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Vergissmeinnicht: Experten-Tipps zum Kaufen, Pflanzen & Pflegen

Die blauen Blumen haben seit jeher eine besondere Bedeutung. Wir zeigen, was Sie beim Kaufen, Pflanzen und Pflegen von Vergissmeinnicht beachten sollten.

Vergissmeinnicht
Vergissmeinnicht sind beliebte Gartenpflanzen, die leicht anzubauen sind [Foto: Horst-Koenemund/ Shutterstock.com]

Das Vergissmeinnicht (Myosotis) ist eine sehr beliebte Gartenpflanze. Ob das wohl an seinem schönen Aussehen oder an dem bedeutungsvollem Namen liegt? Wahrscheinlich an beidem. Fest steht, dass die meist blauen, kleinen Blumen sowohl im Kübel als auch im Beet eine gute Figur machen und leicht selbst anzubauen sind. Welche Besonderheiten es gibt und worauf Sie beim Anbau im eigenen Garten achten müssen, erfahren Sie bei uns. Wir haben alles Wissenswerte über die Herkunft, den Kauf, das Pflanzen und die Pflege von Vergissmeinnicht für Sie in diesem Artikel zusammengefasst.


Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht ist ein ganze Pflanzengattung aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Weltweit gibt es über 50 verschiedene Arten, die zu der Vergissmeinnicht-Gattung zählen. Die folgenden sind die bekanntesten Vergissmeinnicht-Arten:

  • Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris)
  • Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis)
  • Rasen-Vergissmeinnicht (Myosotis laxa)

Außerdem gibt es noch das Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla), das zwar nicht zu der Myosotis-Gattung zählt, dessen Blüten aber sehr an die der anderen Vergissmeinnicht-Arten erinnern.

Vergissmeinnicht-Pflanzen können Wuchshöhen zwischen 10 und 30 Zentimetern erreichen und wachsen meist als buschige Stauden. Auch im Winter behalten Vergissmeinnicht ihre grünen, mit feinen Härchen besetzten Blätter. Die Blüten sind fünfzählig und erscheinen meist im bekannten Blau. Es gibt aber auch Sorten, die weiß oder rosa blühen.

Kaukasus-Vergissmeinnicht
Das Kaukasus-Vergissmeinnicht gehört trotz der äußerlichen Ähnlichkeit nicht zur Myosotis-Gattung [Foto: ChWeiss/ Shutterstock.com]

Vergissmeinnicht: Herkunft und Bedeutung

Seit dem 15. Jahrhundert ist der deutsche Name „Vergissmeinnicht“ bereits bezeugt, allerdings ist die Pflanze wahrscheinlich noch viel älter. Lange galt sie als Wildpflanze, bis man im 19. Jahrhundert in Deutschland und England anfing, sie auch als Gartenpflanze zu kultivieren. Die Bezeichnung Myosotis ist griechisch und bedeutet Mäuseohr. Damit sind die Blätter dieser Pflanzengattung gemeint, denn sie sind kein und so geformt wie Mäuseohren. Über die Herkunft des Namens des Vergissmeinnichts ranken sich viele Mythen und Geschichten. Eine von ihnen besagt, dass einst ein Liebespaar am Fluss spazieren ging, als das Mädchen am Flussufer eine schöne, blaue Blume entdeckte. Als der Junge das Ufer hinabstieg, um die Blume für seine Angebetete zu pflücken, fiel er in den Fluss und wurde von der Strömung mitgerissen. Das letzte, was er seiner Geliebten noch zurufen konnte, war „Vergiss mein nicht“. Eine andere Geschichte besagt, dass die blaue Farbe der Blüten an die blauen Augen frisch Verliebter erinnert, die sich die Blume mit Vorliebe als Liebes- und Treuebeweis schenkten. Ein dritter Mythos erzählt, dass die kleine Blume einst Gott gebeten habe, sie nicht zu vergessen. Daher stamme der Name. Ganz gleich, wo der Ursprung des Namens von Vergissmeinnicht liegt, auch in vielen anderen Ländern wird die Blume so genannt. In England heißt sie zum Beispiel „forget-me-not“, in Frankreich „ne m’oubliez pas“. Und selbst in China heißt die Blume übersetzt „Vergiss mich nicht“.

Vergissmeinnicht kaufen

Wer selbst noch kein Vergissmeinnicht im eigenen Garten hat, hat zwei Möglichkeiten, nämlich entweder eine Jungpflanze zu kaufen oder sein Vergissmeinnicht selbst aus Samen anzuziehen. Vergissmeinnicht-Samen und -Pflanzen finden Sie in vielen Baumärkten, Gartencentern oder auch im Internet.

Vergissmeinnicht im Baumarkt
Vergissmeinnicht können Sie in Baumärkten, Gartencentern oder im Internet kaufen [Foto: DutchScenery/ Shutterstock.com]

Beim Kauf von Samen sollten Sie auf das Haltbarkeitsdatum achten, da Samen mit der Zeit ihre Keimfähigkeit verlieren. Außerdem sollte die Art und die Sorte beim Kauf eine Rolle spielen, da sie über den Standort und die Blütenfarbe entscheiden. Bei Jungpflanzen sollten Sie außerdem auf einen guten Gesundheitszustand der Pflanze Wert legen.

