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Lilien pflegen: Tipps vom Experten

Lilien sind sowohl im Topf als auch im Sommerbeet eine echte Pracht. Doch ohne die richtige Pflege kommt man nicht in den Genuss ihrer wundervollen Blüten.

Lilien pink im Blumenbeet

Mit der richtigen Pflege erstrahlen Lilien in ihrer Blütenpracht [Foto: Kisialiou Yury/ Shutterstock.com]

Lilien (Lilium) sind im Beet genügsame und zugleich wunderschöne Sommerblüher, die abgesehen von ein bisschen Geschick beim Gießen nicht viele Ansprüche an die Pflege haben. Selbst die Überwinterung im Beet stellt für viele Arten kein Problem dar. Wer kein Beet für die Blütenpracht hat, kann kleine Arten im Topf kultivieren. Allerdings ist dies mit ein bisschen mehr Pflegeaufwand verbunden. Denn Lilien im Topf sind besonders bei der Nährstoffversorgung etwas anspruchsvoller. Als Königsdisziplin schließlich gilt die Pflege als Zimmerpflanze. Doch mit unseren hilfreichen Tipps meistern Sie auch diese Herausforderung. Natürlich sollte auch schon bei der Wahl des Standortes oder der Sorte einiges beachtet werden. Deshalb finden Sie hier alles Wissenswerte zum Anbau der Königin unter den Blühpflanzen.

Lilien pflegen

Damit Ihre Lilien ihre volle Blütenpracht zeigen können, erfahren Sie im Folgenden alles Wichtige zum Gießen, Düngen und Überwintern von Lilien, sowohl im Beet als auch in der Topfkultur. Außerdem klären wir, ob Sie verblühte Blüten entfernen sollten.

Lilien gießen: Wie viel Wasser brauchen Lilien?

Lilien bedürfen etwas Aufmerksamkeit, wenn es um die Wasserzufuhr geht. Die Prachtblumen mögen es schön feucht, sind aber sehr empfindlich gegenüber Staunässe. Der Boden sollte daher gut wasserdurchlässig sein. Am besten legen Sie gleich bei der Pflanzung eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben am Boden des Pflanzloches aus. Ansonsten neigen die Pflanzen schnell zur Entwicklung der Stängelgrundfäulnis und gehen ein. Da den Zwiebeln der Lilie eine feste Ausschuppe fehlt, neigen Sie schneller als andere Zwiebelblumen zum Austrocknen. Das Spielt zum einen eine Rolle bei der Lagerung der Zwiebeln, darf aber auch beim Gießen nicht außer Acht gelassen werden. Denn Sie sollte das Substrat um die Zwiebel herum nie völlig austrocknen lassen. Im Sommer bedeutet dies den täglichen Griff zur Gießkanne. Wie oft gegossen werden muss hängt letztlich von vielen Faktoren, wie dem Wetter oder Substrat ab. Generell lässt sich jedoch sagen: Lilien werden gegossen sobald die Erde um die Pflanze herum oberflächlich abgetrocknet ist.

lilien gießen gartenschlauch

Lilien reagieren empfindlich auf Staunässe [Foto: Sarycheva Olesia/ Shutterstock.com]

Lilien düngen: Wann, wie oft & womit Lilien düngen?

Um groß, stark und wunderschön zu werden brauchen Lilien die richtige Nahrungszufuhr. Wann, womit und wie viel gedüngt wird entscheidet schließlich zu einem beachtlichen Teil darüber, wie viele Lilien-Blüten später Ihren Garten schmücken und wie viele Jahre Ihre Lilie diese Pracht aufrechterhalten kann.  Besonders bei Zwiebelblumen wie Lilien gilt bei der Düngung, dass zu viel des Guten nicht immer förderlich ist. Zudem ist es ratsam, gleich beider Pflanzung Kompost unter die Erde zu mischen.

Lilien düngen: Wann und wie oft?

