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Wachsblume: Standort, Pflege & Vermehrung der Porzellanblume

Die Wachsblume – auch Porzellanblume genannt – ist wegen ihrer schönen Blüten und dekorativen Blätter eine beliebte Zimmerpflanze. Wir stellen Ihnen einige Porzellanblumen-Arten vor und erklären, was Sie beim Pflanzen und Pflegen von Wachsblumen beachten sollten.

Wachsblumen-Blüte
Wachsblumen sind in Asien und Australien heimisch; bei uns sind sie beliebte Zimmerpflanzen [Foto: kawephoto/ Shutterstock.com]

Bei der Wachsblume handelt es sich um eine immergrüne Zimmerpflanze. Sie bildet kleine, sternförmige Blüten aus, die einen charakteristischen wachsähnlichen Schimmer haben und je nach Art in verschiedenen Farben erscheinen.

Wachsblume: Blüte, Eigenschaften und Herkunft

Wachsblumen (Hoya), auch Porzellanblumen gennant, bilden eine Gattung in der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae), die zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) zählt. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Porzellanblumen reicht von Asien über Australien bis nach Ozeanien. Die immergrünen Zimmerpflanzen wachsen teils im Boden (terrestrisch), teils epiphytisch, das heißt als „Aufsitzer“ auf anderen Pflanzen. Wachsblumen sind aber keine Parasiten, sondern sie wurzeln zum Beispiel in alter, bereits zerfallender Borke. Die Pflanzen bilden Luftwurzeln und haben einen sehr geringen Nährstoffbedarf, jedoch gute Möglichkeiten, Wasser zu speichern. Zudem bevorzugen sie meist eine hohe Luftfeuchte, weil sie andernfalls schnell austrocknen würden.

Wachsblumen sind krautige Pflanzen, die nur schwach verholzen und aufgrund ihrer Flexibilität häufig an Rundbögen gezogen werden. Sie verfügen über einen kräftigen Wuchs und ihre Triebe können mehrere Meter lang werden. Teilweise wachsen sie lianenartig, andere Arten wachsen eher als Halbsträucher. Aufgrund des überhängenden Wuchses eignen sie sich gut für die Bepflanzung von Blumenampeln. Andere Arten zeigen wiederum einen kletternden Wuchs mit Adventivwurzeln, die sich an der Sprossachse bilden.

Wachsblume im Topf
Die Triebe der Wachblumen können mehrere Meter lang werden [Foto: aleksandr4300/ Shutterstock.com]

Die Blüten der Wachsblume erscheinen zwischen Frühjahr und Herbst. Zahlreiche circa 1,5 cm große Einzelblüten setzen sich zu großen Scheindolden zusammen. Die Einzelblüten sind sternförmig und je nach Art und Sorte zartrosa, weiß, purpur oder auch zartgelb gefärbt. Die Blütenhülle ist doppelt aufgebaut. Außen befinden sich fünf verwachsene Kronblätter, im Inneren folgt eine weitere Reihe aus fünf verwachsenen, etwas kleineren Kronblättern. Ganz im Zentrum sind die Geschlechtsorgane der Blüten. Die zweite Reihe der Kronblätter ist häufig anders gefärbt als die äußere. Die Blüten verströmen bei den meisten Arten einen süßlichen Duft und sondern Nektar ab. Zudem haben sie einen wachsähnlichen Schimmer. Mit ihrem charakteristischen Blütenbau zählen Hoyas zu den Klemmfallenblumen, die einen außergewöhnlichen Bestäubungsmechanismus aufweisen. Die Blüten besitzen sogenannte Klemmkörper, mit denen die Wachsblumenblüten blütenbesuchende Insekten für eine gewisse Zeit einklemmen. An den Klemmkörpern befinden sich die Pollinien, wobei es sich um klebrige Pollenpäckchen handelt. Bei der Befreiung der Insekten aus dem „Griff“ der Blüten reißen diese häufig die klebrigen Pollenpäckchen aus dem Klemmkörper heraus und tragen sie weiter zur nächsten Blüte, die auf diese Weise bestäubt wird.

