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Peperomia: Pflege, Pflanzen & Vermehren von Zwergpfeffer

Mit Zwergpfeffer-Arten können Sie sich eine bunte Pflanzenvielfalt in die Wohnung holen. Die anspruchslosen Pflanzen verzeihen auch mal einen Pflegefehler.

Peperomia mit gestreiften Blättern
Peperomien werden vor allem wegen ihrer dekorativen Laubblätter kultiviert [Foto: joloei/ Shutterstock.com]

Die Gattung Peperomia ist äußerst vielgestaltig, weshalb mehrere Arten nebeneinander gehalten werden können, ohne dass ein eintöniges Bild entsteht. An welchem Standort sich Peperomien wohl fühlen und wie Sie die anspruchslosen Pflanzen pflegen, erfahren Sie hier.

Peperomia: Eigenschaften und Herkunft

Die Pflanzengattung der Peperomien (Peperomia) umfasst über tausend verschiedene Arten, die in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde verbreitet sind. Sie gehören zur gleichen Pflanzenfamilie wie der Pfeffer (Piper), nämlich zu den Pfeffergewächsen (Piperaceae). Aus diesem Grund werden die kleinwüchsigen, langsam wachsenden Peperomien auch als Zwergpfeffer oder Zierpfeffer bezeichnet. Aber wie groß wird eine Peperomia? Bei den meisten Arten handelt es sich um krautige Pflanzen, die meist nicht größer als 40 cm werden. Wie viele andere Tropenpflanzen lassen sich auch einige Peperomia-Arten als Zimmerpflanzen halten. Es gibt ein- und mehrjährige Arten, Epiphyten, die auf Bäumen wachsen, aber auch Arten, die auf der Erde oder sogar auf Gestein gedeihen. Zwergpfeffer kann aufrecht, kriechend oder hängend wachsen. Die Arten unterscheiden sich zudem in Blattform und Farbe, viele besitzen auch sukkulente, fleischige Blätter. Die Peperomia zeigt ihre Blüten zwischen April und Dezember. Allerdings sind die grün-weißen, ährenförmigen Blütenstände recht unscheinbar.

Peperomia-Blüten
So sehen die Blüten des Zwergpfeffers Peperomia fraseri aus [Foto: guentermanaus/ Shutterstock.com]

Peperomia pflanzen: Standort, Erde und Co.

Wenn Sie den Zierpfeffer pflanzen möchten, gilt es zunächst einen für die Peperomia geeigneten Standort zu finden. Was die Temperatur betrifft, so stehen alle Peperomien gern warm, bei mindestens 18 °C. Im Winter sollten viele Arten kühler stehen, bei mindestens 10 °C. Vermeiden Sie Zugluft. Über Licht, Luftfeuchte und Substrat lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen treffen, da verschiedene Varietäten hier unterschiedliche Bedürfnisse zeigen. Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel über die verschiedenen Perperomien-Arten.

Die meisten Arten bevorzugen allerdings ein lockeres Substrat, das gut drainiert ist, da Staunässe nicht vertragen wird. Hierfür eignet sich ein Gemisch aus zwei Dritteln torffreier Erde, wie zum Beispiel unserer Plantura Bio-Universalerde, und einem Drittel Blähton. Der Blähton erhöht die Durchlässigkeit unserer biologischen Erde zusätzlich, sodass für die Peperomien ideale Bedingungen entstehen. Um Staunässe zu vermeiden, legen Sie unten am besten noch eine Drainageschicht, beispielsweise ebenfalls aus Blähton, an. Setzen Sie die Peperomia dann in die Erde, füllen Sie alle Zwischenräume mit Substrat auf und drücken Sie es fest.

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Anstatt in Erde kann die Peperomia auch in Hydrokultur gehalten werden. Hier kommt die Pflanze ohne organisches Substrat aus und wird in Blähton gehalten. Dieser gibt der Pflanze Halt und sorgt durch seine gut Benetzungsfähigkeit dafür, dass die Nährlösung zu den Wurzeln gelangt. Leider müssen hierfür spezielle mineralische Hydrokultur-Dünger verwendet werden, die aufgrund ihrer Eigenschaften nicht nachhaltig sind.

Tipp: Im Sommer stehen Peperomien auch gerne draußen. Achten Sie darauf, dass es nie kälter als 18 °C wird oder holen Sie den Zwergpfeffer nachts ins Haus.

Zwergpfeffer am Fenster
Ein helles West- oder Ostfenster gefällt der Peperomia meist gut [Foto: axeiz/ Shutterstock.com]

Pflege der Peperomia

Der Zwergpfeffer ist bestens als Einstiegspflanze geeignet, denn eine Peperomia benötigt nur wenig Pflege. Sollte Ihnen mal ein Fehler unterlaufen, so verzeiht die Peperomia das meist ohne Probleme.

Peperomia gießen

Zunächst stellt sich die Frage: Wann sollte man eine Peperomia gießen? Generell kann man sagen, dass keine Perperomia gerne nass steht. Vor allem Staunässe darf auf keinen Fall eintreten. Sehen Sie deshalb etwa 15 Minuten nach dem Gießen nach, ob sich Wasser im Untersetzer gesammelt hat, und gießen Sie es ab. Ansonsten ist der Wasserbedarf der verschiedenen Peperomia-Arten unterschiedlich. Einige stehen gern trockener, andere sollten regelmäßig gegossen werden.

