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Katzenminze: Experten-Tipps zum Kaufen, Pflanzen & Schneiden

Wer seinem Stubentiger etwas Gutes tun will, pflanzt Katzenminze. Wir zeigen, was Sie zum Kaufen, Pflegen und zur Wirkung von Katzenminze wissen sollten.

Katzenminze
Nicht nur Katzen freuen sich über die Katzenminze, sie ist auch in der Küche vielseitig einsetzbar [Foto: islavicek/ Shutterstock.com]

Für Katzen unwiderstehlich, im Garten eine Augenweide und auch in der Küche vielseitig einsetzbar: Das alles kann die Katzenminze (Nepeta). Außerdem ist Katzenminze pflegeleicht und anspruchslos und somit ein wahrer Jackpot für Ihren Garten, Zimmer oder Balkon. Wir verraten Ihnen in diesem Artikel alles Wissenswerte über die Herkunft, den Kauf, das Pflanzen, Pflegen und Verwenden von Katzenminze.

Katzenminze

Katzenminzen lassen sich äußerst vielseitig einsetzen: Im Staudenbeet harmonieren sie sehr schön mit Rosen; kleinwüchsige Arten werden gerne für Beeteinfassungen verwendet oder zum Stabilisieren an Hängen. Ins Duftbeet passt sie genauso gut wie ins Kräuterbeet. Bienen laben sich gern an der üppigen Blütenpracht, genauso wie andere nützliche Bestäuber. Katzen lieben den Geruch des Krautes, die Blüten und Blätter sind außerdem als Heil- und Gewürzpflanze zu verwenden. Viele gute Gründe also, die Katzenminze selbst anzubauen. Dafür brauchen Sie nicht zwangsläufig einen eigenen Garten. Genauso gut gedeiht die Minze auch im Topf auf der Terrasse oder im Balkonkasten. Selbst als Zimmerpflanze macht sich die Katzenminze gut. Höchste Zeit also, sich selbst das Wunderkraut zuzulegen.

Katzenminze: Herkunft und Eigenschaften

Ursprünglich kommt die besondere Minze aus verschiedenen Erdteilen: Europa, Afrika und Asien. Das erklärt auch, warum es weltweit über 250 verschiedene Arten dieser Gattung gibt. Mittlerweile kann man Katzenminze auf fast allen Kontinenten finden. Ob in heißen und trockenen Regionen, in Hochgebirgen oder Steppenlandschaften – fast überall fühlen sich Angehörige der Gattung der Katzenminze wohl.

Die meisten Katzenminze-Arten sind mehrjährig, es gibt aber auch einjährige Arten. Sie sind meist krautige Pflanzen, die Horste bilden. Die Stängel können, je nach Art, glatt oder mit kleinen Härchen besetzt sein. Die Blätter der Katzenminze sind dabei gegenständig am Stängel angeordnet. Sie sind, auch abhängig von der Art, eher grünlich oder gräulich und verströmen einen angenehmen minzigen und zitronigen Duft. Zwischen April und Juli blühen Katzenminzen je nach Sorte violett, weiß, blau oder rosa.

Katzenminze-Arten und -sorten

Die Arten- und Sortenvielfalt von Katzenminze ist sehr groß – da fällt die Auswahl oft nicht leicht. Wir haben im Folgenden die beliebtesten Arten und einige dazugehörige Sorten für Sie zusammengesellt:

Nepeta x faassenii:

  • ˈWalkers Lowˈ: Diese Katzenminze-Sorte besticht durch ihre auffallenden violetten Blüten und durch ihre lange Blütezeit
  • ˈSnowflakesˈ: Ideal fürs Staudenbeet ist diese weiß blühende Sorte
  • ˈGletschereisˈ: Diese Sorte ist extrem robust und blühfreudig; sie blüht weiß und blau

Nepeta racemosa:

