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Oleander: Experten-Tipps zum Pflanzen, Schneiden, Überwintern & Co

Der Oleander verbreitet mediterranes Flair in jedem Garten. Wir zeigen, was man beim Pflanzen, Pflegen und Überwintern von Oleander beachten sollte.

Ein Oleanderbusch mit rosa Blüten
Die tollen Blüten des Oleander verbreiten mediterranes Flair [Foto: Moskwa/ Shutterstock.com]

Der Anblick der rosafarbenen Blüten des Oleanders (Nerium oleander) lässt jedem die sommerliche Wärme förmlich auf der Haut spüren. Die Mittelmeerpflanze ist ein wunderschöner Zierstrauch und bringt Wärme und mediterranes Flair zu Ihnen nach Hause.

Oleander

Die Widerstandsfähigkeit des Oleanders verschaffte ihm den Titel als Blume der Stadt Hiroshima. Die Bürger der im Zweiten Weltkrieg durch eine amerikanische Atombombe zerstörten japanischen Stadt wählten den immergrünen Strauch zu ihrem Hoffnungsträger. Diese Ehre erhielt der Oleander, weil er die erste Pflanze war, die nach dem Angriff wieder zu blühen begann. Auf 75 Jahre sollte die Erde dort für alle Pflanzen verseucht sein, aber schon im ersten Jahr danach brachten die rosa Blüten des Oleanders Mut und Hoffnung in die völlig aus Ruinen bestehende Stadt.

Oleander: Herkunft und Eigenschaften

Schon zu Zeiten Christi leuchteten die Blüten des wilden Oleanders in den mediterranen Mittelmeerregionen. Die rosa blühenden Büsche besiedelten die feuchten Flusstäler und Auen der ansonsten kargen Landschaft. Heute sind sie dort allerdings nur mehr selten zu finden. Zunehmende Zersiedelung und Umstrukturierung der Landschaft haben den Oleander zurückgedrängt. Umso öfter ist er dafür in Gärten und auf Terrassen zu finden, wo Menschen sich das mediterrane Flair in ihr Zuhause holen. Durch Kreuzung mit aus dem asiatischen Raum stammenden Oleanderbüschen ergaben sich wunderbare Zuchtsorten, deren Vielfalt mittlerweile ungemein groß ist. Oleander sind immergrüne Büsche bis halbhohe Bäume, die jedoch nicht wirklich winterhart sind.

Flussbett mit Oleanderbüschen
Der natürliche Lebensraum des Oleanders sind Flusstäler und Auenlandschaften rund um das Mittelmeer [Foto: Grisha Bruev/ Shutterstock.com]

Oleander-Sorten

Zwar ist Oleander eine einzige Art, dennoch gibt es unzählige Sorten und Züchtungen. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Blüten voneinander. So existieren Sorten mit einfachen oder gefüllten, einfarbigen oder melierten Blüten. Das Farbspektrum reicht dabei von Weiß über Blassgelb und Zartrosa bis hin zu tiefem Rot. Auch die Wuchsformen und die Winterhärte variieren geringfügig. So wachsen einige Sorten eher als Zwergstrauch, während andere sich zu regelrechten Bäumen entwickeln können. Die ursprüngliche wilde Form des Oleanders, wie er im Mittelmeergebiet natürlich vorkommt, blüht rosarot und duftet nicht. Erst durch Kreuzung mit asiatischen Oleandern entstand die große Vielfalt von über 160 Sorten.

Oleander kaufen

Oleander gibt es zuhauf in den meisten Gartencentern. An etwas seltenere Sorten zu kommen, ist jedoch gar nicht so einfach. Wichtigstes Kriterium beim Kauf sollte die Wuchsform der Pflanze sein. Untersuchen Sie die Pflanze außerdem vor dem Kauf ausführlich auf Krankheiten und Schädlinge. Einzelheiten zum Kauf sowie Hinweise zu einigen Händlern finden Sie hier.

Oleanderblüten mit verschiedenen Farben
Oleander-Pflanzen sind in den unterschiedlichsten Farben erhältlich [Foto: Krasimir Kanchev/ Shutterstock.com]

Oleander pflanzen

Der richtige Standort für den Oleander ist ganz klar ein warmer und sonniger. Auch ein Schutz vor Wind und starkem Regen, beispielsweise durch eine Stein- oder Hauswand, gefällt ihm gut.

Gepflanzt wird am besten im zeitigen Frühjahr, bevor der Oleander mit dem Wachstum so richtig loslegt. Beim Pflanzen und Umtopfen des Oleanders sollten Sie auf nährstoffreiche und dennoch wasserdurchlässige Erde Wert legen. Der optimale pH-Wert liegt hierbei zwischen 6 und 7. Das Wichtigste zum Pflanzen des Oleanders haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Oleander vermehren

Die Vermehrung von Oleander ist denkbar einfach. Aus Stecklingen lassen sich leicht neue Pflanzen heranziehen und sogar die Aufzucht aus Samen ist problemlos möglich. Allerdings dauert es in diesem Fall eine Weile, bis Ihr ausgesäter Oleander zu blühen beginnt. Wie genau Sie bei der Vermehrung vorgehen, haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Oleander pflegen

Der Oleander gehört definitiv zu den pflegeleichten Zeitgenossen. Den wichtigsten Punkt, den es bei der Pflege zu beachten gilt, ist, dass er im Sommer stets genügend Wasser und ausreichend Dünger zur Verfügung haben sollte. Im Winter sollten Sie ihn besser ins Innere holen, allerdings kann er relativ lang draußen bleiben, da er bis zu -5 °C ohne Frostschaden übersteht. Näheres zur Pflege Ihres Oleanders erfahren Sie hier.

