Gummibaum zu der Gattung Ficus, also zu den Feigengewächsen, und gehört somit zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Er wird in die Gruppe der Banyan-Feigen eingeordnet, zu der auch die im Buddhismus bedeutsame Pappelfeige (Banyan-Baum) gehört. Nach der buddhistischen Überlieferung erlebte Siddhartha Gautama unter einer Pappelfeige sitzend die „Erleuchtung“ und wurde damit zum Buddha.

Ein weiterer Name für den Gummibaum ist Indischer Kautschukbaum. Beide Bezeichnungen deuten bereits auf die Verwendung des Saftes der Pflanze hin, denn dieser enthält Kautschuk, woraus sich Gummi herstellen lässt. Das ist allerdings ein recht zeitaufwendiges Unterfangen: Es dauert ganze sieben Jahre, bis nach der Pflanzung zum ersten Mal Kautschuk geerntet werden kann. Der Gummibaum kann unter idealen Bedingungen bis zu 100 Jahre alt werden und in dieser Zeit kann bis zu 30 Mal Gummi von ihm gewonnen werden. Allerdings wird der Gummibaum heute kaum noch zur Gummi-Herstellung genutzt. Hauptsächlich kommt dafür nur der Kautschukbaum (Hevea brasiliensis) in Frage.

Baumstamm eines Gummibaumes während der Kautschuk-Gewinnung
Aus dem Gummibaum kann Kautschuk zur Gummi-Herstellung gewonnen werden [Foto: Hari Mahidhar/ Shutterstock.com]

Bei uns hat der Baum viel mehr eine ästhetische Funktion und wird als Zierpflanze eingesetzt. War der Gummibaum in den 1980er Jahren so beliebt, dass gefühlt jeder ihn bei sich zuhause hatte, ebbte der Hype um den tropischen Baum danach schnell ab und er verschwand erst einmal wieder aus den Zimmern und Büros. Heute erlebt der Gummibaum allerdings ein Revival und hält erneut Einzug in unser zu Hause. Die Hauptgründe für seine Beliebtheit liegen auf der Hand: Der Gummibaum ist schön anzusehen, robust und pflegeleicht. Zudem wurde nachgewiesen, dass der Baum Formaldehyd aus der Luft filtern und somit zu einer höheren Luftqualität im Zimmer beitragen kann.

Selbst Frank Sinatra war 1961 so begeistert von dem Gummibaum, dass er sogar ein Lied über den Rubber Tree mit dem Titel „High Hopes“ schrieb. Noch eine letzte wissenswerte Information über den besonderen Ficus: In Teilen Indiens führen die Menschen die Wurzeln des Baumes über Schluchten und Flüsse. So entstehen sehr beeindruckende, sogenannte lebende Brücken.

Gummibaum: Herkunft und Eigenschaften

Seine ursprüngliche Heimat hat der Gummibaum in einem Gebiet von Nordostindien (Assam) bis nach Indonesien (vor allem auf den Inseln Sumatra und Java). Heute wird der Ficus elastica allerdings weltweit angebaut. In tropischen Klimazonen ohne Frost gedeiht er prächtig draußen, in kälteren Gefilden überzeugt er als Zimmerpflanze.

In freier Natur unter tropischen Bedingungen kann der Baum bis zu 40 Meter hoch werden. Dabei erreicht sein Stamm eine Dicke von bis zu zwei Metern Durchmesser. Beim Ficus elastica handelt es sich um eine baumwürgende Hemiepiphyte (Würgefeige). Die Borke ist hellbraun bis mittelbraun und glatt. Der Stamm kann in freier Natur außerdem Luftwurzeln entwickeln, um sich fester im Boden zu verankern oder um schwere Äste abzustützen. Im Topf kommt das allerdings nicht vor. Junge Pflanzen des Gummibaumes können sogar als Epiphyten, also Aufsitzerpflanzen, ohne Kontakt zur Erde wachsen. 

Großer Gummibaum mit langen Luftwurzeln in der Natur
Der Gummibaum bildet Luftwurzeln [Foto: Alf Ribeiro/ Shutterstock.com]

Als Zimmerpflanze wird der Baum immerhin bis zu zwei Meter hoch, wenn man ihn lässt. Die Blätter des Baumes sind bis zu 30 Zentimeter lang, dick und ledrig. Sie wachsen wechselständig und breitoval mit ausgeprägten Blattspitzen. Die Blattstiele können zwei bis fünf Zentimeter lang werden. Die Blätter sind auf der Oberseite glänzend und dunkelgrün, die Unterseite ist hellgrün.
Kommt es zur Blüte und zu Früchten, wird es bei Gummibäumen als Zimmerpflanze kompliziert. Im Topf bildet der Baum so gut wie nie Blüten. Diese werden nur von einer ganz bestimmten Wespenart bestäubt – und nur dann kann der Baum Früchte entwickeln.