  • ˈOdeur Citronˈ: Der französische Name deutet schon auf den intensiven, zitronigen Duft dieser Sorte hin; sie wird von Katzen eher gemieden
  • ˈGrogˈ: Diese graublättrige Sorte besticht durch ihren dezenten Zitronenduft und ihre rosa Blüten

Nepeta grandiflora:

  • ˈDawn to Duskˈ: Diese Sorte zeichnet sich durch ihren kompakten Wuchs und rosa bis violette Blüten aus
  • ˈWild Catˈ: Diese Sorte ist sehr starkwüchsig und kann außerdem recht groß werden
Katzenminze Dawn to Dusk
Die Sorte ‘Dawn to Dusk’ zeichnet sich durch einen kompakten Wuchs aus [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Nepeta subsessilis:

  • ˈSweet Dreamsˈ: Mit prachtvollen, hellrosa Blüten mit einem lila Rand besticht diese Katzenminze-Sorte

Katzenminze kaufen

Haben Sie sich für den Anbau von Katzenminze entschieden, können Sie sie entweder selbst aussäen oder als Pflanze kaufen. Das Aussäen ist allerdings mit mehr Aufwand verbunden und braucht länger; dafür ist es kostengünstiger. Wenn Sie sich für den Kauf einer bereits vorgezogenen Pflanze entscheiden, sollten Sie wissen, worauf beim Kauf zu achten ist.

Beim Kauf von Katzenminze sind folgende Punkte entscheidend:

  • Art- und Sorte
  • Gesundheitszustand
  • Kräftiger Wuchs
  • Gesunde Wurzeln

Achten Sie darauf, dass die Pflanze einen vitalen und unbeschädigten Eindruck macht und nicht von Krankheiten befallen ist. Katzenminze können Sie in Gartencentern, Gärtnereien oder im Internet erwerben.

Alles Wissenswerte über den Kauf von Katzenminze haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Katzenminze pflanzen

Zum richtigen Pflanzen der Katzenminze braucht es sowohl Kenntnisse über den richtigen Pflanzzeitpunkt als auch über die Standortansprüche der Pflanze. Wissen Sie darüber Bescheid und haben eine Anleitung zur Hand, kann beim Einpflanzen Ihrer Katzenminze eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Katzenminze-Pflanzen setzen Sie am besten zwischen Ende April und Mitte Mai in den Garten. Wenn Sie Ihre Katzenminze lieber selbst aussäen wollen, ist die beste Zeit dafür im Frühjahr, zwischen Mitte März und Ende April. Auch wenn die besondere Minze als relativ anspruchslos gilt, gibt es doch einige Kriterien, auf die bei der geeigneten Standortwahl zu achten ist.

Standortansprüche der Katzenminze im Überblick:

  • Sonnig und hell
  • Nährstoffreicher, lockerer und durchlässiger Boden
  • pH-Wert um 6,5
  • Nicht zu feucht
Katzenminze im Beet
Die Katzenminze bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Ist der ideale Standort für Ihre Katzenminze gefunden, geht es auch schon ans Einpflanzen. Dabei gehen Sie am besten wie folgt vor.

Katzenminze pflanzen: Anleitung

  • Erde am Pflanzort gut auflockern und Unkraut entfernen
  • Erde mit Kompost oder Langzeitdünger mit organischer Langzeitwirkung anreichern
  • Pflanzloch ausheben
  • Pflanzabstand: 30 cm
  • Gut angießen

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung sowie weitere wichtige Hinweise zum Pflanzen von Katzenminze finden Sie hier.

Katzenminze pflegen

Zwar sagt man der Katzenminze nach, dass sie sehr pflegeleicht ist und wenig Zuwendung benötigt – und das ist auch so. Trotzdem können Sie auf einige Dinge achten, um es Ihrer Katzenminze so richtig gut gehen zu lassen.

