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Korbmarante: Steckbrief, Pflanzen & Pflege-Tipps

Eine besondere Zimmerpflanze ist die aus der feuchten Neotropis stammende Korbmarante, die auch oft mit ihrem botanischen Namen, also Calathea, bezeichnet wird. Wie man sie pflanzt und pflegt, lesen Sie hier.

Korbmarante im Topf
Die Korbmarante besticht durch ihre saftig grünen, kontrastreichen Blätter [Foto: Firn/ Shutterstock.com]

Vor allem durch ihre auffälligen Blätter besticht die Korbmarante (Calathea) und wird zum Hingucker für jedes Wohnzimmer. Lesen Sie bei uns, wer die Tropenschönheit ist, wie sie sich auch in unseren Breiten wohlfühlt und wie man sie richtig pflegt.

Korbmarante: Herkunft und Eigenschaften

Zu den schönsten Grünpflanzen, die man im Haus haben kann, zählt die Korbmarante (Calathea). Die exotische Pflanze gehört zur Familie der Pfeilwurzelgewächse (Marantaceae) und stammt ursprünglich aus den tropischen Teilen Amerikas, vor allem aus der feuchten Neotropis. Bei uns kann sie gut als Zimmerpflanze – auch gerne in Kombination mit anderen tropischen Pflanzen – kultiviert werden.

Die auffälligen Blätter der ausdauernd krautigen Pflanze zieren im jungen Alter meist außergewöhnliche Muster. Der Kontrast zwischen den saftigen grünen Blättern und den oft weißen Schattierungen ist typisch. Mit zunehmendem Alter verblassen die Musterungen und die Blätter werden einheitlich grün. Die Blattunterseite ist bei einigen Sorten purpurfarben. Die Form der Blätter variiert je nach Sorte und Art. Das Laub kann sowohl länglich, spitz, eiförmig als auch rundlich sein.
Korbmaranten unterscheiden sich je nach Art in ihrer Größe: Beispielsweise wird Calathea orbifolia bis zu 100 cm hoch, während die Calathea lancifolia ‘Insigne’ nur circa 60 cm groß wird. Calathea-Arten stoppen ihr Wachstum, sobald ihre individuelle Höhe erreicht ist.

Eine weitere Besonderheit der Korbmarante ist, dass sich ihre Blätter nachts zusammenrollen oder aufstellen und morgens bei Tagesbeginn wieder entfalten. Sie passt sich somit den Lichtverhältnissen an und reguliert die Photosynthese.
Die Korbmarante blüht nur sehr selten, wenn sie als Zimmerpflanze gehalten wird. Das liegt vor allem an den suboptimalen klimatischen Bedingungen. In ihrer tropischen Heimat bildet sie im Januar oder Februar gelbe Blütenähren aus.

Calathea-Blätter mit purpurfabener Unterseite
Die Blattunterseite einiger Korbmaranten-Arten sind purpurfarben [Foto: TOXIC CAT/ Shutterstock.com]

Calathea pflanzen

Die Korbmarante ist eine Pflanze, die sehr sensibel auf den Standort und ihre Umweltbedingungen reagiert. Es ist deshalb wichtig, sich an ihrem natürlichen Lebensraum in den Tropen zu orientieren.

Der richtige Standort für die Calathea

Die Korbmarante wächst vor allem auf dem schattigen Boden der Tropenwälder und bevorzugt deshalb helle, halbschattige Standorte im Haus. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da zu viel Sonne zu Schäden auf den Blättern führen kann, die wie „Verbrennungen“ aussehen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen ist für ein gesundes Wachstum nötig, da es andernfalls zu braunen Nekrosen, also absterbendem Gewebe an Blatträndern oder -spitzen, kommen kann. Außerdem sollte kalter Luftzug vermieden werden. Die ideale Temperatur liegt bei 20 bis 24 °C während der Vegetation im Sommer und bei circa 18 °C im Winterquartier. Temperaturen von unter 15 °C sollten Sie vermeiden, da die Korbmarante sensibel auf niedrige Temperaturen reagiert.

