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Herbstaster: Pflanzen, Schneiden & Überwintern

Sie suchen für Ihren Garten noch eine blühende Herbstpflanze, die insektenfreundlich ist? Wir stellen Ihnen die Herbstaster vor. Davon gibt es zahlreiche Farben, welche sich in den letzten Sommertagen zu Beginn ihrer Blüte zeigen.

violett blühende Herbstastern
Bei richtiger Pflege blühen Herbstastern sehr üppig [Foto: Sirius3001/ Shutterstock.com]

Auch der Herbst hat noch viel zu bieten in puncto Garten. Herbstastern (Symphyotrichum und Aster) sind ein hervorragendes Beispiel für eine schöne Blütenpracht – es gibt sie in vielen verschiedenen Farben. In diesem Artikel informieren wir Sie darüber, was bei der Pflanzung und Pflege von Herbstastern zu beachten ist.

Tipp: Viele Astern gehörten früher zur Gattung Aster, wurden aber in die Gattung Symphyotrichum überführt. Einige bekannte Garten-Astern heißen aber auch weiterhin botanisch richtig Aster.

Herbstaster: Herkunft und Eigenschaften

Astern aus der Gattung Symphyotrichum kommen ursprünglich aus Nordamerika und Kanada. Die Gattung Aster hingegen ist in Eurasien beheimatet. Schon lange sind Pflanzen beider Gattungen auch in hiesigen Gärten zu finden und erfreuen mit ihrer spätsommerlichen Blüte.
Mit einer artabhängigen Wuchshöhe von 20 bis 140 cm und einer Breite von 30 bis 90 cm sind die winterharten Stauden ein optischer Blickfang im Garten. Die krautigen Pflanzen haben lanzettliche, ganzrandige, glatte oder raue Blätter.
Die strahlenförmigen Blüten können je nach Art und Sorte von weiß über hellrosa bis violett gefärbt sein. In der Mitte sitzen die gelblichen Staubblätter. Insekten wie Bienen und Hummeln tun Sie einen Gefallen, wenn Sie Herbstastern pflanzen. Jene sind reich an Nektar und werden rege beflogen, ganz besonders die heimische Bergaster.

Wann blühen Herbstastern? Die Blütezeit der Herbstastern reicht von Anfang September bis in den November.

Biene auf Herbstaster
Herbstastern bieten Bienen und Hummeln viel Nektar [Foto: Klaus Veitengruber/ Shutterstock.com]

Tipp: Gelegentlich werden Astern und Chrysanthemen (Chrysanthemum) verwechselt, denn sie ähneln sich zum Teil sehr. Beide Gattungen gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Doch gibt es einen großen Unterschied zwischen Herbstastern und Chrysanthemen: Letztere sind meist nicht winterhart.

Die schönsten Herbstaster-Arten

Es gibt verschiedene Arten der Herbstastern mit ganz unterschiedlicher Blütenfarbe. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige ausgewählte vor:

Kissen-Aster (Symphyotrichum dumosum)

Wie der Name vermuten lässt, wächst die Kissen-Aster kissenartig und bildet dabei eine Halbkugel aus. Durch den gedrungenen Wuchs wird diese Sorte maximal 20 bis 40 cm hoch. Die Blüten sind je nach Sorte rosa bis violett. Für ein Blütenmeer können zehn bis zwölf Pflanzen auf einen Quadratmeter gepflanzt werden, alternativ sollte 30 cm Abstand dazwischen gelassen werden.

rosafarbene Kissen-Aster
Die Kissen-Aster in üppiger, rosafarbener Blüte [Foto: irisff/ Shutterstock.com]

Myrten-Aster (Symphyotrichum ericoides)

Die Myrten-Aster hat einen buschigen Wuchs mit aufrechten Stielen und wächst horstig auf eine Höhe von 50 bis 100 cm. Die Blüten sind klein und weiß. Durch die geringe Wuchsbreite von 45 bis 50 cm können vier bis sechs Pflanzen der Myrten-Aster auf einen Quadratmeter gepflanzt werden oder es wird ein Pflanzabstand von 45 cm gehalten.

weißblühende Myrten-Aster
Die weißblühende Myrten-Aster macht sich auch gut neben anderen Sorten [Foto: Iva Vagnerova/ Shutterstock.com]

Glattblatt-Aster (Symphyotrichum novi belgii)

Die ‘Dauerblau’ blüht blau-violett. Sie erreicht eine maximale Wuchshöhe von 70 bis 140 cm. Das Wachstum ist buschig, die Pflanze bildet kurze Ausläufer. Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Arten braucht diese einen feuchteren Boden. Die Wuchsbreite beträgt etwa 70 bis 80 cm. Aus diesem Grund sollten nur eine bis drei Pflanzen auf einen Quadratmeter gesetzt werden, beziehungsweise ist auf einen Pflanzabstand von 80 cm zu achten.

blau-violette Glattblatt-Aster
Diese Sorte, die Glattblatt-Aster, blüht blau-violett [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae angliae)

