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Zebrakraut: Pflege, Standort & Vermehren von Zebrina

Das Zebrakraut hebt sich durch sein buntes Laub von vielen anderen grünen Zimmerpflanzen ab. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu Standort und Pflege des Zebrakrauts.

Zebrapflanze
Das Laub der Zebrapflanze ist meist dreifarbig [Foto: Phatthanun Kaewsuwan/ Shutterstock.com]

Am besten kommen die langen Triebe des Zebrakrauts (Tradescantia zebrina) hängend, in einem Ampeltopf zur Geltung. In diesem Artikel erfahren Sie unter anderem, wie man der beliebten Zimmerpflanze zu einem buschigen Wuchs verhelfen kann und was Sie bei der Pflege beachten sollten.

Zebrakraut: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Das in Süd- und Mittelamerika heimische Zebrakraut gehört zur Familie der Commelinagewächse (Commelinaceae). Uneinigkeit herrscht über die Gattungszugehörigkeit: Teilweise wird das Zebra-Ampelkraut zur Gattung der Dreimasterblumen (Tradescantiae) gezählt, manchmal gilt es als Zebrina pendula aber auch als separate Gattung. Der Name Zebra-Ampelkraut verweist auf die beliebte Haltungsform der Zimmerpflanze in einem Ampeltopf. So können die langen Triebe über den Topfrand herunterhängen und die grün-silber-violett gestreiften Laubblätter wunderbar zur Geltung kommen. In der Natur entwickeln sich zusätzlich zu den dekorativen Blättern das ganze Jahr über noch rosafarbene Blüten, die einzeln in den Blattachseln sitzen. Auch in Zimmerkultur ist eine Blütenbildung möglich, wenn die Zebrapflanze genug Licht bekommt. Als schwach sukkulente Pflanze ist das Zebrakraut in der Lage, ein wenig Wasser in den Blättern und Trieben zu speichern.

Zebrakraut
Die Blüten des Zebrakrauts sind Rosa und haben drei Blütenblätter [Foto: Grisha Bruev/ Shutterstock.com]

Die schönsten Sorten

Neben dem klassischen Zebrakraut gibt es auch einige Sorten von Tradescantia zebrina, die sich vor allem durch ihre Farbgebung unterscheiden. Wir stellen kurz die schönsten Zebrakraut-Sorten vor:

  • Tradescantia zebrina ‘Quadricolor’ hat eher rosafarbene als purpurne Blätter, die zusammen mit den grünen und weißen Streifen ein hübsches Muster ergeben.
  • Tradescantia zebrina ‘Purpusii’ besitzt Blätter in einem besonders kräftigen Violett, die neben den anderen, meist grünen Zimmerpflanzen stark auffallen.
  • Tradescantia zebrina ‘Discolor’ punktet ebenfalls mit verschiedenfarbig gestreiften Laubblättern in Rosa, Grün und Silber.
Zebrakraut in Rosa
Einige Sorten erscheinen eher Rosa als Violett [Foto: Amverlly/ Shutterstock.com]

Tradescantia zebrina pflanzen: Standort, Zeitpunkt und Vorgehen

Das Zebrakraut ist sowohl bei der Standortwahl als auch bei der Pflege recht unkompliziert. Stellen Sie die Zebrapflanze am besten an einen hellen Platz, der von der Mittagssonne verschont bleibt. Etwas Sonne abends oder morgens tut der Zebrapflanze allerdings gut. Die Temperatur sollte während der Wachstumsperiode der normalen Zimmertemperatur entsprechen – also zwischen 20 und 25 °C liegen. In dieser Zeit kann Tradescantia zebrina auch draußen auf dem Balkon oder im Garten gehalten werden. Dort ist ebenfalls auf einen geschützten, nicht vollsonnigen Standort zu achten. Im Winter darf es für die Zebrapflanze ein bisschen kühler sein, hier genügen 12 – 15 °C.

Tipp: Wenn das Zebrakraut ausreichend Licht bekommt, können Sie mit etwas Glück auch die hübschen Blüten bestaunen.

Das Zebrakraut benötigt kein besonderes Substrat, eine vielseitige Universal-Pflanzenerde ist absolut ausreichend. Eine besonders nachhaltige Wahl stellt beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde dar: Die enthaltenen Tonminerale sorgen für eine gute Wasserspeicherkapazität des Bodens, sodass die Pflanze langfristig mit Wasser versorgt wird. Zudem ist der leicht saure pH-Wert für das Zebrakraut ideal.

Zebrakraut draußen
Im Sommer fühlt sich das Zebrakraut auch draußen wohl [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Wenn Sie für die Pflanzung des Zebrakrauts Stecklinge nutzen, können Sie direkt mehrere Stecklinge in einen Topf setzen. Je nach Gefäßgröße passen 10 bis 15 Stecklinge nebeneinander, sodass das Zebrakraut buschiger erscheint.

