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Strelitzie: Pflanzen, Vermehren & Giftigkeit der Paradiesvogelblume

Die Paradiesvogelblume hat ihren Namen nicht ohne Grund. Die Blüten erinnern an farbenfrohe Vogelköpfe und werden gerne als Schnittblumen verwendet.

Paradiesvogelblume
Das Hochblatt erinnert an einen Vogelschnabel Foto: Lady_Luck/ Shutterstock.com]

Doch auch als Kübelpflanze können die Papageienblumen (Strelitzia reginae) in der Wohnung gehalten werden. Am richtigen Standort blühen die Pflanzen sogar das ganze Jahr über und können leicht vermehrt werden. Hier erfahren Sie, wie ein passender Standort aussieht und wie Sie die Paradiesvogelblume vermehren können.

Strelitzie: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Bei den Strelitzien handelt es sich um eine Pflanzengattung (Strelitzia), zu der fünf Arten gehören. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im südlichen Afrika. Die krautigen, horstbildenden Pflanzen können entweder baumartig wachsen oder bilden überhaupt keinen Stamm aus. Die Königs-Stelitzie oder Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae) kann auch als Zimmerpflanze gehalten werden und ist aufgrund ihrer Blüten sehr beliebt. Der Blütenstand wird von einem Hochblatt umgeben, das spitz zuläuft und an den Schnabel eines Vogels erinnert. Am Naturstandort dient es sozusagen als Sitzstange für Nektarvögel, welche die Pflanze auch bestäuben. Mit den daraus herausragenden, farbenfrohen Blüten erinnert der Blütenstand an einen exotischen Vogel. Daher hat die Paradiesvogelblume, die auch Papageienblume genannt wird, wohl auch ihren Namen. Während sich die Strelitzia-Blüte in der Natur von Dezember bis Mai erstreckt, hat die Paradiesvogelblume bei uns eine Blütezeit von April bis Juni. An einem guten Standort ist aber auch eine ganzjährige Strelitzia-Blüte möglich. Die ersten Blüten erscheinen bei einer Strelitzie erst im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Laubblätter sind länglich, können bis zu 50 cm lang werden und sehen ähnlich aus wie die Blätter von Bananenpflanzen. Beide gehören zur selben Pflanzenordnung, den Ingwerartigen (Zingiberales). Mit 80 bis 200 cm erreicht die Papageienblume eine stattliche Größe.

falsche Paradiesvogelblume
Die “falsche” Paradiesvogelblume, Heliconia angusta, sieht der Strelitzia ähnlich [Foto: Linda Hughes Photography/ Shutterstock.com]

Tipp: Strelitzia reginae wurde zu Ehren der britischen Königin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz benannt. Das lateinische Wort reginae bedeutet Königin.

Welche Pflanzen sehen der Papageienblume ähnlich? Es gibt noch weitere Pflanzen, die teilweise als Paradiesvogelblumen bezeichnet werden und der Papageienblume recht ähnlich sehen. Die falsche Paradiesvogelblume (Heliconia angusta) bildet zum Beispiel ebenfalls exotische, farbenfrohe Blüten. Durch die ähnlich aussehenden Blätter besteht auch bei Bananenpflanzen (Musa) Verwechslungsgefahr.

Die schönsten Arten und Sorten

Neben der Königin-Strelitzie gibt es vier weitere Strelitzia-Arten, die in unseren Breiten jedoch nur in großen Gewächshäusern gehalten werden können. Von der Paradiesvogelblume existieren zudem zwei Sorten in verschiedenen Farben:

  • ‘Mandela’s Gold’: Die Paradiesvogelblume bildet bei dieser Sorte goldgelbe Blüten aus.
  • Strelitzia reginae ‘Red Hot Flame’: Diese Sorte sieht ‘Mandela’s Gold’ sehr ähnlich, jedoch ist die Blütenbasis dieser Strelitzia leuchtend rot gefärbt.
Strelitzien-Blüte
Sorten wie Strelitzia reginae ‘Mandela’s Gold’ blühen in kräftigem Gelb [Foto: David Steele/ Shutterstock.com]

Strelitzie pflanzen: Standort, Erde und Vorgehen

Für die Paradiesvogelblume sollte der Standort warm sein mit etwa 20 – 25 °C. Eines ist für die Strelitzie besonders wichtig: Licht! Es kann ihr kaum hell genug sein. Sie steht gern im Wintergarten oder am Südfenster und mag auch direktes Sonnenlicht. Steht sie im Schatten, so bildet sie kaum oder gar keine Blüten aus. Nach den Eisheiligen im Mai können Sie die Strelitzie ohne Probleme nach draußen stellen und sollten dies auch tun, denn außerhalb von Fensterscheiben ist das Sonnenlicht um einiges stärker. Um die Pflanze langsam an die Umgebung zu gewöhnen, stellen Sie sie zunächst halbschattig auf und ziehen Sie erst später an einen sonnigeren Standort um. Da die Strelitzie nicht winterhart ist, darf sie nicht direkt nach draußen gepflanzt werden, sondern sollte im Kübel stehen. Wenn es im September nachts kälter wird, holen Sie die Papageienblume wieder ins Haus. Temperaturen unter 3 °C verträgt die Strelitzie nicht gut und schwächen sie stark. Im Winter steht sie gerne an einem möglichst hellen Platz bei 10 – 15 °C.