Gummibaum-Blüten: Wann blüht der Gummibaum?

Ja, Gummibäume sind in der Lage, Blüten und in der Folge kleine Früchte zu produzieren. Aber beliebte Zimmerpflanzenarten wie Gummibäume und deren Cousins, die Weinfeigen (Ficus benjamina), blühen selten und tragen dementsprechend selten Früchte. Tatsächliche Gummibaum-Blüten sind klein, grünlich und unscheinbar. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie bei einer Pflanze auftreten, die drinnen in einem Topf wächst. Sogar bei Gummibäumen, die im Freien unter warmen, gemäßigten bis halbtropischen Bedingungen wachsen, kommt die Blüte nur selten vor.

Wie bei anderen Mitgliedern der Gattung Ficus benötigen die Blüten eine bestimmte Feigenwespenart, um sie in einer gemeinsam entwickelten Symbiose zu bestäuben. Aufgrund dieser Beziehung produziert der Gummibaum keine sehr bunten oder duftenden Blüten, um andere Bestäuber anzulocken. Als Früchte bildet der Ficus elastica zwar kleine, gelbliche Feigen, diese haben aber nichts mit den uns bekannten leckeren Feigen aus dem mediterranen Raum zu tun, sondern sind ungenießbar.

Gelbe Frucht von Gummibaum ungenießbar
Die Frucht des Gummibaumes ist ungenießbar [Foto: marekusz/ Shutterstock.com]

Gummibaum-Sorten

Ein Gummibaum muss nicht zwingend nur grüne Blätter haben. Es gibt auch Sorten, die sich durch eine bunte Blattfärbung auszeichnen. Wir haben nachfolgend die schönsten Gummibaum-Sorten für Sie zusammengestellt:

  • ˈRobustaˈ: Die wohl beliebteste Sorte des Gummibaumes; wie der Name schon sagt, ist diese Sorte äußerste robust; die Blätter sind oval und dunkelgrün
  • ˈAustralisˈ: Wer nur wenig Platz zur Verfügung hat, sollte zu dieser Gummibaum-Sorte greifen, denn sie besticht durch einen gedrungenen Wuchs
  • ˈBelizeˈ: Die wohl farbenfroheste Sorte unter den Gummibäumen; die Blätter sind rot, weiß und grün panaschiert
  • ˈTricolorˈ: Auch diese Sorte bringt Farbe in Ihre Zimmer; die Blätter sind dunkelgrün mit weißen und rosa Flecken
  • ˈVariegataˈ: Grüne Blätter mit gelben Flächen und gelben Blatträndern trägt diese Sorte
  • ˈDoescheriˈ: Ebenfalls dreifarbig ist diese Sorte; ihre Blätter sind grün mit cremefarbener und grauer Musterung
  • ˈMelanyˈ: Besonders dicht und buschig wächst diese Gummibaum-Sorte; die Blätter sind dunkelgrün mit leicht rotem Schimmer

Gummibaum kaufen: Das sollten Sie beachten

Damit Sie sich auch lange an Ihrem neuen grünen Mitbewohner erfreuen können, sollten Sie beim Kauf alles richtig machen. Auf folgende Punkte gilt es beim Gummibaum-Kauf zu achten:

  • Vitaler und gesunder Eindruck
  • Pflanze verliert keine Blätter
  • Keine Flecken oder Verfärbungen an den Blättern
  • Kein fauliger Geruch
  • Pflanze ist frei von Krankheiten und Schädlingen

Gummibäume können Sie in Baumärkten, Gartencentern, in vielen Möbelhäusern oder im Internet erstehen. Es lohnt sich, vor dem Kauf etwas zu recherchieren und Preise zu vergleichen, da die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Händlern erheblich sein können. Ausschlaggebend für den Preis ist natürlich auch die Größe des Baumes. Der Gummibaum wächst recht langsam, weshalb es einige Jahre dauern kann, bis aus einem kleinen Bäumchen eine stattliche Pflanze heranwächst.

