skip to Main Content

Hibiskus: Alle Tipps für die perfekte Blüte

Hibisken verleihen mit ihren Blüten jedem Garten ein exotisches Flair. Hier erfahren Sie alles rund ums Pflanzen, Schneiden und Pflegen des Hibiskus.

Roter Hibiskus im Garten
Der Hibiskus ist ein echter Exot und Hingucker im Garten [Foto: istanbulphotos/ Shutterstock.com]

Mit seinen Blüten in allen Farben des Regenbogens ist der Hibiskus (Hibiscus) ein echter Hingucker in jedem Garten oder Zimmer. Obwohl er ein echter Exot unter den Zierpflanzen ist, hat der Hibiskus schon längst Einzug in unsere Gartenlandschaft gehalten. Um den besonderen Strauch auch bei sich anbauen zu können, ist jedoch Expertenwissen vonnöten. In unserem Artikel verraten wir Ihnen alles über die Herkunft, das richtige Pflanzen, die Pflege und das Überwintern des Hibiskus.

Hibiskus

Der Hibiskus ist eine Pflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und bei uns sowohl als Zimmerpflanze, als auch im Garten beliebt. Auf deutsch nennt man den Hibiskus auch Eibisch.
Je nach Art kann der Hibiskus als ein- oder mehrjährige, krautige Pflanze, Halbstrauch oder Strauch wachsen. So reicht die Vielfalt des Pflanze von 20 Zentimeter großen Topfpflänzchen bis zu zwei Meter hohen Büschen im Garten. Abwechslungsreich sind auch die Blüten des Hibiskus: Diese können die verschiedensten Formen und Farben aufweisen und bringen auf jeden Fall Farbe und einen Hauch Exotik in Ihren Garten oder Ihr Zimmer.

Hibiskus im Freien
Hibiskus-Sträucher können bis zu zwei Meter hoch werden [Foto: hoanglong/ Shutterstock.com]

Hibiskus: Herkunft und Eigenschaften

Ursprünglich stammt der Hibiskus aus China. Auch alle noch heute bekannten und gängigen Arten und Sorten kommen aus dem Reich der Mitte und seinen Nachbarländern zu uns. Mittlerweile ist der Hibiskus weltweit bekannt und sehr beliebt. In seiner Heimat in Asien hat der Hibiskus aber bis heute noch einen hohen Stellenwert. In Südkorea und Malaysia wird er sogar als Nationalblume verehrt. Die „unvergängliche Blume“, wie der Hibiskus dort genannt wird, symbolisiert Entschlossenheit und Durchhaltevermögen. In China steht der Hibiskus für Reichtum, Pracht und Ruhm. Und so manch einer wird die Hibiskus-Blüte auf dem typischen Hawaiihemd wiedererkannt haben. Hibiskus-Blüten sind in der Tat sehr beeindruckend. Sie können einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern haben und erstrahlen in allen Farben des Regenbogens. Oft sind Hibiskus-Blüten auch gefüllt, halb gefüllt oder haben gleich mehrere Farben. Auch wenn Hibiskus bei uns nur Verwendung als Zierpflanze findet, so sagt man ihm doch heilende und gesundheitsfördernde Wirkungen nach. Deshalb findet sich Hibiskus auch als Zutat in unzähligen Kosmetika wieder.

Hibiskus-Blüten auf Hawaiihemden
Auch auf Hawaiihemden ist sie oft zu sehen: Die Hibiskus-Blüte [Foto: bkkstocker/ Shutterstock.com]

Hibiskus kaufen: Darauf ist zu achten

Beim Kauf von Hibiskus sollten Sie auf folgende drei Dinge achten:

  • Größe
  • Sorte
  • Gesundheit

Gerade wenn Sie Ihren Hibiskus als Zimmerpflanze halten wollen, ist die Größe entscheidend. Schließlich bietet eine Fensterbank nicht unendlich viel Platz. Außerdem sollten Sie beim Kauf auf die Art und die Sorte des Hibiskus achten. Denn die unterschiedlichen Hibiskus-Arten haben auch unterschiedliche Ansprüche und müssen verschieden angebaut und gepflegt werden. Außerdem blüht jede Sorte anders. Schlussendlich sollten Sie sich den Gesundheitszustand der Pflanze überprüfen und sichergehen, dass der Hibiskus einen vitalen und gesunden Eindruck macht. Die Pflanze sollte zudem frei von Krankheiten oder Schädlingen sein.

