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Iris: Alles zum Pflegen, Schneiden & Vermehren von Schwertlilien

Iris (auch Schwertlilien genannt) gehören zu den Dauerbrennern in deutschen Gärten. Alles, was Sie über die Blütezeit, verschiedene Sorten der Blume und das Pflegen von Iris wissen müssen, erfahren Sie in unserer Übersicht.

Blume Iris in violett
Ob einfarbig oder mehrfarbig: Iris überzeugen durch ihre farbenfrohen und eleganten Blüten [Foto: Artistas/ Shutterstock.com]

Als prächtige Staude des Frühsommers ist die Iris schon seit langer Zeit eine beliebte Gartenpflanze. Es gibt unzählige Iris-Arten und Sortenzüchtungen, deren Blüten in vielen verschiedenen Farben und Farbkombinationen erscheinen. Schwertlilien gibt es wirklich in allen Farben des Regenbogens, wie ihr Name bereits verrät. „Iris“ kommt nämlich aus dem Griechischen und bedeutet „Regenbogen“.

Iris: Blütezeit, Herkunft und Eigenschaften

Die Schwertlilien (Iris) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und sind schon seit Jahrhunderten in unseren Gärten heimisch. Auch wenn es ihr Name anders vermuten lässt: Schwertlilien sind nur entfernt mit Lilien verwandt. Die vielen Iris-Arten sind in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel verbreitet. Die wohl bekannteste und züchterisch am intensivsten bearbeitete Iris-Art bildet die Bart-Iris (Iris barbata). Nach Größe und Blütezeit lassen sich drei Gruppen unterscheiden. Je niedriger eine Sorte wächst, desto früher blüht sie. Die Barbata-Elatior-Gruppe besteht aus großen Schwertlilien mit einer Höhe von 60 bis 120 Zentimeter und einer Blütezeit von Ende Mai bis Juni. Sie hat nicht nur die längsten Blütenstängel, sondern auch die größten Blüten. Etwas früher im Mai blühen Schwertlilien der mittelhohen Barbata-Intermedia- oder Barbata-Media-Gruppe, deren Schäfte 40 bis 60 Zentimeter hoch werden. Die kleinen, höchstens 40 Zentimeter hohen Iris der Barbata-Nana-Gruppe blühen bereits ab Mitte April und gehören damit zu den Frühlingsboten. Sie eignen sich bestens für Steingärten und Rabatten.

Weniger bekannt, doch mindestens genauso elegant ist die Steppeniris (Iris spuria). Sie wird bis zu 150 Zentimeter hoch und lässt sich gut mit der etwas kleineren Wieseniris (Iris sibirica) kombinieren. Mit einer Blütezeit von Februar bis März gehören die Zwergiris-Arten Iris reticulata und Iris danfordiae zu den frühesten Iris-Arten. Die Japanische Sumpfiris (Iris ensata) schmückt in verschiedenen Farben von Rosa über Blau bis Violett die Randbereiche von Teichen und wird 80 bis 100 Zentimeter hoch.

Die Irisblüten setzen sich aus je 3 inneren und äußeren Blütenblättern zusammen. Bei der Bart-Iris sind die inneren Blätter nach oben geschlagen und geschlossen. Sie bilden den „Dom“, der bei anderen Iris-Arten weniger stark ausgebildet und niedriger erscheint. Die 3 äußeren Hängeblätter hängen seitlich herab. Bei der Bart-Iris sind die äußeren Blätter im oberen Teil außerdem mit einem bürstenähnlichen Gebilde, dem namensgebenden „Bart“, versehen.

Bartiris-Blüte in dunkelrot
Die Bart-Iris ist leicht erkennbar an den bürstenähnlichen Gebilden über ihren Hängeblättern [Foto: Nik Merkulov/ Shutterstock.com]

Alle genannten Schwertlilienarten haben schmale, schwertförmige und aufrechtstehende Laubblätter. Sie sind meist kräftig grün bis grau-grün gefärbt und weisen teilweise einen leicht bläulichen Schimmer auf. Je nach Art besitzen Schwertlilien Knollen, Rhizome oder Zwiebeln als Speicherorgane.

Iris-Sorten: Die schönsten Schwertlilien für den Garten

Die oben genannten Arten umfassen jeweils ein großes Sortenspektrum. Das sind die schönsten Schwertlilien für den Garten:

Hohe Bart-Iris (Iris Barbata-Elatior-Gruppe)

  • ′Kupferhammer′: Robuste und blühfreudige Sorte von 1930; gelber Dom, mahagonirote Hängeblätter, in der Mitte marmoriert, Bart in orange; Höhe: 40 cm; Blütezeit: Mai – Juni.
  • ′Provencal′: Bordeauxrot, Hängeblätter mit gelber Mitte; Höhe: 85 cm; Blütezeit: Mai – Juni.
  • ′Proud Tradition′: Zart violetter Dom, Hängeblätter in kräftigem Violette-Blau; Höhe: 100 cm; Blütezeit: Mai.

