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Magnolie: Alles zum Pflanzen, Schneiden & Vermehren des Magnolienbaums

Der Magnolienbaum verzaubert uns im Frühling mit seinen Blüten. Wir zeigen, was Sie beim Pflanzen, Pflegen und Vermehren Ihrer Magnolie beachten sollten.

Magnolienbaum weiße Blüten an Ästen
Magnolien verzaubern sowohl mit ihren Blüten als auch mit ihrem Duft [Foto: Alentyna/ Shutterstock.com]

Ein wahres Prachtexemplar unter den Bäumen ist die Magnolie (Magnolia). Nicht nur die perfekte Form der Bäume, sondern besonders die duftenden Blüten machen das Frühjahr ein bedeutendes Stück schöner.

Magnolie

Wer schon einmal im Frühjahr an einem blühenden Magnolienbaum vorbeigegangen ist, der weiß, wie das einem den Tag versüßt: Der Anblick ist überwältigend und der Duft einfach unglaublich. Doch Magnolienbäume sind nicht nur schön in Botanischen Gärten und Parks. Auch im eigenen Garten kann die Pflanze Sie selbst und vorbeikommende Passanten verzaubern.

Magnolie: Bedeutung und Eigenschaften

Magnolien sind faszinierende Pflanzen – und das hat verschiedene Gründe: Zum einen haben sie wunderbare große Blüten, die im Frühjahr und Frühsommer einen betörenden Duft verbreiten. Besonders auffällig sind diese Blüten auch dadurch, dass sie meist vor dem Austrieb der Blätter erscheinen. Zum anderen sind Magnolien aber auch geschichtlich gesehen sehr interessant, denn sie gehören zu den ältesten Blütenpflanzen der Welt. Deshalb ist ihr Aussehen auch noch recht ursprünglich. Die Blütenblätter sind spiralförmig nach außen angeordnet, anstatt, wie bei den meisten anderen Blühpflanzen, in einem oder mehreren Ringen. Ebenso urtümlich wirkt auch die Frucht der Pflanze. Aus dem zapfenartigen und holzigen Fruchtstand hängen an kleinen Fäden die tiefroten kleinen Früchte heraus, die allerdings giftig sind. Magnolien gehören zu den Magnoliengewächsen (Magnoliacea) und sind in Amerika und Ostasien beheimatet. Die immergrünen oder laubabwerfenden Bäume und Sträucher sind jedoch schon lange auch in Europa als Ziergewächs zu finden.

Magnolie rote Frucht auf Baum
Die Fruchtstände der Magnolie sehen eigenartig urtümlich aus, denn die roten Früchte hängen an kurzen Fäden heraus [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Magnolien-Arten und -Sorten

Über 120 Arten zählen zu den Magnolien. An Auswahl mangelt es also nicht, denn hinzu kommen auch noch diverse Zuchtsorten der Arten. Eine kleine Auswahl an Arten und Sorten haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • ‘Black Tulip’: Diese Kreuzung aus verschiedenen Arten hat wohl die dunkelsten Blüten unter den Magnolien. Eine Färbung zwischen Dunkelviolett und Purpurrot ist ihr zu eigen. Die Sorte ist winterhart bis -22 °C. Schon ab April zeigt sie ihre Blüten, was in Regionen mit Spätfrösten leider zum Problem werden kann. In mildem Klima ist sie jedoch ein toller Gartenbaum, der auch nicht größer als fünf Meter wird.
  • Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora): Das Besondere an dieser Art ist, dass sie ihre ledrig glänzenden Blätter nicht abwirft. Leider stammt diese Art aus Regionen mit wenigen Frösten und so werden ihr Temperaturen unter -10 °C gefährlich.
  • Purpurmagnolie (Magnolia liliiflora): Die Purpurmagnolien bleiben mit einer Höhe von maximal drei Metern eher klein. Sie sind nicht nur als Einzelexemplare, sondern auch in Gruppen oder sogar als Hecke wunderschön anzusehen. Im Mai erscheinen die purpurfarbenen Blüten mit den langen Blütenblättern. Sie weisen sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit der Blüte von Lilien auf. Bekannt sind die intensiv purpur gefärbte Sorte ‘Nigra’ und die Sorte ‘Susan’.
  • Sternmagnolie (Magnolia stellata): Diese Art stammt ursprünglich aus Japan. Ihre Blüten leuchten in reinem Weiß und erinnern durch die schmalen Blütenblätter an große Sterne. Da diese Art früh blüht, werden die Blüten in manchen Regionen von Spätfrösten gefährdet. Das Gewächs bleibt allerdings recht klein und ist damit für viele Gärten geeignet.
  • Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata): Erst nach den ersten Blättern erscheinen bei dieser Art ab Mai die Blüten. Diese sind grünlichgelb mit einem Hauch von Rosa. Zwar ist diese Art nicht gar so auffällig wie manch andere Magnolie, dafür ist sie aufgrund ihrer späten Blüte recht unempfindlich gegenüber Spätfrösten. Ihren Namen trägt sie aufgrund ihrer gurkenförmigen Früchte, die nach der Blüte erscheinen. Eine interessante Farbkombination bietet die Sorte ‘Blue Opal’, deren Blütenblätter von außen dunkelblau gefärbt sind. Blüht die Blüte dann auf, ergibt sich ein wunderbarer Kontrast zu den innen grüngelblich gefärbten Blütenblättern.
Gurkenmagnolie gelb grüne Blätter
Die spätblühende Gurkenmagnolie gehört zu den hoch wachsenden Magnolien [Foto: Donka Vasileva/ Shutterstock.com]
  • Sommermagnolie (Magnolia sieboldii): Spät blüht auch die Sommermagnolie. Ebenso wie bei der Gurkenmagnolie erscheinen die weißen Blüten erst nach den Blättern im Mai oder Juni. Auch sie ist damit perfekt für Gebiete mit Spätfrösten geeignet, zumal sie außerdem sehr winterhart ist.
  • Tulpenmagnolie (Magnolia x soulangeana): Diese Magnolien-Kreuzung ist die beliebteste unter den in Mitteleuropa angepflanzten Magnolien. Ihre Blüten haben eine Form ähnlich der von Tulpenblüten. Die Pflanzen können zu bis zu neun Meter hohen Bäumen heranwachsen. Während die Sorten ‘Amabilis’ und ‘Linéi Alba‘ leuchtend weiß sind, sind die Blüten von ‘Alexandrina’ an der Basis rosarot. ‘Rustica Rubra’ hingegen ist schon fast dunkel eingefärbt.

