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Herbstflieder: Standort, Blütezeit & Pflege

Wer Herbstflieder im Garten hat, kann sich nach der Hauptblüte des Strauchs immer wieder über eine Nachblüte freuen. Durch seine zierlichere Wuchsgröße ist dieser Flieder auch für kleinere Gärten geeignet.

Syringa microphylla
Die Blüten des Herbstflieders können über eine längere Periode hinweg bewundert werden [Foto: Marinodenisenko/ Shutterstock.com]

Der schöne Herbstflieder (Syringa microphylla) bezaubert durch seine außergewöhnlich lange Blütezeit nicht nur seine Besitzer, sondern ist auch eine ideale Pollen- und Nektarquelle für viele Insekten. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Eigenschaften und Anforderungen des pflegeleichten Strauchs.

Herbstflieder: Herkunft, Blütezeit und Eigenschaften

Das Ziergehölz wird auch hin und wieder als Zwergflieder, Kleinblättriger Flieder oder Öfterblühender Flieder bezeichnet. Seinen Ursprung hat der Herbstflieder in China, er gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Ein charakteristisches Merkmal des sommergrünen Strauchs ist seine Wuchshöhe, die mit 1,5 bis 2 Metern deutlich geringer ist als die anderer Flieder-Arten. Der Wuchs des Herbstflieders ist buschig und dicht verzweigt. Im Alter ist er meist breiter als hoch. Die Blütezeit kann sich bis zum Oktober erstrecken, die Hauptblüte ist allerdings im Mai und Juni. Ab diesem Zeitpunkt wird der mehrjährige Strauch bis in den frühen Herbst am zweijährigen Holz mit Blüten geschmückt, die in etwa 7 Zentimeter langen Rispen angeordnet sind. Die Blätter des Herbstflieders sind mittelgrün, eiförmig bis breitoval und sitzen gegenständig an den Zweigen. Der intensive Duft, den die Blüten verströmen, ist nicht nur angenehm für den Menschen: Es werden auch Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten davon angelockt. Temperaturen bis etwa – 20 °C machen dem winterharten Herbstflieder nichts aus. Er toleriert verschiedene Standorte klaglos und wirkt einzeln gepflanzt am besten, passt aber auch in eine Blühhecke.

Herstflieder
Die Blüten des Herbstflieders bringen nicht nur Farbe, sondern auch Schmetterlinge und Bienen in den Garten [Foto: Rob Lavers LRPS/ Shutterstock.com]

Herbstflieder-Sorten: Am bekanntesten und ältesten ist die Sorte Syringa microphylla ‘Superba’. Ihre lila-rosa gefärbten Blüten erscheinen zahlreich zwischen den hellgrünen Blättern. Die Sorte ‘Dark Purple’ bleibt in der Regel mit 1,5 Metern Höhe noch kleiner und rundlicher. Ihre Blüten sind dunkel-lila. Die dritte bekannte Sorte hat den Namen ‘Rosea’ und trägt dementsprechend kräftig rosafarbene Blüten zur Schau.

Herbstflieder pflanzen

Der Herbstflieder bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen und am besten windgeschützten Standort. Der Boden ist optimalerweise nährstoffreich und durchlässig. Falls das Substrat sehr sandig ist, kann es mit 40 bis 70 Litern Pflanzerde aufgebessert werden. Am besten wird der Herbstflieder entweder im frühen Herbst oder im späten Frühjahr ausgepflanzt, um Frost- und Trockenschäden zu vermeiden. Wenn es zum Zeitpunkt der Pflanzung besonders warm ist, sollte auf eine gute Wasserversorgung während der Anwachsphase geachtet werden, damit die Erde nicht austrocknet. Zudem bewirkt ein Pflanzabstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern, dass die Ziergehölze sich frei entfalten können. Die Pflanze sollte nicht tiefer als zuvor im Topf eingepflanzt werden, danach wird die Erde rundum gut festgetreten.

Herbstflieder in Blütezeit
Am richtigen Standort erblüht der Herbstflieder in voller Pracht [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Tipp: Der Herbstflieder eignet sich durch seine Größe auch als Kübelpflanze. Jedoch sollte bei einer Pflanzung ein möglichst hoher Topf gewählt werden, da der Strauch ein Tiefwurzler ist. Wenn im Gefäß Löcher vorhanden sind, die das Ablaufen des überschüssigen Gießwassers ermöglichen, so wird keine zusätzliche Drainageschicht benötigt. Befüllen Sie den Topf mit einer Erde, die Ihren Herbstflieder mit ausreichend Nährstoffen versorgt, wie zum Beispiel mit unserer Plantura Bio-Universalerde. Diese enthält zu 100 % natürliche Rohstoffe, ist zudem noch torffrei und sorgt für eine vitale und kräftige Pflanzenpracht. Die Erde im Topf sollte alle zwei bis drei Jahre durch neue ersetzt werden.

