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Rispenhortensie: Pflanzen, Vermehren & die besten Sorten

Wie sieht der perfekte Standort für Rispenhortensien aus? Was muss man beim Düngen von Rispenhortensien beachten? Alles zum Pflanzen und Pflegen der Hortensienart finden Sie hier. 

weiße Rispenhortensie in der Blütezeit
Die robusten Rispenhortensien sind sehr beliebte Zierpflanzen für den Garten [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Hortensien existieren in vielen verschiedenen Arten und Sorten und sind kaum mehr aus unseren Gärten wegzudenken. Das bestätigt auch ihr Name – „Hortensie“ stammt nämlich von dem lateinischen Wort hortensius, was übersetzt „zum Garten gehörig“ bedeutet. Die Rispenhortensie ist eine der robustesten Hortensienarten.

Rispenhortensie: Blütezeit, Herkunft und Eigenschaften

Die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) gehört zur Gattung der Hortensien (Hydrangea) in der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae). Wie die meisten Hortensienarten stammt sie ursprünglich aus Ostasien. Ihre Wildform ist in China, Japan sowie Russland verbreitet. Rispenhortensien wachsen als aufrechter Strauch und werden im hohen Alter circa 2 bis 4 Meter hoch und 2 bis 3 Meter breit. An den graubraunen Zweigen stehen ovale bis eiförmige, etwa 6 Zentimeter breite und bis zu 15 Zentimeter lange Blätter. Sie sind intensiv grün gefärbt und laufen spitz zu. Der Blattrand ist fein gezähnt. Im Herbst nimmt das Laub häufig eine grüngelbe Färbung an. Die Blütezeit der Rispenhortensie liegt zwischen Juli und Oktober. Damit gehört sie zu den spät blühenden Hortensienarten. Die kegelförmigen Blütenrispen der Rispenhortensien setzen sich aus sterilen Blüten mit jeweils 3 bis 4 dekorativen, rundlichen Kelchblättern und aus feinen, eher unscheinbaren, fruchtbaren Blüten zusammen. 

helle Rispenhortensien-Blüte
Die sterilen Blüten stehen dicht nebeneinander und bilden zusammen mit den fertilen Blüten die kompakten Blütenrispen [Foto: ingehogenbijl/ Shutterstock.com]

Je nach Sorte blühen Rispenhortensien in Rosa, Pink oder Weiß bis hin zu Cremeweiß, kombiniert mit Hellgrün. Gegen Ende der Blüte verfärben sich die weißen Sorten auch häufig rosa. Das von den Gartenhortensien (Hydrangea macrophylla) bekannte Hortensienblau gibt es bei den Rispenhortensien jedoch nicht. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, ob Rispenhortensien bienenfreundlich sind. Bei den meisten Hortensienarten und -sorten dominieren die sterilen Blüten. In diesen finden Bienen und andere Insekten keine Nahrung. Es gibt aber einige Rispenhortensien-Sorten, die einen höheren Anteil nektarreicher, duftender und fruchtbarer Blüten haben und damit bienenfreundlich sind. Zu diesen Sorten zählen zum Beispiel ‘Tardiva’ und ‘Kyushu’. 

Rispenhortensie der Sorte Kyushu
Sorten wie ‘Tardiva’ und ‘Kyushu’ haben einen höheren Anteil nektarreicher fruchtbarer Blüten und bieten damit Bienen und anderen Insekten Nahrung [Foto: surotbar/ Shutterstock.com]

Rispenhortensien-Sorten

Neben dem Anteil fertiler und steriler Blüten unterscheiden sich die verschiedenen Rispenhortensien-Sorten in erster Linie in ihrer Wuchshöhe und Farbe. Zudem eignen sich einige Sorten gut als Hochstamm.

Winterharte Rispenhortensien-Sorten

Rispenhortensie ‘Limelight’: Bis zu 30 cm lange Blütenrispen; lindgrüne Blütenfarbe, wechselt im Verlauf der Blüte über Weiß zu Zartrosa; Blütezeit: Juli – Oktober; Höhe: Bis 2 m; besonders frosthart und robust.