Die circa 5 bis 8 cm langen Blätter sind leicht eiförmig und laufen spitz zu. Sie sind dunkelgrün gefärbt, sukkulent, also verdickt zur Wasserspeicherung, und haben meist eine wachsartig glänzende Oberfläche.

Die schönsten Porzellanblumen-Arten

Die Gattung Hoya umfasst über 300 Porzellanblumen-Arten. Hier finden Sie eine kleine Übersicht über die beliebtesten Arten:

Hoya carnosa ist eine sehr pflegeleichte Art und gehört wohl zu den verbreitetsten Hoya-Arten. Sie zeigt einen schnellen und kletternden Wuchs. Ihre Blätter sind meist dunkelgrün und glänzend. Es gibt jedoch auch Sorten mit weiß panaschierten und verdrehten oder gewellten Blättern. Die Blüte dieser Wachsblume wird aus porzellanweißen beziehungsweise rosafarbenen und dunkelroten Kronblättern gebildet.

weiße Blüte der Hoya carnosa
Die Blüten von Hoya carnosa sind porzellanweiß oder rosa gefärbt und haben eine rote Mitte [Foto: Maurizio Callari/ Shutterstock.com]

Hoya bella ist eine kleine, kompakte Wachsblume mit einem stark verzweigenden Wuchs. Ihre Blätter sind graugrün gefärbt und matt glänzend. Die Scheindolden setzen sich aus weißen sternförmigen Einzelblüten zusammen, deren Zentren kräftig rot gefärbt sind.

Hoya multiflora unterscheidet sich unter anderem in der Blütenform von den bisher genannten Wachsblumen. Die Einzelblüten sind stark zu den Seiten aufgebogen und wirken dadurch optisch wie Pfeilspitzen. Zudem sind sie etwas größer als bei den obenstehenden Porzellanblumen. Sie besitzen einen Ring weißer und einen Ring gelber Blütenblätter. Die dunkelgrünen Blätter von H. multiflora sind dünn, elliptisch geformt sowie leicht gewellt.

Auch Hoya imperialis fällt durch die leicht gewellten Blätter auf. Das hervorstechende Merkmal dieser Art ist jedoch die Größe der ein wenig nach vorne gebogenen Blüten. Die rosarot bis violett gefärbten Einzelblüten sind circa 5 cm groß und glänzen wachsartig. Die im Zentrum stehenden Kronblätter sind weiß.

Blüte der Hoya multiflora
Die Blüten von Hoya multiflora sind besonders auffällig [Foto: Bionic07/ Shutterstock.com]

Besonders beliebt ist außerdem die Art Hoya kerrii, auch Herzblatt-Pflanze genannt. Sie fällt durch die herzförmige Form ihrer Blätter auf. Die Blüten sind bei einem Großteil der zugehörigen Sorten weiß.

Wachsblume pflanzen

Wenn Sie die richtige Wachsblume für sich gefunden haben und diese einpflanzen möchten, gilt es neben der Suche nach einem geeigneten Standort, ein passendes Pflanzgefäß und ein geeignetes Substrat zu wählen.

Richtiger Standort und Erde für die Porzellanblume

Vorab ist anzumerken, dass natürlich jede Art ihre individuellen Ansprüche hat und hier nur einige wenige Gemeinsamkeiten genannt werden können.

Damit sich Ihre Wachsblume wohlfühlt und gut entwickeln kann, sollten Sie sie an einen geschützten, hellen und warmen Ort in Ihrer Wohnung stellen. Eine Fensterbank eignet sich beispielsweise gut, allerdings vertragen Porzellanblumen keine direkte Sonneneinstrahlung, was bei der Standortwahl zu berücksichtigen ist. Letzteres lässt sich darauf zurückführen, dass sich Wachsblumen am Naturstandort unter den Blättern der Bäume befinden, auf denen sie wachsen. Manche Hoyas wachsen daher sogar lieber in schattigeren Bereichen. Auch Zugluft sollte vermieden werden. Darüber hinaus lieben Wachsblumen eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit. Daher empfiehlt es sich, die Pflanzen ab und an mit ein wenig kalkarmem Wasser zu besprühen.

Die ideale Raumtemperatur liegt je nach Art bei 18 bis 25 °C. Während der Wintermonate befindet sich die Wachsblume in einer Art Winterruhe und sollte in dieser Zeit an einen kühleren Ort mit Temperaturen zwischen 10 und 15 °C gestellt werden. Dies fördert die Blütenbildung.

