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Hortensien mulchen: Warum & wie?

Das Mulchen ist eine altbewährte Gartenpraxis, die viele positive Effekte mit sich bringt. Insbesondere in Hortensienbeeten ist das Mulchen sehr empfehlenswert. Warum das so ist und wie genau man dabei vorgeht, erfahren Sie hier.

Hortensien mulchen
Eine Mulchschicht wirkt als Verdunstungsschutz – ein großer Vorteil für die wasserliebenden Hortensien [Foto: GillianVann/ Shutterstock.com]

Beim Mulchen wird eine Schicht von organischem, unverrottetem Material auf dem Boden im Blumenbeet verteilt. Die Bedeckung des Bodens wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf den Boden, die Bodenmikroorganismen und damit auch auf die Pflanzen aus.

Hortensien mulchen: Vorteile

Der Hauptvorteil des Hortensien-Mulchens liegt in der Funktion des Mulchmaterials als eine Art Schutzschicht für den Boden. Die Bedeckung des Bodens wirkt einerseits als Isolationsschicht und verhindert, dass sich der Boden im Sommer zu stark erhitzt. Das vertragen nämlich weder die Hortensienwurzeln noch die Bodenmikroorganismen besonders gut. Im Winter wirkt die Mulchschicht andererseits als Puffer und schützt die empfindlichen Wurzeln vor Frostschäden. Ein weiterer positiver Effekt der Bodenbedeckung durch Mulch besteht darin, dass der Boden vor Austrocknung geschützt wird. Da die Sonne nicht direkt auf die unbedeckte Erde trifft, wird die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten. Dies ist ein großer Vorteil für die durstigen Hortensien. Abgesehen davon ist es sehr praktisch, wenn die Beetoberfäche locker und durchlässig ist. Samenunkräuter können hier nicht so leicht auflaufen. Und falls doch einmal ein Unkrautsamen im gemulchten Beet keimt, kann er aus der lockeren Mulchschicht einfach herausgezogen werden.

Des Weiteren verhindert eine Mulchschicht Bodenerosion, da das Wasser beim Gießen oder bei Starkregen durch die Bodenauflage abgebremst wird. Der wertvolle Boden wird dadurch nicht so leicht weggespült. Schließlich verbessern sich langfristig auch die Qualität und die Struktur des Bodens in gemulchten Beeten.

Rindenmulch für Hortensien
Aufgrund des niedrigen pH-Wertes eignet sich Rindenmulch besonders gut zum Hortensien-Mulchen [Foto: Maria Evseyeva/ Shutterstock.com]

Das liegt daran, dass das organische Material den Bodenmikroorganismen als Nahrung dient, aus der sie Humus aufbauen. Dieser sorgt dafür, dass der Boden schön locker ist und eine verbesserte Funktion als Nährstoff- und Wasserspeicher aufweist. Durch die Zersetzung der Biomasse werden außerdem langfristig Nährstoffe freigesetzt, die wiederum der Ernährung der Hortensien dienen und zu einer optimalen Pflanzenentwicklung beitragen.

Das richtige Mulchmaterial für Hortensien

Es gibt zahlreiche Materialien, die man als Mulch einsetzen kann. Neben Rasenschnitt, Stroh, Holzhackschnitzel, Nadelstreu oder Laub eignet sich auch Rindenmulch sehr gut. Hortensien benötigen, wie beispielsweise Rhododendren und Heidelbeeren auch, einen sauren Boden-pH-Wert, um sich gut entwickeln zu können. Daher sollte man bei der Wahl eines geeigneten Mulchmaterials darauf achten, dass dieses die Bodenqualität hinsichtlich des pH-Wertes nicht verschlechtert.

Im Hortensienbeet sollten Sie am besten auf ein saures Material wie Pinienrinde oder Nadelstreu zurückgreifen. Dies verhindert, dass der pH-Wert des Bodens um die Hortensien herum in den alkalischen Bereich ansteigt. Ein weiterer Vorteil von Pinienrinde besteht darin, dass das Material recht grob ist und nicht so schnell verrottet wie zum Beispiel Rasen- oder Heckenschnitt. So hat man länger etwas von der Mulchschicht und muss sie nicht so oft erneuern. Zudem kann Pinienrindenmulch, wie unsere Plantura Bio-Pinienrinde, das Beet auch optisch aufwerten. Die reine und naturbelassene Pinienrinde kommt in einer groben Struktur und überzeugt mit ihrer dekorativen Färbung. Da uns die Umwelt am Herzen liegt, wird unser Pinienmulch zudem nachhaltig in der EU hergestellt.

Plantura Bio-Pinienrinde
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Dekorative & naturbelassene Pinienrinde
in grober Struktur von 25 bis 40 mm,
schützt vor Unkrautwuchs & Austrocknung

Hortensien mit Rindenmulch mulchen: So geht’s

Wichtig ist, dass vor dem Verteilen des Mulchs eine sogenannte Ausgleichsdüngung mit einem stickstoffbetonten Dünger vorgenommen wird. Dieser Dünger dient nur indirekt der Ernährung der Pflanzen, denn er ernährt die Bodenorganismen, die sich auf das Mulchmaterial stürzen, um es als Nahrung zu verwenden und außerdem daraus Humus aufzubauen. Wird die Ausgleichsdüngung nicht durchgeführt, kann es zu einem Stickstoffmangel der Hortensien kommen, denn irgendwoher müssen die Organismen den lebenswichtigen Nährstoff schließlich beziehen. Die Ausgleichsdüngung wird mit einem stickstoffbetonten Dünger oder auch mit Hornmehl oder Horngrieß vorgenommen. Der Dünger wird auf den Boden gestreut und nicht eingearbeitet. Direkt darauf kann das Mulchmaterial geschichtet werden.

Ein kaliumbetonter und eisenhaltiger Hortensiendünger wie unser Plantura Bio-Hortensiendünger versorgt Ihre Hortensien optimal für eine reiche und langanhaltende Blüte. Beachten Sie aber die wichtigste Regel beim Hortensien-Düngen: Der Juli ist der späteste Termin für die Düngung von Hydrangea-Arten.

Plantura Bio-Hortensiendünger
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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Beim Hortensien-Mulchen mit Rindenmulch wird eine Schicht von mindestens 5 cm, besser 7 bis 10 cm des Materials auf den Boden aufgebracht. Der Rindenmulch wird gleichmäßig und eben zwischen den Pflanzen im Beet verteilt. Der Wurzelhals der Hortensien sollte allerdings freigehalten werden.

Grober Rindenmulch
Je gröber und fester das Mulchmaterial ist, umso langsamer wird es abgebaut [Foto: VPales/ Shutterstock.com]

Wenn Sie mehr Informationen rund um die Pflege, das Schneiden und Gießen von Hortensien erhalten möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Spezialartikel zum Thema Hortensien-Pflege.

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