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Vermehrung: Erfolgsversprechend ist die Vermehrung über Wurzel-Stecklinge im Herbst. Dafür werden 5 cm lange Wurzelstückchen aus dem Ballen gestochen. Die Stücke sollten etwas dicker als Bleistifte sein. Diese werden nun mit der oberen Seite nach oben in Töpfe gesteckt und bei etwa 15 °C aufgestellt.

Vermehren des Herbstflieders
Flieder kann über Stecklinge oder Wurzelschnittlinge vermehrt werden [Foto: judyjump/ Shutterstock.com]

Auch möglich ist eine Vermehrung des Herbstflieders über Stecklinge. Dazu schneiden Sie im Mai oder Juni nicht blühende, unverholzte, 20 cm lange Kopfstecklinge mit etwa drei Blattknoten von Ihrem Flieder ab. Am unteren Teil jedes Stecklings wird anschließend das Laub entfernt. Nun kann das Triebstück bis zum ersten verbliebenen Blattpaar in ein Anzuchterde-Sand-Gemisch gesteckt werden, das regelmäßig gegossen werden muss. Um ein erfolgreiches Anwurzeln zu garantieren, wird die Verwendung eines Bewurzelungshormons empfohlen. Bei einer Temperatur von 15 °C dauert die Bewurzelung aber trotzdem meist sechs bis acht Wochen. Durch das Überstülpen einer Plastiktüte kann ein feucht-warmes Mikroklima erzeugt werden, welches für das Anwurzeln förderlich ist. Hierbei sollte allerdings auf regelmäßiges Lüften geachtet werden.

Tipp: Flieder bildet nicht selten von selbst Wurzelausläufer, also bildet Triebe an oberflächennah verlaufenden Wurzeln. Diese können im Herbst auch einfach abgestochen und direkt neu verpflanzt werden.

Syringa microphylla Superba
Die zauberhaften Blüten des Syringa microphylla machen sich auch in der Vase gut [Foto: Anna Gratys/ Shutterstock.com]

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen

Die Pflege des Herbstflieders ist mit geringem Aufwand verbunden. Der Strauch hat einen mittleren Wasserbedarf, muss also nur mäßig gegossen werden. In Trockenperioden sollten Sie allerdings verstärkt auf ausreichende Wasserversorgung achten.
Bei Bedarf kann der Strauch durch das bodennahe Entfernen alter oder quer stehender Triebe im Spätwinter oder Vorfrühling ausgelichtet werden. Ansonsten kann durch regelmäßiges Entfernen der verwelkten Blütenrispen weiteres Blütenwachstum angeregt werden. Um den Herbstflieder mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen, kann im Frühjahr etwas organischer Dünger oder Kompost eingearbeitet werden.

Auf einen Blick:

  • Ausreichend mit Wasser versorgen
  • Im Frühjahr Kompost oder organischen Dünger einarbeiten
  • Verwelkte Blütenrispen regelmäßig entfernen
  • Nach Bedarf im Spätwinter auslichten
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Durch seine kompakt-buschige Form ist ein Formschnitt meist nicht notwendig [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Tipp: Besonders die Kübelpflanzen sind auf eine gute und regelmäßige Nährstoffversorgung angewiesen, da sie nur auf ein geringeres Erdvolumen als Nährstoffquelle zugreifen. Düngen Sie Kübelpflanzen daher ein bis zwei Mal jährlich. Dafür eignet sich ein Blumendünger mit ausreichend Phosphor-Anteil, auch weil dieser für die Blütenbildung benötigt wird. Unser Plantura Bio-Blumendünger enthält beispielsweise eine ausreichende Phosphor-Menge und zudem genug Kalium, um den Flieder im Kübel auch auf Trockenheit und Kälte vorzubereiten. Da es sich um einen Langzeitdünger in Granulatform handelt, kann er anfangs beim Pflanzen zur Erde gemischt oder unter dem Mulch auf dem Wurzelballen verteil werden.

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Ist der Herbstflieder giftig?

Grundsätzlich sind alle Pflanzenteile eines Flieders leicht giftig. Erwachsene müssten zwar größere Mengen verspeisen, um etwas von den Folgen zu bemerken. Bei Kindern und Haustieren können aber auch geringere Mengen schon Bauchkrämpfe und Durchfall auslösen.

Falls Sie bereits einen Flieder in Ihrem Garten besitzen, sollten Sie über die Pflegemaßnahmen Bescheid wissen. In unserem Spezialartikel erklären wir ganz genau, was es zu beachten gibt, wenn Sie Ihren Flieder schneiden.

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