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Storchschnabel pflanzen, pflegen & überwintern

Storchschnäbel sind vielfältige Stauden für jeden Garten. Alles, was Sie zum Pflanzen von Storchschnabel und der anschließenden Pflege wissen müssen, erfahren Sie hier.

Storchschnabel-Blüten
Der blühfreudige Storchschnabel lässt sich in jedem Garten und im Topf pflanzen [Foto: Eileen Kumpf/ Shutterstock.com]

Storchschnäbel (Geranium) sind anpassungsfähige und robuste Staudenpflanzen, die sich für jeden Garten und sogar für den Balkon eignen. Wir geben hilfreiche Tipps zur Standortwahl, Pflanzung und Pflege von Storchschnabel.

Storchschnabel pflanzen

Bei der Pflanzung von Storchschnabel gilt es, den optimalen Standort, den richtigen Pflanzabstand und die Bodenbearbeitung zu beachten. Wir haben die wichtigsten Aspekte zusammengestellt.

Der richtige Standort für Storchschnabel

Je nach Art besitzen Storchschnäbel gänzlich unterschiedliche Ansprüche an den Standort. Im Allgemeinen liegt ein guter Ort für Storchschnabel im Halbschatten bis vollsonnig auf durchlässigen, gut wasserspeichernden und humosen Böden. Eine gute Drainage ist bei den meisten Arten für die Pflanzung von Storchschnabel im Kübel und auf sehr schweren Böden notwendig, da Staunässe nicht vertragen wird. Das Einarbeiten von Kompost kann sowohl zu sandige als auch tonige, verdichtete Böden verbessern. Ein hoher Gehalt an organischer Substanz ist entscheidend. Denn durch die Beimengung erhöhen sich sowohl die Wasserspeicherfähigkeit als auch die Bodendurchlüftung. Ist kein reifer Kompost vorhanden, empfehlen die Verwendung einer kompostreichen, hochwertigen Pflanzerde wie unserer Plantura Bio-Blumenerde. Sie ist speziell auf Blühpflanzen abgestimmt und eignet sich somit ideal für die Pflanzung von Storchschnabel – egal ob im Topf oder im Beet.

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Storchschnabel kombinieren: Niedrige, bodendeckende Storchschnäbel lassen sich ideal mit Schleierkraut (Gypsophila), Federnelke (Dianthus plumarius) und niedrigen Gräsern, aber auch mit Eisenkraut (Verbena) kombinieren. Hochwachsende Stauden wie der Prachtstorchschnabel (Geranium ibericum x platypetalum) gedeihen besonders schön vor Gehölzen oder in Kombination mit weißblühenden Rosen (Rosa), Frauenmantel (Alchemilla mollis) und Präriestauden wie Rudbeckie (Rudbeckia) und Scheinsonnenhut (Echinacea).

Storchschnabel im Schatten
Storchschnabel lässt sich gut mit Rosen oder Frauenmantel kombinieren [Foto: Olga Glagazina/ Shutterstock.com]

Anleitung zum Säen und Pflanzen

Storchschnabel erhält man in Gärtnereien oder Gartencentern als Containerpflanzen in verschiedenen Größen. Einige wenige Storchschnabel-Arten und -Sorten wie der Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) sind auch als Saatgut verfügbar. Da sich die meisten Storchschnäbel selbst großzügig aussäen, ist die Anzucht von Storchschnabel durch Aussaat kaum notwendig. Storchschnabel-Samen sind Kaltkeimer. Sie können erst nach einer Kälteperiode von mehreren Wochen keimen. Nach einer Kältebehandlung im Kühlfach oder im Freien werden die Samen zwischen Januar und März auf dem Fensterbrett etwa 1 cm tief in nährstoffarmes Anzuchtsubstrat ausgesät. Dafür empfehlen wir unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Das Ganze wird feucht gehalten und bei 15 bis 20 °C zum Keimen gebracht. Die Jungpflanzen können im Frühjahr nach dem Abhärten ausgepflanzt werden. Der ideale Zeitpunkt zur Pflanzung von Storchschnabel liegt im Frühjahr oder Spätherbst zwischen Oktober und dem ersten Frost. Junge und empfindliche Pflanzen sollten besser im zeitigen Frühjahr ab März in den Boden gesetzt werden.