Rispenhortensie ‘Vanille Fraise’: Blüten erscheinen zu Beginn der Blütezeit in Creme- bis Vanilleweiß mit einem Hauch Rosa, im Laufe des Sommers wird das Rosa immer intensiver, bis die Blüten im Spätherbst in kräftigem Purpurrot leuchten; rotbraun gefärbte Triebe; Blütezeit: Juli – November; Höhe: Bis 2 m; winterhart und robust; übersteht auch trockenere Phasen. 

Rispenhortensie der Sorte Vanille Fraise
Die Sorte ‘Vanille Fraise’ bildet vanilleweiße Blütenrispen mit einem Hauch von Rosa [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Rispenhortensie ‘Phantom’: Seltenere Sorte; bildet über 30 cm große Blütenrispen; sie erscheinen zu Anfang in Weiß bis Cremegelb und verfärben sich zum Herbst hin rosa bis rot; Blütezeit: August – Oktober; Höhe: Bis 2,5 m; besonders winterhart.

Rispenhortensie ‘Diamant Rouge’: Besonders große Blütenrispen (35 – 40 cm); zu Beginn der Blüte strahlen sie in reinem Weiß, Farbe wechselt über Rosa zu einem intensiven Himbeerrot; das Laub ist zunächst frisch grün und nimmt im Herbst eine orangene Herbstfärbung an; Blütezeit: Juli – September; Höhe: Bis 2 m; winterhart.

Rispenhortensie ‘Tardiva’: Späte Sorte; lockere, duftende Blütenrispen in Weiß-Rosa; blühen bis in den Oktober hinein und bieten Insekten Nahrung, wenn die meisten anderen Blüten schon verblüht sind; dunkelgrünes Blatt; Blütezeit: Juli – Oktober; Höhe: 2,5 – 3,5 m; gut winterhart und anspruchslos.

Rispenhortensie ‘Kyushu’: Rahmweiße Blütenrispen; angenehmer Duft der fertilen Blüten, der viele Schmetterlinge anzieht; Blütezeit: Juli – September; Höhe: 2 m; sehr frosthart.

Rispenhortensien als Hochstamm: Geeignete Sorten

Neben der Rispenhortensien-Sorte ‘Limelight’ eignen sich auch die Sorten ‘Levana’ und ‘Wim’s Red’ als Hochstamm. Sie sind ebenfalls winterhart. ‘Levana’ bildet sehr große rein weiße Blütenstände von bis zu 50 Zentimetern Länge aus und erreicht Wuchshöhen von 3 bis 5 Metern. Ihre Blütezeit dauert von Juni bis in den September bzw. Oktober. Die grünen Blätter dieser Rispenhortensie bilden einen schönen Kontrast zu den hellen Blüten. Die Sorte ‘Wim’s Red’ zeigt bereits ab Anfang Juni weiße Blütenrispen, die sich zeitversetzt öffnen. Im Laufe der Blütezeit wechselt ihre Farbe über Hellrosa zu intensivem Rot. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Blütenrispen mehrfarbig blühen. ‘Wim’s Red’ wird bis zu 2,5 Meter hoch und blüht bis September. 

Rispenhortensie als Hochstamm
Auch die Erziehung der Rispenhortensie zum Hochstamm ist möglich [Foto: Edita Medeina/ Shutterstock.com]

Rispenhortensien im Kübel: Kleine Sorten für den Topf

Für die Topfbepflanzung auf dem Balkon oder der Terrasse eignen sich kleine Rispenhortensien-Sorten. Die limonengrün blühende Zwerg-Rispenhortensie ‘Mojito’ erreicht eine Wuchshöhe von 90 bis 100 Zentimetern. Die weiß blühende Zwerg-Rispenhortensie ‘Little Spooky’ wird nur etwa 30 bis 50 Zentimeter hoch und die weiß-grünlich bis rosarot blühende Zwerg-Rispenhortensie ‘Little Fraise’ 60 bis 80 Zentimeter.