Lilien sind, was die Düngung angeht, wirklich pflegeleicht, gelten aber dennoch als Starkzehrer unter den Zwiebelblumen. Daher wird zweimal pro Jahr gedüngt. Die Düngung erfolgt im Frühjahr. Die erste Düngung erfolgt vor dem Austrieb der Zwiebeln. Suchen Sie sich am besten einen sonnigen Tag ohne Bodenfrost aus. Das zweite Mal wird während des Austriebs gedüngt.

Hinweis: Eine dritte Düngung im Sommer, spätestens im August, soll die Blüte verlängern.

Lilienzwiebeln im Topf mit Dünger per hand

Lilien gelten als Starkzehrer unter den Zwiebelgewächsen [Foto: Christina Siow/ Shutterstock.com]

Lilien düngen: Der richtige Dünger

Bei der Düngung haben Sie die Wahl zwischen einem mineralischen oder einem organischen Dünger. Zwar haben beide ihre Vorteile, doch gerade bei genügsamen Zwiebelgewächsen schadet die schnelle und geballte Verfügbarkeit von Nährstoffen bei mineralischen Düngern eher. Die organische Variante punktet hingegen mit einer langsamen Nährstofffreigabe über die Zeit und einer langfristigen Förderung des Bodenlebens.

Wenn Sie auf einen organisch-mineralischen Blumendünger mit Bio-Zertifizierung setzen, nutzen Sie die Vorteile von beiden Düngevarianten. Durch die Kombination kann ein optimaler Düngeeffekt erzielt werden: Eine schnelle Wirkung bei gleichzeitiger Bodenpflege, die Verhinderung von Auswaschung und Überdüngung, eine natürliche Langzeitwirkung und Schonung der Ressourcen. Das besondere an organisch-mineralischen Bio-Düngern ist, dass sie nur mineralische Bestandteile, die auch im Biolandbau zugelassen sind, verwenden und sogar lebende Mikroorganismen enthalten können. Auch bei unserem Plantura Bio-Blumendünger mit Langzeitwirkung handelt es sich um einen solchen Bio-Dünger. So werden können Sie Ihre Lilien optimal mit Nährstoffen versorgen und gleichzeitig die Umwelt schonen und das Bodenleben fördern.

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Alternativ zu einen organisch-mineralischen Bio-Dünger können Sie auch mit reifem Mist, Hornspänen und Kompost düngen. Verwenden Sie jedoch niemals frischen Mist, da Lilien auf diesen empfindlich reagieren.

Zusammenfassung Lilien düngen:

  • Wann? Im Frühjahr
  • Wie oft? 1-mal vor Austrieb, 1-mal bei Austrieb
  • Womit? Mineralisch-organischer Bio-Dünger, reifer Mist, Hornspäne oder Kompost

Lilien im Topf pflegen

Die Pflege im Topf unterscheidet sich nicht viel von der Pflege im Beet. Schließlich handelt es sich immer noch um Pflanzen derselben Art mit den gleichen Ansprüchen. Nur lässt sich eine Umgebung, die den Ansprüchen der Lilie gerecht wird, im Topf anders bewerkstelligen als im Beet. Gegossen wird wie bei ausgepflanzten Lilien. Es wird demnach zur Gießkanne gegriffen sobald die obere Erdschicht ausgetrocknet ist.  Zu beachten ist außerdem, dass der gewählte Topf ein Abflussloch besitzt. Die Gefahr von Staunässe ist ansonsten noch größer als im Beet. Auch bei Lilien im Topf können Sie auf einen Bio-Dünger wie unseren Plantura Bio-Blumendünger setzen. Generell werden Topfkulturen häufiger gedüngt als Lilien im Beet, da sie nur ein begrenztes Speichervolumen haben und daher schneller ausgelaugt sind.

