logo

Sternwinde: Anbau, Pflege & Überwinterung

Die Sternwinde wird auch Spanische Flagge oder Morning Glory genannt. Ihre Blüte durchläuft einen wunderschönen Farbwechsel und man kann die Sternwinde sogar überwintern.

Sternwinde
Aufgrund ihrer Blütenfarben heißt die Sternwinde auch Spanische Flagge [Foto: c_WaldWiese/ Shutterstock.com]

Neben ihrer Farbenpracht überzeugt die Sternwinde (Ipomoea lobata) auch durch ihre Kletterkünste und ist eine begehrte Schlingpflanze für den Balkon und Garten. Im Folgenden erfahren Sie, worauf man beim Pflanzen achten sollte und wie man die Sternwinde richtig pflegt.

Sternwinde: Herkunft und Eigenschaften

Die Sternwinde – auch Spanische Flagge genannt – ist eine Staude aus Südmexiko und gehört zur Gattung der Prunkwinden (Ipomoea) innerhalb der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Die wärmeliebende Schlingpflanze wird in ihrer Heimat mehrjährig kultiviert, in Deutschland wegen ihrer Frostempfindlichkeit nur einjährig. Mit ihren sich windenden Trieben kann die Sternwinde an anderen Pflanzen oder Rankhilfen emporklettern. Die Laubblätter sind dreilappig und gestielt. Die Blüten, die zu mehreren in einem Wickel angeordnet sind, machen die Sternwinde besonders. Sie öffnen sich von Juli bis September nacheinander von unten nach oben. Knospen und junge Blüten sind rot, öffnet die Blüte sich weiter, verfärbt sie sich orange. Noch ältere und bald welkende Blüten sind gelblich und cremeweiß. So entsteht ein auffälliges Farbenspiel, das der Spanischen Flagge ihren Namen gegeben hat. Sie wird auch als Indianerfeder oder auf Englisch als Morning Glory bezeichnet, denn die Farben erinnern an einen Sonnenaufgang. Die Sternwinde wird in der Regel zwischen 3 und 5 Meter groß und eignet sich als Sichtschutz oder zur Begrünung von Rankgerüsten.

Ipomoea lobata
Die Sternwinde eignet sich als außergewöhnliche Kletterpflanze auch für einen Sichtschutz [Foto: COULANGES/ Shutterstock.com]

Tipp: Wer eine Morning Glory Pflanze im Handel sucht, findet diese nicht nur unter dem Namen Ipomoea lobatasondern auch unter Mina lobata oder Quamoclit lobata, denn die Pflanze wurde im Laufe der Zeit mehrfach von Botanikern eingeordnet und umbenannt.

Ist die Sternwinde bienenfreundlich? Die Gattung der Prunkwinden wird als bienenfreundlich eingestuft. Die Staubblätter der Ipomoea lobata ragen aus den Blüten heraus und sind daher für die Bienen gut zu erreichen.

Morning Glory anbauen: Standort, Aussaat und Vorgehen

Die Sternwinde mag aufgrund ihrer tropischen Herkunft einen warmen und sonnigen Standort. Sie gilt als äußerst hitzetolerant und verträgt auch die Mittagssonne. Auf Nässe, Wind und kühle Temperaturen reagiert die Indianerfeder-Pflanze dagegen empfindlich. Daher ist es wichtig, sie an einem geschützten Standort zu pflanzen.

Sternwinde-Blätter
Auch die Laubblätter sind dekorativ [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Gesät wird die Ipomoea lobata zwischen März und April mit Vorkultur unter einem Glas oder in einem Frühbeet. Alternativ kann man sie auch auf der Fensterbank an einem sonnigen Standort großziehen. Weichen Sie die Samen am besten über Nacht in lauwarmem Wasser ein. Für die Anzucht benötigen Sie ein möglichst nährstoffarmes Substrat. Hierfür eignet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, die speziell an die Bewurzelung von Sämlingen angepasst ist. Sie enthält wertvolle Mineralien und ist torffrei. Es empfiehlt sich, pro Topf drei bis vier Samen auszulegen und diese mit einer Pflanztiefe von 0,5 cm einzusetzen. Bei einer Temperatur von etwa 20 °C erfolgt die Keimung innerhalb von zwei Wochen. Sobald die Spanische Flagge aufkeimt, pikiert man die Pflanzen in einzelne Töpfe und stützt sie mit einem Stab als Kletterhilfe. Die Temperatur kann dann auf 12 bis 15 °C gesenkt werden.

Blüten der Sternwinde
Die unten sitzenden Blüten öffnen sich als erste [Foto: Deep Pixel/ Shutterstock.com]

Ab Ende Mai darf die Morning Glory ins Freiland umziehen. Dort benötigt sie einen humosen, durchlässigen Boden. Pflanzen Sie die Jungpflanze am besten leicht schräg zu einem Rankgitter ein. Ideal zum Klettern sind zum Beispiel senkrecht gespannte Seile oder dünnere Äste, um die sich die Pflanze winden kann. Soll sie als Sichtschutz dienen, werden mehrere Pflanzen im Abstand von 80 cm gepflanzt und ein Spalier als Rankhilfe genutzt.

