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Wacholder-Arten: Die schönsten für den Garten

Die Gattung Wacholder ist sehr vielseitig und beinhaltet verschiedenste Arten in unterschiedlichen Formen und Farben. Wir stellen die Schönsten für den Garten vor.

gemeiner Wacholder mit Früchten
Neben dem Gemeinen Wacholder gibt es noch viele andere Arten [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Ob Bodendecker oder Säulenwacholder, viele Arten lassen sich im Garten als Ziergehölz anpflanzen. Von den meisten gibt es wiederum verschiedene Wacholder-Sorten, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wir haben eine kleine Auswahl als Überblick für Sie zusammengestellt.

Wacholder-Arten: Wie viele gibt es und wo kommen sie vor?

Die Pflanzengattung Wacholder (Juniperus) umfasst etwa 70 verschiedene Arten, von denen fast alle auf der Nordhalbkugel vorkommen. Einzig der ostafrikanische Wacholder (Juniperus procera) wächst auch auf der Südhalbkugel. Die Arten werden wiederum in drei Untergattungen oder auch Sektionen unterteilt. Einige Wacholder-Arten kommen in unseren Breiten natürlich vor, doch andere kann man ebenfalls im Garten anpflanzen. Wir stellen die Schönsten vor und empfehlen auch einige Wacholder-Sorten.

Wacholder-Art mit Blättern
Einige Arten haben keine spitzen Nadeln, sondern schuppenförmige Blätter [Foto: Nahhana/ Shutterstock.com]

Die schönsten Wacholder-Arten für den Garten

Nicht alle der 70 Wacholder-Arten sind auch für den Garten geeignet. Viele werden aber als Ziergehölz verwendet. Sie unterscheiden sich vor allem in Wuchsform, Nadelform und -farbe.

Juniperus chinensis

Der chinesische Wacholder kommt natürlich in Ostasien vor und ist auch als Zierpflanze in Gärten anzutreffen. Er ist vielseitig einsetzbar, kann im Beet und in Kübeln gehalten werden und lässt sich in Form schneiden. Die Blätter dieser Art sind entweder schuppen- oder nadelförmig. Beide Blattformen können auch an einer Pflanze zu finden sein. Zusammen mit dem Gemeinen Wacholder (Juniperus communis) ist der chinesische Wacholder die am häufigsten im Garten verwendete Wacholder-Art. Es gibt zudem verschiedene Sorten dieser Art.

Chinesischer Wacholder Variegata
Die Sorte ‘Variegata’ ist mehrfarbig [Foto: Cherdchai Chaivimol/ Shutterstock.com]
  • Juniperus chinensis ‘Obelisk’: Diese Sorte hat dunkelgrüne Nadeln und wächst säulenförmig, weshalb sie auch Kegelwacholder genannt wird. Die Wuchshöhe im Alter beträgt etwa 4 m.
  • Juniperus chinensis ‘Blaauw’: Die Wacholder-Sorte ‘Blaauw’ hat eine graublaue Nadelfärbung und wird bis zu 2,5 m hoch. Sie wächst trichterförmig und sieht aus wie eine Fontäne.
  • Juniperus chinensis ‘Variegata’: Der Name lässt es schon erahnen, diese Sorte hat mehrfarbiges Laub mit teilweise grünen und teilweise gelben Nadeln. Außerdem wird sie etwa 4,5 m hoch.

Tipp: Einen Wacholder als Bonsai zu pflegen ist bei vielen Arten möglich. Am besten dafür geeignet sind aber Juniperus communis und Juniperus chinensis.

Juniperus horizontalis

Diese Art wird auch als Kriechwacholder oder Teppichwacholder bezeichnet. Seine Namen beziehen sich auf seine Wuchsform, denn er wächst flach und bodendeckend. Heimisch ist er in Nordamerika, kann aber ebenso bei uns angepflanzt werden. Wie der chinesische Wacholder hat auch diese Art zwei Typen von Blättern, die schuppen- oder nadelförmig ausgebildet sein können.

Kriechwacholder
Es wird sofort klar, warum diese Art auch Kriechwacholder genannt wird [Foto: photowind/ Shutterstock.com]
  • Juniperus horizontalis ‘Glauca’: Diese Sorte fällt durch die blaugrün gefärbten Nadeln auf und wächst bodendeckend, wobei er nur maximal 15 cm hoch wird, jedoch bis zu 2 m breit.
  • Juniperus horizontalis ‘Blue Chip’: Ebenso kriechend, aber mit stahlblauen Nadeln, wächst dieser blaue Kriechwacholder. Die Sorte ist außerdem raschwüchsiger als ‘Glauca’. ‘Blue Chip’ wird etwa 40 cm hoch und 2 m breit.

Juniperus scopulorum

Der Zypressen-Wacholder oder auch Rocky-Mountain-Wacholder kommt aus dem westlichen Nordamerika. Auf Grund der aufrechten und schmalen Wuchsform wird er auch als Säulenwacholder bezeichnet. Er wächst meist einstämmig und ist deshalb besonders als Solitärbaum geeignet. Auch hier finden sich sowohl nadel- als auch schuppenförmige Blätter.