Katzenminze gießen

Katzenminze gibt es in fast allen Regionen dieser Erde. Nicht überraschend also, dass das Wasserbedürfnis der einzelnen Arten nicht immer gleich ist. Eine gute Faustregel ist, auf die Farbe der Blätter zu schauen. Graublättrige Arten sind widerstandsfähiger und kommen auch mit längerer Trockenheit gut zurecht. Grünblättrige Arten wiederum sind empfindlicher und müssen regelmäßig gegossen werden, damit sie nicht austrocknen. Generell sollten Sie darauf achten, nicht zu viel zu gießen, da Staunässe den Pflanzen extrem schaden kann. Besser ist es, Sie gießen mäßig und bei Bedarf öfter.

Zusammenfassung Katzenminze gießen:

  • Graublättrige Arten: Trockenheitstolerant
  • Grünblättrige Arten: Regelmäßig bewässern
  • Lieber zu wenig als zu viel gießen
  • Staunässe vermeiden

Katzenminze schneiden

Die häufigsten Gründe, Katzenminze zu schneiden, sind, die Blütezeit zu verlängern oder die Ausbreitung der wuchsfreudigen Pflanze zu verhindern. Möchten Sie die Blüte der Katzenminze möglichst lange genießen, so empfehlen wir, nach der Hauptblütezeit im Juli die gesamte Pflanze bis kurz über dem Boden zurückzuschneiden. So kann die Katzenminze bis in den Herbst hinein blühen. Um die Ausbreitung des Krautes zu verhindern, schneiden Sie den Strauch im Frühjahr ebenfalls bis knapp über dem Boden zurück.

Eine ausführliche Anleitung zum Schneiden von Katzenminze finden Sie hier.

Katze mit Katzenminze
Die meisten Katzen können von Katzenminze gar nicht genug bekommen [Foto: Anna Hoychuk/ Shutterstock.com]

Katzenminze düngen

Die Katzenminze zeigt sich, was ihren Düngerbedarf betrifft, sehr genügsam. Eine Düngung ist meistens nicht notwendig. Zu viele Nährstoffe schaden der Pflanze eher, weshalb beim Düngen von Katzenminze gilt: Weniger ist mehr. Haben Sie den Boden vor dem Einpflanzen mit Kompost oder einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung – wie unserem Plantura Bio-Universaldünger mit organischer Langzeitwirkung – angereichert, so besteht in den nächsten zwei Jahren kein Grund, erneut zu düngen. Im dritten Jahr nach der Pflanzung können Sie bei Bedarf Ihre Katzenminze nach dem Rückschnitt im Juli erneut mit Brennnesseljauche oder Langzeitdünger düngen. Auch hier gilt wieder die Unterscheidung zwischen grau- und grünblättrigen Arten: Die genügsamen Arten mit grauem Laub benötigen meist gar keinen Dünger, während bei den Arten mit grünem Laub eine jährliche Düngung erfolgen kann.

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Wirkung von Katzenminze auf Katzen

Es hat natürlich einen Grund, weshalb die Katzenminze genau diesen Namen trägt. Katzen fühlen sich von dem Kraut wie magisch angezogen. Manche Katzen werden durch die Pflanze euphorisch und aufgekratzt, auf andere hat sie eine beruhigende Wirkung. Woran das liegt? Ganz genau weiß das die Forschung auch noch nicht. Klar ist aber, dass Katzenminze einen Stoff enthält, der sich Nepetalacton nennt. Dieser ähnelt einem Sexualhormon von Katzen und versetzt sie daher in einen rauschartigen Zustand. Wer also seiner Katze eine Freude machen will, setzt sich eine Katzenminze in den Garten oder ins Zimmer. Wer nichts für Katzen übrig hat, sollte sich das mit der Katzenminze vielleicht doch noch einmal überlegen.

Eine ausführliche Beschreibung der Wirkung der Katzenminze und weitere Hinweise, wofür sie verwendet werden kann, haben wir in unserem Spezial-Artikel für Sie vorbereitet.

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