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Syngonium: Pflege, Arten & Vermehrung der Purpurtute

Die Purpurtute ist durch ihre rankenden Triebe ein echter Hingucker. Wir stellen die schönsten Syngonium-Arten und Sorten vor und geben Tipps zur Pflege.

Purpurtute im Topf
Die Purpurtute kann buschig wachsen oder lange Ausläufer bilden [Foto: Mary Berkasova/ Shutterstock.com]

Purpurtuten sind vor allem hinsichtlich ihrer Blätter besonders. Deren Form kann sich nämlich ändern, je nachdem wie die Pflanze wächst und gepflegt wird. Man spricht deshalb auch von der veränderlichen Purpurtute. Wie Sie die tropische Pflanze richtig pflegen und welche Sorten es gibt, erfahren Sie hier.

Syngonium: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Die Purpurtute (Syngonium) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Aracea). Sie kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und wächst dort vor allem in tropischen und subtropischen Wäldern. Die immergrüne Pflanze kann bis zu 20 Meter lang werden und bildet lange Triebe, die entweder über den Boden kriechen, oder an Bäumen empor klettern. Wenn die Purpurtute als Zimmerpflanze gehalten wird, erreicht sie Längen von bis zu zwei Metern. Ihr Laub ist je nach Art und Sorte grün, rötlich, weiß oder auch mehrfarbig. Welche Form die Blätter haben und bekommen, hängt vom Alter der Triebe und von der Sorte ab. An Trieben im adulten Stadium bilden sich Blätter anderer Gestalt. So kann Syngonium ovale oder elliptische, pfeilförmige oder auch geteilte oder tief eingeschnittene Blätter bilden. Die Art Syngonium podophyllum ist die gängigste Zimmerpflanzen-Purpurtute und wird auch als „veränderliche Purpurtute“ bezeichnet.

Die Blüte von Syngonium ist eher unspektakulär und wie bei allen Aronstabgewächsen kolbenförmig. Als Zimmerpflanze kommt die Purpurtute in der Regel nicht zur Blüte. Ebenso typisch für die Familie der Aronstabgewächse zählt Syngonium zu den giftigen Pflanzen.

Tipp: Viele Aronstabgewächse, darunter auch Syngonium, nutzen Thermogenese, um Käfer zur Bestäubung anzulocken. Dabei erwärmt sich der Blütenkolben im Verhältnis zur Umgebungstemperatur um bis zu 12 °C. Zusätzlich erzeugt die Pflanze einen starken, für uns eher unappetitlichen Geruch, der für die Bestäuber eine Nahrungsquelle imitieren soll.

Blätter des Syngoniums
Mit fortgeschrittenem Alter können sich die Blätter von Syngonium verändern [Foto: Agungky/ Shutterstock.com]

Die schönsten Syngonium-Arten und -Sorten

Die Syngonium-Arten und -Sorten unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Blattfarbe, aber auch die Wuchseigenschaften können von Art zu Art verschieden sein. Pflegemaßnahmen und Standortansprüche sind unter den Sorten gleich. Nur der Lichtbedarf ist bei Sorten mit helleren Blättern etwas höher. Wir stellen kurz einige schöne Arten und Sorten vor.

  • Syngonium podophyllum ‘Albo Variegata’: Hierbei handelt es sich um eine Sorte der Art Syngonium podophyllum, die sich von der eigentlichen Art durch ihre weiß panaschierten Blätter unterscheidet. Sie wird oft botanisch nicht ganz korrekt „Syngonium variegata“ oder „Syngonium albo variegata“ genannt. Manchmal erfolgt der Farbwechsel auf dem Blatt auch genau in der Mitte.
Syngonium Albo Variegata
Die Blätter von Syngonium podophyllum ‘Albo Variegata’ sind teils Grün und teils Weiß [Foto: lito_lakwatsero/ Shutterstock.com]
  • Syngonium podophyllum ‘Arrow’: Der Klassiker unter den Purpurtuten besitzt pfeilförmige Blätter, die der Sorte ihren Namen gegeben haben. Die Blätter sind grün mit weißen Adern und sitzen an langen Trieben, die klettern oder aus einer Blumenampel herabhängen können.
Syngonium podophyllum
Die pfeilförmigen Blätter sind typisch für Syngonium podophyllum [Foto: MaxiNet/ Shutterstock]
  • Syngonium podophyllum ‘Pixie’: Auch diese Sorte hat grün-weiße Blätter, bleibt aber kleiner als die eigentliche Art und erreicht Größen von etwa 30 cm. Sie kann kompakt wachsen oder auch klettern.
Syngonium podophyllum Pixie
Die Sorte ‘Pixie’ bleibt kleiner als die anderen Sorten [Foto: AndikhaGalileo/ Shutterstock.com]
  • Syngonium podophyllum ‘Pink’: Wie der Name schon sagt, entwickelt diese Purpurtuten-Sorte pink- oder rosafarbene Blätter. Eine ähnliche Sorte ist Syngonium podophyllum ‘Pink Splash’, deren Blätter nicht vollständig pink gefärbt sind, sondern so aussehen, als hätte man sie mit rosa Farbe bespritzt. Wer zartrosa gefärbte Blätter mag, wird auch an der Sorte Syngonium podophyllum ‘Neon Robusta’ Gefallen finden.
Syngonium podophyllum Pink
Syngonium podophyllum ‘Pink’ besitzt rosafarbene Blätter [Foto: Firn/ Shutterstock.com]
  • Syngonium podophyllum ‘Trileaf Wonder’: Auch bei dieser Sorte ist der Name Programm. Die Blätter sind nicht pfeilförmig, sondern dreigeteilt, mit zwei kleinen Blättern, die links und rechts an der Blattbasis entspringen und in deren Mitte sich ein großes Blatt befindet. Zudem glänzen die Blätter dunkelgrün.
Syngonium podophyllum Trileaf Wonder
Geteilte, glänzende Blätter von Syngonium podophyllum ‘Trileaf Wonder’ [Foto: Firn/ Shutterstock.com]
  • Syngonium wendlandii: Hierbei handelt es sich nicht um eine Sorte, sondern um eine eigene Syngonium Art. Ihre Blätter sind etwas länglicher als die von Syngonium podophyllum und dunkelgrün gefärbt. Der Mittelnerv der Blätter hebt sich weiß vom Rest des Blattes ab.
Syngonium-Art
Bei dieser Art sticht die zentrale Blattader besonders hervor [Foto: Gatot Adri/ Shutterstock.com]