Spitze eines grün-weißen Gummibaumes mit Wassertropfen
Gummibäume können Sie in Baumärkten, Möbelhäusern oder im Internet kaufen [Foto: Bozhena Melnyk/ Shutterstock.com]

Der perfekte Standort für den Gummibaum

Damit Ihr Baum wachsen und gedeihen kann, sollte er an einen für ihn passenden Standort gestellt werden. Der Gummibaum mag es warm und sonnig – kein Wunder, stammt er doch aus tropisch warmen Gebieten. Pralle Mittagssonne sollten Sie aber trotzdem vermeiden, diese tut dem Baum nämlich nicht gut. Wichtig ist auch, dass der Ficus nicht Zugluft ausgesetzt ist. Wie in seiner tropischen Heimat üblich, mag er es warm. Bei Temperaturen zwischen 18 und 20 °C fühlt er sich am wohlsten. Fällt die Temperatur unter 16 °C, beginnt er zu frösteln. Auch das Licht ist dem Gummibaum wichtig, denn er mag es möglichst hell. Ist es zu schattig und dunkel, kann es sein, dass der Baum seine Blätter verliert. Also wählen Sie immer einen möglichst hellen Ort für Ihren Baum aus.

Tipp: Sorten mit mehrfarbigen Blättern benötigen sogar noch mehr Licht als einfarbige, grüne Sorten. In dunklen Ecken ist es daher dringend notwendig, eine Pflanzenlampe aufzustellen, damit der Baum nicht seine Blätter verliert.

Ein weiterer Aspekt ist die Luftfeuchtigkeit. Zu trockene Raumluft bekommt dem Gummibaum schlecht. Sorgen Sie am besten dafür, dass die Luftfeuchtigkeit immer über 50 % liegt.

Zusammenfassung Standortansprüche des Gummibaumes:

  • Sonnig bis halbschattig
  • Keine pralle Mittagssonne
  • Keine Zugluft
  • Warm, zwischen 18 und 20 °C
  • Möglichst hell
  • Ideale Luftfeuchtigkeit über 50%

Gummibaum umtopfen

Sobald sich die Oberfläche des Substrates im Topf des Gummibaumes nach oben zu wölben beginnt oder das Substrat komplett durchwurzelt ist, wird es Zeit, den Ficus umzutopfen. Das sollte mindestens alle zwei bis drei Jahre geschehen. Hat der Gummibaum zu wenig Platz im Topf, kann das dazu führen, dass er seine Blätter verliert. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr von Ende Februar bis Anfang März.

Umtopfen Gummibaum in größeren Topf mit Erde
Spätestens alle zwei bis drei Jahre sollten Sie Ihren Gummibaum umtopfen [Foto: Switlana Symonenko/ Shutterstock.com]

Zunächst mischen Sie passendes Substrat für den Gummibaum an. Wichtig ist hier, dass das Substrat möglichst strukturreich und gut durchlässig ist. Sonst kann es zu Staunässe im Topf kommen, die dem Gummibaum schadet. Mit einem zu hohen Nährstoffgehalt im Substrat tun Sie Ihrem Gummibaum auch keinen Gefallen, es sollte besser nährstoffarm sein. Als passendes Substrat können Sie herkömmliche Blumenerde mit Perlit, Lavagranulat oder Kokosfasern mischen, um der Erde Struktur zu geben und sie so durchlässiger zu machen.

Zusammenfassung ideales Substrat für den Gummibaum:

  • Durchlässig
  • Strukturreich
  • Mäßiger Nährstoffgehalt
  • Blumenerde angereichert mit Perlit, Lavagranulat oder Kokosfasern

Der neue Topf für Ihren Ficus sollte nur um ein Geringes größer sein als der alte. So entwickelt sich der Baum am besten weiter. Wählen Sie möglichst ein Pflanzgefäß, das nur fünf bis zehn Zentimeter größer im Umfang ist als das letzte. Legen Sie dann eine Drainageschicht im Topf an, damit das Wasser gut abfließen kann. Hierfür eignen sich zum Beispiel Tonscherben oder Blähton. Füllen Sie nun über die Drainageschicht zu einem Drittel das angemischte Substrat ein und setzen Sie den Gummibaum mittig in den Topf.

Tipp: Bei schon größeren Exemplaren ist ein Umtopfen allein kaum zu bewerkstelligen. Suchen Sie sich daher Hilfe bei diesem Unterfangen.

Nun wird der restliche Topf mit Substrat aufgefüllt, wobei circa fünf Zentimeter unter dem Rand freigelassen werden sollten. Abschließend wird der Baum gut angegossen, überschüssiges Wasser im Untersetzer wird aber entfernt.

