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Hundeurin auf Rasen: So bekämpft man die gelben Flecken

Hundebesitzer kennen das Problem von gelben Flecken auf dem Rasen nur zu gut. Wir zeigen, wie man die Schäden von Hundeurin auf dem Rasen beseitigen kann.

Hund uriniert auf Rasen
Hundeurin auf dem Rasen kann unschöne Flecken verursachen [Foto: Wendy Townrow/ Shutterstock.com]

Hundebesitzer kennen das Problem zur Genüge: Beim Toben im Garten muss sich der Vierbeiner auch einmal erleichtern und nutzt dafür den Rasen. Was sich im ersten Moment nicht schlimm anhört, kann für den mühsam gepflegten Rasen allerdings zu einem großen Problem werden. Unschöne, gelbe Flecken bilden sich an den Orten, an denen der Hundeurin den Rasen berührt hat. Besonders stark sind Orte betroffen, welche regelmäßig mit Hundeurin in Kontakt kommen, beispielsweise weil der Hunde die Stelle markiert. Doch was kann man gegen die gelben Flecken unternehmen und wieso macht Hundeurin den Rasen überhaupt kaputt? In unserem Artikel klären wir auf.

Warum macht Hundeurin den Rasen kaputt?

Grundsätzlich gilt: Nur von einem bisschen Hundeurin ist der Rasen nicht automatisch ruiniert. Tatsächlich können kleinste Menge davon auf dem Rasen sogar eine düngende Wirkung haben. Allerdings kehrt sich dieser Effekt bei größeren Mengen oder häufigem Urinieren an derselben Stelle um. Der hohe Salzgehalt im Urin entzieht den umliegenden Gräsern das Wasser und sorgt somit für die vertrockneten Stellen. Im Zusammenspiel mit Sonnenschein verbrennt das Gras, ähnlich wie bei einer Überdüngung, regelrecht. Gelangt der Hundeurin in den Boden, bewirkt er zusätzlich, dass die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen können. Dies führt letztendlich dazu, dass die Gräser absterben und die gelb-braunen Flecken zurückbleiben.

Ausgetrocknete, gelbe Flecken auf dem Rasen
Die osmotische Wirkung von Hundeurin lässt Gräser austrocknen [Foto: Dakota Michelon/ Shutterstock.com]

So beseitigt man Urinflecken von Hunden auf dem Rasen

Wenn der Rasen durch Hundeurin in Mitleidenschaft gezogen wurde, hilft nur noch eine Rasen-Reparatur. Dafür werden die abgestorbenen Pflanzen- und verbleibenden Wurzelteile aus dem betroffenen Bereich möglichst restlos entfernt. Danach lockert man den Boden und spült ihn gründlich mit Wasser durch, um mögliche Urinrückstände auszuspülen. Nun kann nachgesät werden: Besonders gut eignet sich dafür die Kombination aus Plantura Rasenreparatur – in dieser ist nicht nur geeignetes Saatgut für das Schließen von Lücken im Rasen enthalten, sondern auch die besten Sorten für eine schnelle und sichere Keimung – und Plantura Bio-Rasendünger. Die ausgewogene Mischung sorgt dafür, dass das Wachstum der Gräser besonders hoch ist und die Lücken rasch geschlossen werden. Zusätzlich ist der Plantura Bio-Rasendünger auch als Rasendünger für Hundebesitzer geeignet, da er auch für Tiere gänzlich unbedenklich ist. Alternativ können Sie die Stellen auch per Hand mit einfachen Rasensamen nachsäen. Diese benötigen allerdings mehr Zeit, um die Lücke vollständig zu schließen. In der Zeit nach der Ansaat ist besonders darauf zu achten, dass der Hund die Stelle nicht erneut zum Wasserlassen nutzt. Ansonsten trocknet der Urin die neuen Pflanzen sofort wieder aus.

