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Harlekinweide: Standort, Pflege & häufige Krankheiten

Mit ihrem bunten Laub zieht die Harlekinweide alle Blicke auf sich. Die ostasiatische Weide blüht nur selten, doch die eigentliche Attraktion ist der bunte Blattaustrieb im Frühjahr.

Harlekinweide als Baum
Die Harlekinweide ist ein echter Hingucker im Garten [Foto: Krzysztof Slusarczyk/ Shutterstock.com]

Nicht nur mit ihrer pflegeleichten Handhabung bringt die Harlekinweide (Salix integra) jedem Gärtner Freude. Auch dank ihres sich im Laufe des Jahres verändernden, weiß-rosa Blätterkleides ist sie ein echter Hingucker in jedem Garten. Wie ein passender Standort aussieht und was man bei der Pflege beachten sollte, erfahren Sie hier.

Harlekinweide: Größe, Blüte und Eigenschaften

Die Harlekinweide (Salix integra ‘Hakuro Nishiki’), oder auch japanische Zierweide, wird auf Grund ihres besonders schönen, weiß-rosa panaschierten Blätterkleides auch Buntblättrige Weide oder Flamingobaum genannt. Sie gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae).
Ursprünglich kommt sie aus Ostasien und ist in ganz Japan, Korea und Nordchina verbreitet. Besonders gerne wird die Harlekinweide als Strauch oder Hochstämmchen verkauft. Die Zierweide kann eine Höhe von bis zu 3 Metern erreichen und durchschnittlich 1,5 Meter breit werden. Zwischen März und April hat die Harlekinweide Blütezeit. Die unscheinbaren gelblichen Kätzchen erscheinen somit noch vor dem Laub und bieten schon früh im Jahr reichlich Nahrung für Insekten. Häufig wird der Austrieb der neuen Blätter mit der eigentlichen Blüte verwechselt. Die länglichen, auf den roten Jungtrieben gegenständig angeordneten Blätter sind anfangs weiß und rosa gemustert. Deshalb wirken sie vor den grün-weiß verfärbten Trieben wie bunte Blüten. Dieser Effekt ist besonders prachtvoll, wenn die Harlekinweide in der Sonne steht. Die frostharte, sommergrüne Pflanze bildet flache Wurzeln aus, weshalb sie auch gut im Kübel gehalten werden kann.

Buntes Laub der Harlekinweide
Die Harlekinweide ist für ihr buntes Laub bekannt [Foto: Alina Kuptsova/ Shutterstock.com]

Tipp: Bei der Kultivierung als Hochstamm wird sie auf den Stamm einer anderen Weidenart gepfropft, damit sie eine optimale Stammhöhe erreicht. Das Stämmchen der Harlekinweide ist beim Kauf bereits ausgewachsen und in verschiedenen Größen erhältlich.

Harlekinweide pflanzen: Standort, Zeitpunkt und Vorgehen

Um das ausgefallene Farbenspiel der Blätter bewundern zu können, sollten Sie der Harlekinweide einen Standort in der Sonne suchen. Ein halbschattiger Platz ist auch geeignet, ganz schattig sollte es jedoch nicht sein. Sie bevorzugt wie alle Weiden einen lockeren, humosen, feuchten und gerne kühlen Boden und kann wegen ihrer flachen Wurzeln auch im Topf eingepflanzt werden. Das Gefäß sollte groß und glasiert sein, damit die Erde nicht so schnell austrocknen kann. Als Substrat eignet sich eine lockere und hochwertige Pflanzenerde wie unsere Plantura Bio-Universalerde. Sie kann im Topf verwendet oder in sandige Gartenböden eingemischt werden. Die Weide profitiert vom enthaltenen Kompost und nebenbei fördert unsere Erde im Beet ein gesundes Bodenleben.

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Die beste Zeit, um die Harlekinweide zu pflanzen ist im Herbst oder Frühling. So sind die Wurzeln nicht direkt der Sommertrockenheit ausgesetzt. Nach dem Einpflanzen sollte die Harlekinweide reichlich angegossen werden. Wer die Harlekinweide als Hochstamm pflanzen möchte, sollte den Stamm am besten dauerhaft stabil anbinden, damit es bei starkem Wind nicht zu Stammrissen kommt.

Tipp: Diejenigen, denen eine rosa Weide im Garten nicht genug ist, können die Weide auch als Hecke kultivieren. Dabei sollte ein Pflanzabstand von 50 – 60 cm eingehalten werden, damit die Wurzeln genügend Platz zum Anwachsen haben. Die schnellwachsende Weidenhecke wird bis zu 1,5 m hoch und bei regelmäßigem Rückschnitt kann man sich jährlich an dem bunten Austrieb erfreuen.

