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Weihrauch-Baum: Experten-Tipps zum Kaufen, Pflanzen & Pflegen

Der Weihrauch-Baum ist eines der kostbarsten Gewächse der Erde. Wir geben alle wichtigen Tipps zum Kaufen, Pflanzen und Pflegen des Weihrauch-Baumes.

Weihrauch-Baum
Der Weihrauch-Baum ist ein unfassbar kostbares Gewächs [Foto: Vladimir Melnik/ Shutterstock.com]

Das Harz des Weihrauch-Baumes (Boswellia) ist sagenumwoben. Kein Wunder, denn der wertvolle Rohstoff wird seit Jahrtausenden für rituelle und religiöse Zeremonien verwendet. Der Namensverwandte des Weihrauch-Baumes, die Weihrauch-Pflanze (Plectranthus coleoides), ist jedoch nicht in der Lage, das Harz zu produzieren. Das kann einzig und allein der Weihrauch-Baum.

Weihrauch-Baum

Der Weihrauch-Baum ist ein Baum der besonderen Art. Der Geruch seines verbrannten Harzes weckt wohl in jedem Menschen Emotionen. Dabei hat der Baum es doch eigentlich nur zur Abwehr von Schädlingen angedacht. Auf uns Menschen jedoch wirkt der Duft eher besinnlich und geht in die Tiefe.

Weihrauch-Baum: Herkunft und Eigenschaften

Der Weihrauch-Baum stammt aus kargen und unwirtlichen Gegenden. Obwohl sein Harz weltweit gehandelt wird, kommt er nur in drei Regionen vor: Am Horn von Afrika, in Indien und auf der arabischen Halbinsel. Die drei Arten mit der höchsten Bedeutung sind der Afrikanische Weihrauch-Baum (Boswelila papyfera), der Arabische Weihrauch-Baum (Boswellia sacra) und der Indische Weihrauch-Baum (Boswellia serrata).

Die Heimat des Baumes sind trockene Halbwüsten in den Bergen. Sein Lebensraum ist staubig und doch ist die Luftfeuchtigkeit in seinem Herkunftsgebiet recht hoch, auch wenn der Baum selbst trocken aussieht. Leider bedrohen Überweidung, Übernutzung und Brandrodung die wertvolle Pflanze. Die Nachzucht ist schwierig und so steht der Weihrauch-Baum vor einer zweifelhaften Zukunft.

Weihrauch-Baum in der Wüste
Der Weihrauch-Baum stammt aus bergigen Halbwüsten [Foto: Alexey Stiop/ Shutterstock.com]

Weihrauch-Baum kaufen

Weihrauch galt lange als ein Zeichen von Wohlstand und Reichtum und so verwundert es nicht, dass der Weihrauch-Baum eine absolute Rarität ist. Die Pflanze lässt sich nur sehr schwer vermehren. Plantagen zu pflanzen gleicht da einer Utopie. Kein Wunder also, dass ein Weihrauch-Baum nur schwer zu finden ist. Das mangelnde Angebot schlägt sich dabei natürlich auch im Kaufpreis nieder.

Im Online-Handel sind ab und an die Samen von Weihrauch zu finden. Leider ist die Anzucht aus Samen schwierig und nur sehr wenige Samen des Baumes keimen tatsächlich. Wer von einem Weihrauch-Baum träumt, sollte also lieber in den Kauf einer Pflanze investieren. So oder so ist der Weihrauch-Baum in seiner Pflege nicht einfach und aus diesem Grund sicherlich nicht für Anfänger geeignet.

Weihrauch-Baum pflanzen

Der Weihrauch-Baum ist kälteempfindlich, denn bereits unter 15 °C wird es ihm zu kalt. An ein Auspflanzen in den eigenen Garten ist also nicht zu denken. Wollen Sie ihn wenigstens über die Sommermonate nach draußen bringen, setzen Sie Ihren Baum am besten in einen schönen Kübel. Doch auch als Zimmerpflanze lässt sich der Weihrauch-Baum ganzjährig halten.

Grundsätzlich wächst die Pflanze sehr langsam. Erst im Alter von fünf bis sechs Jahren bildet sie „richtige“ oberirdische Pflanzenteile aus. Die Jahre davor sind vor allem der Wurzelentwicklung gewidmet. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihre Pflanze sich im Winter immer wieder zurückzieht, nur um im Frühjahr wieder neu auszutreiben.