Verwechslungsgefahr von Syngonium (Purpurtute) und Philodendron (Baumfreund):

Die beiden Gattungen Syngonium und Philodendron sehen sich sehr ähnlich und sind deshalb leicht zu verwechseln. Das ist kein Wunder, denn beide gehören sie zu den Aronstabgewächsen. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale finden Sie an den Blättern:

  • Blattform: Syngonium hat pfeilförmige Blätter, Philodendron herzförmige (je nach Sorte kann es allerdings schwieriger sein, die Unterschiede zu erkennen).
  • Blattnerven: Bei Syngonium laufen die Blattnerven noch vor Erreichen des Blattrandes ineinander, bei Philodendron laufen sie einzeln bis zum Blattrand.

Purpurtute pflanzen: Standort, Erde und Co .

Die Purpurtute bevorzugt einen hellen Standort mit ausreichend Licht. Direkte Sonne sollte jedoch vermieden werden. Außerdem ist es wichtig, sich für den Lichtbedarf an der Blattfärbung der jeweiligen Sorte zu orientieren. Purpurtuten-Sorten mit hellen Blättern oder einem hohen Anteil weißer Färbung benötigen mehr Licht, um sich über die Photosynthese ausreichend mit Energie versorgen zu können. Vollständig grüne Sorten besitzen mehr Chlorophyll und können daher auch in einem weniger hellen Bereich gedeihen.

Die Temperatur sollte für Syngonium zwischen 15 und 20 °C liegen und keinesfalls unter 15 °C sinken. Auch wenn es wärmer wird, ist das für die Purpurtute nicht ideal.
In dem Fall sollte auf jeden Fall auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Diese muss auch bei Idealtemperaturen erhöht sein, damit die Purpurtute schön wächst. Besprühen Sie die Pflanze deshalb regelmäßig mit kalkfreiem Wasser.

Syngonium im Badezimmer
Da die Purpurtute eine hohe Luftfeuchte benötigt, eignet sich auch ein helles Badezimmer als Standort [Foto: Jus_Ol/ Shutterstock.com]

An das Substrat stellt die Purpurtute keine besonderen Ansprüche. Eine hohe Durchlässigkeit ist jedoch wichtig, damit es nicht zu Staunässe kommt. Um den Wasserabfluss zu sichern, legen Sie eine Drainageschicht aus Tonscherben, Steinen oder Blähton auf den Topfboden. Danach pflanzen Sie die Purpurtute in hochwertige Erde, wie zum Beispiel unsere Plantura Bio-Universalerde. Da Syngonium ein leicht saures Milieu bevorzugt, ist unsere Erde mit einem pH-Wert von 6,1 bis 6,9 optimal geeignet. Durch die enthaltenen Tonminerale wird das Wasser gut gespeichert und bei Trockenheit wieder freigegeben. Die Herstellung aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf schont dabei die Umwelt . Für eine noch bessere Durchlässigkeit kann zusätzlich 30 % gebrochener Blähton oder Pinienrinde untergemischt werden.

Etwa alle 2 bis 3 Jahre zu Beginn des Frühjahrs sollte die Purpurtute in frische Erde umgetopft werden. Wählen Sie einen Topf, der im Durchmesser etwas größer ist als der Alte. So haben die Wurzeln mehr Platz und können sich entwickeln, was auch das oberirdische Wachstum unterstützt.

