logo

Zinnien: Pflanzen, Standortwahl & Pflege-Tipps

Zinnien sind seit jeher beliebte Sommerblumen und mit ihrer Farbenvielfalt und Blühfreudigkeit für jeden Gärtner eine wahre Freude. Wir stellen die Zinnie vor und geben Tipps für die Kultivierung im eigenen Garten.

bunte Zinnien in einer Wiese
Zinnien gibt es in allen erdenklichen Farben, mit gefüllten und einfachen Blüten [Foto: Joko P/ Shutterstock.com]

Eine in fast jedem Bauerngarten anzutreffende Sommerblume ist die Zinnie (Zinnia elegans). Sie wird mitunter gern als Schnittblume genutzt, da sie den Sommer über zahlreiche bunte Blüten produziert. In diesem Artikel erfahren Sie alles zur Zinnie, zu ihren Eigenschaften, ihren Ansprüchen an Standort und Pflege sowie Einzelheiten zur Aussaat und Pflanzung.

Zinnien: Herkunft und Eigenschaften

Die Zinnie gehört zur großen Familie der Korbblütler (Asteraceae) – genau wie Gänseblümchen (Bellis perennis) und Dahlien (Dahlia). In der Gattung Zinnia finden sich etwa 20 Arten, die einjährig, mehrjährig oder als Halbstrauch wachsen. Bei uns gepflanzt wird vorwiegend Zinnia elegans. Diese einjährige Sommerblume stammt ursprünglich aus Mexiko und ist auch in weiteren Gebieten Mittel- und Südamerikas vertreten. Die Zinnie wurde von dem berühmten schwedischen Botaniker Carl von Linné zu Ehren des Göttinger Anatoms und Botanikers Johann Gottfried Zinn benannt.

Die Zinnie ist eine einjährige Sommerblume, die aufrecht und buschig wächst. Die Blätter der Zinnie sind charakteristisch stark mit kurzen Härchen besetzt und fühlen sich dadurch rau an. Sie sitzen gegenständig direkt am Blütenstiel und sind etwa dreikantig geformt. Am Ende des Stiels bildet sich je eine endständige Blüte, die je nach Sorte gefüllt oder einfach und in vielen Farben von Weiß über Gelb-, Orange- und Rottöne bis hin zu dunklem Pink gefärbt sein können. Bei starker Sonneneinstrahlung verblassen kräftige Farben jedoch recht schnell. Die Blütezeit der Zinnien erstreckt sich von Juli bis September, vereinzelt auch bis in den Oktober.

Tipp: Zinnien sind bienenfreundliche Zierblumen, da sie eifrigen Bestäubern wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nektar bieten. Die relativ geringe Menge des zuckrigen Safts je Blüte gleicht die Zinnien-Blume mit ihrer hohen Blühfreudigkeit aus.

Biene auf rosa Zinnien-Blüte
Zinnien wirken anziehend auf Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insekten [Foto: Christina Marie Saymansky/ Shutterstock.com]

Die schönsten Zinnien-Sorten und -Arten

Wer Zinnien pflanzen möchte, für den gibt es eine riesige Auswahl an Sorten und auch ein paar verschiedene Arten der Gattung Zinnia. Sie unterscheiden sich vor allem in der Blütenfarbe, -form und -größe sowie der Wuchshöhe. Während man bei Beetpflanzungen auch auf hochwachsende Züchtungen zurückgreifen kann, eignen sich kleinwüchsige Zwergzinnien besser für den Balkon. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der schönsten Zinnien-Sorten für alle Standorte vor.

Alle genannten Sorten gehören zur Art Zinnia elegans.

