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Kaffeepflanze pflegen: Düngen, Umtopfen & Schneiden

Kaffee ist nicht nur ein beliebtes Getränk, auch die Kaffeepflanze findet immer häufiger ihren Weg in unser Zuhause und bringt frisches Grün in die Wohnung.

Kaffeepflanze
Eine gesunde Kaffeepflanze erhalten Sie nur durch die richtige Pflege [Foto: Chansom Pantip/ Shutterstock.com]

Damit die Pflanze üppig wächst, viele grüne Blätter und vielleicht sogar Kaffeekirschen hervorbringt, benötigt die Kaffeepflanze eine gute Pflege. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen, die nicht vernachlässigt werden sollten. Ebenso wichtig ist ein geeigneter Standort für Ihre Kaffeepflanze. Hier erfahren Sie, wie Sie Pflanzen wie die Coffea arabica richtig pflegen.

Kaffeepflanze pflegen: Richtig gießen

Kaffeepflanzen bevorzugen kalkarmes Wasser, am liebsten in Form von Regenwasser. Die Erde sollte konstant feucht sein, also nie austrocknen, aber auch nicht vernässen. Prüfen Sie mit dem Finger, ob die Erde oberflächlich trocken ist und ob Sie die Kaffeepflanze gießen müssen. Im Sommer ist der Wasserbedarf aufgrund von mehr Licht und Wärme höher als im Winter.

Tipp: Zusätzlich zum Gießen sollte die Kaffeepflanze regelmäßig mit kalkfreiem Wasser eingesprüht werden, da sie eine hohe Luftfeuchtigkeit liebt.

Coffea
Ihren regenreichen Anbauregionen entsprechend brauchen Kaffeepflanzen viel Wasser [Foto: krungchingpixs/ Shutterstock.com]

Kaffeepflanze düngen

Damit die Kaffeepflanze gesund wächst und schöne Blätter, Blüten und Früchte bildet, ist ein Volldünger, also ein Dünger mit Stickstoff, Phosphor und Kalium, empfehlenswert. Wenn Sie zudem einen Langzeitdünger verwenden, halten die Nährstoffe lange vor und Sie müssen nicht immer wieder nachdüngen. Gut geeignet ist zum Beispiel unser Plantura Bio-Universaldünger, der die Kaffeepflanze über mindestens drei Monate mit allen Nährstoffen versorgt. Unseren biologischen Dünger arbeiten Sie einfach in das Substrat ein, dort werden die Nährstoffe dann nach und nach freigesetzt. Wenn Sie einen Langzeitdünger verwenden, sollten Sie die Kaffeepflanze im zeitigen Frühjahr düngen, damit ihr über die Wachstumszeit genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Bei großen Pflanzen und älterer Erde können Sie drei Monate nach der ersten Düngung noch einmal nachdüngen. Dazu arbeiten Sie den Dünger vorsichtig in die Erde ein oder geben ihn einfach unter die Mulchschicht. Anschließend wird die Pflanze kräftig gegossen.

Plantura Bio-Universaldünger
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Wenn Sie lieber einen Flüssigdünger verwenden, sollten Sie größeren Kaffeepflanzen in der Vegetationszeit etwa alle zwei Wochen Dünger über das Gießwasser zukommen lassen.

Kann man Kaffeepflanzen mit Kaffeesatz düngen? Zweimal im Jahr, das heißt einmal im Winter und einmal im Frühjahr, kann man die Kaffeepflanze auch mit Kaffeesatz düngen. Dieser sollte getrocknet sein und ordentlich in die Erde eingearbeitet werden. Ein bis zwei Teelöffel Kaffeesatz sind dabei absolut ausreichend. Er säuert das Substrat leicht an und enthält noch einige Nährstoffe, welche die Pflanze aufnehmen kann. Einen Volldünger kann er allerdings nicht ersetzen.

Kaffeebaum-Früchte
Bei angemessener Pflege kann die Kaffeepflanze sogar Früchte tragen [Foto: Greentellect Studio/ Shutterstock.com]

Zurückschneiden: Wann und wie oft?

Obwohl es nicht nötig ist, können Sie die Kaffeepflanze zurückschneiden und ihr dadurch zu einem verzweigten und buschigen Aussehen verhelfen. Schneiden Sie den Kaffeebaum im Frühjahr, bevor Sie mit der Düngung beginnen. Entfernen Sie alte, tote und kahle Zweige vollständig. Blätter, die direkt aus dem unteren Teil des Stammes wachsen, können Sie ebenfalls entfernen. Die gesunden Triebe sollten Sie jeweils oberhalb eines Blattknotens abschneiden. Falls Sie das Höhenwachstum begrenzen wollen, können Sie auch den Haupttrieb abschneiden. Die Kaffeepflanze wird sich dann verzweigen und mehr in die Breite wachsen. Ein Rückschnitt kann etwa alle ein bis zwei Jahre erfolgen. In diesem Zuge sollten auch gegebenenfalls sogenannte Wasserschosse entfernt werden. Das sind junge Triebe, die schnurgerade senkrecht aus dem alten Holz herauswachsen. Häufig treiben sie zum Beispiel seitlich aus dem Stamm aus. Die abgeschnittenen Triebe können Sie nutzen, um die Kaffeepflanze zu vermehren.