Rosenhortensie pflanzen: Standort, Zeitpunkt und Vorgehen

Rispenhortensien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Standort im Garten oder auf dem Balkon. Sie können das ganze Jahr über gepflanzt werden, im Idealfall kommen die Pflanzen jedoch im Frühjahr in die Erde. Der Boden sollte frisch, durchlässig, humus- und nährstoffreich sein und einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6 (leicht sauer) haben. Nährstoffarme, sandige Gartenböden sollten vor der Pflanzung mit etwas Kompost oder einer hochwertigen Pflanzerde wie unserer Plantua Bio-Universalerde angereichert werden. Böden mit einer geringen Durchlässigkeit sollte dagegen so viel Sand beigemischt werden, dass er mindestens ein Drittel des Erdvolumens im Pflanzloch ausmacht. Mischen Sie das Substrat gut durch und graben Sie anschließend ein ausreichend großes Pflanzloch. Brechen Sie den Pflanzballen der Rispenhortensie mit den Händen oder einem Spaten leicht auf, um die Verzweigung der Wurzeln anzuregen und stellen Sie ihn in das Pflanzloch. Füllen Sie das Loch mit Substrat auf und drücken Sie fest an.

Gießen Sie großzügig. Mit einer Mulchschicht aus Laubblättern oder Rindenmulch können Sie dafür sorgen, dass sich die Feuchtigkeit beim Gießen länger im Boden hält und nicht so schnell verdunstet. Vor allem bei Pflanzungen in der warmen Jahreszeit muss im Anschluss regelmäßig gegossen werden.

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Tipp: Aus überschüssigem Gartenboden können Sie einen kreisförmigen Gießrand rund um die Hortensie modellieren. Füllen Sie den Gießrand beim Gießen immer mit Wasser auf, sodass es gezielt versickern kann und nicht unkontrolliert oberirdisch abfließt.

Einpflanzen der Rispenhortensie
Um die Durchlässigkeit des Bodens zu erhöhen, kann die Erde im Pflanzloch mit etwas Sand vermischt werden [Foto: ingae/ Shutterstock.com]

Wenn Sie die Rispenhortensie in ein Pflanzgefäß auf der Terrasse oder dem Balkon setzen möchten, sollten Sie bei der Wahl eines geeigneten Kübels darauf achten, dass der Gefäßboden ein Abflussloch besitzt. So wird sichergestellt, dass überschüssiges Gießwasser ablaufen kann und keine Staunässe entsteht. Als Substrat eignet sich eine torffreie Blumenerde wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Blumenerde sehr gut. Mit ihrer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung bietet sie Ihren Rispenhortensien die optimalen Bedingungen für kraftvolles Wachstum und eine üppige Blütenpracht.

Rispenhortensie pflegen

Rispenhortensien sind gegenüber anderen Hortensienarten recht robust und anspruchslos. Neben dem Düngen und Gießen ist ein jährlicher Rückschnitt empfehlenswert, wenn man einen schönen Wuchs mit vielen Blüten fördern will oder nicht viel Platz hat. Wie man Rispenhortensien schneidet, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Rispenhortensien düngen

Insbesondere bei Topfhortensien sollte der Nährstoffvorrat jährlich durch eine Frühjahrsdüngung aufgefüllt werden. So wird der Pflanze ein guter Start in die Vegetationsperiode ermöglicht. Im Sommer kann eine weitere Düngung erfolgen. Durch diese optimale Nährstoffversorgung steht einer reichen Blüte nichts im Wege. Wählen Sie einen vornehmlich organischen Dünger für Rispenhortensien, wie zum Beispiel unseren Plantura Bio-Hortensiendünger mit Langzeitwirkung. Typischen Mangelerscheinungen und Krankheiten von Hortensien wird durch den Bio-Dünger vorgebeugt. Arbeiten Sie ihn leicht in die Erde ein, um seine Wirksamkeit zu erhöhen. Sie können ihn auch unter die Mulchschicht geben, damit er gut angefeuchtet wird und schnell zu wirken beginnt. 

