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Nestfarn: Pflege & Standort der Zimmerpflanze

Der Nestfarn ist ein beliebter Vertreter unter den Zimmerpflanzen. In diesem Artikel finden Sie Tipps zu Standort und Pflege des Nestfarns sowie zu den schönsten Sorten für die Wohnung.

Nestfarn im Topf
Asplenium nidus ist mit seinen ausladenen, grünen Blättern ein echter Hingucker [Foto: Toey Toey/ Shutterstock.com]

Der Nestfarn (Asplenium nidus) bringt durch seine üppigen, grünen Blätter die Tropen in Ihr Zuhause. Sie möchten wissen, was es bei der Pflege des Nestfarns zu beachten gibt? Wir geben Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks rund um Standort, Pflege und Sortenwahl der beliebten Zimmerpflanze.

Nestfarn: Herkunft und Eigenschaften

Der Nestfarn (Asplenium nidus) aus der Gattung der Streifenfarne (Asplenium) gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und stammt aus den Regenwäldern Ostafrikas, Asiens und Australiens. Die immergrüne Pflanze kann auch in der Zimmerkultur Blätter von bis zu einem Meter Länge entwickeln. Die Blätter sind leicht gewellt und weisen eine hellgrüne, glänzende Färbung auf. Wie der Name vermuten lässt, bilden die Farnwedel eine Art Nest und sind trichterförmig ausgerichtet. Die Anordnung der Blätter dient der Pflanze als Auffangtrichter für Wasser und Pflanzenreste, welche den Farn mit Nährstoffen versorgen. In seiner natürlichen Umgebung wächst der Nestfarn epiphytisch, also auf Bäumen aufsitzend – genauso wie auch Orchideen. In seinen Blättern können sogar einige Amphibienarten Unterschlupf finden.

Der Nestfarn wächst in der Natur in den Kronen der Bäume
Der Nestfarn ist ein Epiphyt und wächst in der Natur in den Kronen der Bäume [Foto: es3n/ Shutterstock.com]

Die schönsten Nestfarn-Sorten für die Wohnung

Neben dem klassischen Nestfarn gibt es noch einige interessante Sorten, die vor allem durch ihre auffällig geformten Blätter ins Auge stechen.

Asplenium nidus ‘Crissie‘: Diese Version des Nestfarns besticht durch eher glatte Blattränder, die an den Blattspitzen nahezu handförmig ausfransen. Diese Eigenschaft gibt den Blättern ein sehr ungewöhnliches Aussehen.

ausgefranste Blattspitzen des Nestfarns
Jedes Blatt von Asplenium nidus ‘Crissie‘ ist am Ende stark ausgefranst [Foto: ANTHONY PAZ/ Shutterstock.com]

Asplenium nidus ‘Crispy Wave‘: Die Blätter dieser Sorte sind besonders stark gewellt. Da diese Nestfarne durch ihre Wuchsform an einen Haarschopf erinnern, denkt man hier schnell an eine Lockenpracht.

Sorte 'Crispy' Wave' mit gewellten Blättern
Die Sorte ‘Crispy Wave‘ mit stark gewellten Farnwedeln [Foto: Sheila Shu Cheung/ Shutterstock.com]

Asplenium nidus ‘Fimbriatum‘: Mit den rundum ausgefransten Blatträndern weist dieser Nestfarn Ähnlichkeit zu Karottengrün auf, welches aus der Erde sprießt.

Asplenium nidus ‘Osaka‘: Im Gegensatz zu Asplenium nidus ‘Crispy Wave‘ ist bei dieser Sorte nicht das ganze Blatt gewellt, sondern nur die Ränder sind stark gekräuselt.

gekräuselte Blattränder der Sorte 'Osaka'
Die Sorte ‘Osaka‘ hat gekräuselte Blattränder [Foto: Ihere/ Shutterstock.com]

Standort und Substrat für den Nestfarn

Als Epiphyt in den Kronen hoher Bäume wächst der Nestfarn meist im Halbschatten und ohne Kontakt zum Erdboden. Entsprechend seinem natürlichen, tropischen Lebensraum sollte also auch der Standort in der Wohnung gewählt werden.