Magnolienbaum kaufen: Das sollten Sie beachten

Magnolien können einen gut und gern ein Leben lang begleiten. Investieren Sie deshalb etwas Zeit in die Auswahl der richtigen Art und Sorte, denn neben Blütenfarbe und Größe der Pflanze gibt es einige wesentliche Punkte zu beachten. Die Winterhärte ist hier ein entscheidender Punkt. Und auch, ob die Art ein Frühblüher ist oder eher zu den Spätzündern gehört, kann je nach Region sehr wichtig sein. Wer außerdem schon bald Blüten sehen möchte, der sollte in ein Exemplar mit ausreichendem Alter investieren. Alles, was es beim Kauf zu beachten gibt haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Magnolie pflanzen

Für das Pflanzen der Magnolie ist erst einmal der Standort entscheidend. Viel Sonne, wenig Wind und ausreichend Feuchtigkeit sind hier genau das Richtige. Reichern Sie die Erde vor dem Pflanzen mit saurer Moorerde an, um den optimalen pH-Wert zu erreichen. Nach der Pflanzung sollten Sie den Fuß der Pflanze mit Rindenmulch umgeben, um den Boden vor dem Austrocknen zu schützen. Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung ist während des Winterhalbjahres. Eine genaue Anleitung zum Pflanzen der Magnolie finden Sie hier.

Magnolie vermehren

Sie können Magnolien ganz einfach selbst vermehren. Spannend ist natürlich die Aussaat der Samen, die jedoch vor dem Keimen einen Kältereiz brauchen. Alternativ können Sie es auch mit Stecklingen probieren. Eine hohe Erfolgsquote lässt sich jedoch auch mit einer Vermehrung über Absenker oder durch Abmoosen erzielen. Generell braucht die Vermehrung von Magnolien jedoch vor allem eines: Zeit. Magnolien gehen die Sache mit dem Nachwuchs nämlich eher langsam an. Bis ein junges Pflänzchen zu einem erwachsenen Baum herangewachsen ist, können Jahre vergehen. Wie genau die einzelnen Möglichkeiten der Vermehrung funktionieren, erfahren Sie hier.

Magnolie pflegen

Magnolien sind nicht sehr pflegebedürftig und kommen meist gut alleine klar. Schädlinge sind bei dieser Pflanze meist kaum ein Problem. Stimmt der Standort, ist schon viel erreicht. Ein paar Dinge gibt es dennoch zu beachten.

Magnolienbaum rosa weiße Blätter in Garten
Mit der richtigen Pflege kann aus Ihrer Magnolie ein echtes Prachtexemplar heranwachsen [Foto: tmelnikova/ Shutterstock.com]

Magnolie gießen

Magnolien haben es gern feucht, weshalb der Fuß der Pflanze bedeckt sein sollte. Steht die Pflanze nicht ohnehin in einer Wiese, können Sie hier mit etwas Rindenmulch Abhilfe schaffen. Gerade junge Pflanzen sollten regelmäßig gegossen werden. Ältere Exemplare haben ein weitreichendes Wurzelsystem und können sich recht gut selbst versorgen. Lediglich bei Trockenheit benötigen sie noch etwas Nachhilfe. Insbesondere im Herbst, wenn die Magnolie ihre Knospen für das Frühjahr anlegt, sollte die Pflanze ausreichend mit Wasser versorgt sein. Vermeiden Sie allerdings unbedingt Staunässe.

Magnolie schneiden

Magnolien sollten nur geschnitten werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Mindestens drei Jahre sollte die Pflanze aber zwischendurch immer wieder ungestört bleiben. Haben Sie sich für einen Rückschnitt entschieden, so ist der Spätsommer der richtige Augenblick. Schneiden Sie störende, kranke oder tote Äste immer bis zum Stamm zurück, um die Wundheilung zu fördern. Mehr Details zum Rückschnitt finden Sie hier.

Magnolie düngen

Die Düngung der Magnolie ist im Prinzip recht einfach. Im Frühjahr können Sie eine gute Portion Kompost oder Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Universaldünger in den Boden einarbeiten. Damit ist das Wichtigste schon mal getan. Weitere Informationen zur Düngung von Magnolien erhalten Sie hier.

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Magnolienblüte: Warum blüht meine Magnolie nicht?

Die Ursachen für eine fehlende Blüte können vielfältig sein. Manche Pflanzen sind schlichtweg noch zu jung, um zu blühen. Andere Magnolien stehen am falschen Standort und fühlen sich deshalb nicht wohl. Auch Herbsttrockenheit oder ein falscher Rückschnitt können die Ursache für eine ausbleibende Blüte sein. Häufig ist jedoch Frost an der fehlenden Blüte schuld. Gar zu kalte Winter oder Spätfröste im Frühjahr lassen dann die Knospen erfrieren. Was Sie tun können, damit Ihre Magnolie wieder blüht, erfahren Sie hier.

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