Harlekinweide pflegen

Die Harlekinweide gilt als äußerst pflegeleichte Pflanze. Dennoch benötigt sie gelegentlich Wasser und Dünger sowie einen Rückschnitt, damit sie auch weiterhin ihre Blätterpracht präsentiert.

Beim Weiden schneiden gibt es ein paar Dinge zu beachten. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist im Frühjahr. Möchte man aber die Blüte für Insekten erhalten, sollte der Rückschnitt etwas später, nach der Blütezeit im April erfolgen.
Und so gehen Sie vor, wenn Sie Ihre Harlekinweide schneiden:

  • Triebe am Stämmchen entfernen
  • Tote, überkreuzende und kranke Äste an der Basis abschneiden
  • Alle Triebe um zwei Drittel kürzen
  • Immer oberhalb einer Knospe abschneiden
  • Harlekinweidensträucher können Sie im Herbst auch radikal zurückschneiden, sodass nur noch einige Stummel zurückbleiben
  • Veredelungsstellen bei Hochstämmchen nicht verletzen
  • Im Sommer gegebenenfalls nachschneiden
Blüten der Harlekinweide
Die Blüten der Harlekinweide sind eher unscheinbar [Foto: Stefan_Sutka/ Shutterstock.com]

Tipp: Weiden treiben sehr schnell wieder aus und können deshalb stark zurückgeschnitten werden. An den jungen, neu austreibenden Trieben sitzen die meisten farbenfrohen Blätter.

Das Substrat der Harlekinweide vertrocknet vor allem in Töpfen und Kübeln relativ schnell. Bevorzugt sollten Sie die Weide so gießen, dass die Erde feucht ist, aber keine Staunässe entsteht, da diese sehr schädlich für die Wurzeln ist. Vor allem im Hochsommer ist es empfehlenswert, regelmäßig zu überprüfen, ob die Erde noch feucht ist. Ansonsten sollte mit Regenwasser oder kalkfreiem Wasser nachgegossen werden.
Kübelpflanzen profitieren zudem von einer jährlichen Düngung im Frühjahr etwa zur Zeit des Blattaustriebs. Ein Volldünger wie unser Plantura Bio-Universaldünger hält lange vor und versorgt die Harlekinweide für lange Zeit ausreichend mit Nährstoffen. Dabei ist unser biologischer Dünger vornehmlich organisch und unbedenklich für Haus- sowie für Gartentiere.

Harlekinweide als Strauch
Man kann die Harlekinweide als Strauch oder Hochstämmchen halten [Foto:Spino Kim/ Shutterstock.com]

Harlekinweiden im Kübel benötigen auch ab und zu ein neues Pflanzgefäß, da sie einen großen Wurzelballen ausbilden und mehr Platz benötigen. Das frische Substrat ist außerdem förderlich für das Wachstum. Wächst der Wurzelballen aus dem Topf heraus oder wächst die Harlekinweide nicht mehr richtig, ist es Zeit für einen neuen Topf. Umtopfen sollten Sie am besten im Herbst. Achten Sie darauf, keine Wurzeln zu beschädigen. Genauso können Sie die Harlekinweide umpflanzen und sie im Garten gegebenenfalls an einen passenderen Standort stellen. Beim Umtopfen kommt erneut eine nährstoffreiche, leicht saure Pflanzerde sowie ein gut ausgewogener Volldünger wie unser Plantura Bio-Universaldünger zum Einsatz. Letzterer wirkt über mehrere Monate und setzt beständig alle essentiellen Nährelemente frei.

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Harlekinweide vermehren

Die Vermehrung der Harlekinweide und auch vieler anderer Weidenarten ist im Grunde sehr einfach. Zur Vermehrung der Harlekinweide können Sie Ableger oder Stecklinge nutzen. Um einen Ableger selbst zu erstellen, beugen Sie einen Ast des Strauches so, dass dieser auf der Erde aufliegt. Fixieren Sie den Ast mit einem Stein oder einem Metallhering, häufen Sie etwas Erde in der Mitte des Astes an und halten Sie alles feucht. Wenn der Ableger nach spätestens einem Jahr viele Wurzeln gebildet hat, kann er von der Mutterpflanze getrennt werden. Dadurch entsteht eine strauchförmige Harlekinweide.
Genauso einfach ist die Stecklingsvermehrung. Hierfür können Sie am besten die nach dem Zurückschneiden abgeschnittenen Äste in eine Vase mit Wasser stellen und warten, bis sich Wurzeln ausbilden. Die bewurzelten Jungweiden sollten dann erstmal in einen Topf mit einem Erde-Sand Gemisch gepflanzt werden, bevor sie ausgepflanzt werden.