Bei der Wahl der Pflanzerde sind eine gute Wurzelbelüftung und die Vermeidung von Staunässe die wichtigsten Faktoren für eine gesunde Entwicklung von Wachsblumen. Die meisten Arten von Hoyas sind es als Epiphyten gewöhnt, dass ihre Wurzeln gut belüftet sind. Eine spezielle “Hoya-Erde” kann man leider nicht kaufen – somit ist eine eigene Mischung die einzige Option, die Bedürfnisse der Hoya zu erfüllen. Als Grundsubstrat eignet sich eine torffreie Pflanzerde wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde sehr gut. Um jegliches Zusammensacken auszuschließen und den Nährstoffgehalt zu senken, sollte sie mit 30 % Blähton und 30 % Pinienrinde oder Orchideenerde gemischt werden. Dadurch wird das Substrat strukturstabiler, nährstoffärmer und der pH-Wert wird gesenkt – perfekte Voraussetzungen für gesunde Hoya-Wurzeln.

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So pflanzt man Wachsblumen

Wählen Sie unbedingt einen Topf mit Abflussloch, denn Wachsblumen reagieren empfindlich auf Staunässe. Wenn die Wurzeln dauerhaft im Nassen stehen, finden bodenbürtige Erreger rasch eine gute Lebensgrundlage und zeigen sich in Form von Wurzelfäule. Die Wachsblume wird aus ihrem Pflanzcontainer gelöst und mittig auf dem Substrat im Pflanzgefäß platziert. Nun wird mit Substrat aufgefüllt und angedrückt.

Zusammenfassung: Wachsblume pflanzen

  • Standort: Geschützter, heller und warmer Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung
  • Raumtemperatur: 18 – 25 °C
  • Substrat: Gemisch aus Pflanzerde – wie die Plantura Bio-Universalerde – Blähton und Pinienrinde/Orchideenerde
  • Topf mit Abflussloch wählen

Porzellanblume: Pflege

Insgesamt sind Wachsblumen recht genügsame Zimmerpflanzen. Neben dem regelmäßigen Gießen, gelegentlichen Düngergaben und dem Umtopfen, wenn der gesamte Topf durchwurzelt ist, sind in der Regel keine weiteren Pflegemaßnahmen nötig.

Herzblattpflanze im Topf
Auch die Herzblattpflanze gehört zu den Porzellanblumen [Foto: Paladin12/ Shutterstock.com]

Porzellanblume gießen

Porzellanblumen sollten während der Vegetationszeit von März bis Oktober regelmäßig, aber nicht zu viel gegossen werden. Warten Sie nach dem Gießen, bis das Substrat abgetrocknet ist und geben Sie erst dann wieder Wasser hinzu. Im Winter müssen Wachsblumen seltener gegossen werden und auch die Wassermenge sollten reduzieren. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn das Substrat nicht durchlässig genug ist. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn normale Blumenerde benutzt wurde.

Wachsblume düngen

Für das Düngen der Wachsblume gilt Ähnliches wie für das Gießen. Während der Wachstumszeit sollte alle drei bis vier Wochen eine Düngergabe erfolgen. Hierzu eignet sich ein Grünpflanzen-Flüssigdünger wie zum Beispiel unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger ideal. Er versorgt Ihre Grünpflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen und wird mit dem Gießwasser appliziert. Die Dosierung beträgt 15 bis 25 ml pro 5 Liter Gießwasser. Im Winter sollte man die Porzellanblume nicht düngen.

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Porzellanblume umtopfen

Porzellanblumen wachsen nicht nur oberirdisch, auch unterirdisch breitet sich ihr Wurzelwerk immer weiter aus. Daher sollten Sie Ihre Porzellanblume umtopfen, sobald der Topf zu eng wird. Der neue Topf sollte nur einige Zentimeter größer sein als der alte. Der richtige Zeitpunkt für das Umtopfen liegt zwischen Februar und März. Insbesondere ältere Wachsblumen leiden unter dem Umpflanzen, was sich in einer reduzierten Bildung neuer Blütenknospen äußert. Daher erfolgt dies besser nicht allzu oft. Beim Umtopfen bietet sich zudem ein Schnitt an – auch dafür ist das Frühjahr bestens geeignet.