Sie können die Sternwinde auch problemlos auf dem Balkon oder auf der Terrasse in Kübeln halten. Da sie schnell wächst, muss dabei darauf geachtet werden, einen großen Ton- oder Steintopf mit einem Durchmesser von 60 – 80 cm und Abflusslöchern auszuwählen. Zudem benötigen Sie eine kompostreiche Gartenerde, wie beispielsweise unsere Plantura Bio-KomposterdeDiese wird nachhaltig in Deutschland produziert und enthält ausschließlich natürliche und wertvolle Rohstoffe.

Plantura Bio-Komposterde
Plantura Bio-Komposterde
Bio, torffrei & klimafreundlich:
Ideal auch für Hochbeete geeignet,
sorgt für eine reiche, aromatische Ernte

Die richtige Sternwinden-Pflege

Die Indianerfeder ist eine Pflanze, die während der Wachstumsphase nur wenig gegossen werden muss. Sie verträgt keine Staunässe. Gleichzeitig sollten die Wurzeln aber auch zu keinem Zeitpunkt vollständig austrocknen. Bei sehr hohen Tagestemperaturen im Hochsommer braucht die Pflanze viel Wasser und muss gegebenenfalls zweimal am Tag gegossen werden.

Tipp: Wenn das Rankgerüst zu breit ist, um umschlungen zu werden oder Sie die Sternwinde in eine bestimmte Richtung lenken wollen, können Sie sie locker an der Kletterhilfe anbinden.

Um viele gesunde Doldenblüten bilden zu können, benötigt die Sternwinde eine Menge an Nährstoffen. Beim Düngen sollten Sie darauf achten, einen Dünger zu wählen, der einen hohen Kalium-Anteil besitzt. Denn Kalium fördert gemeinsam mit Phosphor die Blütenbildung. Hier bietet sich unser Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger, den Sie alle zwei Wochen ins Gießwasser geben sollten, hervorragend an. Unser organischer Dünger gibt alle wichtigen Nährstoffe schnell an die Pflanze ab und sorgt nebenbei für ein gesundes Bodenleben.

Sternwinde an Rankhilfe
Es sollte auch eine Rankhilfe verwendet werden, an der die Morning Glory hinaufklettern kann [Foto: Banzy/ Shutterstock.com]

Sternwinde blüht nicht: Sollte Ihre Sternwinde nicht blühen, könnte dies an einem zu hohen Stickstoffgehalt des Substrates oder an einem zu schattigen und ungeschützten Standort liegen. Wenn das Substrat mit Laub oder Unkraut bedeckt ist, sollte dieses entfernt werden. Es verhindert nämlich die Luftzirkulation im Boden. Verwenden Sie bestenfalls ein organisches Material, wie zum Beispiel Rindenkompost, um den Boden damit abzudecken.

Sternwinde vermehren

Die Sternwinde wird über Samen oder Stecklinge vermehrt. Das Saatgut muss meist im Fachhandel erworben werden, da die Blüten zwar durch Schmetterlinge bestäubt werden, unsere Witterungsverhältnisse jedoch meist keine vollständige Reife erlauben. Daher kann die Morning Glory meist keine Samen ausbilden. Stattdessen können Sie aber Stecklinge von der Mutterpflanze schneiden. Die weichen Stecklinge werden im Frühjahr mit einem scharfen Messer abgeschnitten und in Anzuchterde gesteckt. Die Erde sollte nun ausreichend feucht gehalten werden. Auch eine eher hohe Luftfeuchtigkeit fördert den Vermehrungserfolg. Überwintern Sie die Stecklinge an einem hellen und warmen Platz in der Wohnung. Im nächsten Frühjahr können die Pflanzen dann nach draußen gestellt werden.

Sternwinde in der Sonne
Die Sternwinde mag einen sonnigen und warmen Standort [Foto: Daniela Calota Lita/ Shutterstock.com]

Ist die Sternwinde winterhart?

Leider ist die Sternwinde nicht winterhart, sondern sehr frostempfindlich und wird daher häufig nur einjährig kultiviert. In der Wohnung können Sie die Sternwinde auch überwintern und sie so mehrjährig kultivieren. Suchen Sie ihr dafür einen hellen Platz bei Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. In der Winterpause sollte die Sternwinde nicht gedüngt und nur wenig gegossen werden. Regelmäßiges Lüften tut der Sternwinde zu dieser Zeit gut.

Ist die Sternwinde giftig?

Wie fast alle Windengewächse ist auch die Sternwinde giftig und kann sowohl für Haustiere als auch für Kinder beim Verzehr gefährlich werden. Ein Hautkontakt ist in der Regel allerdings harmlos.

Indianerfeder
Im Garten übersteht die Sternwinde den Winter nicht [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Die Süßkartoffel ist ebenfalls ein Windengewächs. Sie schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch sehr dekorativ. Wir geben 10 Tipps und Tricks zur Süßkartoffel, vom Anbau bis zur Ernte.

Erhalten Sie unsere Garten-Post

Jetzt für unsere kostenlose Garten-Post anmelden und tolle Garten-Tipps sowie Inspirationen regelmäßig ins Email-Postfach bekommen.