Lilien als Zimmerpflanze pflegen

An einem schön sonnigen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung können Lilien im Topf auch im Haus gedeihen und den Raum mit ihren lieblich Duft verzaubern. Als Zimmerpflanze kosten Lilien das menschliche Pflegebedürfnis jedoch etwas mehr aus als in freier Laufbahn im Garten. Damit Ihre Lilie trotzdem eine imposante Zimmerpflanze wird, gilt es bei der Pflege einiges zu beachten:

  • Temperaturen: 15 – 20°C
  • Gießen: Substrat immer feucht halten, keine Staunässe
  • Düngung: Vegetationsphase: alle 2 – 3 Wochen mit stickstoffarmem Volldünger im Gießwasser; zur Knospenbildung einmalig mit Blühdünger im Gießwasser
  • Schneiden: Ausputzen verblühter Blütenstände, Rückschnitt im Herbst
  • Überwintern: Kühler, dunkler Ort bei ca. 10°C
Osterlilie im Topf

Lilien als Zimmerpflanze benötigen besondere Pflege [Foto: Lost Mountain Studio/ Shutterstock.com]

Zu warme Temperaturen und ausgetrocknete Erde führen schnell zum Abwurf von Blüten. Weshalb es als schwierig gilt Lilien langfristig als Zimmerpflanze zu pflegen. Der Rückschnitt im Herbst erfolgt, wenn die oberirdischen Pflanzenteile verwelkt sind. Es wird mit einem sauberen und scharfen Messer bis eine Handbreit über der Erde zurückgeschnitten. Besonders wichtig ist das die Ruhezeit im Winter eingehalten wird. Wie die Überwinterung im Topf erfolgt, wird im Abschnitt „Lilien überwintern & im Winter pflegen“ näher erläutert.

Hinweis: Lilien sind bekannt für unglaubliche Mengen an Pollen, die in gelben Wellen auf Möbeln und in den Nasen von Allergikern laden. Gefüllte Sorten wie ‚Miss Lucy‘, ‚Blushing Girl‘ oder ‚Annemarie’s Dream‘ bieten hier eine wunderschöne Alternative. Weitere Sorten finden Sie hier.

Lilien pflegen: Verblühte Blüten schneiden

Wenn Sie Ihre Lilien nicht gerade über Samen vermehren möchten, werden verblühte Blühten abgeschnitten. Durch das Ausputzen wird die Samenbildung verhindert. Diese Kostet die Pflanze ansonsten viel Energie, die Sie auch für nächstes Jahr einlagern könnte.  Die restlichen oberirdisch liegenden Pflanzenteile werden bei Topf- und Beetpflanzen erst nach der Welke abgeschnitten. Damit die darin enthaltenen Nährstoffe während der Welke in die Zwiebel wandern können. Das bedeutet noch mehr Energie für die kommende Blühsaison.

Lilie mit verwelkten Blüten im garten

Verwelkte Blüten sollten abgeschnitten werden [Foto: Amornpant Kookaki/ Shutterstock.com]

Lilien überwintern und im Winter pflegen

Wie im Garten ausgepflanzte Lilien überwintert werden, hängt davon ab, ob Ihre Lilie winterhart ist oder nicht. Bei winterharten Sorten können die Zwiebeln den Winter über im Beet bleiben. Nach dem ersten Frost sind lediglich die verwelkten Blätter eine Handbreit über dem Boden abzuschneiden. Danach wird eine schützende Schicht aus Reisig, Stroh oder Zweigen auf dem Beet verteilt. Die Zwiebeln nicht winterharter Sorten müssen vor dem ersten Frost ausgegraben und drinnen über den Winter eingelagert werden. Auch Topf-Lilien ob Zimmerpflanze oder Balkonbegrünung werden über den Winter an einen kühlen, dunklen und frostfreien Ort untergebracht.

Mehr zur Vorbereitung winterharter und nicht winterharter Lilien auf den Winter und zur Pflege danach finden Sie hier.

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