Welche Erde eignet sich für die Calathea?

Für die Korbmarante kann eine hochwertige, lockere Grünpflanzenerde verwendet werden. Beispielsweise eignet sich unsere Plantura Bio-Universalerde gut, da sie einem passenden Boden-pH-Wert und ein großzügiges Nährstoffangebot für die Pflanzen bietet und durch ihre nachhaltige, torffreie Herstellung die Umwelt schont. Zusätzlich kann circa 30 % Blähton der Erde beigemischt werden, um sie dauerhaft lockerer zu machen. Da die Korbmarante äußerst sensibel auf zu nasse Böden reagiert, sollte die Erde gut drainiert werden. Eine Schicht aus Blähton unten im Topf bietet sich dafür an – überschüssiges Wasser kann dann einfach abfließen.

Tipp: Um den pH-Wert etwas zu senken, kann Nadelstreu, Urgesteinsmehl oder Rindenmulch in kleinen Mengen beigemischt werden – als Pflanze des Urwalds liebt die Korbmarante saure Böden.

Calathea pflanzen: Schritt für Schritt

Da die Korbmarante flache Wurzeln ausbildet, eignet sich ein flacher, breiter Topf besser als ein hoher. Das hat zusätzlich den positiven Effekt, dass durch die größere Topfoberfläche mehr Wasser aus der Erde verdunstet und die Luftfeuchtigkeit im direkten Umfeld der Pflanze leicht erhöht ist. Als ursprüngliche Tropenpflanze schätzt die Korbmarante das besonders. Bei der Wahl des Topfes ist es wichtig, einen Topf mit großen Löchern zu verwenden, um einen guten Wasserabfluss zu ermöglichen. Dann kann die Korbmarante in den Topf gestellt und mit Erde bedeckt werden. Dabei sollte die Pflanze aber nicht mit mehr Erde bedeckt werden, als sie es im vorherigen Pflanzgefäß gewohnt war. Nach dem Andrücken der Erde ist es wichtig, die Pflanze gut anzugießen.

eingerolltes Blatt der Calathea
Die Blätter der Korbmarante können sich nachts aufstellen oder einrollen [Foto: mokjc/ Shutterstock.com]

Calathea pflegen

Die Korbmarante ist wegen ihrer tropischen Herkunft bei uns eine anspruchsvolle Pflanze. Passt man die Umweltbedingungen aber an ihre Bedürfnisse an, wächst sie gesund und kräftig heran. Zur Pflege der Korbmarante gehört es auch, die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen, um Staub zu entfernen. Dabei ist aber Vorsicht geboten, denn die Blätter erholen sich nicht von Verletzungen durch Abknicken.

Calathea gießen

Eine gleichmäßige Versorgung der Korbmarante mit Wasser ist für ihr gesundes Wachstum entscheidend – dafür sollte sie von April bis Oktober einmal bis zweimal wöchentlich gegossen werden. Spätestens wenn die Blätter schlaff werden oder sich tagsüber einrollen, ist das ein Indikator dafür, dass Wasser fehlt. Während der Winterruhe von November bis März sollte das Gießen reduziert werden, um Wurzelfäulnis durch zu viel Nässe zu vermeiden. Kalkarmes Wasser, wie beispielsweise Regenwasser oder Mineralwasser, eignet sich am besten. Das meist sehr kalkhaltige Leitungswasser könnte Einfluss auf den pH-Wert des Bodens nehmen. Neben der Versorgung der Wurzeln mit Wasser ist es für die Korbmarante auch wichtig, die Blätter regelmäßig zu besprühen. Das entspricht eher dem Klima ihrer tropischen Herkunft und verhindert ein Austrocknen der Blattspitzen.