  • ˈLiliputˈ: Niedrige Zinnien-Mischung aus verschiedenfarbigen, kleinwüchsigen Pflanzen mit einer Wuchshöhe von nur 50 – 60 cm. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober.
  • ˈPeter Panˈ: Zwergzinnie mit nur 30 cm Wuchshöhe und etwa 8 cm großen Blüten in orange-gelber bis blutroter Farbe.
  • ˈPolarbärˈ: Nahezu gänzlich gefüllte weiße Zinnie mit großen Blüten und bis zu einem Meter hohen Pflanzen.
  • ˈRiesen-Kaktusˈ: 60 – 80 cm hohe Zinnien-Sorte mit halbgefüllten, großen Blüten und leicht gerollten Blütenblättern, die an Kaktus-Dahlien erinnern.
  • ˈThumbelinaˈ: Kleinste aller niedrigen Zinnien-Sorten mit nur 15 – 20 cm Wuchshöhe und dahlienartigen Blüten in den verschiedensten Farben. Ideale Mini-Zinnie für kleine Balkonkästen und Töpfe.
  • ˈWhirlygigˈ: Farbenfroher Mix aus zweifarbigen Zinnien, die verschiedene Kombinationen von Pink, Orange, Rot und Weiß sowie etwa 60 – 70 cm Wuchshöhe aufweisen.
  • Zinnia angustifolia: Schmalblättrige Zinnie mit lavendelartigen Blättern und kleinen roten, pinken, tieforangen, gelben oder weißen Blüten. Die zierlichen Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von etwa 30 – 50 cm.
orangefarbene Schmalblättrige Zinnien
Die niedrigwachsende Schmalblättrige Zinnie bringt kleine, einfache Blüten und spitze Blätter hervor [Foto: yuthapong kaewboon/ Shutterstock.com]

Zinnien pflanzen

Zinnien sind äußerst dankbare Blühpflanzen, wenn Sie auf ihre Ansprüche an Standort, Aussaat und Pflanzung eingehen. Wir geben wichtige Tipps für eine erfolgreiche Anzucht und Auspflanzung der Zinnie.

Die richtige Pflanzzeit für Zinnien

Zinnien werden als einjährige Zierpflanzen jedes Jahr frisch angesät und erst nach dem letzten Frost Mitte Mai ausgepflanzt. Die Anzucht erfolgt im März auf der warmen Fensterbank, es können jedoch auch Jungpflanzen gekauft und nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden.

Der passende Standort für Zinnien

Der ideale Standort für Zinnien ist grundsätzlich sonnig, windgeschützt und warm. Am liebsten gedeiht die Zierpflanze auf lehmig-sandigem, nährstoffreichem Boden, der gut Feuchte speichert, aber niemals Staunässe bildet. Egal ob im Garten, im Topf oder auf dem Balkon – Zinnien gedeihen im Freien ebenso wie im Kübel, solange der Standort und die Pflege passen. Die hübschen Sommerblüher sind allerdings nicht gut selbstverträglich. Daher sollte jedes Jahr der Standort oder die Pflanzerde gewechselt werden.

blühende, bunte Zinnien
Zinnien benötigen einen warmen, sonnigen Standort für eine gute Entwicklung [Foto: Zhou Eka/ Shutterstock.com]

Tipp: Zinnien vertragen keinen starken Regen, denn hiervon werden die Blüten beschädigt und besonders die hochwachsenden Sorten können umstürzen. Ein regengeschützter Standort ist daher wichtig.

Zinnien aussäen, pikieren und pflanzen

Zinnien können zwischen Februar und April im Haus vorgezogen werden, denn auch ihre Keimlinge vertragen keinerlei Kälte und lieben es warm. Bereiten Sie für die Aussaat von Zinnien zunächst eine Anzuchtschale oder kleine Töpfchen vor und befüllen Sie diese mit einer nährstoffarmen Anzuchterde wie unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Während und in der ersten Zeit nach der Keimung benötigen Keimlinge der Zinnie nur sehr wenige Nährstoffe und werden von einer nährstoffarmen Erde zum Bilden kräftiger Wurzeln animiert. Unsere Anzuchterde bietet eine lockere Struktur und ein wasserspeicherndes Umfeld für die empfindlichen Keimlinge, das gänzlich ohne den klimaschädlich abgebauten Torfanteil auskommt. Die Samen der Zinnie säen Sie nun mit etwa 0,5 bis 1 cm Saattiefe in die Erde, wässern diese und stellen die Saatschale oder Töpfchen bei 16 bis 20 °C auf die helle Fensterbank. Halten Sie die Erde stets gut feucht, aber nicht nass. Die Keimung erfolgt nach etwa 10 bis 20 Tagen. Sobald sich die ersten echten Blätter nach den Keimblättern bilden, darf pikiert werden. Setzen Sie die Jungpflanzen nun in nährstoffreichere Erde in einzelne Töpfchen um und lassen Sie die Zinnien bis zur Auspflanzung etwas kühler bei 12 bis 15 °C weiterwachsen.