Zusammenfassung Gummibaum umtopfen:

  • Alten Topf vorsichtig vom Wurzelballen abziehen
  • Alte, abgestorbene und faulige Wurzeln abschneiden
  • Neues Pflanzgefäß: Maximal 5 – 10 cm größer als das alte
  • Drainageschicht anlegen
  • Pflanzgefäß zu einem Drittel mit Substrat füllen
  • Gummibaum mittig in den Topf setzen
  • Pflanzgefäß mit Substrat auffüllen
  • Ca. 5 cm hohen Kübelrand frei lassen
  • Gut angießen

Gummibaum vermehren

Wenn Sie von Gummibäumen gar nicht genug bekommen können, sollten Sie über eine Vermehrung Ihres Baumes nachdenken. Zum Glück lässt sich der Ficus elastica über zwei verschiedene Methoden gut selbst vervielfältigen: Entweder über Stecklinge oder durch Abmoosen. Bei der Stecklingsvermehrung werden von einem gesunden Trieb am Baum Stecklinge geschnitten und in Stecklingssubstrat herangezogen. Diese Methode ist einfach durchzuführen. Etwas komplizierter wird es hingegen beim Abmoosen: Hier wird ein Trieb eingeschnitten und durch einen Keil geteilt. Dann wird um die Schnittstelle Moos gewickelt, was den Trieb zur Bildung von neuen Wurzeln anregen soll. Diese Vorgehensweise ist zeitaufwendiger als das Schneiden von Stecklingen. Wenn es gelingt, haben Sie aber einen schon sehr großen neuen Gummibaum gewonnen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu den beiden Vermehrungsmethoden des Gummibaumes finden Sie hier.

Gummibaum pflegen

Zum Glück gilt der Gummibaum als robust und benötigt daher wenig Pflege. Ein wenig Aufmerksamkeit sollten Sie Ihrem Baum aber trotzdem zuteilwerden lassen. Er wird Sie mit einem kräftigem Wuchs und schönen Blättern belohnen. Wir verraten Ihnen daher alles über das richtige Gießen, Schneiden und Düngen der beliebten Zimmerpflanze.

Eine ausführliche Pflegeanleitung für den Gummibaum können Sie in unserem Spezial-Artikel zum Thema hier nachlesen.

Gummibaum wird mit Wattepad von Staub befreit
Die Blätter des Gummibaumes sollten regelmäßig von Staub befreit werden [Foto: Stasia04/Shutterstock.com]

Gummibaum gießen

Ein häufiger Pflegefehler beim Gummibaum ist zu großzügiges Gießen. Etwas längere Trockenheit verzeiht der Gummibaum viel eher als zu nasse Füße. Daher sollten Sie beim Gießen des Baumes wie folgt vorgehen.

Anleitung Gummibaum gießen:

  • Mit Fingerprobe Substrat kontrollieren
  • Oberste Substratschicht abtrocknen lassen
  • Mäßig gießen
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • Alternativ durch Tauchen bewässern

Gummibaum beschneiden

Der Gummibaum gilt als schnittverträglich, benötigt aber im Allgemeinen keinen regelmäßigen Schnitt. Schnittmaßnahmen werden erst dann notwendig, wenn Sie das Wachstum des Baumes eindämmen möchten, Seitentriebe fördern wollen oder der Baum unschön wächst. Natürlich sollten Sie auch zur Schere greifen, wenn der Baum von Schädlingen befallen ist. Zum Beschneiden empfiehlt es sich, immer sauberes zu Werkzeug verwenden, entweder ein scharfes Messer oder eine Gartenschere. Aus den Schnittwunden tritt der milchig-weiße Pflanzensaft aus, der zu Hautreizungen führen kann und giftig ist. Ziehen Sie sich daher beim Schneiden immer Handschuhe an. Die Schnittwunden können Sie mit einem feuchten Tuch abtupfen oder mit lauwarmem Wasser beträufeln.

Anleitung Gummibaum schneiden:

  • Um das Wachstum einzudämmen, die ganze Krone einkürzen
  • Um Seitentriebe zu fördern, den Stamm oberhalb von „schlafenden Augen“ schneiden
  • Für aufrechten Wuchs Seitentriebe abschneiden
  • Vertrocknete, abgestorbene und von Krankheit oder Schädlingen befallene Pflanzenteile umgehend entfernen
  • Wunden versorgen

Noch mehr Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Gummibaum am besten schneiden, können Sie hier nachlesen.