Storchschnabel-Pflanzen
Storchschnabel eignen sich zur Pflanzung in Kleingruppen, sodass sich mit der Zeit ein dichter Bestand bildet [Foto: Olga Glagazina/ Shutterstock.com]

Storchschnäbel lassen sich gut in Kleingruppen von 10 bis 15 Pflanzen setzen, die später einen dichten Bestand ausbilden. Bei bodendeckenden, kleinwüchsigen Sorten rechnet man mit 15 bis 25 Pflanzen, bei größeren Einzelstauden etwa 4 bis 8 Pflanzen je Quadratmeter. Der Pflanzabstand vom Storchschnabel zu anderen Stauden beträgt dabei 30 bis 50 cm. Möchten Sie Storchschnabel pflanzen, sollten Sie zunächst den Boden gut vorbereiten. Unkraut auf der künftigen Pflanzfläche sollte entfernt und der Boden großflächig und etwa spatentief aufgelockert werden. Heben Sie nun für jeden Storchschnabel ein Pflanzloch aus, welches etwa 1,5-mal so groß ist wie der Wurzelballen. Heben Sie die Staude vorsichtig aus dem Topf heraus, lockern Sie den Wurzelballen mit den Fingern etwas auf und setzen Sie den Storchschnabel in die Erde. Die Stauden sollten auf demselben Erdniveau sitzen wie zuvor im Container. Füllen Sie das Pflanzloch nun mit Substrat auf, drücken Sie rundherum leicht an und wässern Sie anschließend ausgiebig. Wird Storchschnabel in Kübel oder Pflanztröge gesetzt, sollte neben einem guten Wasserabfluss auch eine Drainageschicht vorhanden sein, um Staunässe zu vermeiden. Eine 5 bis 10 cm hohe Schicht aus Blähton, Kies, größeren Steinen oder Sand lässt überschüssiges Wasser nach dem Gießen oder Regen schnell abfließen.

Tipp: Das Umpflanzen von Storchschnabel kann bei selbstaussäenden Sorten notwendig werden. Bereiten Sie zunächst die Pflanzlöcher für die Jungstauden vor, bevor Sie diese mit einer Handschaufel vorsichtig und mit möglichst vollständigem Wurzelwerk aus der Erde heben. Versetzen Sie die jungen Storchschnäbel nun an den neuen Standort.

Zusammenfassung: Storchschnabel säen und pflanzen

  • Aussaat: Zwischen Januar und März 1 cm tief in Anzuchterde aussäen
  • Zeitpunkt: Auspflanzung im Frühjahr oder Spätherbst
  • Pflanzabstand: 15-25 Pflanzen pro m2 bei kleinwüchsigen Sorten; 4-8 Pflanzen pro m2 bei größeren Einzelstauden; 30-50 cm Abstand zu anderen Stauden
  • Storchschnabel im Topf: Drainageschicht aus Blähton, Kies, Steinen oder Sand einfüllen
Storchschnabel in der Sonne
Im Frühjahr zum Austrieb ist die beste Zeit, um Storchschnabel zu düngen [Foto: Manfred Ruckszio/ Shutterstock.com]

Storchschnabel pflegen

Damit sich die anpassungsfähigen und wüchsigen Stauden im Garten schnell wohlfühlen, finden Sie nachfolgend die wichtigsten Tipps zur Pflege von Storchschnabel.

Gießen und Düngen

In den ersten Wochen nach der Pflanzung und im Topf sollten Sie Ihre Storchschnäbel regelmäßig gießen. Ist der Storchschnabel einmal angewachsen, benötigt er lediglich in heißen und trockenen Sommermonaten eine Bewässerung.

