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Pfingstrosen düngen: Anleitung & Experten-Tipps

Zur Blütezeit sind Pfingstrosen eine wahre Freude im Garten. Damit diese jedoch Jahr für Jahr wiederkehren, müssen Pfingstrosen richtig gedüngt werden.

Blütenpracht der Pfingstrose

Um jedes Jahr eine Blütenpracht bewundern zu können, muss gedüngt werden [Foto: Besklubova Liubov/ Shutterstock.com]

Die Gattung der Pfingstrosen (Paeonia) umfasst derzeit 32 unterschiedliche Arten. Kein Wunder also, dass diese Pflanzenart sich in so vielen Gärten einen Platz verdient hat und den Gartenbesitzer mit einer wahren Blütenpracht erfreut. Um jedoch die kräftige, hellrosa blühende ‚Louise Mouchelet‘ oder die starkwüchsige ‚Gilbert Barthelot‘ auf Dauer in seinem Gartenparadies zu halten, ist eine Sache besonders wichtig: Das richtige Düngen.

Pfingstrosen düngen: Verschiedene Möglichkeiten

Zunächst sei gesagt, dass die meisten Pfingstrosen generell sehr genügsam sind. Das liegt daran, dass sie langsam wachsen und dementsprechend auch mit wenigen Nährstoffen gedeihen. Aufgrund der großen Anzahl an Zuchtformen der Pfingstrosen, bestehen vereinzelt auch Ausnahmen, wie die oben genannte Sorte ‚Gilbert Barthelot‘, welche als starkwüchsig deklariert ist und daher auch höhere Zugaben an Nährstoffen verwerten kann. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, welche Sorte einer Pfingstrose man vor sich hat und ob sie schwachwüchsig oder sogar starkwüchsig ist.

Pfingstrosen düngen: Bodenabhängigkeit
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Boden, in den die Pfingstrose gepflanzt wird. Ist dieser sandig und damit sehr durchlässig oder doch etwas schwerer mit einem großen Anteil an Lehm? Sandige Böden sind die nährstoffärmsten, weil diese durch den Regen oder die künstliche Bewässerung am stärksten ausgewaschen werden. Diese können aber durch das Untermischen von Ton-Anteilen aufgewertet werden, da sonst große Mengen des Düngers im Erdboden verloren gehen. Auf der anderen Seite steht der Lehmboden, welcher neben Sand und Humus auch den feinen Ton-Anteil aufweist. Gerade dieser spielt in der Düngelehre eine wichtige Rolle, weil er im Gegensatz zu anderen Böden Nährstoffe binden – also längerfristig speichern – kann. Dadurch kann man die Zeiträume zwischen den Düngezugaben vergrößern und so auf effiziente Weise Geld sparen. Dieses einfach zu beschaffende Wissen bewahrt den Gärtner vor bösen Überraschungen.

Pfingstrosen düngen: Organisch oder mineralisch?
Hat man nun die Pfingstrosensorte ermittelt und weiß um die Beschaffenheit des Bodens, kann über die Düngezugabe nachgedacht werden. Es gibt allgemein zwei Arten von Düngern: Organische und mineralische. Es ist wichtig zu wissen, dass diese beiden Arten unterschiedlich wirken. Organischer Dünger muss im Boden zunächst von Kleinstlebewesen zersetzt und für die Pflanze erst verfügbar gemacht werden. Bei mineralischem Dünger ist die versprochene Menge an Nährstoffen von Anfang an aufnahmebereit. Eine mineralische Variante der Langzeitdüngung wären Depotdünger. Im Falle der meisten Pfingstrosen ist von einem mineralischen Dünger sicherheitshalber abzusehen, weil damit ein Überangebot an Nährstoffen geliefert wird, womit die Pflanze schnell überfordert ist. Der Grund liegt hier in dem langsamen Wuchsverhalten vieler Pfingstrosen. Hierzu passt die langsame Verfügbarkeit eines organischen Blumendüngers einfach wunderbar. Dieser ist am besten auch noch in Bio-Qualität, damit die Bodenlebewesen ihre Arbeit gut und gerne verrichten können.

Pfingstrosen düngen: Standort im Topf

Pfingstrosen in Topf anpflanzen

Wenn die Pfingstrose in einem Topf heranwächst, muss einiges beachtet werden [Foto: Smile19/ Shutterstock.com]

Sollte die Pfingstrose in einem ausreichend großen Kübel oder Topf heranwachsen, müssen besondere Dinge beachtet werden. Zunächst eignen sich Strauch-Pfingstrosen deutlich besser für den Topf, als die Stauden-Variante, da diese ausgesprochene Tiefwurzler sind und im Topf stärker beeinträchtigt werden. Des Weiteren sollte das Substrat des Topfes nährstoffreich und eine Drainage am Topfboden vorhanden sein, um Staunässe zu vermeiden (beispielsweise aus Tonscherben oder Kies). Düngezugaben bei Topf-Pfingstrosen sind in der Regel häufiger zu geben als bei Freiland-Varianten, da es häufig vorkommt, dass die Pflanzen nicht blühen und man ihnen mit den Düngern stetige Wachstums- beziehungsweise Blühreize bietet. Tipp: Es ist deutlich dankbarer, den Pfingstrosen einen Platz im Freiland zu bieten, da sie dort viel blühfreudiger und frostresistenter sind.