Strelitzie im Topf
Paradiesvogelblumen lassen sich problemlos im Kübel halten [Foto: SariMe/ Shutterstock.com]

Um die Strelitzie zu pflanzen, verwenden Sie ein strukturstabiles und nährstoffreiches Substrat. Gut geeignet ist zum Beispiel unsere Plantura Bio-Blumenerde, die Wasser lange speichern kann und mit ihren Nährstoffen eine reiche Blütenbildung unterstützt. Unsere Erde enthält keinen Torf und besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen. Die enthaltenen Kokosfasern sorgen für eine langanhaltende, stabile Struktur. Für noch mehr Stabilität kann noch etwa 10 % Blähton untergemischt werden.

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Vor dem Pflanzen wird in einen großen Pflanzkübel zunächst eine Drainageschicht aus grobem Material wie Blähton oder Kieselsteinen angelegt. So kann das Gießwasser später besser abfließen und Staunässe kann vermieden werden. Darauf folgt eine Schicht Substrat, auf die dann vorsichtig der Wurzelballen der Paradiesvogelblume gesetzt wird. Füllen Sie alle Lücken mit Erde auf und drücken Sie alles gut fest. Zum Schluss wird angegossen. Nun ist eine angemessene Pflege der Paradiesvogelblume wichtig.

Tipp: Die Strelitzie hat sehr empfindliche Wurzeln, weshalb sie nur alle drei bis vier Jahre umgetopft wird. Daher ist es besonders wichtig, eine lange strukturstabile Erde zu verwenden. Zum Umtopfen braucht man dennoch keinen sehr viel größeren Topf als zuvor, da dies zu verminderter Blütenbildung führen kann.

Paradiesvogelblume vermehren

Wenn Sie bereits eine Paradiesvogelblume besitzen, ist das Gewinnen von Seitentrieben die einfachste Methode, um die Strelitzia zu vermehren. Ältere Exemplare bilden oft bewurzelte Seitentriebe, die man einfach von der Mutterpflanze abnehmen kann. Je älter und größer einer davon ist, desto schneller wird er blühen. Da Strelitzien selten umgetopft werden sollten, pflanzen Sie den Seitentrieb direkt in einen ausreichend großen Topf. Stellen Sie die abgetrennte Strelitzie zunächst halbschattig auf und düngen Sie die Pflanze nicht, damit mehr Wurzeln gebildet werden. Nach etwa fünf Wochen können Sie die kleine Paradiesvogelblume wie die Mutterpflanze behandeln.

Strelitzie-Pflanze
Die dicken, fleischigen Wurzeln können Sie teilen und die Strelitzie so vermehren [Foto: theapflueger/ Shutterstock.com]

Auch Samen können für die Paradiesvogelblumen-Vermehrung genutzt werden. Die Keimung kann jedoch mindestens mehrere Wochen, manchmal sogar Monate dauern und bis zur ersten Blüte vergehen bis zu sechs Jahre. Die Samen können nur im Fachhandel erworben werden, denn eine Fruchtbildung ist bei Zimmerstrelitzien eher unwahrscheinlich. Die Strelitzia-Samen sind schwarz und besitzen orangefarbene Härchen als Mantel, den Arillus. Dieser sollte vor der Aussaat entfernt werden. Legen Sie die Samen für ein bis zwei Tage in heißes Wasser ein, das in einer Thermoskanne warmgehalten wird. So kann das Saatgut vorquellen und der Arillus anschließend leichter entfernt werden. Füllen Sie einige Töpfe mit Anzuchterde, wie zum Beispiel unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Unsere Erde ist torffrei und enthält nur eine geringe Menge an Nährstoffen, sodass das Wurzelwachstum der kleinen Pflänzchen gefördert wird. Drücken Sie die Samen etwa 3 cm tief in die Erde und halten Sie das Substrat anschließend leicht feucht. An einem hellen Platz und bei Temperaturen von rund 21 °C gelingt die Keimung am besten. Decken Sie die Töpfe für eine hohe Luftfeuchte mit Frischhaltefolie ab, die Sie alle zwei Tage lüften.

Samen der Strelitzie
Der orangefarbene Arillus sollte vor der Aussaat entfernt werden [Foto: Shulevskyy Volodymyr/ Shutterstock.com]

Ist die Strelitzie giftig?

Sowohl für Menschen als auch für Tiere ist die Strelitzie schwach giftig. Pflanzenteile sollten nicht verzehrt werden, da sonst Magen-Darm-Beschwerden drohen.

Die großen Blätter der Strelitzien ähneln denen von Bananenpflanzen. Bananen bilden bei guter Pflege ebenfalls große und farbenfrohe Blüten aus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Bananenpflanze zu Hause halten können.

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