Zinnien-Jungpflanzen
Zinnien-Jungpflanzen dürfen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai nach draußen gesetzt werden [Foto: Irina Kvyatkovskaya/ Shutterstock.com]

Nach den Eisheiligen dürfen die Jungpflanzen Mitte Mai bis Ende Juni ins Freie gesetzt werden. Egal, ob im Topf, Balkonkasten oder im Beet – lassen Sie zwischen den einzelnen Zinnien 20 bis 30 cm Pflanzabstand. Der buschige Wuchs der Zinnie schließt die Lücken meist recht schnell. Wählen Sie für die Bepflanzung von Terrasse und Balkon Pflanzgefäße mit einem guten Wasserablauf und ausreichender Größe. Für einzelne Zinnien sollte ein Topf je nach Wuchsstärke mindestens 5 bis 10 Liter Volumen fassen. Befüllen Sie Ihre Pflanzgefäße unten mit einer etwa 3 cm hohen Drainageschicht aus grobem Kies oder Blähton und füllen Sie sie mit einer nährstoffreichen Pflanzerde, wie unserer Plantura Bio-Blumenerde, auf. Die nachhaltig produzierte Blumenerde beinhaltet alle essentiellen Nährstoffe, um eine üppige Blütenbildung und Pflanzengesundheit zu fördern. Setzen Sie nun die Zinnien-Jungpflanzen in die Erde und beachten Sie dabei den Pflanzabstand. Im Anschluss muss kräftig angegossen werden, damit die Erde an die Wurzeln gespült wird und die Zinnien gut anwachsen können.

Zusammenfassung: Zinnien pflanzen

  • Aussaat: Februar – April
  • Keimung: nach 10 – 20 Tagen
  • Pflanzzeit: Mitte Mai – Ende Juni
  • Pflanzabstand: 20 – 30 cm
  • Standort: Sonnig, windgeschützt und warm
  • Boden: Lehmig-sandig und nährstoffreich
  • Kultivierung im Beet und im Kübel möglich

Pflege von Zinnien

Zinnien sind durstige Gartenbewohner und benötigen eine regelmäßige Wasserversorgung. Der Boden sollte für sie immer gleichmäßig feucht gehalten werden, aber niemals nass werden und Staunässe bilden, da ansonsten Wurzelfäule auftreten kann. Die prächtig blühenden Zinnien können während der ganzen Blütezeit durchgängig für die Vase geschnitten werden. Verwenden Sie hierfür ein scharfes Messer und schneiden Sie den Blütenstiel jeweils auf ein Blattpaar zurück, denn hier wird sich die Pflanze neu verzweigen und erneut Blüten bilden. Die Blumen halten sich etwa ein bis zwei Wochen im Wasser frisch.

Zinnien in Vasen
Zinnen machen sich gut in der Vase [Foto: Sarycheva Olesia/ Shutterstock.com]

Verblühte Zinnien-Blüten sollten auch regelmäßig entfernt werden, damit die Blühfreudigkeit erhalten bleibt – es sei denn, es sollen Samen gewonnen werden.

Zinnien sind, wie viele Sommerblumen, auf eine regelmäßige Nährstoffversorgung angewiesen und sollten daher gut gedüngt werden. Beim Düngen von Zinnien im Topf oder Balkonkasten empfiehlt sich besonders die Verwendung eines flüssigen Nährstoffdüngers wie unseres Plantura Bio-Blumen- & Balkondüngers. Etwa alle zwei Wochen werden 15 bis 25 ml auf 5 Liter Gießwasser gegeben und somit einfach beim Gießen ausgebracht. Die enthaltenen Nährstoffe gelangen direkt an die Wurzeln und werden schnell aufgenommen. Auch akute Mangelsymptome, wie eine Gelbfärbung der untersten Blätter durch Stickstoffmangel, können auf die Art rasch behoben werden.