Hibiskussorten
Die Sortenwahl ist beim Kauf von Hibiskus entscheidend [Foto: Victoria Kurylo/ Shutterstock.com]

Hibiskus-Arten und -Sorten

Weltweit gibt es über 200 Hibiskus-Arten, die ausschließlich aus Asien stammen. Dabei unterscheiden sich die Hibiskus-Sorten oft in ihrer Blütenfarbe, ihrer Wuchshöhe und ihrer Winterhärte. Wer sich in seinem Garten an den opulenten Hibiskusblüten erfreuen will, der muss auf den Garten-Hibiskus (Hibiscus syriacus), auch Garten-Eibisch genannt, zurückgreifen. Der Rosen-Eibisch (Hibiscus rosa-sinensis) ist dafür als Topf- und Zimmerpflanze unschlagbar. Hier das Wichtigste zu den beiden bekanntesten Hibiskus-Arten in Kürze:

Garten-Hibiskus (Hibiscus syriacus)

Sehr robuste Hibiskus-Art; kann im Freien überwintern; lässt sich zum „Stämmchen“ schneiden; eher holzige Triebausbildung; eher geringe Sortenvielfalt.

Einige besonders schöne Sorten des Garten-Hibiskus:

  • ‚Blue Bird‘: Blaue, große Blüten; blüht schon früh im Jahr; winterhart
  • ‚Jeanne d’Arc‘: Wird bis zu zwei Meter hoch; weiße, halb gefüllte Blüten; winterhart
  • ‚White Chiffon‘: Weiße, halbgefüllte Blüten; Blüte von Sommer bis Herbst; frostunempfindlich

Rosen-Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis)

Wärmeliebende Hibiskus-Art; nicht ganzjährig für den Anbau im Freien geeignet; große Sorten- und Farbenvielfalt; eignet sich hervorragend als Topf- bzw. Zimmerpflanze.

Einige besonders schöne Sorten des Rosen-Hibiskus:

  • ‚Standing Ovation‘: Blühen orange-rot und gelb; Blütezeit von Anfang Frühling bis Sommerende
  • ‚Jolanda Gommer‘: Blütenfarbe variiert zwischen Violett, Orange und Rot
  • ‚Fruitango‘: Blütezeit zwischen April und November; rosa gefüllt mit gelbem Rand
Rosen-Hibikus im Topf
Der Rosen-Hibiskus eignet sich besonders als Zimmerpflanze [Foto: Luisa Fumi/ Shutterstock.com]

Weitere Hibiskus-Arten und eine ausführliche Auflistung der verschiedenen Hibiskus-Sorten können Sie hier nachlesen.

Hibiskus pflanzen: Anleitung und Standortwahl

Der Hibiskus ist ein anspruchsvoller Zeitgenosse in Zimmer und Garten. Sowohl die Qualität des Substrats als auch die Sonneneinstrahlung spielen beim Hibiskus-Pflanzen eine wichtige Rolle: Hibiskus bevorzugt einen nährstoffreichen Boden mit ausgewogenem Sand-Lehm-Verhältnis. Eine zusätzliche Anreicherung des Bodens mit Kompost fördert dabei die Blütenbildung im Sommer. Im Freiland liebt der Exot einen vollsonnigen Standort. Die beste Pflanzzeit für Hibiskus ist im Frühjahr.

Anleitung zum Hibiskus-Pflanzen in aller Kürze:

  • Sonnigen Standort wählen
  • Pflanzloch doppelt so groß wie der Wurzelballen
  • Aushub mit Kompost mischen
  • Großzügig angießen
  • Mulchschicht ausbringen

Eine ausführliche Anleitung zum Pflanzen von Hibiskus finden Sie hier.

Hibiskus im Topf pflanzen

Für den Anbau im Topf eignen sich kleinwüchsige Sorten des Rosen-Hibiskus. Im Sommer kann auch der Zimmerhibiskus an einem sonnigen Standort im Garten oder auf der Terrasse stehen. Den Winter muss diese frostempfindliche Art aber im Haus oder Wintergarten verbringen.

Hibiskuspflanze wird umgetopft
Ein ausreichend großer Topf ist für den Hibiskus als Zimmerpflanze sehr wichtig [Foto: Sheila Fitzgerald/ Shutterstock.com]

Für den Anbau im Topf eignen sich kleinwüchsige Sorten des Rosen-Hibiskus. Im Sommer kann auch der Zimmerhibiskus an einem sonnigen Standort im Garten oder auf der Terrasse stehen. Den Winter muss diese frostempfindliche Art aber im Haus oder Wintergarten verbringen.