Der perfekte Standort für den Weihrauch-Baum

Aufgrund seiner Heimat ist der Weihrach-Baum eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt. Die Temperatur sollte nie unter 15 °C fallen. Pflanzen Sie Ihren Weihrauch-Baum also besser nicht ins Freie, sondern kultivieren Sie ihn in einem Topf. Raus in den Garten oder auf die Terrasse können Sie ihn im Sommer allerdings trotzdem bringen. Achten Sie nur darauf, dass die Nächte nicht zu kühl werden, und holen Sie die Pflanze im Zweifel lieber wieder rein.

Weihrauch-Baum an einer Klippe
In der Sonne fühlt sich der Weihrauch-Baum am wohlsten [Foto: Vladimir Melnik/ Shutterstock.com]

Wählen Sie als Standort am besten einen sonnigen Platz. Der Baum muss dafür nicht unbedingt geschützt stehen, denn das ist in seiner natürlichen Umgebung ja schließlich auch nicht der Fall.

Das richtige Substrat für den Weihrauch-Baum

In seiner natürlichen Umgebung wächst der Weihrauch-Baum auf staubigem, sandigem und steinigem Substrat. Am besten gedeiht der Baum also, wenn Sie ihm die gleichen Bedingungen bieten. Mischen Sie dafür in etwa zu gleichen Teilen Sand, ein steiniges Substrat wie Lavatuff oder Ähnliches mit gewöhnlicher Blumenerde.

Weihrauch-Baum pflegen

Die Pflege des Weihrauch-Baumes ist anspruchsvoller, als es vielleicht den Anschein haben mag. Die wertvolle Pflanze stammt aus Regionen, deren klimatische Verhältnisse unserem mitteleuropäischen Klima so ganz und gar nicht entsprechen. Es handelt sich um trockene Gebiete, in denen nicht viel wächst – kaum zu vergleichen mit unserer üppigen, grünen Wald-und-Wiesen-Landschaft hier in Deutschland. Und dann ist auch zu bedenken, dass der Baum selbst in seiner Heimat kaum erfolgreich Nachwuchs produziert. Nur äußerst wenige Samen schaffen es, zu einem erwachsenen Baum heranzureifen.

Weihrauch-Baum gießen

Da der Baum Wüstenklima gewohnt ist, kann er viel Wasser überhaupt nicht leiden. Gießen Sie den Baum also sparsam und über den Winter kaum. Dennoch benötigt auch diese Pflanze eine gewisse Luftfeuchte. Besonders im Winter kann Trockenheit zu Schäden führen. Stellen Sie also am besten eine Schale mit Wasser auf die Heizung, um die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung zu erhöhen.

Weihrauch-Baum schneiden

Der Baum hat ein sehr langsames Wachstum und seine maximale Höhe von fünfzehn Metern wird er so schnell nicht erreichen. Lassen Sie Ihren Baum also ruhig die ersten Jahre in Frieden. Wird er irgendwann dann doch zu groß, können Sie ihn schön gleichmäßig einkürzen. Seien Sie dabei aber nicht zu rabiat, sondern gehen Sie besser vorsichtig vor. Ein Rückschnitt muss nicht jährlich durchgeführt werden. Achten Sie besonders auf das beim Schnitt austretende Harz. Dieses Harz ist der berühmte Weihrauch. Dieser kann nach dem Trocknen am Baum abgenommen werden. Legen Sie allerdings während des Schneidens besser eine Unterlage unter den Baum, um ein Tropfen zu verhindern.

Weihrauch-Baum mit Harz
Beim Schneiden des Weihrauch-Baumes tritt das wertvolle Harz aus [Foto: ChWeiss/ Shutterstock.com]

Weihrauch-Baum düngen

Die karge Heimat des Baumes hat ihn über Jahrtausende dazu gezwungen, sehr nährstoffeffizient zu sein. Viel Düngung braucht die Pflanze aus diesem Grund nicht. Generell sollte nur in den Frühjahrs- und Sommermonaten gedüngt werden – und auch dann nur sehr spärlich. Eine Düngergabe im späten Frühjahr ist sicherlich das Beste.

Der Namensvetter des Weihrauch-Baumes ist die Weihrauch-Pflanze. Mehr zu diesem Gewächs können Sie hier erfahren.

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