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Vanilleblume: Alles zum Pflanzen & Pflegen der Sonnenwenden

Die Vanilleblume, auch Sonnenwende oder Heliotrope genannt, ist ein wunderbar duftender Blickfang für jeden Garten oder Balkon. Wir stellen Ihnen die schönsten Sonnenwenden-Arten vor und zeigen, wie Sie die südamerikanische Schönheit richtig pflanzen und pflegen.

Lila Sonnenwenden-Blüten
Vanilleblumen blühen über mehrere Monate und duften dabei wunderbar nach Vanille [Foto: Nick Pecker/ Shutterstock.com]

Vanilleblume: Blütezeit, Herkunft und Eigenschaften

Die Vanilleblume (Heliotropium arborescens) gehört zur Familie der Borretschgewächse oder Raublattgewächse und hat ihren Ursprung in den peruanischen Anden. Die Blütezeit der Vanilleblume ist mit bis zu fünf Monaten wunderbar lang, sie dauert von Mai bis September. Die sonneliebenden Vanilleblumen zeigen einen aufrechten, dichten Wuchs und erreichen je nach Sorte Höhen von 30 bis 80 Zentimetern. Viele kleine, fünfblättrige, meist dunkelviolette Einzelblüten bilden üppige Doldentrauben über elliptischen, wechselständig angeordneten, zumeist dunkelgrünen Blättern. Die Blätter sind runzelig und leicht behaart. Die Vanilleblume wird auch als Sonnenwende bezeichnet, da sich ihre Blätter – wie bei vielen Arten der Gattung Heliotropium – stets zur Sonne ausrichten und mit dem Sonnenstand drehen. Eine weitere Besonderheit der Vanilleblume ist, wie der Name bereits verrät, ihr intensiver Duft nach Vanille.

Die schönsten Sonnenwenden-Sorten

Es gibt mehrere Sorten der Vanilleblume, die sich in der Blütenfarbe, der Blattfarbe, der Wuchshöhe oder auch im Geruch der Blüten unterscheiden.

Hier eine Auswahl der schönsten Sonnenwenden-Sorten:

  • ′Alba′: Weiße Blüten mit sehr intensivem Vanilleduft
  • Marine′: Dunkelviolette bis tiefblaue Blüten; gedrungener Wuchs: 30 – 40 cm
  • ′Schloss Ahrensburg′: Mittelblaue Blüten; blüht sehr früh; kleinste Sorte: 30 cm
  • ′Iowa′: Hellviolette Blüten; Duft nach Gummibärchen
  • ′Aurea′: Hellviolette Blüten; grün-gelbes Laub
Verschiedene Vanilleblumen in hellviolett
Sorten wie ′Iowa′ und ′Aurea′ haben hellviolette Blüten [Foto: Open_Eye_Studio/ Shutterstock.com]

Heliotrope pflanzen

Heliotrope können sowohl in Töpfe auf der Terrasse oder dem Balkon als auch in Beete gepflanzt werden – Hauptsache, der Standort bietet reichlich Sonne!

Der perfekte Standort für Sonnenwenden

Sonnenwenden lieben die Sonne und sollten daher natürlich auch an einen sonnigen Ort gepflanzt werden. Selbst halbschattige Standorte sind geeignet, die optimale Entwicklung der Pflanze wird jedoch bei direkter Sonneneinstrahlung erreicht. Der perfekte Standort ist außerdem vor Wind und Regen möglichst gut geschützt.

Was muss man beim Pflanzen von Sonnenwenden im Beet beachten?

Wenn Sie einen sonnenexponierten Platz in Ihrem Beet gefunden haben, ist es außerdem wichtig, dass der Boden um die Vanilleblume humos, frisch und wasserdurchlässig ist. Damit die Pflanze sich auch auf etwas schlechteren Böden optimal entwickelt, können Sie etwas gute Blumenerde wie die Plantura Bio-Blumenerde ins Pflanzloch geben. Ziehen Sie vor dem Einsetzen den Wurzelballen der Vanilleblume etwas auseinander, um die Wurzelbildung anzuregen. Achten Sie zudem darauf, die Vanilleblume nicht zu tief einzupflanzen. Direkt nach der Pflanzung freut sich die Vanilleblume über reichlich Wasser.

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Vanilleblumen für den Balkon: Tipps zum Pflanzen im Topf

Vanilleblumen gedeihen auch im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse sehr gut. Wählen Sie beim Pflanzen ein ausreichend großes Pflanzgefäß, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Um Staunässe zu vermeiden, muss unbedingt ein Abflussloch im Gefäßboden vorhanden sein. Damit dieses frei bleibt, können Tonscherben darübergelegt werden. Als Substrat eignet sich unsere torffreie Plantura Bio-Blumenerde sehr gut. Sie bietet den Sonnenwenden die perfekten Bedingungen für kräftiges Wachstum und eine üppige Blütenpracht. Der enthaltene Blähton sorgt für eine ausgeglichene Feuchtigkeit und damit für gesundes Wurzelwachstum.