Mittlere Bart-Iris (Iris Barbata-Intermedia- oder Iris Barbata-Media-Gruppe)

  • ′Arctic Fancy′: Weißer, leicht marmorierter Grund mit violettem Rand; Höhe: 50 cm; Blütezeit: Mai – Juni.
  • ′Swizzle′: Goldgelbe Blüten; Höhe: 50 – 70 cm; Blütezeit: Mai – Juni.
  • ′Con Brio′: Dunkelviolette Hängeblätter, hell-violetter Dom; Blüten duften; Höhe: 60 cm; Blütezeit: Mai und September.

Niedrige Bart-Iris (Iris Barbata-Nana-Gruppe)

  • ′Little Buccaneer′: Kastanienbraun-rote Blüten, gelber Bart; Höhe: 25 cm; Blütezeit: April – Mai.
  • ′Church Stoke′: Violetter Dom, violette Hängeblätter (zur Mitte hin wird die Farbe etwas kräftiger), gelb-weißer Bart; duftend; Höhe: 25 cm; Blütezeit: April – Mai.
  • ′Soft Air′: Weiß-gelbe Blüten; Höhe: 30 cm; Blütezeit: April – Mai.
gelbe Iris-Blumen
Gelbe Iris-Sorten strahlen besonders intensiv [Foto: freya-photographer/ Shutterstock.com]

Steppeniris (Iris spuria)

  • ′Betty Cooper′: Blütenblätter in der Mitte zitronengelb mit feinen, lavendelfarbigen Linien, umgeben von einem zart-violetten Rand; Höhe: 120 cm; Blütezeit: Mai – Juni.
  • ′Archie Owen′: Strahlend goldgelbe Blüten; Höhe: 90 – 100 cm; Blütezeit: Juni.

Wieseniris (Iris sibirica)

  • ′Butter and Sugar′: Domblätter zucker-gelb, Hängeblätter butter-gelb; Höhe: 40 – 60 cm; Blütezeit: Mai – Juni.
  • ′Caesars Brother′: Kleine dunkelviolette Blüten; Höhe: 60 – 100 cm; Blütezeit: Mai – Juni.

Zwergiris

  • Iris reticulata ′Harmony′: Kleine Netzblatt-Iris mit zarten, kornblumenblauen Blütenblättern, zur Mitte hin gelb-weiß marmoriert; Höhe: 10 – 15 cm; Blütezeit: Februar – März.
  • Iris histrioides ′Katharine Hodgkin′: Blütenblätter mit hellblauen Adern auf weißem Grund, zur Mitte hin gelbe Zone mit dunkelblauen Tupfen; Höhe: 15 – 25 cm; Blütezeit: März – April.

Japanische Sumpfiris (Iris ensata)

  • ´Galathea´: Domblätter eher kurz und zierlich, Hängeblätter sehr breit und häufig eine hübsche Aderung aufweisend; weiß-violette Blüte; Höhe: 80 cm; Blütezeit: Juni – Juli.
Iris-Blumenwiese aus lilanen Pflanzen
Die Farbskala der Japanischen Sumpfiris umfasst sämtliche Lila- und Purpurschattierungen sowie Weiß und Blau [Foto: H.Tanaka/ Shutterstock.com]

Iris-Pflege: So pflegt man Schwertlilien vor und nach der Blüte

Wie man die Schwertlilien richtig pflanzt und welcher Standort für welche Art am besten geeignet ist, erfahren Sie in unserem Spezialartikel zum Thema Iris pflanzen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps zum Schneiden und Düngen der Iris. Insbesondere hohe Sorten sollten außerdem in der Blütezeit gestützt werden.

Iris schneiden

Die Irisblüten sollten aus mehreren Gründen nach der Blütezeit abgeschnitten werden. Dadurch wird nämlich einerseits die energieintensive Samenbildung vermieden, andererseits wird Pilzen und Krankheiten vorgesorgt. Schneiden Sie die verblühten Iris auf etwa 10 Zentimeter zurück. Die Laubblätter können stehen gelassen werden, sie sind auch im Winter dekorative Elemente im Staudenbeet. Stellen sich Pilze ein, werden auch die Blattschöpfe zurückgeschnitten und die Pflanzen treiben im Hochsommer neues Laub. Einige Iris-Sorten wie die Hohe Bart-Iris ′Total Recall′ oder ′English Cottage′ reagieren auf einen konsequenten Rückschnitt nach der ersten Blüte mit einer zweiten Blühphase im Herbst.