Plantura Bio-Blumendünger
Plantura Bio-Blumendünger
Effektive Langzeitwirkung,
gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Zinnien überwintern: Sind Zinnien winterhart?

Zinnien sind bei uns nicht winterhart, denn sie vertragen keinerlei Frost. Wie es bei einjährigen Pflanzen ohnehin üblich ist, stirbt die Zinnie nach der Samenreife komplett ab, kann also auch nicht im Haus überwintert werden. Nur in Form von Samen kann die Pflanze es ins kommende Jahr schaffen.

Zinnien vermehren

Zinnien können durch ihre Samen vermehrt werden. Damit sich Saatgut bildet, darf es sich allerdings nicht um gefüllte Blüten handeln, da diese unfruchtbar sind. Es kommt bei von Bienen und anderen Bestäubern besuchten Blüten zur Verkreuzung mit anderen Zinnien-Sorten, sodass oftmals nicht mehr die ursprüngliche Sorte der Mutterpflanze im Samen steckt. Für wen die Sortenreinheit jedoch nicht an oberster Stelle steht, der kann sich unter Umständen über prächtige neue Farbkombinationen aus selbstgezogenen Samen freuen. Für die Samengewinnung müssen verblühte Blüten natürlich stehen bleiben und dürfen nicht geschnitten werden. Bis Oktober reifen die zahlreichen länglichen Achänenfrüchte der Zinnie heran und können im Spätherbst, wenn der Blütenstand vertrocknet ist, mitsamt dem Blütenköpfchen abgeschnitten und im Haus zwei bis drei Wochen bei Raumtemperatur nachgetrocknet werden. Sobald die Samen von allein nach etwas Reiben herausrieseln, trennt man sie von Blütenresten und bewahrt sie trocken und kühl in Papiertütchen auf. Zinnien-Samen sind bei guter Lagerung etwa vier Jahre lang keimfähig.

getrocknete Zinnien
Nach dem Trocknen können die braunen Samen von den Blütenblättern getrennt werden [Foto: Tongsai/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge an Zinnien

Schnecken lieben Zinnien und können jungen Pflanzen schnell vollkommen den Garaus machen. Erwachsene Zinnienpflanzen sind hingegen kaum mehr gefährdet.

Ein Schneckenschutz macht also vor allem in den ersten Wochen nach der Pflanzung Sinn. Zudem tummeln sich beizeiten Blattläuse und Spinnmilben auf den Sommerblühern. Im Freien begrenzen jedoch Nützlinge wie der Marienkäfer eine explosionsartige Vermehrung schnell. Weitere Tipps zur Bekämpfung von Blattläusen finden Sie in unserem Spezialartikel.

Sind Zinnien giftig?

Zinnien sind per se nicht giftig, sie können jedoch bei Hautkontakt mit dem Pflanzensaft allergische Reaktionen auslösen. Das liegt an Alkaloiden wie Nikotin und verschiedenen Terpenen, die darin enthalten sind. Tragen Sie beim Schneiden der Zinnie daher idealerweise immer Handschuhe. Die Blüten der Zinnie hingegen sind essbar und bieten auch als Dekoration oder Zutat in Blütenbutter eine echte Augenweide.

Eine entfernte Verwandte der Zinnie ist die ebenfalls einjährige Sonnenblume, die erstaunliche Wuchshöhen erreichen kann. Wir stellen Ihnen die beliebte Sommerblume vor und behandeln alle Themen von Sortenwahl über Pflanzung und Pflege bis hin zur Ernte.

Erhalten Sie unsere Garten-Post

Jetzt für unsere kostenlose Garten-Post anmelden und tolle Garten-Tipps sowie Inspirationen regelmäßig ins Email-Postfach bekommen.