skip to Main Content

Korallenstrauch: Pflege & Eigenschaften

Korallenstrauch (Solanum pseudocapsicum) pflegen: Tipps zum Überwintern und Vermehren. Außerdem geben wir Informationen zur Giftigkeit und Blüte des Korallenstrauchs.

Korallenstrauch
Wegen seiner korallenroten Früchte wird der Korallenstrauch auch als Korallenkirsche bezeichnet [Foto: shpakdm/ Shutterstock.com]

Zur kalten Jahreszeit, wenn es draußen eintönig und ungemütlich wird, bieten die leuchtenden Früchte des Korallenstrauchs (Solanum pseudocapsicum) eine farbenfrohe Abwechslung gegenüber dem tristen Grau vor der Haustür. Dabei ist das tropische Gewächs nicht nur im Winterhalbjahr ein wahrer Hingucker, sondern zeigt sich auch im Sommer im hübschen Blütenkleid.

Korallenstrauch: Herkunft und Eigenschaften

Aus dem tropischen Mittel-und Südamerika gelangte der Korallenstrauch schon im 16. Jahrhundert in den deutschsprachigen Raum. Der zwergige Strauch gehört der Gattung der Nachtschattengewächse (Solanum) an, ist also mit Tomate, Chili und Kartoffel eng verwandt. Sein deutscher Name Korallenstrauch oder auch Korallenbäumchen stiftet jedoch einiges an Verwirrung, denn auch der Korallenbaum (Erythrina) wird ab und an als Korallenstrauch bezeichnet. Beide Arten haben jedoch nichts miteinander zu tun.

Korallensträucher werden bis zu einem Meter hoch und sind immergrün. Ihre Blätter sind länglich und denen von Chilipflanzen sehr ähnlich. Eindeutiges Erkennungsmerkmal sind die etwa einen bis zwei Zentimeter großen Früchte, die sich während der Reife von Gelb zu Rotorange verfärben.

Korallenstrauch Beeren mit unterschiedlichen Farben
Je nach Reifegrad sind die Beeren des Korallenstrauches gelb, orange oder rot [Foto: krolya25/ Shutterstock.com]

Ist der Korallenstrauch giftig?

Wie viele Nachtschattengewächse trägt auch der Korallenstrauch ein giftiges Alkaloid in sich. Das in den Beeren enthaltene Solanocapsin ist giftig und dem aus grünen Kartoffeln weit bekannten Solanin sehr ähnlich. Die Früchte des Korallenstrauchs sind daher nicht essbar. Ein Verzehr kann sogar zu Magen-Darm-Beschwerden – etwa Durchfall, Erbrechen und Übelkeit – führen. Lebensbedrohlich ist das Gift glücklicherweise nicht, dafür aber äußerst unangenehm.

Bewahren Sie die Pflanze besser außerhalb der Reichweite von Kindern auf, denn die kleinen roten Beeren sehen Cherrytomaten zum Verwechseln ähnlich und könnten daher besonders auf neugierige Kinder verlockend wirken.

Korallenstrauch: Blütezeit

Korallensträucher blühen im Sommer, meist ab Juni. Die weißen Blüten mit den gelben Staubblättern erinnern dabei stark an die Blüten der Kartoffel oder von Tomaten, mit denen der Korallenstrauch ja auch eng verwandt ist. Halten Sie Ihren Korallenstrauch ganzjährig im Haus, so sollten Sie die Pflanze während der Blüte ab und an leicht schütteln, um eine Bestäubung zu gewährleisten. Denn nur bestäubte Blüten können sich später zu Früchten entwickeln.

Korallenstrauch Blüte
Die Blüte des Korallenstrauches ist der Blüte der Tomate und der Kartoffel sehr ähnlich [Foto: Iva Villi/ Shutterstock.com]

Korallenstrauch pflanzen

Der Korallenstrauch ist nicht winterhart und verträgt auch keinen Frost. Aus diesem Grund kann er bei uns nicht ausgepflanzt werden, eignet sich dafür aber hervorragend als Topfpflanze. Während des Sommers ist er gern draußen in der Sonne, sollte aber unbedingt vor dem ersten Frost hereingeholt werden.