Wann Pfingstrosen düngen?

Wie bereits gesagt, sind wenige Düngermengen vollkommen ausreichend für einen befriedigenden Blütenflor der Pfingstrose. Die Gründe, warum man die Pfingstrosen in seinem Garten düngen und mit Nährstoffen versorgen sollte, sind die folgenden:

  • Fördert einen reichen Blütenflor
  • Unterstützt ein gesundes Pflanzenwachstum
  • Schenkt der Pflanze Energie, die über den Winter in den unterirdischen Knollen eingelagert und im nächsten Jahr verwendet wird

Der erste Zeitpunkt für die Düngung sollte sich um den ersten Austrieb der Pfingstrose belaufen. Dieser ist witterungs- und sortenabhängig und kann dementsprechend variieren. Als Anhaltspunkt dient der März. Nachdem die Fröste vorbei sind und die Tage länger werden, möchte die Pfingstrose sprießen und endlich zeigen, zu was sie imstande ist. Mit der Düngegabe unterstützen wir sie dabei effektiv. Der zweite Zeitpunkt liegt kurz vor der letzten Blüte und sollte im Juli oder August erfolgen. Düngergaben geben Pflanzen stets einen Wachstumsimpuls und wenn dieser erst kurz vor den ersten Frösten erfolgt, muss mit jungen, weichen Trieben gerechnet werden, welche elendig erfrieren und damit die Pflanze schädigen. Mit einer Düngung im Spätsommer geben Sie neuen Trieben die Zeit, widerstandsfähig genug für den Winter und perfekt vorbereitet für das nächste Frühjahr zu sein.

Pfingstrosen wie oft düngen?

Blühender Pfingstrosenstrauch im Garten

Pfingstrosen bilden tiefsitzende Wurzeln [Foto: Elena Kirey/ Shutterstock.com]

Bei dieser Frage gibt es immer Diskussionsbedarf. Während die einen darauf schwören, alle vier Wochen wenig zu düngen, ziehen andere das Düngeverfahren nur ein- oder zweimal im Jahr vor. Im Endeffekt kommt es immer auf die Düngerart an. Das heißt, dass man sich den Düngerinhalt anschaut: Enthält dieser wenig Nährstoffe, kann man ihn natürlich öfter verwenden. Beschäftigt man sich mit der Pflanzengattung der Pfingstrose, wird man feststellen, dass diese tiefsitzende Wurzeln bildet und daher auch tiefsitzende Wasser- und Nährstoffvorräte erschließen kann. Wenn man unbedacht handelt und davon ausgeht, dass viel Dünger auch viele Blüten bringt, läuft man sehr schnell Gefahr, die Pflanzen zu überdüngen und im schlimmsten Fall zu zerstören. Dieses Risiko ist beim Verwenden von mineralischen Flüssigdüngern am höchsten, weswegen davon deutlich abzuraten ist. In organischen Düngern können ähnlich viele Nährstoffmengen enthalten sein, jedoch werden diese Stück für Stück erst verfügbar gemacht und die Pfingstrose sieht sich damit nicht mit einem Übermaß konfrontiert, sondern profitiert vielmehr von den kleinen Häppchen und gleichzeitig von dem aktivierten Bodenleben in ihrer unmittelbaren Nähe.

Pfingstrosen-Düngung: Der perfekte Pfingstrosen-Dünger

Den perfekten Dünger wünscht sich sowohl jeder Gärtner als auch jede Pflanze. Da jede Pflanze aber andere Ansprüche hat und verschiedene Standorte je nach Bodenart unterschiedliche Ausgangsbedingungen bieten, wird es schwierig DEN perfekten Dünger ausfindig zu machen. Im Fall der Pfingstrose mit all ihren genannten Eigenschaften ist deshalb zu einem organischen Langzeitdünger zu raten. Stickstoff (N) sollte am wenigsten vorhanden sein, da man keinen unnatürlichen Wachstumsschub braucht. Phosphor (P) fördert unter anderem die Blütenbildung, wodurch die Pfingstrose erst ihren Stellenwert im eigenen Garten bekommt, daher ist hier der größte Anteil nötig. Kalium (K) reguliert den Wasserhaushalt, ist aber auch verantwortlich für das Wurzelwachstum und die Frostresistenz der Pflanze, daher an zweiter Stelle des Mengenverhältnisses zu empfehlen.

Diese Produkte sind ideal zum Pflegen Ihrer Pfingstrosen:
  • Plantura Bio Blumendünger: Ein Bio-zertifizierter und tierfreier Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Damit ist er ideal, um Ihre Blümchen langfristig mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und diese gesund und kräftig aussehen und prächtig blühen zu lassen.
  • Gardena Gartenschere: Ein Allrounder im Garten. Die Gardena Gartenschere schneidet Blumen, junge Triebe, frisches Holz, aber auch Äste und stärkere Zweige bis zu einem Durchmesser von 24 mm
  • Floragard Blumenerde: Allround-Erde für Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen. Aqua-Plus® sorgt für eine optimale Wasseraufnahme. Optimale Nährstoffversorgung für kräftige und vitale Pflanzen mit prachtvollen Blüten.
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