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Hainbuchenhecke düngen: Tipps zu Zeitpunkt & Düngerwahl

Auch wenn Hainbuchen sehr robust sind, freuen sie sich ab und zu über eine Düngung. Wir zeigen, was Sie beim Düngen von Hainbuchenhecken beachten sollten.

Grüne Blätter der Hainbuchenhecke
Als heimische Baumart ist die Hainbuche hervorragend angepasst – das macht sie zu einer prädestinierten Pflanze für Ihren Garten [Foto: M. Schuppich/ Shutterstock.com]

Hainbuchen (Carpinus betulus) haben Stämme und Blätter wie Buchen und sehen auch aus wie diese – fast. Denn Hainbuchen sind eigentlich gar keine Buchen. Sie gehören zu den Birkengewächsen (Betulaceae) und werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit nur fälschlicherweise als Buchen (Fagus) bezeichnet. Als heimische Gewächse sind Hainbuchen optimal an unser mitteleuropäisches Klima angepasst. Das vereinfacht die Pflege ungemein. In der Natur bevorzugen die Bäume besonders nährstoffreiche Böden. Eine gute Voraussetzung für eine gesunde Hainbuchenhecke ist also tiefgründige Gartenerde. Haben Sie diese nicht, so sollten Sie vor dem Pflanzen die Erde mit gereiftem Kompost oder einem vornehmlich organischen Langzeitdünger anreichern.

Hainbuchenhecke im Frühling
Die Hainbuche ist sehr schnittverträglich und äußerst pflegeleicht – mit der Düngung werden Sie daher wenig Mühe haben [Foto: Heller Joachim/ Shutterstock.com]

Hainbuchenhecke düngen: Der richtige Zeitpunkt

Hainbuchen brauchen eigentlich nur in jungen Jahren Dünger, oder aber wenn sie Mangelsymptome und Wachstumsstörungen aufweisen. Eine Startdüngung zur Pflanzung ist durchaus empfehlenswert. Grundsätzlich sollte eine Düngung jedoch nur im Frühjahr kurz nach dem Neuastrieb erfolgen. Eine Düngung später im Jahr kann zu Frostschäden im folgenden Winter führen.

Womit sollte man Hainbuchenhecken düngen?

Hainbuchen gelten als äußerst robust. Die Düngung fällt dementsprechend eher sparsam aus. In der Regel reicht es, nur jüngere Pflanzen zu düngen. Bei älteren Exemplaren ist dies meist überflüssig. Mit ihrem herzförmigen Wurzelsystem können die Pflanzen tief in den Boden eindringen und Nährstoffe sammeln. Behilflich sind ihnen dabei verschiedenste heimische Mykorrhiza-Pilze, mit denen sie in Symbiose leben.

Gelbe Hainbuchenblätter im Herbst
Die eigenen Blätter sind der beste Dünger für die Hainbuche [Foto: MVolodymyr/ Shutterstock.com]

Der beste Dünger für Hainbuchenhecken sind die eigenen Blätter. Sie haben sehr leicht zersetzbare Blätter, aus denen hervorragender Humus wird. Lassen Sie die Blätter zugunsten der Hecke also einfach unter den Pflanzen liegen. Als Ergebnis erhalten Sie guten Humus mit wertvollen Nährstoffen, eine verbesserte Bodenfruchtbarkeit und Wohlfühlbedingungen für Mykorrhiza-Pilze. Falls der Boden nicht sehr gut ist oder Ihre Pflanzen Mangelsymptome wie fahle Blätter aufweisen, so können Sie mit diversen vornehmlich organischen Düngemitteln ergänzen.

Hainbuchenhecken vornehmlich organisch düngen: Ausbringungsempfehlung

Organische Düngemittel bringen nicht nur Nährstoffe in den Boden, sondern fördern auch Bodenfruchtbarkeit und Bodenaktivität. Übertreiben müssen Sie es aber dennoch nicht. Es reicht, wenn Sie im Frühjahr eine Portion fertigen Kompost oder Bio-Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie unseren Plantura Bio-Universaldünger verabreichen.

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Hainbuchenhecken mineralisch düngen

Von einer mineralischen Düngung ist bei Hainbuchen abzuraten. Die Gewächse gehören zu den weniger anspruchsvollen Pflanzen, die auch mit wenig zurechtkommen. Zuviel Dünger richtet mehr Schaden an als ein Mangel. Greifen Sie deshalb sicherheitshalber eher auf vornehmlich organische Düngemittel zurück, um eine Überdüngung zu vermeiden. Mineralische Dünger sind schneller pflanzenverfügbar, was eine Überdüngung wahrscheinlicher macht. Möchten Sie dennoch zu einem mineralischen Düngemittel greifen, dann sollten Sie sich für einen Depotdünger entscheiden.

Hainbuchenhecken mit Hausmitteln düngen

Hecken mit Hausmitteln zu düngen ist eher aufwendig, da Hausmittel normalerweise eher in kleinerem Maßstab anfallen. Halten Sie sich daher lieber an organische Materialien wie Kompost, oder Mist in kleineren Mengen. Der beste Dünger ist aber das eigene Laub der Pflanzen. Dort ist enthalten, was für die Bildung neuer Blätter von Nöten ist.

Gelbes Hainbuchen-Blatt auf Laub
Lassen Sie die heruntergefallenen Blätter am besten unterhalb der Hecke liegen – sie werden über die Zeit zu ausgezeichnetem Humus zersetzt [Foto: Kateryna_MA/ Shutterstock.com]

Hainbuchenhecken düngen im Überblick:

  • Hainbuchen sind hervorragend an heimische Bedingungen angepasst
  • Optimale Voraussetzung bietet tiefgründige, gute Gartenerde
  • Gegebenenfalls die Erde vor dem Pflanzen mit Kompost oder etwas Mist aufbessern
  • Düngung nur in jungen Jahren im Frühjahr kurz nach dem Neuaustrieb
  • Bodenfruchtbarkeit und Humusbildung lassen sich durch vornehmlich organische Düngemittel fördern
  • Werden heruntergefallene Blätter liegen gelassen, so können die Nährstoffe rezykliert werden

Wie Sie Ihre Hainbuchenhecke in Form bringen können, erfahren Sie in unserem Artikel zum Schneiden von Hecken.

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