Calathea richtig düngen

Der Nährstoffbedarf der Korbmarante ist im Vergleich zu anderen Grünpflanzen gering. Es reicht aus, die Pflanze während der Vegetationszeit alle drei bis vier Wochen mit einem Flüssigdünger zu düngen und auf diese Art die Nährstoffvorräte des Bodens aufzufrischen. Vor allem eine Gabe über das Gießwasser bietet den Vorteil, dass die Nährstoffe schnell in die Bodenlösung übergehen und so sehr bald an alle Pflanzenteile gelangen, um sie versorgen zu können. Dafür eignet sich ein Dünger wie unser Plantura Bio-Zimmer- und Grünpflanzendünger besonders gut, der außerdem Mikroorganismen enthält, die das Wurzelwachstum der Korbmarante unterstützen können. Während der Winterruhe von November bis März sollten Sie die Korbmarante nicht düngen.

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Calathea schneiden

Beim Schnitt der Korbmarante reicht es aus, regelmäßig alte, trockene oder kranke Blätter abzuschneiden. Dabei kann die Pflanze auch gleichzeitig auf einen Schädlingsbefall kontrolliert werden. Ein weiterer Schnitt ist nicht nötig.

Auf einen Blick: Häufige Pflegefehler bei der Korbmarante

  • Zu viel gießen: Erde ist zu nass; kann zu Wurzelfäulnis und Pilzbefall führen, der sich oft in welkem Laub zeigt.
  • Zu wenig gießen: Blätter beginnen, sich einzurollen (Achtung, Verwechslungsgefahr: Calathea stellt ihre Blätter nachts auf oder rollt sie ein – das ist normal und deutet nicht auf einen Wassermangel hin), kann zu Vertrocknung der Pflanze führen.
  • Falscher Standort: Pflanze bekommt zu wenig Licht; das Muster der Blätter verblasst, Pflanze wächst nur wenig.
  • Falscher Standort: Pflanze steht in der direkten Sonne; braune Blattschäden („Verbrennungen“) treten auf.
  • Falscher Standort: zu kalt; Pflanze wächst kaum, es werden keine neuen Blätter gebildet, Blattvergilbungen treten auf.
  • Luftfeuchtigkeit zu gering: Pflanze bekommt braune Blattspitzen und -ränder.
Blätter von verschiedenen Calathea-Arten
Die Blätter verschiedener Korbmaranten-Sorten unterscheiden sich durch Form, Farbe, Musterung und Größe [Foto: Dewin ID/ Shutterstock.com]

Calathea umtopfen

Nach spätestens zwei Jahren sollte die Korbmarante umgetopft werden, weil der alte Topf zu klein wird. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr, bevor die Vegetationsphase wieder beginnt. Der neue Topf sollte nicht zu groß sein, da es sonst in der undurchwurzelten Erde zu nass wird und zu Fäulnis kommen kann. Wenn die Pflanze aus dem alten Topf genommen und die alte Erde vorsichtig abgeklopft wurde, sollten die Wurzeln auf braune und faule Stellen untersucht werden. Diese sollten Sie gegebenenfalls sofort ausschneiden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Überwinterung der Calathea

Die Korbmarante kann problemlos überwintert werden. Hierfür eignen sich helle, kühle Räume, die im Winter wenig beheizt werden, aber auch nicht auskühlen. Beispielsweise das Arbeits- oder Gästezimmer oder ein helles Treppenhaus sind passend. Die ideale Temperatur liegt bei circa 18 °C, sollte aber nicht unter 15 °C fallen. Während der Winterruhe sollte die Korbmarante weiterhin wenig gegossen werden, der Wurzelballen darf nicht austrocknen. Der Fingertest hilft bei der Überprüfung der Feuchtigkeit. Eine Düngung ist im Winter nicht notwendig. Zu Vegetationsbeginn im April können Sie die Korbmarante dann zurück an ihren alten Standort bringen.