Peperomia düngen

Der Nährstoffbedarf des Zwergpfeffers ist nicht besonders hoch. In der Wachstumsperiode sollten Sie die Peperomia aber gelegentlich düngen, da im Topf irgendwann alle Nährstoffe aufgebraucht sind. Ein flüssiger Grünpflanzendünger wie beispielsweise unser Plantura Bio- Zimmer- & Grünpflanzendünger ist ideal geeignet. Er stärkt Blätter und Wurzeln und unterstützt das Wachstum der Peperomia. So bleibt Ihre Pflanze gesund und widerstandsfähig. Eine halbe Dosierung reicht bei der Peperomia aus und kann von Frühling bis Herbst etwa alle vier Wochen dem Gießwasser beigemischt werden. Im Winter steht der Pflanze weniger Licht zur Verfügung und sie wächst noch langsamer. In dieser Zeit wird weniger gegossen und nur alle zwei Monate gedüngt.

Peperomia wird gegossen
Der Wasserbedarf ist von Art zu Art unterschiedlich [Foto: Sentelia/ Shutterstock.com]

Peperomia umtopfen

Da die Peperomia langsam wächst und sehr klein bleibt, muss sie nicht häufig in ein neues Gefäß umgetopft werden. Allerdings sollten Sie sie im Frühjahr, etwa alle zwei Jahre, mit frischem Boden versorgen. Das Substrat sackt mit der Zeit in sich zusammen, ist weniger luftig und lässt sich nicht mehr gut mit Wasser benetzen. Frische Erde enthält zudem wichtige Spurennährelemente für die Pflanze. Zeit für einen geringfügig größeren Topf ist es dann, wenn die Wurzeln aus dem alten hinauswachsen.

Peperomia schneiden

Im Frühjahr können auch die Triebspitzen der aufrecht wachsenden Peperomien, wie Peperomia polybotrya, abgeschnitten werden, sodass sie sich an der Stelle verzweigen und buschiger wachsen. Falls Sie sich für eine Art mit hängenden Trieben, wie Peperomia rotundifolia, entschieden haben, können Sie diese auch großzügiger um bis zu ein Drittel zurückschneiden.

Peperomia vermehren

Eine Peperomia vermehren Sie über Stecklinge, entweder vom Trieb oder vom Blatt. Für beide Methoden ist der Frühling der beste Zeitraum. Welche Strategie Sie wählen, ist auch von der jeweiligen Art abhängig.

Peperomia-Ableger
Durch Stecklinge können Sie den Zwergpfeffer vermehren [Foto: Agungky/ Shutterstock.com]

Triebstecklinge kann man am besten von Peperomia-Arten schneiden, die verzweigt wachsen, deren Triebe man also gut sehen kann. Ein Triebsteckling wird unterhalb eines Blattknotens von der Pflanze abgeschnitten, da hier später die Wurzeln entspringen. Der Steckling sollte 5 – 8 cm lang sein, alle unteren Blätter werden entfernt, die oberen bleiben stehen. Stecken Sie die Triebstecklinge nun in Anzuchterde, wie zum Beispiel unsere Plantura Bio- Kräuter- & Aussaaterde, in welcher Stecklinge und Keimlinge durch den geringen Nährstoffgehalt zur stärkeren Wurzelbildung angeregt werden. Feuchten Sie das Substrat leicht an und stülpen Sie eine Glasglocke oder Plastiktüte über den Topf. Stellen Sie alles an einen hellen Platz bei etwa 18 °C. Lüften Sie die Abdeckung täglich. Nach vier bis sechs Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben.

Buschige Peperomia
Mehrere Stecklinge in einem Topf ergeben später ein buschigeres Gesamtbild [Foto: ArtCreationsDesignPhoto/ Shutterstock.com]

Sie können Ihr Glück auch mit Blattstecklingen versuchen. Diese Methode ist vor allem für sehr kompakt wachsende Arten geeignet. Dafür wird ein Blatt mit oder ohne Stiel von der Mutterpflanze abgetrennt. Stecken Sie es dann mit der angeschnittenen Seite oder mit dem Blattstiel nach unten 1 cm tief in feuchte Anzuchterde. Verwenden Sie zum Beispiel unsere Plantura Bio- Kräuter- & Aussaaterde gemischt mit 50 % Sand für mehr Durchlässigkeit. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 21 °C bieten den Peperomien-Blättern optimale Bedingungen. An der Blattrippe oder an der Blattbasis bilden sich dann neue Pflanzen. Sie können die kleinen Peperomien nach etwa acht Wochen abnehmen und einpflanzen.

Peperomia auf asiatischem Essen
In Asien werden einige Zwergpfeffer-Arten auch verzehrt [Foto: Logo400/ Shutterstock.com]

Tipp: Stellen Sie stets gleich mehrere Stecklinge her. Einige werden die Bewurzelung vielleicht nicht schaffen, außerdem können so gleich mehrere Pflanzen in einen Topf gepflanzt werden, sodass sich ein buschigeres Gesamtbild ergibt.

Ist Zwergpfeffer giftig?

Zwergpfeffer ist nicht giftig, weder für Menschen noch für Haustiere wie Katzen und Hunde. Der Name der Zierpflanze legt sogar nahe, dass der Zwergpfeffer essbar ist. Bis auf einige Arten ist das jedoch nicht der Fall, und Zimmerpflanzen sollten besser nicht verzehrt werden, da sie gegebenenfalls mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein könnten.
Peperomia inaequalifolia wird auch Zimtpfeffer genannt und soll ebenso schmecken. Ein mildes Minzaroma besitzen die Blätter von Peperomia pellucida.

Eine ebenso vielfältige Pflanzengattung bilden die Dreimasterblumen (Tradescantia). Wir stellen die schönsten Arten vor und zeigen, wie man sie pflanzt und pflegt.

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