Storchschnäbel sind genügsame Stauden und Wildpflanzen, die auch auf kargen Böden gedeihen. Eine Düngung ist nur einmal im Jahr notwendig und im Frühjahr zum Austrieb des Laubes sinnvoll. Wie empfehlen hierbei einen vorwiegend organischen Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Blumendünger. Er fördert dank seiner speziellen Zusammensetzung die Blühfreudigkeit und kräftig grünes Blattwerk. Das Granulat wird im Frühling rund um die Stauden herum ausgebracht und oberflächlich eingearbeitet. Im Laufe von drei Monaten setzen Bodenorganismen die enthaltenen Nährstoffe frei und führen sie den Pflanzenwurzeln langsam und schonend zu.

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Storchschnabel schneiden

Im Herbst ist der richtige Zeitpunkt, um den Storchschnabel zu schneiden, mit Ausnahme der immergrünen Arten und Sorten. Das Laub beginnt zu verwelken und stirbt im Spätherbst komplett ab. Aus ästhetischen Gründen und um Pilzinfektionen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die abgestorbenen Blätter abzuschneiden. Alternativ lassen Sie das Laub als Winterschutz bis ins zeitige Frühjahr stehen und schneiden erst kurz vor dem Neuaustrieb zurück.

Sollte man Storchschnabel nach der Blüte schneiden? Manche Arten und Sorten des Storchschnabels können bei einem Rückschnitt nach der Blüte einige Wochen später eine zweite Blüte ausbilden. Sie werden als remontierende Stauden bezeichnet. Bei hochwachsenden Storchschnäbeln wie dem Pracht-Storchschnabel kann ein Rückschnitt nach dem Blühen die Standfestigkeit erhöhen. Auch das unkontrollierte Versamen kann durch einen Schnitt direkt nach der Blüte verhindert werden. Die Pflanzen sollten dabei bis auf eine Handbreite hoch vollständig zurückgeschnitten werden.

Storchschnabel nach Rückschnitt
Durch einen Rückschnitt nach der Blüte lässt sich das unkontrollierte Versamen von Storchschnabel vermeiden [Foto: tamu1500/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge und Krankheiten

Storchschnabel wird nur selten von Krankheiten befallen. In feuchten Jahren und bei empfindlicheren Sorten tritt jedoch vermehrt Mehltau auf. Blattfressende Schädlinge können bei Storchschnabel allerdings größere Schäden verursachen. Hierzu gehören Blattwanzen (Heteroptera), der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) und die Larven der Storchschnabel-Blattwespe (Protoemphytus carpini).

Storchschnabel im Topf
Storchschnabel im Topf sollte mit einem Winterschutz versehen werden, damit die Wurzeln nicht durchfrieren [Foto: Raicho Minev/ Shutterstock.com]

Ist Storchschnabel winterhart?

Die meisten Storchschnäbel sind winterhart. Je nach Art unterscheidet sich die Frosthärte jedoch bedeutend. Während beispielsweise der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) Temperaturen bis zu -40 °C erträgt, überstehen manch zarte Hybridsorten nur Minusgrade bis höchstens -12 °C. Achten Sie daher auf die Ansprüche Ihrer Pflanze und bedecken Sie empfindliche Sorten bei Bedarf mit einer schützenden Laubschicht. Storchschnabel im Kübel sollte einen isolierenden Schutz mit Vlies, Jute oder Nadelzweigen um den Topf herum erhalten, damit der Wurzelballen nicht durchfriert. Kälteempfindliche Sorten können in harschen Wintern frostfrei im Keller oder Schuppen überwintert werden. In der Winterzeit sollte bis zum Neuaustrieb nur äußerst reduziert gewässert und nicht gedüngt werden.

Anpassungsfähige, bodendeckende Stauden für den Schatten oder Halbschatten sind neben Storchschnabel auch die zierlich blühenden Elfenblumen (Epimedium). Wir stellen die schönsten Arten sowie Sorten vor und geben Tipps zur Pflanzung und Pflege.

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