Calathea vermehren

Die Korbmarante kann durch Teilung der Mutterpflanze vermehrt werden. Hierfür ist der beste Zeitpunkt ebenfalls das Frühjahr, wenn die Pflanzen umgetopft werden. Um einen Ableger zu gewinnen, sollten Sie die Mutterpflanzen austopfen und von der alten Erde befreien. Die knollenförmigen Wurzeln sollten anschließend so geteilt werden, dass jeweils zwei bis sieben Blätter zu einer neuen Pflanze zusammengefasst werden. Dabei ist es wichtig, dass alle neuen Pflanzen ausreichend Wurzeln haben, um erneut anzuwachsen. Anschließend können die Pflanztöpfe mit Erde gefüllt und die Korbmaranten leicht angedrückt werden. Hier eignet sich wieder eine Grünpflanzenerde – wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde, um den jungen Pflanzen ideale Wachstumsvoraussetzungen zu schaffen. Zuletzt sollten die Pflanzen noch gut angegossen und in ein helles, warmes Zimmer gebracht werden. Das fördert die Wurzelbildung.

Calathea im Topf
Die Korbmarante kann mit etwas Vorsicht geteilt und somit vermehrt werden [Foto: S1001/ Shutterstock.com]

Auch eine Anzucht aus Samen ist bei der Korbmarante möglich, allerdings aufwendiger. Dafür sollte ein kleiner Topf mit Anzuchterde gefüllt werden. Dafür können Sie beispielsweise unsere Plantura Bio-Kräuter- und Aussaaterde verwenden. Anschließend können die Korbmaranten-Samen auf das Substrat gegeben und circa 2 mm dick mit Erde bedeckt werden. Durch großzügiges Angießen wird ein feuchtes Keimklima geschaffen. Um eine feucht-warme Umgebung zu schaffen, kann der Topf schließlich in ein Minigewächshaus, einen Druckverschlussbeutel oder etwas Vergleichbares gestellt und an einem warmen Ort – etwa auf der Fensterbank – aufgestellt werden. Ein gelegentliches Lüften des Gewächshauses beugt einem Schimmelbefall vor.

Ist die Korbmarante giftig?

Die Korbmarante ist nicht giftig. Die Blätter werden in weiten Teilen Brasiliens und Kolumbiens für den Transport von Lebensmitteln genutzt. Die Blattstiele können verwendet werden, um daraus Körbe zu flechten – das ist gleichzeitig der Namensursprung der Korbmaranten. Bei Haustieren kann der Verzehr der Blätter zum Erbrechen führen, weitere Gefahren sind aber glücklicherweise nicht bekannt.

Häufige Krankheiten und Schädlinge der Calathea

Ist der Standort der Korbmaranten zu trocken, kann es zu einem Befall mit Spinnmilben (Tetranychidae) kommen. Dem lässt sich aber mit einer regelmäßigen Besprühung der Pflanzen mit Wasser vorbeugen, da die Spinnmilben hohe Luftfeuchtigkeit nicht mögen. Neben Spinnmilben können auch Schildläuse (Coccoidae) die Pflanze schädigen. Die Blattunterseiten sollten regelmäßig kontrolliert werden, da sie sich hier besonders gerne verstecken. In der tropischen Heimat können auch Raupen des Bananenfalters (Caligo eurilochus) zum Problem werden, in unseren Breiten jedoch nicht.

Neben Schädlingen ist es auch möglich, dass die Korbmarante von Pilzerkrankungen befallen wird. Diese breiten sich vor allem dann aus, wenn der Wurzelballen zu lange zu nass war. Durch Staunässe kann es außerdem zu Wurzelfäulnis kommen, was die Pflanze schwächt und schädigt. Beides kann durch eine gute Drainage und eine gut kontrollierte Wassergabe verhindert werden.

Sie haben in Ihrer Wohnung einen hellen Platz für eine Korbmarante frei? Hier finden Sie eine Liste der schönsten Calathea-Arten und -Sorten.

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