Porzellanblume im Topf
Porzellanblumen sollten nicht zu häufig umgetopft werden [Foto: Andrey_Nikitin/ Shutterstock.com]

Wachsblume schneiden

Wachsblumen sollten am besten nur dann geschnitten werden, wenn ihr Wuchs zu ausladend wird. An den alten Blütentrieben bilden sich in der Regel immer wieder neue Knospen, weshalb es schade wäre, diese frühzeitig zu entfernen. Wenn Sie Ihre Porzellanblume dennoch schneiden möchten, weil sie zu groß wird oder nicht in der von Ihnen gewünschten Form wächst, sollten Sie die Schere oder das Messer stets oberhalb einer Blattachsel (eines Nodiums) ansetzen, damit die Hoya an dieser Stelle neu austreiben kann.

Porzellanblume blüht nicht: Was kann man tun?

Porzellanblumen reagieren auf verschiedene Situationen und Bedingungen mit einer verringerten Blütenbildung. Mitunter kommt es sogar vor, dass Wachsblumen gar keine Blüten ansetzen. Die Ursache kann in diesem Fall unter anderem eine zu hohe Nährstoffversorgung sein. Daher sollte man Wachsblumen nicht zu stark düngen. Ein weiterer Grund für eine ausbleibende Blütenbildung kann die Überwinterung bei zu hohen Temperaturen sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Hoya rechtzeitig an einen kühlen Ort gestellt wird. Weiterhin empfiehlt es sich, wenn möglich, auf einen Rückschnitt der Porzellanblume zu verzichten, da sie auch an alten Blütentrieben neue Blütenknospen bildet. Zu guter Letzt sollte die Wachsblume möglichst nicht mehr bewegt oder gedreht werden, wenn der richtige Standort gefunden wurde. Porzellanblumen setzen ihre Blüten in der Regel an der lichtzugewandten Seite an. Wenn Sie die Pflanze vor Öffnung der Blüten drehen, kann es passieren, dass die Knospen abfallen.

Porzellanblume durch Ableger vermehren: Absenker und Stecklinge

Porzellanblumen lassen sich vegetativ auf zwei Arten vermehren, nämlich durch Ableger und durch Stecklinge. Die Stecklingsvermehrung funktioniert folgendermaßen: Im Frühling werden circa 10 cm lange, nur schwach verholzte Triebspitzen und Triebteile von der Wachsblume abgeschnitten. Anschließend werden diese in mit einer feuchten, lockeren und nährstoffarmen Anzuchterde gefüllte Töpfe gesteckt und an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung, beispielsweise auf eine Fensterbank, gestellt. Als Stecklingssubstrat eignet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Damit es noch lockerer wird, sollten Sie etwas Sand, Perlite oder gebrochener Blähton beimischen. Bei Temperaturen zwischen 20 und 25 °C und regelmäßiger Bewässerung bewurzeln sich die Stecklinge innerhalb von zwei bis drei Monaten.

Vermehrung einer Porzellanblume
Porzellanblumen können durch Absenker oder Stecklinge vermehrt werden [Foto: Stanislav71/ Shutterstock.com]

Alternativ zur Vermehrung durch Stecklinge kann man die Porzellanblume auch sehr gut über Absenker vermehren. Hierfür benötigt man einen mit der oben genannten Substratmischung gefüllten Topf, in den man einen Trieb der Mutterpflanze absenkt. Das heißt, man biegt eine Ranke vorsichtig herunter und legt sie auf das Substrat. An der Stelle, wo der Trieb Kontakt zur Erde hat, werden die Blätter entfernt und ein dauerhafter Bodenkontakt hergestellt, indem die Ranke beispielsweise mit einem Hering befestigt wird. Die Triebspitze wird anschließend etwas eingekürzt. Wie bei der Stecklingsvermehrung dauert es eine gewisse Zeit, bis sich Wurzeln bilden. Wenn dies geschehen ist und der Trieb neu austreibt, ist die Vermehrung gelungen und die geklonte Pflanze kann von der Mutterpflanze abgeschnitten werden.