Alles Wichtige zum Pflanzen von Hibiskus im Topf:

  • Sonniger, warmer Standort im Sommer
  • Heller, kühlerer Standort im Winter
  • Ausreichend großen Topf auswählen
  • Nährstoffreiches Substrat mit hohem Humusanteil
  • Drainageschicht anlegen
  • Großzügig gießen

Eine ausführliche Anleitung zum Pflanzen von Hibiskus im Topf sowie Pflegetipps für die Kübelhaltung finden Sie hier.

Hibiskus vermehren

Wer keine Hibiskus-Pflanze kaufen möchte, kann seinen Hibiskus auch selbst vermehren. Das geht über Samen, Absenker oder Stecklinge. Bei der Vermehrung über Samen kann es sein, dass die spätere Pflanze nicht dieselbe Blütenfarbe hat wie der Mutter-Hibiskus. Stecklingsvermehrung dagegen erfordert sehr viel Können und gelingt nicht immer.

Eine ausführliche Anleitung zur Vermehrung von Hibiskus finden Sie hier.

Hibiskus pflegen: Tipps für eine schöne Blüte

Der Hibiskus ist eine echte Diva im Garten: Seine Blüte bezaubert jeden, aber er ist auch extrem pflegebedürftig. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick, wie Sie Ihren Hibiskus mit der richtigen Pflege gesund und glücklich machen können.

Hibiskus schneiden
Zur Pflege des Hibiskus gehört unter anderem ein regelmäßiger Schnitt [Foto: NagyG/ Shutterstock.com]

Hibiskus gießen

Das Wasserbedürfnis der verschiedenen Hibiskus-Arten ist sehr unterschiedlich. Der Garten-Hibiskus mag es im Sommer zum Beispiel etwas trockener. Eine stetige Wasserversorgung sollte trotzdem gegeben sein – reduzieren Sie das Gießen einfach auf eine Wassergabe alle drei Tage. Der Rosen-Hibiskus, besonders, wenn er als Topfpflanze der trockenen Heizungsluft im Winter ausgesetzt ist, möchte durchgehend feucht gehalten werden. Dabei sollten Sie jedoch unbedingt Staunässe vermeiden.

Hibiskus schneiden

Der beste Zeitpunkt, um seinen Hibiskus zu schneiden, ist direkt am Anfang des Frühjahrs, wenn die Wachstumsphase beginnt. Je früher man den noch unbeblätterten Hibiskus zurückschneidet, umso länger hat er Zeit, sich vom Schnitt zu erholen. Beim Hibiskus-Schneiden sollte man nicht zu zimperlich vorgehen. Schon beim Pflanzen kann man schwache und verletzte Zweige entfernen. Bei jungen Pflanzen ist es kein Problem, wenn am Ende nur zwei bis drei Triebe übrig bleiben. Diese kürzt man nochmals um mindestens die Hälfte, damit die Verzweigung am Triebansatz gefördert wird. Der Hibiskus wird sich in der Wachstumsphase erholen und mit der Zeit ein dicht verzweigtes Geäst ausbilden. Dieser radikale Schnitt kann mit ruhigem Gewissen im nächsten Frühjahr wiederholt werden. Neben diesem gibt es noch weitere Schnitte, wie beispielsweise den Verjüngungsschnitt und den Erhaltungsschnitt.

Mehr Informationen zu diesen Schnitt-Methoden finden Sie in unserem Spezialartikel.

Hibiskus düngen

Eine regelmäßige Düngergabe kann dabei helfen, einen satteren Blütenstand mit mehreren Blüten zu gewährleisten. Schwören Sie auf eine mineralische Düngung Ihres Hibiskus, so sollten Sie ihn von April bis September alle zwei bis drei Wochen mit einem Volldünger versorgen. Nachhaltige und umweltverträglicher ist jedoch das Düngen mit einem organischen Dünger. Im zeitigen Frühjahr können Sie beispielsweise im Garten reifen Kompost verwenden und darunter einen Langzeitdünger, wie unseren Plantura Bio-Blumendünger untermischen. Auch für Topfpflanzen ist eine regelmäßige Düngung vom Frühjahr bis in den Herbst unabdingbar. Auch hier empfiehlt sich der Plantura Bio-Blumendünger, der den Hibiskus langfristig mit den richtigen Nährstoffen für eine schöne Blüte versorgt.