Die Sorten der Raublatt-Aster blühen vornehmlich in rosafarbenen bis pinken Farbtönen. Dabei sind die Blüten mit 10 cm sehr groß. Das Wachstum ist horstig. Es wird eine Wuchshöhe von 50 bis 100 cm erreicht. Die Blätter sind fein behaart und weich. Mit bis zu 90 cm wächst diese Art extrem breit, deswegen sollten Pflanzen in einem Abstand von 90 cm gesetzt werden.

violette Raublatt-Aster
Die Blüten der Raublatt-Aster sind groß im Vergleich zu einer Biene [Foto: B. Rogalski/ Shutterstock.com]

Bergaster (Aster amellus)

Diese sehr bienenfreundliche Aster wächst buschig auf eine Höhe zwischen 30 und 60 cm. Die Blüten sind rosa bis blauviolett und klein. Aufgrund ihrer maximalen Wuchsbreite von 40 bis 50 cm sollten Pflanzen dieser Art mit etwa 45 cm Pflanzabstand gesetzt werden oder es werden vier bis sechs Pflanzen auf einen Quadratmeter eingepflanzt.

rosafarbene Bergaster
Eine Bergaster mit rosafarben Blüten [Foto: AngieC333/ Shutterstock.com]

Wild-Aster (Aster ageratoides)

Eine sehr trockenheitsresistente Astern-Art, die ausladend und hoch wächst – die Wuchshöhe liegt zwischen 70 und 100 cm. Zumeist hellviolette eher kleine Blüten. Die Blätter sind lanzettlich und rau. Der Pflanzabstand sollte etwa 60 cm betragen, beziehungsweise sollten maximal zwei Pflanzen auf den Quadratmeter gepflanzt werden.

hellviolette Wild-Aster
Die hellvioletten Blüten der Wild-Aster überragen so manch andere Pflanze [Foto: ikwc_exps/ Shutterstock.com]

Herbstastern pflanzen: Standort, Aussaat und Co.

Herbstastern mögen einen sonnigen Standort. Bei zu viel Schatten lässt die Blühfreude der Herbststaude nach. Der Boden muss nährstoffreich, durchlässig, eher mineralisch und trocken bis frisch sein, da Herbstastern einen zu feuchten Boden nicht vertragen. Ist Ihr Boden sehr tonreich, sollten Sie ihn also mit Sand auflockern. Ein sehr sandiger Boden hingegen muss mit Erde nachgebessert werden. Hierfür eignet sich unsere torffreie Plantura Bio-Komposterde. Sie hat einen hohen Humusgehalt und sorgt dadurch für eine Anregung der Bodenaktivität und gute Nährstoffbereitstellung. Das wiederum sorgt für nachhaltig schöne, üppige Pflanzen. Auch für eine Kübelpflanzung ist diese Erde empfehlenswert.

Plantura Bio-Komposterde
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Wann pflanzt man Herbstastern? Herbstastern werden als Containerware angeboten und können an frostfreien Tagen zwischen Frühjahr und Herbst gepflanzt werden. Vermehrt werden sie kurz vor ihrer Blüte im Spätsommer verkauft. Pflanzen Sie die Herbstastern dann direkt ein.

Tipp: Als Pflanzpartner für Herbstastern im Staudenbeet eignen sich Ziergräser, Rittersporn (Delphinium) und Flammenblumen (Phlox).

Herbstastern im Topf oder Balkonkasten pflanzen:

Für eine Pflanzung im Topf eignen sich einige Sorten nicht gut, da sie zu hoch wachsen. Aber kompakte Züchtungen wie die Kissen-Aster machen sich gut auf dem Balkon. Die Pflanzen sollten in einem Abstand von etwa 10 cm nebeneinander gepflanzt werden. Ein regengeschützter Platz ist ebenso empfehlenswert, dadurch wird auch die Infektionsgefahr für Echten Mehltau gesenkt. Ebenso ist wichtig, dass im Topf eine Drainage-Schicht vorhanden ist, damit die Erde nicht dauerhaft zu feucht für die Herbstaster ist.

Herbstastern im Topf auf dem Balkon
Einige Herbstaster-Arten sind auch für die Pflanzung auf dem Balkon geeignet [Foto: Lapa Smile/ Shutterstock.com]

Herbstastern pflegen

Herbstastern sind pflegeleicht und genügsam. Einige Punkte sollten bei der Pflege dennoch beachtet werden.

Herbstastern schneiden, gießen und düngen

Direkt nach der Blüte kann die Herbstaster um etwa ein Drittel ihrer Höhe zurückgeschnitten werden. Da die Stängel der Pflanzen als Winterschutz dienen, sollte man sie nicht bodennah abschneiden. Zudem bieten die hohlen Stängel Insekten einen Platz zum Überwintern. Auch im Frühjahr, etwa im März oder April, kann ein Rückschnitt der Herbstaster erfolgen. Die Pflanze treibt dann in Bodennähe wieder aus.