Der beste Zeitpunkt zur Pflanzung und zum Umtopfen ist im Frühjahr, nachdem die Früchte gefallen sind. Als Substrat eignet sich gewöhnliche Gartenerde.

Korallenstrauch pflegen

Meist werden Korallensträucher nur während der kalten Jahreszeit gehalten und danach entsorgt. Dabei können Korallensträucher bis zu zehn Jahre alt werden. Eine mehrjährige Kultivierung gefällt also nicht nur der Pflanze, sondern ist auch ressourcentechnisch sehr viel sinnvoller. Zwar sind junge Korallensträucher günstig zu haben, doch für ihre Produktion wird einiges an Energie und Ressourcen verbraucht. Zudem ist die Pflege der anspruchslosen Pflanze denkbar einfach.

Korallenstrauch schneiden

Nachdem das Gewächs seine Früchte verloren hat, wird ein Rückschnitt fällig. Stutzen Sie die Pflanze einfach etwas zurecht, so dass sie schön kompakt bleibt. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nicht zu spät schneiden. Denn falls Sie versehentlich die Knospen und Blüten entfernen, werden sich in diesem Jahr keine Früchte entwickeln.

Korallenstrauch düngen

Korallensträucher müssen nicht übermäßig gedüngt werden. Verwenden Sie der Umwelt zuliebe besser vorwiegend organische Dünger mit Langzeitwirkung wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger. Dieser bietet Ihrem Korallenstrauch ein optimales Nährstoffverhältnis und stellt mit seinem hohen Anteil an Kalium eine optimale Fruchtentwicklung sicher. Geben Sie einfach im Frühjahr ein wenig Dünger in den Topf und arbeiten Sie diesen vorsichtig ein.

Plantura Bio-Tomatendünger
Plantura Bio-Tomatendünger
Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
€14,99
inkl.MwSt.

Korallenstrauch vermehren

Die Vermehrung des Korallenstrauches gestaltet sich denkbar einfach. Am schnellsten geht natürlich die Vermehrung über Stecklinge. Verwenden Sie dazu die im Frühjahr beim Rückschnitt anfallenden Zweigchen und entfernen Sie im unteren Bereich der Zweige die Blätter. Nun brauchen Sie die fertigen Stecklinge nur noch in feuchte Blumenerde zu stecken und dann abzuwarten. Halten Sie die Erde feucht, so werden die Stecklinge schon bald Wurzeln schlagen und sich zu eigenständigen Korallensträuchern entwickeln.

Doch auch die Aussaat von Korallensträuchern ist problemlos möglich. Sie können die Samen entweder frisch ansäen oder getrocknete Samen verwenden. Diese säen Sie am besten zwischen Mitte Dezember und Ende Februar. Bereits im zweiten oder dritten Jahr werden sich erst Früchte entwickeln.

Korallenstrauch Samen
Der Korallenstrauch kann leicht über Samen vermehrt werden [Foto: Dr. Norbert Lange/ Shutterstock.com]

Korallenstrauch überwintern

Korallensträucher können verhältnismäßig warm überwintert werden. Besonders wohl fühlen sich die Gewächse bei Temperaturen zwischen 12 und 15 °C. Die kühlen Temperaturen fördern den Fruchtansatz und die Ausfärbung der Früchte. Der Standort sollte dabei möglichst hell sein, denn Lichtmangel kann zu Blattfall führen. Bei einer Überwinterung im warmen Wohnzimmer ist es möglich, dass Blattläuse (Aphidoidea) zum Problem werden, da die Pflanzen durch die ungünstigen Überwinterungsbedingungen dann geschwächt sind.

Während des Winters sollten Sie Ihren Korallenstrauch nicht düngen und auch die Bewässerung etwas reduzieren. Gießen Sie die Pflanze dennoch regelmäßig, so dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Bedenken Sie jedoch, dass bei kühlen Temperaturen weniger Wasser verdunstet wird.

Erhalten Sie unsere Garten-Post

Jetzt für unsere kostenlose Garten-Post anmelden und tolle Garten-Tipps sowie Inspirationen regelmäßig ins Email-Postfach bekommen.

Back To Top