Alles Wichtige rund um den Kauf von Vergissmeinnicht können Sie hier nachlesen

Vergissmeinnicht pflanzen

Beim Pflanzen von Vergissmeinnicht stellt sich die Frage, ob Sie Ihre Pflanzen selbst vorziehen wollen oder gekaufte Pflanzen ins Beet setzen. Vorziehen können Sie Ihre Vergissmeinnicht im Herbst auf der Fensterbank. Diese können dann ab Mitte Mai im nächsten Jahr ins Freiland gesetzt werden. Gekaufte Vergissmeinnicht-Pflanzen können Sie ebenfalls Mitte Mai ins Freie pflanzen. Eine weitere Möglichkeit ist die Direktsaat in den Garten von Juni bis Juli.

Vergissmeinnicht haben je nach Art unterschiedliche Standortansprüche. Das Wald-Vergissmeinnicht bevorzugt einen halbschattigen, niemals vollsonnigen Standort. Das Sumpf-Vergissmeinnicht möchte gerne nasse Füße bekommen und steht daher am liebsten an feuchten Standorten. Beide Arten mögen einen lockeren, durchlässigen Boden mit einem pH-Wert von mindestens 6,5 bis 7. Beim Pflanzen von Vergissmeinnicht sollten Sie das Beet vorbereiten, indem Sie den Boden auflockern und von Unkraut befreien. Außerdem kann der Boden mit Kompost oder organischem Langzeitdünger angereichert werden. Dazu empfehlen wir unseren Plantura Bio-Blumendünger mit organischer Langzeitwirkung. Die Pflanzen werden dann mit einem Reihenabstand von 20 Zentimetern und einem Abstand von ebenfalls 20 Zentimetern zwischen den Pflanzen in den Boden gesetzt und angegossen.

Vergissmeinnicht pflanzen
Beim Pflanzen von Vergissmeinnicht sollte der ideale Pflanzabstand eingehalten werden [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Wie pflanzt man Vergissmeinnicht am besten?

  • Bester Zeitpunkt für die Aussaat: Im Herbst
  • Pflanzen ins Freiland setzen: Mitte Mai
  • Direktsaat ins Freiland: Von Juni bis Juli
  • Standortansprüche Wald-Vergissmeinnicht: Halbschattig
  • Standortansprüche Sumpf-Vergissmeinnicht: Feucht und nass
  • Durchlässiger Boden mit pH-Wert von 6,5 – 7
  • Boden gut auflockern und mit Kompost oder organischem Langzeitdünger anreichern
  • Reihenabstand: 20 cm
  • Pflanzabstand: 20 cm

Vergissmeinnicht im Topf pflanzen

Beim Anpflanzen von Vergissmeinnicht im Topf sollten Sie darauf achten, ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit Abflussloch zu wählen. Als Substrat eignet sich normale Blumenerde oder Rhododendronerde. Auch hier sollte das Substrat vor dem Pflanzen mit Nährstoffen in Form von Langzeitdünger – wie unserem Plantura Bio-Blumendünger mit Langzeitwirkung – angereichert werden. Der ideale Pflanzabstand im Topf für Vergissmeinnicht beträgt 15 Zentimeter. Auch im Topf mögen Vergissmeinnicht keine direkte Sonneneinstrahlung und stehen lieber an einem halbschattigen Standort.

Eine ausführliche Anleitung zum richtigen Pflanzen von Vergissmeinnicht im Garten und im Topf haben wir hier für Sie vorbereitet.

Vergissmeinnicht vermehren

Fühlt sich Vergissmeinnicht an seinem Standort so richtig wohl und wird nicht zu früh zurückgeschnitten, dann vermehrt es sich durch Selbstaussaat. Das ist bei den Arten des Wald-, Kaukasus- und Sumpf-Vergissmeinnichts der Fall. Aber natürlich gibt es auch Möglichkeiten, das Vergissmeinnicht eigenhändig zu vermehren. Hierzu bietet sich die Vermehrung durch Teilung und durch Stecklinge an.

Bei der Teilung wird nach der Blüte ein großer und gesunder Horst Vergissmeinnicht mit dem Spaten ausgegraben und mit einem scharfen Messer zerteilt. Jedes Teilstück sollte über genügend Wurzelmasse verfügen, um überleben zu können. Die Teilstücke können Sie dann am gewünschten neuen Standort wieder einpflanzen.

Vergissmeinnicht durch Teilung vermehren:

  • Horst nach der Blüte ausgraben
  • Mit scharfem Messer zerteilen
  • Jedes Teilstück muss über genügend Wurzelmasse verfügen
  • Teilstück an neuem Standort einpflanzen
Vergissmeinnicht vermehren
Auch über einzelne Stecklinge lässt sich das Vergissmeinnicht vermehren [Foto: ArgenLant/ Shutterstock.com]

Für die Vermehrung durch Stecklinge werden mit einem scharfen Messer zwischen Stängel und Wurzelansatz Stecklinge von der Vergissmeinnicht-Pflanze abgeschnitten. Jeder Steckling sollte also über ein Stückchen von der Wurzel verfügen. Die Schnittstellen können Sie mit etwas Holzkohle bestreichen, um die Stelle vor Krankheiten zu schützen. Die Stecklinge werden dann in ein Glas mit Wasser, am besten Regenwasser, gestellt. Nun warten Sie ab, dass sich an den Stecklingen Wurzeln bilden.