Tipp: Um während der gesamten Blütezeit ein üppiges Bild zu erhalten, schneiden Sie welke Blüten direkt ab. Das regt die Herbstaster zur Neubildung an.

Schmetterling an Herbstaster
Eine reiche Blüte sorgt auch für regen Insektenbesuch [Foto: Karen Faljyan/ Shutterstock.com]

Gegossen werden sollte die Herbstaster so, dass der Boden nicht zu feucht ist. Dabei sollte das Gießwasser nicht über die Pflanze gegeben werden, sondern nur der Boden sollte mit Wasser benetzt werden. Astern müssen nur bei anhaltender Trockenheit oder auf sehr sandigen Böden gelegentlich gegossen werden. Lediglich die Glattblatt-Aster sollte stets feucht gehalten werden.

Eine Düngung ist jährlich im Frühjahr empfehlenswert. Das hält den Boden nährstoffreich und ermöglicht der Pflanze ein optimales Wachstum. Hierfür eignet sich beispielsweise unser Plantura Bio-Blumendünger, dessen Nährstoffverhältnis auf prächtige Blüten ausgelegt ist. Der sehr hohe Anteil an organischen Bestandteil fördert ein gesundes Bodenleben, welches das Wurzelwachstum nachhaltig stärkt. Zudem beugt der hohe Kalium-Anteil Pilzerkrankungen wie Mehltau vor und sorgt für einen stabilen Stand.

Plantura Bio-Blumendünger
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Mehltau an Herbstastern bekämpfen

Echter Mehltau an Herbstastern lässt sich leicht erkennen. Die Blätter sind oberseits mit einer weiß-grauen Schicht überzogen. Dadurch kann die Pflanze nicht mehr ausreichend Photosynthese betreiben, ebenso ernährt sich der Pilz von Assimilaten und Nährstoffen. Dadurch wächst die Herbstaster schlechter und bildet weniger Blüten aus. Verschiedene Ursachen können einen Befall fördern. Meist kommt es bei kühlen, taureichen Nächten zu der Pilzinfektion – dies kann auch bei sonst regenarmem und warmem Wetter der Fall sein. Astern, die morgens im Schatten stehen, und eng beieinanderstehende Pflanzen sind besonders gefährdet. Denn schlechte Luftzirkulation und lange feuchtes Laub am Morgen fördern die Entwicklung der Pilzkrankheit. Unzureichend mit Nährstoff versorgte Herbstastern sind auch anfälliger als junge Pflanzen.

Beim ersten Auftreten von Mehltau müssen unbedingt die befallenen Pflanzenteile abgeschnitten werden. Diese nicht auf dem Kompost entsorgen, sondern direkt im Hausmüll. Die Pflanze kann danach schonend mit Milch oder Backpulver behandelt werden.

Mehr zur Erkennung, Vorbeugung und Bekämpfung von Mehltau erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

von Mehltau betroffene Herbstastern-Blätter
Mehltau schadet den Blättern der Herbstaster erheblich [Foto: photowind/ Shutterstock.com

Sind Herbstastern winterhart?

Grundsätzlich sind Herbstastern winterhart bis -35 °C beziehungsweise -45 °C – das entspricht Winterhärtezone 2 – 3. Im Winter sollten die Stängel der Herbstastern stehenbleiben, denn diese bieten den Pflanzen ausreichend Schutz.

Vermehrung

Herbstastern lassen sich sehr einfach durch eine Teilung des Wurzelstocks vermehren. Trennen Sie ihn dabei, indem Sie mit einem Spaten mittig in der Aster ansetzen. Anschließend kann der neugewonnene Pflanzenteil an einer anderen geeigneten Stelle im Garten einen Platz finden. Zudem profitiert die Mutterpflanze von der Teilung – sie wird verjüngt.

Außer durch Teilung können Herbstastern auch über Stecklinge vermehrt werden. Diese werden im Frühjahr geschnitten und bewurzeln sehr leicht in Anzucht- oder Stecklings-Erde bei Zimmertemperatur.

Auch aus Samen können Sie Astern anziehen: Säen Sie die Samen direkt nach der Ernte im Freiland oder in draußen platzierten Töpfen aus. Bei 15 °C keimen sie innerhalb von zwei Wochen.

Herbstastern Sämlinge
Die Vermehrung von Astern über Samen ist leicht möglich [Foto: Geshas/ Shutterstock.com]

Sind Herbstastern giftig?

Herbstastern sind nicht giftig, weder für Menschen noch für Haustiere. Ganz im Gegenteil, die Blüten werden als Dekoration für Speisen genutzt und sind essbar, ebenso die Blätter. Allerdings sollten sie nach dem Kauf der Astern nicht direkt verzehrt werden, da sie mit Fungiziden oder andere Pestiziden belastet sein können.

Neben der Herbstaster gibt es noch weitere Pflanzen, die im Herbst ihre Blüte zeigen. In unserem Spezialartikel stellen wir Ihnen neben der Aster noch weitere der schönsten Herbstblumen vor.

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