  • Juniperus scopulorum ‘Blue Arrow’: Diese Sorte besitzt blaugrüne Nadeln und erreicht Höhen von bis zu 6 Metern. Man nennt ihn auch blauen Raketenwacholder ‘Blue Arrow’.
  • Juniperus scopulorum ‘Skyrocket’: Mit 8 Metern noch etwas höher wird der Raketenwacholder ‘Skyrocket’ mit grünen Nadeln.
Zypressen-Wacholder
Andere Arten wie der Zypressen-Wacholder wachsen wiederum säulenförmig [Foto: Beekeepx/ Shutterstock.com]

Juniperus sabina

Der Sadebaum hat viele Namen, unter anderem nennt man ihn auch Stink-Wacholder, Sevibaum oder Gift-Wacholder. Neben dem Gemeinen Wacholder ist der Sadebaum als einzige Art der Gattung auch in Mitteleuropa heimisch.

Sadebaum und Gemeinen Wacholder unterscheiden:

 SadebaumGemeiner Wacholder
GiftigkeitGiftigUngiftig
LaubformWeibliche Pflanzen: schuppenförmig, dicht anliegend
Männliche Pflanzen: stechend
Zu dritt in Wirteln, stechend, mit weißem Stoma-Band auf der gekehlten Oberseite.
LaubgrößeEinzelne Blättchen unter 1 cmEinzelne Blättchen 1 – 2 cm
GeruchZerriebenes Laub (der weiblichen Pflanzen) riecht unangenehmZerriebenes Laub riecht angenehm

Tipp: Der für Birnen gefährliche Birnengitterrost nutzt den Sadebaum als Hauptwirt. Wer beide Pflanzen im Garten hat, sollte also aufmerksam sein und nach den orangefarbenen Fruchtkörpern Ausschau halten.

Früchte des Sadebaums
Die Früchte des Sadebaums dürfen nicht mit denen des Gemeinen Wacholders verwechselt werden [Foto: APugach/ Shutterstock.com]
  • Juniperus sabina ‘Variegata’: Diese Form des Sadebaums entwickelt grüne sowie weiß-gelbliche Blätter und ist daher zweifarbig. Wuchshöhe: 2 m.
  • Juniperus sabina ‘Rockery Gem’: Die Sorte heißt auch blaugrüner Mooswacholder und wächst flach in die Breite. Wuchshöhe: 50 cm.

Achtung: Alle Teile des Sadebaums sind giftig. Die Beeren der beiden Arten lassen sich leider kaum unterscheiden!

Juniperus squamata

Diese Art nennt man auch Beschuppten Wacholder, obwohl er nur nadelförmige Blätter ausbildet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Ost- und Zentralasien. In der Natur erreicht er Höhen von bis zu zwölf Metern, ist aber als Ziergehölz auch in Zwergform erhältlich.

  • Juniperus squamata ‘Blue Star’: Der Zwergwacholder ‘Blue Star’ wächst sehr gedrungen und kompakt. Die Nadelfarbe ist silberblau, man nennt ihn auch Blauzeder-Wacholder. Wuchshöhe: 1 m.
  • Juniperus squamata ‘Blue Carpet’: Dieser kriechende Wacholder heißt auch Blauer Teppichwacholder oder blauer Kriechwacholder. Er wächst bodendeckend und sticht mit seinen stahlblauen Nadeln hervor. Wuchshöhe: 50 cm.
Virginischer Wacholder
Die Sorte ‘Blue Star’ trägt silbrig-blaue Nadeln [Foto: Nahhana/ Shutterstock.com]

Juniperus virginiana

Der virginische Wacholder heißt auch virginische Rotzeder, da sich sein Laub im Herbst leicht rötlich verfärbt. Die schuppen- und nadelförmigen Blätter des kegelförmigen Baumes duften angenehm. Jedoch sind alle Pflanzenteile dieser aus Nordamerika stammenden Art giftig. Er wird von allen Wacholder-Arten am größten und kann Höhen von etwa zehn Metern erreichen.

  • Juniperus virginiana ‘Grey Owl’: Diese Sorte wächst eher in die Breite als in die Höhe und besitzt graublaue, schuppenförmige Nadeln. Sie wird etwa 3 m hoch.
  • Juniperus virginiana ‘Canaertii’: Aufgrund der schuppenförmigen Blätter heißt dieser grüne Wacholder auch dunkelgrüner Zypressen-Wacholder und erreicht eine Höhe von stolzen 8 m.
Wacholder-Sorte Grey Owl
Mit graublauen Schuppenblättern und breitem Wuchs überzeugt die Sorte ‘Grey Owl’ [Foto: Nikolay Kurzenko/ Shutterstock.com]

Wenn Sie sich für eine Art entschieden haben, gilt es nun noch zu wissen, wie man Wacholder pflanzt und pflegt. Wir geben dazu einige nützliche Tipps.

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