Plantura Bio-Blumendünger
Ein Langzeitdünger, wie der Plantura Bio-Blumendünger, versorgt den Hibiskus optimal mit Nährstoffen
Plantura Bio-Blumendünger
Plantura Bio-Blumendünger
Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
€14,99
inkl.MwSt.

Noch mehr Wissenswertes rund um die richtige Düngung des Hibiskus können Sie hier nachlesen.

Hibiskus überwintern

Der richtige Ort zum Überwintern von Hibiskus hängt ganz von der Art ab. Der Garten-Hibiskus sollte nach den ersten ein bis zwei Jahren so winterhart sein, dass er draußen überwintern kann. Vorher ist es ratsam, ihn in einem großen Kübel zu halten, damit man ihn über die Wintermonate in die Wohnung oder in ein Gewächshaus stellen kann. Der Rosen-Hibiskus sollte am besten ganzjährig bei Zimmertemperatur gehalten werden. Ausschließlich in den warmen Sommermonaten Juni bis August, wenn auch die Nachttemperaturen hoch genug sind, kann man den Rosen-Hibiskus ins Freie stellen.

Mehr Informationen zum Überwintern von Hibiskus finden Sie hier.

Pflege von Hibiskus in Kürze:

  • Hibiskus bedarfsgerecht gießen
  • Staunässe vermeiden
  • Einmal organischen Langzeitdünger im Frühjahr
  • Garten-Hibiskus kann draußen überwintern
  • Rosen-Hibiskus muss im Warmen überwintern
  • Bei direkter Pflanzung im Beet: Dicke Rindenmulchschicht zur Wärmeisolation

Umfangreiche Tipps und Tricks zur Pflege von Hibiskus finden Sie in unserem Spezial-Artikel.

Hibiskus: Krankheiten und Schädlinge

Leider erfreuen sich auch unliebsame Plagegeister an den schönen Pflanzen. Welche Krankheiten und Schädlinge dem Hibiskus zu schaffen machen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Blattläuse auf Hibiskus
Blattläuse machen leider auch vor dem Hibiskus nicht halt [Foto: Tunatura/ Shutterstock.com]

Blattläuse am Hibiskus

Die größte Bedrohung für den Hibiskus sind Blattläuse. Die rund zwei Millimeter großen, pflanzensaftsaugenden Schädlinge können, vor allem an den noch jungen Trieben, großen Schaden anrichten. Der Befall durch Blattläuse kann am Hibiskus zum Absterben oder Verkümmern von Blättern, Trieben und Blüten führen. Die Bekämpfung der Blattläuse kann über das Abspülen, Absammeln oder mit biologischen Pflanzenzschutzmitteln erfolgen.

Spinnmilben am Hibiskus

Spinnmilben sind winzige Spinnentiere, die sich durch ihre charakteristische Färbung in Orange identifizieren lassen. Sie schädigen den Hibiskus, indem sie sich auf der Unterseite der Blätter festsetzen, dort Gespinste hinterlassen und somit die Blätter abtöten. Gegen die Spinnmilben kann man mit Abspülen, Raubmilben oder biologischem Pflanzenschutzmittel vorgehen. Vor allem sollten Sie aber trockene Heizungsluft vermeiden, um einem Befall mit Spinnmilben vorzubeugen.

Weiße Fliegen am Hibiskus

Die weiße Fliege verursacht ebenfalls Schäden an den Blättern. Die befallenen Stellen lassen sich an einer leicht gelblichen Verfärbung erkennen. Mit Gelbtafeln, an denen die Tiere kleben bleiben, kann gegen den Befall vorgegangen werden.

Ist Hibiskus giftig?

Zunächst einmal das Wichtigste vorweg: Hibiskus ist nicht giftig. Zwar gibt es einige wilde Arten, die giftige Stoffe enthalten, aber alle domestizierten und somit bei uns verwendeten Hibiskus-Arten sind ungiftig. Aus den Blüten einer Hibiskus-Art, dem Hibiscus sabdariffa, wird sogar Tee hergestellt. Dieser dunkelrote Hibiskusblüten-Tee ist vor allem in Ägypten und Mexiko sehr beliebt.

Tee aus Hibiskus
Aus den Blüten einer Hibiskus-Art wird sogar Tee hergestellt [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

In diesem Artikel gehen wir dem Mythos vom giftigen Hibiskus auf den Grund.

Back To Top