Der Nestfarn bevorzugt einen halbschattigen, windstillen Platz, denn er verträgt keine direkte Sonne, benötigt aber dennoch genug Licht, um zu wachsen. Ein feuchtwarmes Klima ist ideal, daher sollte die Temperatur immer rund 20 °C betragen und für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt werden.

Tipp: Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können Sie eine Wasserschale auf die Heizung oder in die Nähe des Nestfarns stellen. Da die Blätter recht empfindlich sind, sollten Sie auf die Nutzung eines Wasserzerstäubers lieber verzichten.

Fokus auf das Zentrum des Nestfarns
Durch die trichterförmige Blattanordnung können Wasser und Nährstoffe gesammelt werden [Foto: dwimulyani/ Shutterstock.com]

Als Substrat eignet sich für den Nestfarn hochwertige Blumenerde wie zum Beispiel unsere Plantura Bio-Universalerde, die alle wichtigen Nährstoffe für gesundes Wachstum enthält. Die Erde wird aus natürlichen Rohstoffen und frei von Torf hergestellt und ist damit besonders nachhaltig. Wichtig ist eine gute Drainage der Erde, damit sich kein Wasserstau bilden kann. Um die Durchlässigkeit zu erhöhen, können Sie einfach ein wenig Blähton oder Sand in das Substrat mischen. Außerdem unterstützt eine Schicht Tonscherben oder Kies auf dem Topfboden den Wasserabfluss. Auch Orchideenerde, welche die Ansprüche der Epiphyten erfüllt, eignet sich für den Nestfarn, ist aber nicht zwingend notwendig.

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Nestfarn-Pflege: Darauf sollte man achten

Die Nestfarn-Pflege gestaltet sich als wenig aufwändig. Wenn die Pflanze an einem optimalen Standort steht, müssen nur einige Kleinigkeiten beachtet werden.

Nestfarn gießen, düngen und schneiden

Gießen Sie Ihren Nestfarn am besten mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser direkt ins Substrat. Regenwasser ist für den Nestfarn besonders gut geeignet. Der Wurzelballen sollte stets feucht, aber nicht übernässt sein. Sobald das Substrat an der Oberfläche leicht antrocknet, können Sie erneut gießen.

Tipp: Im Sommer benötigt der Nestfarn besonders viel Wasser. Zu dieser Zeit können Sie die Pflanze auch ab und zu mit dem Wurzelballen in einen Wassereimer tauchen, sodass sich das gesamte Substrat mit Wasser vollsaugen kann.

Blatt entrollt sich aus der Mitte
Neue Blätter entrollen sich aus der Mitte heraus [Foto: Arthid Whungupdolloh/ Shutterstock.com]

Düngen muss man den Nestfarn erst ein Jahr nach dem Umtopfen, da in der Erde bereits viele Nährstoffe enthalten sind. Von Frühling bis Herbst sollte circa alle drei Wochen ein wenig Dünger in halber Dosierung mit dem Gießwasser zugeführt werden. Als nachhaltige Düngervariante bietet sich beispielweise unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger an, der nicht nur alle essentiellen Nährstoffe bereitstellt, sondern mit den enthaltenen Mikroorganismen auch das Bodenleben bereichert.

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Der Nestfarn benötigt keinen Schnitt. Lediglich braune und vertrocknete Blätter können vorsichtig entfernt werden.

Nestfarn umtopfen

Da der Nestfarn eher langsam wächst, reicht es aus, ihn alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr umzutopfen. Das frische Substrat beinhaltet neue Nährstoffe und kann sich deshalb positiv auf das Wachstum auswirken. Wird es den Wurzeln im alten Topf zu eng, so sollte ein etwas größeres Pflanzgefäß gewählt werden.

nestfarn
Der Nestfarn sieht durch seine überhängenden Wedel auch im Ampeltopf toll aus [Foto: M.lim/ Shutterstock.com]

Ist der Nestfarn giftig?

Weder für Menschen noch für Haustiere ist der Nestfarn giftig. Er kann deshalb bedenkenlos an jeden geeigneten Platz in der Wohnung gestellt werden.

Sie wünschen sich noch mehr tropisches Flair in Ihrem zu Hause? Die Monstera – auch als Fensterblatt bekannt – bringt den Dschungel in Ihre Wohnung. Wir geben Tipps zu Standort und Pflege.

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