Blüte eines Oleanders
Mit ein wenig Pflege trägt der Oleander wunderschöne Blüten [Foto: Julian Popov/ Shutterstock.com]

Oleander gießen

Vergessen Sie alles, was normalerweise bei anderen Pflanzen beim Thema Gießen zu beachten ist. Oleander mag kalkreiches Wasser – also je härter, desto besser. Aufgrund seines natürlichen Lebensraums in Flussauen hat er auch ganz im Gegensatz zu vielen anderen Arten kein Problem mit nassen Füßen. Ganz im Gegenteil – er mag es sogar. Nur im Winter sollte der Oleander sparsam gegossen werden. Generell gilt: Je kühler Oleander überwintert wird, desto weniger muss er gegossen werden. Weiteres zum Thema Gießen erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Oleander schneiden

Der robuste Oleander ist gut schnittverträglich und hat sogar auch mit einem kräftigeren Rückschnitt keine Probleme. Schneiden können Sie ihn entweder im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr, bei regelmäßigem Schnitt auch immer wieder während des Sommers. Tragen Sie zum Schneiden aber besser Handschuhe, da der austretende Pflanzensaft hautreizend wirken kann. Tipps und Tricks und alles, was es beim Rückschnitt sonst noch zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Oleander düngen

In den Flussauen, in denen der Oleander natürlicherweise vorkommt, sammelt sich einiges an Nährstoffen an. Kein Wunder also, dass der Oleander zu den Starkzehrern gehört und viel an Nährstoffen benötigt. Düngen Sie Ihren Oleander also in regelmäßigen Abständen ab dem Frühjahr. Setzen Sie auf einen Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Blumendünger. Spätestens jedoch Ende August ist die Düngesaison beendet, denn der Oleander benötigt ausreichend Zeit, um seine jungen Triebe winterfest zu machen. Weiteres zum Düngen Ihres Oleanders finden Sie in unserem Spezial-Artikel zum Thema.

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Oleander überwintern

Der Oleander ist grundsätzlich nicht winterhart. Lediglich in milden Regionen Deutschlands wie dem Rheinland kann er mit dem richtigen Schutz theoretisch auch im Freiland überleben. Frost bis -5 °C und auch kurzzeitiger Schnee schaden dem Oleander allerdings noch nicht, weshalb er die meiste Zeit des Jahres draußen verbringen kann. Nur die Wintermonate zwischen Ende November und März sollten Sie den Oleander lieber in ein kühles Winterquartier bringen. Erfahren Sie hier mehr zur richtigen Überwinterung.

Oleander: Häufige Krankheiten

Obwohl der Oleander stark und widerstandsfähig ist, kann auch er von einigen Krankheiten befallen werden. Besonders häufige Krankheiten sind Oleanderkrebs, Trockenfäule oder im Extremfall sogar Feuerbrand. In diesen Fällen hilft meistens rigoroses Zurückschneiden der befallenen Pflanzenteile. Dabei sollten Sie jedoch unbedingt auf die Hygiene Ihrer Schneidewerkzeuge achten.

Auch Grauschimmel und Rußmehltau können auftreten, sind jedoch recht gut zu bekämpfen und nicht allzu dramatisch. Das Wichtigste zu Symptomen und Bekämpfung der wichtigsten Krankheiten des Oleanders haben wir hier für Sie vorbereitet.

Oleander: Häufige Schädlinge

Die häufigsten Schädlinge an Oleander sind Blatt- und Schildläuse sowie Wollläuse. Sie lassen sich meist durch Abbrausen mit einem harten Wasserstrahl und durch anschließendes Einsprühen der Pflanze mit einem Gemisch aus Wasser und Schmierseife effektiv bekämpfen. Spinnmilben sind vor allem eine Folge zu geringer Luftfeuchtigkeit. Das Einsprühen der Pflanzen mit Wasser im trockenen Winterquartier kann hier vorbeugend wirken. Genauere Informationen über die verschiedenen Schädlinge sowie über deren Bekämpfung finden Sie hier.

Blattläuse auf Oleander-Blättern
Der Oleander wird vor allem von Blatt- und Schildläusen befallen [Foto: ViktoriaIvanets/ Shutterstock.com]

Ist der Oleander giftig?

Zuerst die schlechte Nachricht: Alle Teile des Oleanders sind giftig. Aber wie es so schön heißt: Die Dosis macht das Gift. Achten Sie dennoch bei Kindern und Haustieren unbedingt darauf, dass der Oleander nicht angeknabbert werden kann. Was den Oleander giftig macht, wie Sie im Falle einer Vergiftung vorgehen und wie der Oleander genutzt wird, erfahren Sie hier.

Oleander blüht nicht: Was man dagegen tun kann

Die wichtigsten Gründe, warum ein Oleander nicht blüht, sind in der Regel der falsche Standort, Überdüngung oder ein Fehler beim Rückschnitt. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie dagegen unternehmen können.

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