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Syngonium-Pflege: Die wichtigsten Maßnahmen

Die Syngonium-Pflege gestaltet sich nicht besonders schwierig, einzig an das Gießwasser stellt die Pflanze ein paar Ansprüche.

Syngonium-Pflege
Im Sommer reicht es aus, die Purpurtute einmal pro Woche zu gießen [Foto: Switlana Sonyashna/ Shutterstock.com]

Gießen

Gießen Sie die Purpurtute etwa einmal pro Woche mit kalkfreiem Wasser. Die Wassertemperatur sollte zimmerwarm sein, im Idealfall nutzen Sie einfach Regenwasser. Lassen Sie den Wurzelballen nie vollständig austrocknen, sondern wässern Sie, wenn die Substratoberfläche nicht mehr feucht ist. Abgeflossenes Gießwasser im Untersetzer sollten Sie entfernen, damit die Purpurtute keine nassen Füße bekommt.
Im Winter kann weniger gegossen werden, da die Purpurtute in der kalten Jahreszeit durch das geringere Lichtangebot auch langsamer wächst. Dennoch darf das Substrat nicht ganz austrocknen.

Düngen

Gedüngt wird nur in der Hauptwachstumszeit von Frühjahr bis Herbst. Für die Purpurtute können Sie einen flüssigen Grünpflanzendünger verwenden, wie zum Beispiel unseren Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger, der perfekt auf die Bedürfnisse von Blattschmuckpflanzen abgestimmt ist. Um das Wurzelwachstum zu fördern, sind außerdem Mikroorganismen im Dünger enthalten. Unser Dünger wird ressourcenschonend produziert wird und basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen. Verwenden Sie den Dünger etwa alle drei Wochen in halber Konzentration.

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Schneiden

Die Purpurtute ist gut schnittverträglich und kann im Frühjahr gekürzt werden, wenn die Triebe zu lang geworden sind. Hierbei sollten Handschuhe getragen werden, da Syngonium giftig ist. Schneiden Sie die Triebe einfach bei der gewünschten Länge mit einem scharfen Messer ab. Aus den abgeschnittenen Trieben können Sie anschließend neue Purpurtuten ziehen.
Syngonium bildet auch Luftwurzeln aus, die keinesfalls abgeschnitten werden dürfen. Sie können die bewurzelten Triebe stattdessen mit in den Topf auf das Substrat legen, wo die Wurzeln in die Erde wachsen können.

Vermehrung der Purpurtute
Triebe können gekürzt und zur Vermehrung genutzt werden [Foto: AngieYeoh/ Shutterstock.com]

Tipp: Wer viel schneidet, erreicht einen buschigen Wuchs und erhält die juvenile Blattform. Um die adulte, veränderte Blattform und lange Triebe zu sehen, darf nur selten oder gar nicht geschnitten werden.

Syngonium vermehren

Um Syngonium zu vermehren, bieten sich Stecklinge an, die Sie von gesunden, größeren Pflanzen gewinnen. Die beste Zeit, um Stecklinge abzuschneiden, ist das Frühjahr oder auch die ersten Sommermonate. Schneiden Sie mit einem Messer etwa 10 cm lange Triebstücke unterhalb einer verdickten Stelle am Trieb, dem Blattknoten, ab. Hier werden meist schon Wurzeln angelegt, die dann anschließend austreiben können. Entfernen Sie die untersten Blätter und stecken Sie den Steckling in Anzuchtsubstrat. Hierfür eignet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, die speziell für die Aufzucht von Jungpflanzen hergestellt wird. Durch ihren geringen Nährstoffgehalt werden die Pflanzen dazu bewegt, mehr und kräftigere Wurzeln auszubilden. Unsere Bio-Erde besteht aus natürlichen Rohstoffen und beinhaltet keinen Torf, was sie zu einer besonders klimafreundlichen Erde macht.

Nach dem Einpflanzen stellen Sie die kleinen Syngonium-Stecklinge an einen hellen Platz mit Temperaturen zwischen 22 und 25 °C. Stülpen Sie auch eine Plastiktüte über die Töpfe, damit die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Die Wurzelbildung sollte nach vier bis acht Wochen eingesetzt haben. Dann können Sie Ihre Syngonium in eine nährstoffreichere Erde umtopfen.

Stecklinge der Purpurtute
Die Stecklinge brauchen viel Wärme und Luftfeuchte, um Wurzeln zu bilden [Foto: PAN KBOON/ Shutterstock.com]

Ist die Purpurtute giftig?

Wie für Aronstabgewächse typisch, ist auch Syngonium giftig. Vor allem Haustiere sollten die Blätter nicht verzehren. Stellen Sie die Pflanze deshalb an einen sicheren Platz und tragen Sie beim Umtopfen und bei Schnittmaßnahmen Handschuhe. Der austretende Saft sollte Haut und Augen nicht berühren, da es zu juckenden und brennenden Reaktionen kommen kann.

Auch die Efeutute ist eine rankende Blattschmuckpflanze, deren Haltung recht einfach gelingt. In unserem Artikel geben wir Pflege-Tipps zur Efeutute.

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