Tipp: Um Fäulnisbildung im Wasser entgegenzuwirken, können Sie etwas Holzasche mit ins Wasser geben.

Sobald die Stecklinge ausreichend bewurzelt sind, können sie ins Beet oder in Töpfe eingepflanzt werden. Ideal ist es, die Stecklinge im Herbst zu schneiden und die jungen Pflanzen im Warmen zu überwintern. Die kräftigen Jungpflänzchen können Sie dann im nächsten Frühjahr ins Freie setzen.

Vergissmeinnicht durch Stecklinge vermehren:

  • Stecklinge zwischen Stängel und Wurzelansatz abschneiden
  • Der Steckling muss über ein Stückchen Wurzel verfügen
  • Schnittstelle mit Holzkohle desinfizieren
  • Stecklinge in Glas mit Regenwasser stellen
  • Wenn ausreichend Wurzeln gebildet wurden, können die Stecklinge ausgepflanzt werden

Vergissmeinnicht pflegen

Das Vergissmeinnicht gilt als sehr pflegeleicht. Ein paar Punkte gilt es aber dennoch zu beachten. Im Mittelpunkt der richtigen Pflege des Vergissmeinnichts steht das richtige Gießen. Gerade im Sommer und bei der Kultivierung im Topf oder Kübel ist regelmäßiges Gießen unabdingbar. Ertränken sollten Sie Ihr Vergissmeinnicht allerdings auch nicht. Die oberste Erdschicht sollte immer erst abgetrocknet sein, bevor Sie Ihr Vergissmeinnicht erneut gießen. Auch die Düngung des Vergissmeinnichts ist überschaubar: Im Frühjahr können Sie es mit Kompost, Hornmehl oder organischem Langzeitdünger nachdüngen. Ideal dafür geeignet ist unser Plantura Bio-Blumendünger mit Langzeitwirkung, der die Nährstoffe langsam und schonend an das Vergissmeinnicht abgibt. Eine weitere Düngung später im Jahr ist damit nicht mehr notwendig.

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Wenn Sie möchten, dass sich Ihr Vergissmeinnicht im Garten selbst aussät, dann sollten Sie es im Frühjahr bis knapp über dem Boden zurückschneiden. Wenn eine Selbstaussaat hingegen unerwünscht ist, dann können Sie beherzt im Herbst nach der Blüte mit dem Zurückschneiden loslegen, damit die Samen sich nicht im Garten verteilen.

Generell ist Vergissmeinnicht winterhart und kann Kälte und Frost im Winter trotzen. Dennoch kann ein Frostschutz empfehlenswert sein, wenn die Pflanzen frisch ins Beet gesetzt wurden. Dann können Sie Ihr Vergissmeinnicht mit Reisig oder Stroh bedecken, um es vor starkem Frost zu schützen.

Vergissmeinnicht gießen
Regelmäßiges Gießen ist wichtig bei der Pflege von Vergissmeinnicht [Foto: AntonovVitalii/ Shutterstock.com]

Wie pflegt man Vergissmeinnicht am besten?

  • Regelmäßig gießen
  • Im Frühjahr mit Kompost, Hornspänen oder organischem Langzeitdünger düngen
  • Für Selbstaussaat die Pflanzen im Frühjahr bis kurz über dem Boden zurückschneiden
  • Um Selbstaussaat zu verhindern, Pflanzen direkt nach der Blüte zurückschneiden
  • Frisch ausgepflanzte Vergissmeinnicht mit Reisig oder Stroh vor Frost schützen

Sind Vergissmeinnicht giftig?

Die Blätter, Blüten und Stängel des Vergissmeinnichts enthalten in sehr geringen Mengen Gerbsäure, Kalium und Alkaloide. Diese sind bei übermäßigem Verzehr giftig. Die Konzentration dieser Stoffe in den Pflanzenteilen des Vergissmeinnichts ist allerdings äußerst gering. Sie müssten also mehrere Kilogramm Vergissmeinnicht-Blüten essen, um eine Vergiftung zu erleiden. Selbst für kleine Kinder ist Vergissmeinnicht deshalb ungefährlich. Auch Tiere können sich an Vergissmeinnicht nicht vergiften. Knabbern Hunde und Katzen daran, besteht keine Gefahr für die Gesundheit. Ganz im Gegenteil – Vergissmeinnicht galten früher sogar als Heilmittel und werden heute in der Kräuterküche eingesetzt. Die Blüten haben zwar einen sehr geringen Eigengeschmack, sind dafür aber ein richtiger Hingucker. Die schönen Blüten machen sich daher wunderbar als Verzierung auf Torten, Süßspeisen oder im Salat.

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