Stämmchen der Harlekinweide
Weiden können durch Pfropfung veredelt werden. So kann die Harlekinweide als Stämmchen gedeihen [Foto; hans engbers/ Shutterstock.com]

Wer eine Harlekinweide als Hochstamm kultivieren will, muss dazu den Ast auf einen vorher gezogenen Weidenstamm veredeln. Dazu ist allerdings etwas Übung notwendig und das Veredeln gelingt leider nicht immer. Die geeignete Technik ist die Winterhandveredelung. Hierzu werden im Herbst junge Triebe der Harlekinweide abgeschnitten und durch Spaltpfropfung auf die Unterlage veredelt. Geeignete Unterlagen sind zum Beispiel Korbweide (Salix viminalis) oder Reif-Weide (Salix daphnoide). Diese können direkt vor dem Veredeln auf die gewünschte Höhe gekürzt werden – so wird die Höhe des Weiden-Stämmchens bestimmt. In die Schnittstelle wird mit einem scharfen Messer ein Spalt von etwa 4 cm Länge geschnitten. Nun benötigt man einen Trieb der Harlekinweide, der auf die Unterlage aufgepfropft wird. Er sollte den gleichen Durchmesser aufweisen wie die Unterlage, da die Verwachsung sonst nur schwer gelingt. Das untere Ende wird nun wie ein Keil zugeschnitten, der genau in den Spalt der Unterlage passt. Der Edelreis wird fest in die Unterlage gesteckt und zur Fixierung eng mit Bast umwickelt. Anschließend werden die Schnittstellen mit Baumwachs bestrichen. Stellen Sie die Pflanze am besten an einem gleichmäßig warmen und hellen Ort auf.

Harlekinweide überwintern

Haben Sie sich dazu entschlossen, die Harlekinweide in einem Kübel anzupflanzen, müssen Sie diesen im Winter zusätzlich schützten. Deswegen ist es von Vorteil, den Topf in eine Luftpolsterfolie, Vlies oder einen Jutesack einzuwickeln. Stellen Sie die Weide dann an einen windgeschützten Ort.
In gewachsenen Boden gepflanzte Harlekinweiden benötigen nicht mehr als eine Schicht Mulch über der Gartenerde zum Schutz vor Dauerfrost. Sonst gilt die Weide als winterhart und überwintert im Allgemeinen ohne Probleme.

Mulchschicht
Eine Mulchschicht hilft vor Frost und Austrocknung [Foto: Vladimir Shulikovskiy/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge und Krankheiten der Harlekinweide

Die Harlekinweide ist Schädlingen und Krankheiten gegenüber eher unempfindlich, allerdings gibt es auch hier ein paar Ausnahmen:

  • Braune Blattspitzen: Wenn die Harlekinweide braune Blattspitzen bekommt, liegt das meistens an zu viel oder zu wenig Wasser. Prüfen Sie in diesem Fall die Erde und passen Sie die Wassergaben an.
  • Weidenbohrer (Cossus cossus): Wird die Harlekinweide von Schädlingen heimgesucht, handelt es sich oft um den Weidenbohrer. Seine Larven sind gut zu erkennen, da sie weiß bis dunkelrot sind und gut sichtbar im Holz leben. Als Symptom kräuseln sich meist die Blätter der Weide. Sie sollten die befallenen Äste großzügig abschneiden und verbrennen, da der Weidenbohrer auch im Totholz weiterlebt und die Pflanze nach dem Verpuppen neu infizieren kann.
  • Gefleckter Weidenblattkäfer (Chrysomela vigintipunctata): Sollte Ihre Weide Fraßspuren aufweisen, kann es sich um den gefleckten Weidenblattkäfer handeln, den Sie ebenfalls durch das Zurückschneiden der Äste bekämpfen.
  • Pilzbefall: Ein Pilzbefall mit Rostpilzen oder Anthraknose zeichnet sich durch schwarz-braune Flecken an Blättern und Ästen aus. Sie erscheinen verbrannt und müssen großzügig zurückgeschnitten werden.
Gefleckter Weidenblattkäfer
Manchmal wird die Harlekinweide von Schädlingen wie dem gefleckten Weidenblattkäfer befallen [Foto: Marek R. Swadzba/ Shutterstock.com]

Ist die Harlekinweide giftig?

Grundsätzlich gilt die Harlekinweide nicht als giftig. Allerdings enthalten Rinde und Triebe Gerbstoffe, die freigesetzt werden, falls ein Hund oder eine Katze länger darauf kaut. Diese Gerbstoffe können dann zu Verdauungsstörungen führen. Mit weniger auffälligem Laub, dafür mit spektakulären Blüten im Frühjahr, überzeugt der Judasbaum. Wir geben Tipps und Tricks zu Standort und Pflege.

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