skip to Main Content

Pampasgras düngen: Experten-Tipps zum richtigen Düngen

Für sein schnelles Wachstum braucht das Pampasgras genügend Nährstoffe. Wir verraten, was man beim Düngen von Pampasgras beachten muss.

Pampasgras Nahaufnahme
Wie Ihr Pampasgras sich schön entfalten kann, erfahren Sie hier [Foto: lichtmaster/ Shutterstock.com]

Hoch aufragend, ja geradezu überheblich gibt sich das Pampasgras (Cortaderia). Richtig eindrucksvoll wird die schnell wachsende Pflanze dann im Herbst, wenn sich die großen Blütenstände zeigen. Damit sich das Pampasgras auch gut entfalten kann, ist selbstverständlich eine ausgewogene Nährstoffversorgung entscheidend. Pampasgras entstammt, wie sein Name es verrät, den weiten Graslandschaften Südamerikas. Dort fühlt es sich besonders entlang von Bachläufen oder an anderen feuchten und dennoch sehr sonnigen Standorten wohl. Unterirdisch bildet das Gras ein Rhizom aus – ein Überdauerungsorgan, in dem es Nährstoffe und Energie speichern kann. Die Böden der Pampa sind dafür gut geeignet, denn sie sind tiefgründig und nährstoffreich. Und „nährstoffreich“ ist auch das Schlagwort, wenn es im Folgenden nun um die Düngung geht.

Pampasgras entlang eines Gewässers
Pampasgras wächst in der endlosen Graslandschaft der Pampa, doch bevorzugt entlang von Gewässern [Foto: Delpixel/ Shutterstock.com]

Pampasgras düngen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Im Frühjahr legt das Pampasgras nach seiner Winterpause mit dem Wachstum los. Nun ist auch der beste Zeitpunkt für eine Düngung. Eine Gabe im späten Sommer hingegen würde der frostempfindlichen Pflanze schaden, da sie dann vor dem Winter nicht mehr richtig ausreifen könnte.

Womit sollte man Pampasgras düngen?

In der Pampa findet sich ein ganz besonderer Bodentyp: Er ist sehr tiefgründig und hauptsächlich mineralisch, aber durch die hohe Aktivität der Bodenlebewesen stark durchsetzt von Humus. Wollen Sie Ihrem Pampasgras etwas Gutes tun, dann sollten Sie sich an diesem Vorbild orientieren. Bestens geeignet sind daher organische Düngemittel, die Bodenleben und Humusaufbau fördern. Hüten Sie sich außerdem vor zu viel Stickstoff. Zwar ist dieser Nährstoff essentiell für jede Pflanze, doch gerade bei hoch aufragenden Gräsern wie dem Pampasgras kann eine Überdosis schädlich wirken. Das Gras verliert dann an Stabilität und Standfestigkeit und wird zudem anfälliger für Kälte und Frost.

Erde in Händen
Kompost und andere organische Stoffe sollten der Dünger der Wahl für das Pampasgras sein [Foto: bluedog studio/ Shutterstock.com]

Bedenken Sie, dass Pampasgras nicht nur auf seinem Lieblingsboden bestens gedeiht, sondern zunehmend auch durch den Menschen gestörte Flächen wie alte Industriegelände, Bahngleise oder Straßenränder besiedelt. Dort ist der Boden häufig sandig und weniger nährstoffreich. Dennoch wächst das Gras auch auf diesen Böden hervorragend und hat sich in weiten Teilen Südeuropas gänzlich ohne Düngung zu einer invasiven Art entwickelt. Eine sehr regelmäßige Düngung ist für das Pampasgras also nicht von Bedeutung. Es ist überaus pflegeleicht und kommt auch mit weniger Nährstoffen zurecht. Da Sie allerdings – anders als in der freien Natur – die abgestorbenen Blätter höchstwahrscheinlich entfernen werden, entziehen Sie dem Kreislauf regelmäßig Nährstoffe. Dieser Verlust muss ab und an ausgeglichen werden.