Neben den genannten vegetativen Vermehrungsarten ist auch eine generative Vermehrung über Samen möglich.

Wachsblumen-Keimlinge
Wachsblumen können auch über Samen vermehrt werden [Foto: PENPAK PROMLEE/ Shutterstock.com]

Die Bestäubung wird nur von spezialisierten Insekten durchgeführt – hierbei kann aber mit einem Pinsel nachgeholfen werden, mit dem man von Blüte zu Blüte und von Pflanze zu Pflanze geht. Es bilden sich Samenschoten, die schließlich aufplatzen. Damit die Samen dabei nicht so weit weggeschleudert werden, sollten die Schoten zuvor mit einem feinen Netz umhüllt werden.
Die Samen sind maximal einen Monat keimfähig, weshalb man mit der Aussaat nicht allzu lange warten sollte. Die Samen werden auf einer Hoya-Substratmischung verteilt, aber nicht mit Substrat bedeckt, denn sie zählen zu den Lichtkeimern. Die Erde sollte stets feucht gehalten werden. Zudem empfiehlt es sich, die Töpfe mit einem kleinen Gewächshaus oder mit Folie abzudecken, damit die Luftfeuchtigkeit erhöht wird und keine Zugluft entsteht. Stellen Sie die Anzuchttöpfe warm auf, die Temperatur sollte um die 20 °C liegen. In der Regel keimen die Samen innerhalb weniger Tage und wachsen schnell zu kleinen Hoya-Pflanzen heran. Die Wachstums- und Entwicklungsgeschwindigkeit hängt jedoch stark von der jeweiligen Art ab.

Wachsblume überwintern

Porzellanblumen vertragen keine Kälte. Stellen Sie Ihre Wachsblume nach der Blüte daher am besten an einen hellen Platz in der Wohnung oder im Wintergarten. Die Temperatur liegt idealerweise zwischen 10 und 15 beziehungsweise maximal 20 °C. Wärmer sollte es nicht sein, da die Pflanze sonst lange, blütenlose Wintertriebe bildet. Des Weiteren sollte die Zimmerpflanze möglichst weder starken Temperaturschwankungen noch Zugluft ausgesetzt sein. Während der Wintermonate muss die Wachsblume nur selten und mit geringen Wassermengen versorgt werden. Eine Düngung ist während dieser Zeit nicht nötig.

Wachsblume wird gegossen
Hoyas können im Sommer mal abgebraust werden, sollten im Winter aber trocken stehen [Foto: Andrey_Nikitin/ Shutterstock.com]

Ist die Porzellanblume giftig?

Porzellanblumen sind giftig. Manche Hoya-Arten gelten in Ausnahmefällen sogar als stark giftig. Wachsblumen enthalten herzwirksame Glykoside, die potenziell lebensgefährlich sind. Wegen des unangenehmen Geschmacks ist allerdings bisher kein einziger Vergiftungsfall bekannt. Kleine Mengen lösen Erbrechen aus. Unser Körper schützt uns also vor einer lebensgefährlichen Dosis.

Darüber hinaus kann Hoya carnosa ein Allergieauslöser sein. Eine Allergie tritt früher auf, wenn hierfür anfällige Menschen regelmäßig mit den Pflanzen in Kontakt sind (etwa beim Schneiden, Gießen, Umtopfen). Zu den Symptomen gehören zum Beispiel Schnupfen, Augenröte, Husten und Asthma. In diesen Fällen gelangt das Allergen über die Luft zu den Atemwegen. Weitere Symptome wie Hautrötungen und Ekzeme entstehen als Reaktion auf Hautkontakt. Treten die genannten Symptome auf, sollte man einen Arzt aufsuchen und erwähnen, dass man eine Wachsblume im Hause hat. Sie könnte der Auslöser sein, was sich mit einem Bluttest überprüfen lässt. Ist dies der Fall, empfiehlt es sich, die Pflanze aus dem Haus zu entfernen.

Wenn Sie sich für weitere, womöglich pflegeleichtere Pflanzen für Ihre Wohnung interessieren, können Sie in unserem Spezialartikel über pflegeleichte Zimmerpflanzen weiterlesen.

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