Tipp: Ein Ampeltopf eignet sich hervorragend, um das Zebrakraut hängend in Szene zu setzen. Den Topf positionieren Sie dann am besten an einem hellen Platz, zum Beispiel vor einem West- oder Ostfenster.

Pflege des Zebrakrauts

Es braucht nicht viel, damit die Zebrakraut-Pflege gelingt. Wie fast alle tropischen Pflanzen benötigt es lediglich hin und wieder Wasser und gelegentliche Düngergaben. Ein regelmäßiger Schnitt kann zudem die Wuchsform beeinflussen.

Zebrakraut buschig
Durch das Zurückschneiden der Triebe wächst das Zebrakraut buschiger [Foto: Winlyrung/ Shutterstock.com]

Zebrakraut schneiden, gießen und düngen

Gießen Sie das Zebrakraut regelmäßig und halten Sie den Wurzelballen stets feucht. Das Substrat darf zwischendurch oberflächlich antrocknen, dann sollte allerdings wieder Wasser gegeben werden. Kalkfreies Wasser eignet sich am besten. Junge Pflanzen benötigen etwas mehr Wasser, die Erde sollte dann immer gleichmäßig feucht sein. Vermeiden Sie Staunässe, indem Sie überschüssiges Wasser aus dem Übertopf einige Minuten nach der Wassergabe abgießen.

In der Wachstumsphase benötigt das Zebra-Ampelkraut ab und zu eine Düngergabe, damit die Nährstoffversorgung gewährleistet ist. Hierfür eignet sich ein klassischer Grünpflanzendünger, wie zum Beispiel unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger. Dieser sorgt für ein üppiges Laub und kräftiges Wachstum, sodass die Zebrina lange Triebe ausbilden kann. Das Wurzelwachstum wird durch die Mikroorganismen in unserem Bio-Dünger angeregt.

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Da die Triebe des Zebra-Ampelkrauts in der Vegetationsperiode meist schnell und lang wachsen, kann ein Rückschnitt angemessen sein. Zudem vertrocknen die Blätter an den Triebenden oft und werden abgeworfen. Die Triebe dürfen dann im Frühling großzügig zurückgeschnitten werden. Diese Maßnahme fördert die Verzweigung und das Zebrakraut wächst buschiger.

Tipp: Um den tropischen Verhältnissen ein wenig näher zu kommen, können Sie die Zebrapflanze ab und zu mit einem Wasserzerstäuber besprühen.

Zebra-Ampelkraut
In einem Ampeltopf kommt das Zebrakraut bestens zur Geltung [Foto: Viktoria Hans/ Shutterstock.com]

Umtopfen

Sie können das Zebrakraut während der Vegetationsperiode umtopfen, also zwischen Frühjahr und Herbst. Sollte der alte Topf vollständig durchwurzelt sein, ist es Zeit für ein größeres Gefäß. Ansonsten genügt ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre.

Zebrakraut vermehren

Die einfachste Methode, um das Zebrakraut zu vermehren, ist die Nutzung von Stecklingen. Im Frühjahr können einfach einige Triebe von der Mutterpflanze abgeschnitten werden. Diese sollten schon einige Blätter aufweisen. Stellen Sie die Stecklinge dann in ein Wasserglas an einen hellen Platz. Nach einigen Tagen sollten sich Wurzeln gebildet haben und die Stecklinge können in einen Topf gepflanzt werden. Da ältere Triebe ihre Blätter verlieren und kahl werden, ist die Nutzung von Zebrakraut-Ablegern eher nicht empfehlenswert. Durch die Stecklings-Methode werden stets neue junge Triebe mit vielen Blättern erhalten und die kahlen Triebe eingekürzt.

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Die Vermehrung des Zebrakraut erfolgt am besten über Stecklinge [Foto: Elena Loginova/ Shutterstock.com]

Überwinterung: Ist Zebrakraut winterhart?

Im Winter verträgt die Zebrapflanze auch kühlere Temperaturen, die allerdings nicht unter 10 °C sinken sollten. Stellen Sie die Pflanze dann an einen hellen Platz, damit die Blätter ihre kräftige Farbe behalten. Erfährt das Zebrakraut frostige Temperaturen, erfrieren Triebe und Stängel.

Ist Zebrakraut giftig?

Für Menschen und Tiere ist das Zebrakraut nicht giftig. Sie können die Pflanze also an jeden geeigneten Platz in der Wohnung stellen.

Es gibt noch viele weitere Dreimasterblumen, deren Blüten man auch in unseren Breiten bestaunen kann. Bei uns erfahren Sie alles rund um die schöne Pflanzengattung.

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