Hinweis: Gräser im Topf jedoch sollten regelmäßig gedüngt werden, da sie ihre Wurzeln nicht beliebig weit ausstrecken können. Das Pampasgras gilt jedoch eindeutig als ein Solitär für Beete.

Pampasgras organisch düngen: Das richtige Vorgehen

Möchten Sie Ihr Pampasgras düngen, dann ist organischer Dünger das Mittel der Wahl. Entweder Sie verwenden Kompost aus dem eigenen Garten, den Sie im Frühjahr zu Beginn des Wachstums in die Erde einarbeiten, oder Sie setzen auf ein vornehmlich organisches Düngemittel wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger, den die Pflanze dankbar annimmt. So sparen Sie sich das leidige Umschichten Ihres Kompostes und können den Dünger ganz bequem einmal im Frühjahr in den Boden einarbeiten.

Plantura Bio-Tomatendünger
Plantura Bio-Tomatendünger
Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
€14,99
inkl.MwSt.

Pampasgras mineralisch düngen

Eine mineralische Düngung liegt eigentlich nicht in der Natur des Pampasgrases. In seiner Heimat nutzt es die Nährstoffe, die bei der Zersetzung von organischem Material freigesetzt werden. Dies passiert nach und nach über den Sommer, wenn es warm und feucht wird. Eine mineralische Düngung ist in der Regel jedoch schnell verfügbar und hält nicht lang an. Bald muss die Pflanze erneut gedüngt werden und so sind Sie als Gärtner konstant damit beschäftigt, die verschiedensten Pflanzen zu düngen. Soll es mineralischer Dünger sein, dann greifen Sie also besser auf Depotdünger mit mäßigem Stickstoffgehalt zurück. Das schont Ihre Nerven wie auch das Grundwasser und entspricht außerdem den Bedürfnissen der Pflanze.

Pampasgras mit Hausmitteln düngen

Pampasgras ist nicht sehr anspruchsvoll, eigentlich freut es sich wohl am meisten über Kompost. Die zweite Variante, die dem natürlichen Umfeld des Grases vielleicht am nächsten kommt, ist Mist. In den weiten Graslandschaften Südamerikas leben verwilderte Pferde und Rinder ebenso wie der wilde Verwandte der Lamas und Alpakas, das Guanako (Lama guanicoe). Ihre nährstoffreichen Hinterlassenschaften sind überall zu finden. Wollen Sie Ihr Pampasgras ganz besonders stilecht düngen, dann halten Sie doch einmal Ausschau nach einem Alpakahalter in Ihrer Umgebung. Sicher wird er Ihnen Alpakamist gern zur Verfügung stellen. Und so ganz nebenbei erwähnt: Der Mist dieser Kamelart ist wohl einer der hochwertigsten Naturdüngemittel überhaupt, nicht nur für Pampasgras.

Guanacos in hellem Gras
In den unglaublichen Weiten der südamerikanischen Pampa ist auch das Guanako zu Hause, der wilde Verwandte von Alpakas und Lamas [Foto: Dante Petrone/ Shutterstock.com]

Pampasgras düngen – das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Gedeiht natürlicherweise auf nährstoffreichen und tiefgründigen Böden mit hohem Humusanteil
  • Kann sich auch auf sandigen und gestörten Böden sehr gut entwickeln
  • Düngung ab und an sinnvoll, da durch das Zurückschneiden der Pampasgras-Halme dem Kreislauf Nährstoffe entzogen werden
  • Düngung im Frühjahr
  • Nur Düngemittel mit mäßigem Stickstoffgehalt verwenden
  • Bevorzugt Kompost, Alpakamist oder organische Düngemittel
Erhalten Sie unsere Garten-Post

Jetzt für unsere kostenlose Garten-Post anmelden und tolle Garten-Tipps sowie Inspirationen regelmäßig ins Email-Postfach bekommen.

Back To Top