Pflege der Kaffeepflanze
Um die Ernte zu erleichtern, werden Kaffeebäume auf Plantagen großzügig zurückgeschnitten [Foto: Kaiskynet Studio/ Shutterstock.com]

Kaffeepflanze umtopfen

Es gibt verschiedene Gründe, warum Sie Ihre Kaffeepflanze regelmäßig umtopfen sollten. Ist der Topf zu klein und die Wurzeln wachsen bereits aus der Erde oder dem Abflussloch hinaus? Lässt sich das Substrat nicht mehr gut wässern, sondern ist es an der Oberfläche verkrustet? Oder hat der Kaffeebaum sein Wachstum trotz Düngung nahezu eingestellt? Dann ist es Zeit umzutopfen. In der Regel ist das alle zwei bis drei Jahre der Fall. Nutzen Sie das Frühjahr zum Umtopfen, da die Kaffeepflanze dann mit frischer Erde und Nährstoffen in die Wachstumsperiode starten kann.

  • Wählen Sie einen etwas größeren und vor allem tiefen Topf mit Abflussloch, der genug Platz für die Wurzeln bietet
  • Legen Sie eine Drainageschicht am Topfboden an, zum Beispiel aus Steinen oder Blähton.
  • Danach folgt eine Schicht Substrat. Die Kaffeepflanze benötigt einen leicht sauren und humosen Boden. Unsere Plantura Bio-Blumenerde beispielsweise ist hervorragend geeignet, da sie viel organische Substanz enthält und mit ihrem pH-Wert von 6,5 im passenden Bereich liegt. Durch das Einmischen von 20 % gebrochenem Blähton kann die Durchlässigkeit der Erde noch zusätzlich erhöht werden.
  • Befreien Sie die Kaffeepflanze aus ihrem alten Topf, entfernen Sie das Substrat vom Wurzelballen und schneiden Sie auffällige faule oder vertrocknete Wurzeln ab.
  • Setzen Sie die Kaffeepflanze dann in den neuen Topf und füllen Sie die Lücken mit Erde auf. Zum Schluss wird angegossen.
Umtopfen der Kaffeepflanze
Eine Drainageschicht ist für die Kaffeepflanze besonders wichtig [Foto: zaleskyphoto/ Shutterstock.com]

Häufige Krankheiten: Braune Blätter an der Kaffeepflanze

Wie fast alle Zimmerpflanzen kann auch die Kaffeepflanze gelegentlich von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. In den meisten Fällen sind ein falscher Standort oder unangemessene Pflegemaßnahmen die Ursache für Blattverfärbungen.

  • Braune Blätter: Sind nur die Spitzen der Laubblätter braun, ist dies ein Zeichen von zu trockener Luft – die Kaffeepflanze sollte in dem Fall in einen feuchteren Raum gestellt oder häufiger mit Wasser besprüht werden.
    Werden ganze Blätter erst gelb und dann braun, ist Staunässe und damit verbunden Wurzelfäule die wahrscheinlichste Ursache – Abhilfe schaffen zügiges Umtopfen in frische Erde samt Drainageschicht und ein sparsameres Gießverhalten.
    Auch eine Überdüngung mit Mineraldünger kann eine gelbe Chlorose hervorrufen. Eine akute Überdüngung wird durch kräftiges Wässern behoben, bei dem das Substrat mehrfach ganz durchspült wird – oder ebenfalls durch rasches Umtopfen.
    Seltener ist die durch Pilze hervorgerufene Krankheit Anthraknose verantwortlich für braune Flecken auf den Blättern.
  • Gelbe Blätter: Eine Kaffeepflanze mit gelben Blättern leidet meist unter Nährstoffmangel. Häufig kommt Eisenmangel vor: Die Blattadern bleiben bei Eisenmangel grün, während das restliche Blatt eine hellgelbe Farbe annimmt. Diese Verfärbung nennt man auch Intercostal-Chlorose. Eisenmangel entsteht meist, wenn mit zu kalkhaltigem Wasser gegossen wird. Dann sollte umgetopft und von nun an mit Regenwasser gegossen werden. Auch ein Mangel an Magnesium, Stickstoff oder Schwefel kann gelbe Blätter verursachen. In diesem Fall sollte mit einem Volldünger gedüngt werden – besser noch wird die Pflanze neu getopft. Auch bei Staunässe werden die Blätter zunächst gelb, bevor sie sich braun verfärben.
  • Schädlinge: Es kann vorkommen, dass die Kaffeepflanze von Pflanzenschädlingen wie SchildläusenWollläusen oder Spinnmilben befallen wird. Sie können die Schädlinge mit bloßem Auge erkennen und von der Pflanze absammeln. Oftmals werden geschwächte Pflanzen in den Wintermonaten befallen, wenn die Luft zu trocken ist. Stellen Sie also Wasserschüsseln auf die Heizung, um die Luft für die Pflanzen zu verbessern, oder greifen Sie regelmäßig zur Sprühflasche.
    Leider lieben auch Trauermücken die immer feuchte Erde der Kaffeepflanze. Hier kann zum Beispiel unser Plantura Trauermückenfrei Neem helfen. Der natürliche Wirkstoff wird aus den Samen des Neembaums gewonnen und bekämpft Trauermücken auf biologische Weise zuverlässig.
Kaffeepflanze mit braunen Flecken
Blattverfärbungen sind meist auf Pflegefehler zurückzuführen [Foto: Anant Kasetsinsombut/ Shutterstock.com]

Eine weitere exotische Pflanze aus den Tropen ist der Bananenbaum. Einige Sorten kann man sogar im Garten pflanzen. Bei uns erfahren Sie alles zum Thema Bananenpflanze pflanzen und pflegen.

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