Vanilleblumen pflegen

Neben ihrem Standortanspruch, den man leicht schon am Namen erkennen kann, ist die Sonnenwende relativ robust und pflegeleicht. Dennoch muss auf die richtige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen geachtet werden.

Sonnenwenden gießen

Die Sonnenwenden sollten täglich gegossen werden. Da die Vanilleblume jedoch empfindlich gegenüber Staunässe reagiert, muss ein Abfließen oder Versickern von überschüssigem Wasser gewährleistet sein.

Sonnenwenden düngen

Um den Nährstoffbedarf der Sonnenwenden zu decken, empfiehlt sich in den Monaten April bis September eine monatliche Flüssigdüngergabe. Unser rein organischer Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger stellt den duftenden Vanilleblumen alle wichtigen Nährstoffe schnell und einfach zur Verfügung.

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Vanilleblumen schneiden

Damit die Vanilleblume ihre Energie immer wieder in die Bildung neuer prächtiger Blütenstände investiert, sollten die vertrockneten Blüten und Pflanzenteile abgeschnitten werden. Bei vorgezogenen Jungpflanzen empfiehlt es sich außerdem, die Triebspitzen regelmäßig abzuknipsen. Dadurch wird die Bestockung angeregt, wodurch die Pflanzen buschiger werden und nicht zu schnell in die Höhe wachsen. Im Herbst können Sie vor der Überwinterung bei Bedarf einen leichten Rückschnitt vornehmen.

Vanilleblumen überwintern

Vanilleblumen sind nicht winterhart und ertragen keine Temperaturen unter 5 °C. Das bedeutet aber nicht, dass Sie die Pflanzen nach der Blüte wegwerfen müssen, denn wenn Sonnenwenden an einem geschützten Ort überwintert werden, erblühen sie im Folgejahr wieder in voller Pracht. Mit der richtigen Pflege wird die Vanilleblume von Jahr zu Jahr immer größer und kräftiger. Stellen Sie die Heliotrope im Herbst noch vor den ersten Frösten an einen windgeschützten, trockenen und hellen Ort. Die Temperatur sollte zwischen 12 und 18 °C liegen. Die Pflanze muss während der Wintermonate nur wenig gegossen werden, die Düngung entfällt komplett. Im Mai, wenn die Nächte frostfrei sind, können Sie die Vanilleblume wieder auf Ihren Balkon oder in den Garten stellen.

Blühende Sonnenwenden in Töpfen
Heliotrope lassen sich in Töpfen leicht mehrjährig kultivieren [Foto: COULANGES/ Shutterstock.com]

Sonnenwenden vermehren

Die Vanilleblume lässt sich zum einen über Samen vermehren. Die Aussaat erfolgt von Januar bis März in einem 18 bis 22 °C warmen, hellen Raum. Das Licht ist wichtig, da Sonnenwenden zu den Lichtkeimern zählen. Bedecken Sie die Samen daher höchstens mit einer dünnen Substratschicht oder drücken Sie sie nur leicht an, um den Bodenkontakt herzustellen. Die Keimung braucht etwas Geduld: 10 bis 15 Tage müssen Sie auf die Keimlinge warten. Ab Mitte Mai können die vorgezogenen Pflänzchen dann ins Freie gesetzt werden.

Auch eine Vermehrung über Stecklinge ist möglich. Schneiden Sie hierzu im Herbst oder im Frühling etwa zehn Zentimeter lange Stecklinge von der Pflanze ab und setzen Sie diese in Töpfe mit Anzuchterde. Die Stecklinge bilden innerhalb weniger Wochen Wurzeln und Triebe aus und wachsen zu neuen Vanilleblumen heran.

Ist die Vanilleblume giftig?

Die Vanilleblume ist giftig. Daher sollte sie trotz ihres verlockenden Duftes auf keinen Fall verzehrt werden. Insbesondere die Wurzeln, aber auch die oberirdischen Pflanzenteile enthalten giftige Pyrrolizidinalkaloide, die als sekundäre Pflanzenstoffe der Abwehr von Fraßfeinden dienen. Die Abbauprodukte der Pyrrolizidinalkaloide können in hoher Dosierung schwere Leberschäden hervorrufen.

Ist die Vanilleblume bienenfreundlich?

Nicht nur Menschen verfallen dem betörenden Duft der Vanilleblume. Bienen finden in ihren zahlreichen Blütenständen ein gutes Nahrungsangebot und auch Schmetterlinge lassen sich gerne auf den Blüten der Vanilleblume nieder.

Blühende Vanilleblume mit Bienen
Die Vanilleblume zieht Bienen und andere Insekten förmlich an [Foto: Brzostowska/ Shutterstock.com]

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