Gummibaum düngen

Auch zu viele Nährstoffe mag der Gummibaum nicht. Daher gilt beim Düngen die Regel: Weniger ist mehr.

Anleitung Gummibaum düngen:

  • Nicht zu viel düngen
  • Am besten alle 3 Monate mit einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung
  • Alternativ alle 6 Wochen mit Flüssigdünger

Ideal für den Gummibaum ist unser Plantura Bio-Universaldünger mit organischer Langzeitwirkung. Er versorgt Ihren Gummibaum optimal mit allen wichtigen Nährstoffen und ist außerdem gut für die Umwelt, da er nur aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht.

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Gummibaum verliert Blätter

Verliert Ihr Gummibaum Blätter, ist das natürlich nicht schön anzusehen und Sie sollten so schnell wie möglich handeln. Ein Blattverlust kann dabei verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel falsches Gießen, ein falscher Standort oder Platzmangel im Topf, eine falsche Düngung oder auch Schädlinge können Ursachen für einen solchen sein. Deswegen gilt es zunächst, die Ursache herauszufinden. Ist diese erst einmal bekannt, können Sie dementsprechend handeln. Folgende Maßnahmen helfen Ihrem Gummibaum bei Blattverlust.

Maßnahmen gegen Blattverlust beim Gummibaum:

  • Standortwechsel
  • Bei Platzmangel in größeres Gefäß umtopfen
  • Bei zu trockenem Substrat den ganzen Topf in Wasser tauchen
  • Bei zu nassem Substrat umtopfen
  • Bei Überdüngung umtopfen
  • Bei Schädlingsbefall behandeln oder Nützlinge einsetzen

In unserem Spezial-Artikel hier können Sie alles Weitere zu diesem Thema nachlesen.

Häufige Krankheiten und Schädlinge beim Gummibaum

Ist der Gummibaum geschwächt oder sind die Standortbedingungen nicht optimal, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Baum von Schädlingen oder Krankheiten befallen wird. Vorbeugend sollten Sie daher immer auf optimale Wachstumsbedingungen achten. Die häufigsten Gründe für Schädlingsbefall sind ein zu warmer Standort und zu trockene Luft.

Blatt Gummibaum mit Schädlingen
Auch der Gummibaum kann von allerlei Schädlingen befallen werden [Foto: ViktoriaIvanets/ Shutterstock.com]

Die verbreitetsten Schädlinge an Gummibäumen sind Spinnmilben (Tetranychidae), Schildläuse (Coccoidea) und Wollläuse (Homoptera). Einen Befall erkennen Sie daran, dass sich die Blätter gelb verfärben, vertrocknen und abfallen. Seltener wird der Gummibaum auch von Trauermücken (Sciaridae) befallen. Mögliche Mittel, die Sie gegen die unerwünschten Schädlinge einsetzen können, sind ökologische oder auch chemische Spritzmittel. Bewährt gegen Schädlinge ist beispielsweise Neem-Öl. Eine weitere Möglichkeit, um unerwünschte Schädlinge loszuwerden, sind Nützlinge. Diese sind natürliche Gegenspieler der Schädlinge, die diese mit Vorliebe verspeisen und auf diese Weise bekämpfen. Gegen Spinnmilben helfen zum Beispiel Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) als Antagonisten. Gegen Schildläuse und Wollläuse eignen sich Schlupfwespen (Ichneumonidae) als Nützlinge. Bei Trauermücken können räuberische Nematoden (Steinernema feltiae) helfen.

Ist der Gummibaum giftig?

So schön der Gummibaum auch anzusehen ist, essen sollen Sie davon auf keinen Fall. Das liegt daran, dass die Pflanzenteile des Baumes neben Kautschuk auch noch Chlorogensäure enthalten. Diese ist leicht giftig und somit wird auch der Gummibaum als leicht giftig eingestuft. Beim Kontakt mit der Haut kann es zu Hautreizungen oder sogar zu allergischen Reaktionen kommen. Wird ein Pflanzenteil des Gummibaumes verschluckt, reizt das die Schleimhäute; weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfe. Bei erwachsenen Menschen fällt eine Vergiftung nicht sehr schwer aus, bei kleinen Kindern sieht es aber anders aus. Besteht hier ein Verdacht auf eine Gummibaum-Vergiftung sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Alles Wissenswerte rund um die Giftigkeit des Gummibaumes erfahren Sie hier in unserem Spezial-Artikel.

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