Iris düngen

Moderne Iris-Sorten brauchen mehr Nährstoffe als ältere Sorten. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie die Iris düngen. Der richtige Zeitpunkt für eine Düngung liegt im März, wenn die Stauden anfangen, auszutreiben. Eine zweite Düngung kann im Mai erfolgen. Wählen Sie am besten einen kalibetonten Dünger, wie beispielsweise unseren Plantura Bio-Blumendünger mit Langzeitwirkung. Dieser deckt den Nährstoffbedarf Ihrer Schwertlilien langfristig und unterstützt ihre Entwicklung zu gesunden und widerstandsfähigen Pflanzen.

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Iris gießen

Junge Iris-Blumen sollten ab und an gegossen werden. Ältere Pflanzen, die sich gut an ihrem Standort etabliert haben, müssen in der Regel nicht gegossen werden. Bei langanhaltender Trockenheit sollten sie aber zur Sicherheit mit etwas Wasser versorgt werden.

Iris überwintern

Die meisten Iris-Arten sind winterhart und können die Wintermonate ohne zusätzlichen Schutz im Garten überdauern. Einige Arten, wie beispielsweise die Wieseniris, sind jedoch empfindlicher gegenüber Kälte und sollten auf den Winter vorbereitet werden. Schneiden Sie die Blütenstängel etwa 10 Zentimeter über dem Rhizom ab und entfernen Sie verfärbte Blätter und vertrocknete Blattspitzen. Bedecken Sie die Iris im Herbst mit einer Laub-, Reisig- oder Strohschicht, damit sie Frosteinwirkungen nicht ungeschützt ausgesetzt sind.

Iris vermehren

Eine Möglichkeit, Iris zu vermehren, ist die Teilung der Rhizome im Frühling oder nach der Blüte. Auch wenn Sie die Schwertlilien in Ihrem Garten nicht unbedingt vermehren wollen, ist diese Maßnahme ratsam. Die Blühstärke der Iris lässt nämlich häufig nach 3 bis 5 Jahren nach. Durch die Teilung der Rhizome werden die Stauden auf natürliche Weise zur Bildung neuer Irisblüten angeregt.

Iris teilen: Schritt-für-Schritt Anleitung

  • Zeitpunkt: Spätsommer.
  • Graben Sie die Rhizome vorsichtig aus der Erde.
  • Schneiden Sie die Rhizome mit einem scharfen Messer an den erkennbaren Einschnürungen durch (Schnittfläche sollte möglichst klein sein).
  • Kürzen Sie die Blätter etwa um die Hälfte ein (dadurch wird die Verdunstung reduziert und eine Schwächung der Pflanzen vermieden).
  • Wählen Sie die jungen, vitalen Wurzelstöcke aus (die Randstücke sind am kräftigsten) und pflanzen Sie faustgroße Stücke wieder aus.
  • Gießen Sie kräftig an.
Rhizome von Iris-Blumen
Durch Teilung der Rhizome können Schwertlilien vermehrt werden [Foto: Ilnaz Bagautdinov/ Shutterstock.com]

Alternativ zur Wurzelteilung, durch die man sortenreine Schwertlilien erhält, können Iris auch durch Aussaat vermehrt werden. Warten Sie dafür bis zur Reife der Kapselfrüchte und ernten Sie die Samen anschließend. Iris sind Kalt- und Dunkelkeimer. Legen Sie die Samen daher einige Tage vor der Aussaat in den Kühlschrank. Anschließend können sie an einem geschützten Ort in mit Substrat gefüllte Anzuchtgefäße gesät werden und mit einer circa 2 Zentimeter hohen Erdschicht bedeckt werden. Als Substrat eignet sich beispielsweise unsere torffreie Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde optimal. Bei kontinuierlicher Befeuchtung und einer Temperatur von circa 15 °C keimen die Iris-Samen und entwickeln sich zu neuen Pflanzen.

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Sind Iris giftig?

Alle Pflanzenteile, insbesondere aber die Wurzeln der Iris, enthalten giftige Substanzen, die bei Verzehr schwerwiegende Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Sie können teilweise auch bei Berührung zu Hautirritationen oder gar Dermatitis führen. Daher sollte die Iris zur Sicherheit an einen für Kinder und Haustiere unzugänglichen Ort gepflanzt werden.

Wenn Sie Iris in Ihren Garten pflanzen möchten, finden Sie hilfreiche Tipps in unserem Spezialartikel zum Thema Iris pflanzen.

In unserem Artikel über winterharte Stauden können Sie außerdem weitere Inspirationen für Ihren Staudengarten sammeln.

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