Achtung: Hortensien wurzeln eher flach, unter ihnen sollte also nicht zu stark gegraben oder der Boden gelockert werden, um die Wurzeln nicht zu verletzen.

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Rispenhortensien gießen

Anders als die meisten Hortensienarten können Rispenhortensien auch trockenere Perioden überstehen. Um sie jedoch nicht unnötigem Stress auszusetzen, sollten Sie den Boden um die Pflanzen stets mäßig feucht halten. Gießen Sie regelmäßig und sorgen Sie dafür, dass der Wurzelballen nie vollständig austrocknet. Es empfiehlt sich, die Pflanzen von unten zu wässern. So wird vermieden, dass Wasser auf die Blätter und Blüten gelangt.

Rispenhortensien vermehren

Rispenhortensien können über Stecklinge vermehrt werden. Schneiden Sie hierzu zwischen Juni und Juli etwa 10 bis 15 Zentimeter lange, gesunde und nur schwach verholzte Triebspitzen ohne Blütenknospen von der Hortensie ab. Entfernen Sie alle Blätter bis auf das obere Blattpaar und stecken Sie sie in mit Substrat gefüllte Anzuchtgefäße. Als Substrat eignet sich eine torffreie Aussaaterde wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde hervorragend. Es ist ratsam, die Aussaaterde mit Sand oder Perliten zu mischen, um die Durchlässigkeit zu erhöhen und einen besseren Bewurzelungserfolg zu erzielen. Die Stecklinge werden etwa 2 bis 3 Zentimeter tief in die Erde gesteckt und leicht angedrückt. Halten Sie das Substrat kontinuierlich feucht und achten Sie darauf, dass das Wasser die Stecklinge möglichst weit unten erreicht. An einem hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und einer Temperatur von circa 15 °C bewurzeln sie und wachsen zu neuen Hortensienpflänzchen heran. 

Triebspitzen der Rispenhortensie
Bei der Vermehrung der Rispenhortensie werden ca. 10 cm lange, nicht blühende Triebspitzen als Stecklinge geschnitten [Foto: Dyfrain/ Shutterstock.com]

Rispenhortensien überwintern

Rispenhortensien sind winterhart. Achten Sie beim Kauf Ihrer Rispenhortensien darauf, robuste Pflanzen aus dem Fachhandel zu wählen, die gut abgehärtet wurden. Zudem sollten Sie stets organische beziehungsweise vornehmlich organische Düngemittel verwenden. Mineralischer Dünger gefährdet nämlich die Frosthärte der Pflanzen, insbesondere wenn er zu spät im Jahr eingesetzt wird.

Bei Rispenhortensien im Beet können gegebenenfalls flache Wurzeln mit einer leichten Mulchschicht bedeckt und so vor Frostschäden geschützt werden. In Töpfe gepflanzte Hortensien sollten im Winter zur Sicherheit mit Jutesäcken, Gartenvlies oder Noppenfolie umhüllt werden. Bei älteren Rispenhortensien reicht ein Schutz im unteren Bereich, junge Pflanzen sollten Sie zur Sicherheit vollständig umhüllen. Alternativ können Rispenhortensien im Winter auch in ein helles, geschütztes Winterquartier gestellt werden. Überwintern Sie Rispenhortensien aber auf keinen Fall zu warm. Ein länger andauernder Kältereiz ist nötig, damit die Pflanze in der nächsten Vegetationszeit wieder erfolgreich austreiben und Blüten bilden kann.

Tipp: Wenn Hydrangea paniculata drinnen überwintert wird, sollte sie im Frühjahr langsam wieder an das Licht gewöhnt werden. Denn wenn sie von einem Tag auf den anderen nach draußen gestellt und intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt wird, kann sie schnell Sonnenbrand erleiden.

Wenn Sie erfahren möchten, welche bienenfreundlichen Sträucher es noch für den Garten gibt, empfehlen wir Ihnen unseren Spezialartikel über die 15 schönsten Sträucher für Bienen.

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