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Die beste Methode, um sicherzustellen, dass der Hund nicht erneut auf die Stelle uriniert, besteht darin, den besagten Bereich vom Rest des Gartens mit Zaunelementen oder großen Blumentöpfen abzusperren. Dies ist allerdings weder optisch ansprechend noch besonders einfach. Daher können Sie auch zu einem einfachen Gartensprenger greifen und diesen nahe der Stelle platzieren. Läuft der Hund frei im Garten herum, sollte dieser eingeschaltet sein – viele Hunde meiden das Wasser und suchen sich lieber andere Plätze für ihre Erleichterung. Pinkeln fremde Hunde auf Ihrem Grundstück, kann man auch zu Sprinklern mit Bewegungsmeldern greifen, die aktiviert werden, sobald jemand sich der Stelle nähert. Positiver Nebeneffekt: Die frisch eingesäte Stelle wird ausreichend mit Wasser versorgt.

Hundeurinflecken vorbeugen

Wenn Sie öfter Probleme mit Urinflecken auf dem Rasen haben, können Sie durchaus versuchen, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Sieht man beispielsweise, wie der Hund den Rasen zum Urinieren benutzt, hilft ein Griff zum Wasserschlauch. Die betroffene Stelle zu wässern, kann den Hundeurin auf dem Rasen neutralisieren. Durch die hohe Verdünnung kommt die osmotische Wirkung des Hundeurins auf dem Rasen nicht zum Tragen. Auch mögliche Rückstände in der Erde werden weggespült. Gleichzeitig vermindert man durch das Gießen den Geruch des Pipis auf dem Rasen. Dadurch sind fremde Hunde weniger daran interessiert, die Stelle erneut zu markieren.

Rasen wird mit Gartenschlauch bewässert
Wasser kann vorbeugend gegen Urinflecken auf dem Rasen wirken [Foto: Yulia YasPe/ Shutterstock.com]

Besonders Besitzer eines Vorgartens ärgern sich oftmals über fremde Hunde, die auf ihren Rasen machen. Wer Urinflecken auf dem Rasen verhindern möchte, kann sein Grundstück auch durch die Wahl der richtigen Pflanzen unattraktiv für Hunde gestalten. Lavendel (Lavandula angustifolia) ist beispielsweise ein Hingucker im Garten, wird wegen seines starken Geruches aber von den meisten Hunden gemieden. Auch die Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus ornatus) macht ihrem Namen alle Ehre, denn ihren Geruch können weder Hunde noch Katzen leiden. Als natürliche Abwehr gegen Hunde helfen auch Dornenhecken: Himbeere (Rubus idaeus), Berberitze (Berberis vulgaris) oder Stechpalme (Ilex) können als natürliche Barriere dienen, wenn sie zwischen Gehweg und Rasen gepflanzt werden. Ihre Stacheln sorgen dafür, dass die Hunde sie nicht gerne durchqueren und deshalb den Rasen nicht betreten. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Manch übermütiger Vierbeiner stürzt sich trotz aller Gefahren in die Hecken und kann sich dabei leichte Verletzungen wie Kratzer oder eingetretene Dornen zuziehen.

Lila-blühende Verpiss-dich-Pflanze
Die Verpiss-dich-Pflanze schreckt Hunde ab [Foto: M.M. Foto/ Shutterstock.com]

Wen nur die gelben Flecken im Rasen durch den Hundeurin stören, kann auch auf salztolerante Pflanzen zurückgreifen. Schilfrohr (Phragmites australis), Strand-Beifuß (Artemisia santonicum), Spitzwegerich (Plantago lanceolata) oder Strandroggen (Leymus arenarius) sind für ihre hohen Salztoleranz bekannt. Dadurch vertragen sie den Kontakt mit Hundeurin deutlich besser als Rasen.

Sie möchten Ihrem Rasen etwas Gutes tun, aber auch Ihren Hund nicht belasten? Was Sie beim Düngen beachten müssten, um Ihren Vierbeiner zu schonen, verraten wir in unserem Artikel „Rasendünger für Hundebesitzer: Worauf muss man achten?“.

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