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Zucchini pflegen: Tipps zu Gießen, Düngen & Krankheiten

Zucchini benötigen nach der Pflanzung Pflege und Nährstoffe für eine reiche Ernte. Wir stellen häufige Krankheiten vor und geben zudem Tipps zum Wässern und Düngen von Zucchini.

Zucchini pflanze
Die Zucchini ist ein Starkzehrer und benötigt hohe Düngergaben [Foto: tchara/ Shutterstock.com]

Die Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) zählt, wie andere Kürbisse (Cucurbita maximaC. moschata & C. pepo) und Gurken (Cucumis sativus) auch, zur großen Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Eine gute Pflege danken Zucchini-Pflanzen mit reichem Fruchtbehang bis spät ins Jahr. Wie oft muss man Zucchini gießen? Welcher ist der geeignete Dünger für Zucchini? Wann sollte man am besten düngen? Und wann kann Brennnesseljauche helfen? Wir geben Ihnen Tipps zur Wasser- und Nährstoffversorgung und stellen die wichtigsten Krankheiten der Zucchini vor.

Zucchini-Pflanzen pflegen: Richtiges Gießen

Zucchini benötigen recht hohe Wassermengen, um ihre saftigen, knackigen Früchte auszubilden. Bei Trockenheit leidet die Pflanze, welkt rasch und bildet langfristig auch deutlich weniger Blüten aus. Regelmäßiges Gießen ist bei Zucchini daher enorm wichtig. Je nach Witterung sollte ein- bis zweimal pro Woche gewässert werden. Im Hochsommer müssen Sie meist öfter gießen. Das Wasser zum Gießen sollte niemals kalt sein, denn bei Temperaturen unter 10 °C leidet die Zucchini-Pflanze. Wässern Sie zudem bestenfalls morgens. Dann kann die Pflanze bis zur nachmittäglichen Hitze genügend Wasser aufnehmen, um den Tag gut zu überstehen. Dabei gilt: Immer direkt auf den Boden gießen und nicht die Pflanze mit Wasser benetzen, sonst steigt das Risiko für Pilzinfektionen stark an.

Zucchini Blüte
Eine gute Wasserversorgung fördert den Blütenansatz der Zucchini [Foto: Von Ana/ Shutterstock.com]

Tipp: Eine Mulchschicht aus pflanzlichen Materialien vermindert die hohe Verdunstung im Sommer und verringert den Aufwuchs von Unkräutern. Zusätzlich bietet diese den Vorteil, dass die Früchte bei der Reife nicht direkt auf dem Boden aufliegen und somit weniger zur Fäulnis neigen. Allerdings bindet Mulch bei seiner Zersetzung Stickstoff, sodass Sie an eine Ausgleichsdüngung denken sollten.

Zucchini düngen

Zucchini und andere Kürbisgewächse zählen zu den starkzehrenden Gemüsepflanzen. Sie benötigen daher vergleichsweise hohe Nährstoffmengen für ein gesundes Wachstum und einen guten Fruchtansatz. Nicht alle Düngemittel sind jedoch gleich gut für das Düngen von Zucchini-Pflanzen geeignet.

Zucchini Keimlinge
In den ersten Wochen müssen die Sämlinge nicht zusätzlich gedüngt werden [Foto: Alina Demidenko/ Shutterstock.com]

Passende Dünger für Zucchini

Mineralische Dünger wie Blaukorn und Co. sind leicht löslich und können direkt von der Pflanze aufgenommen werden. Dieser schnelle, aber kurzfristige Nährstoffschub genügt der Zucchini auf Dauer jedoch nicht. Mineraldünger können bei unsachgemäßer Anwendung zudem rasch zu einer Überdüngung des Bodens führen und die empfindlichen Wurzeln der Pflanze dauerhaft schädigen. Nicht selten werden die Nährstoffe in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und führen dort zu erhöhten Nitratwerten im Grundwasser.

Langzeitdünger mit hohem Anteil an organischer Masse – wie unser Plantura Bio-Tomatendünger – sind aus wissenschaftlicher und nachhaltiger Sicht die bessere Wahl. Sie weisen bei der Düngung von Zucchini viele Vorteile auf wie die Förderung eines gesunden und aktiven Bodenlebens, da sich Mikroorganismen von organischer Materie ernähren. Gleichzeitig spart die Herstellung vornehmlich organischer Dünger im Vergleich zu den Gewinnungsverfahren mineralischer Dünger Ressourcen und Energie ein. So werden beispielsweise in unseren Plantura Bio-Düngern pflanzliche Abfallprodukte, wie Kakaoschalen oder Vinasse, aus der Lebensmittelproduktion und Futtermittelindustrie verwendet.

Zucchini Jungpflanze im Beet
Bei der Pflanzung kann für einen optimalen Start in die Wachstumsphase vornehmlich organischer Langzeitdünger ausgebracht werden [Foto: Von vaiv/ Shutterstock.com]

Wann und wie oft sollte man Zucchini düngen?

Die Nährstoffversorgung sollte immer dem jeweiligen Entwicklungsstadium der Zucchini-Pflanze angepasst sein. In der Zeit nach der Pflanzung benötigt die Zucchini vor allem Stickstoff, um Blätter zu bilden und rasch an Größe zuzulegen. In der Blüh- und Fruchtbildungsphase sollte vorrangig auf die Kaliumversorgung geachtet werden.

Auf einen Blick: Wann sollte man Zucchini düngen?

  • Nach der Aussaat ist bis zur Pflanzung keine Düngung notwendig.
  • Vor dem Auspflanzen den Gartenboden an der Pflanzstelle mit Kompost und vorwiegend organischem Langzeitdünger anreichern.
  • Während der Blüten- und Fruchtbildung nach etwa zwei Monaten nachdüngen.

Zucchini können gut vorgezogen werden, denn die Samen keimen in der Regel sehr leicht und schnell. Um kräftige Setzlinge zu erhalten, empfiehlt es sich, die Zucchini ab Mitte April im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorzuziehen. Nährstoffarmes Anzuchtsubstrat ist hierfür völlig ausreichend. Die Sämlinge sind in den ersten Wochen mit den Vorräten aus den Samen ausreichend versorgt und müssen nicht zusätzlich gedüngt werden. Eine genaue Anleitung zur Anzucht und Pflanzung von Zucchini finden Sie in unserem Spezialartikel.

Um den Zucchini-Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen, können Sie während des Einpflanzens etwas Kompost oder Dünger in Granulatform in den Boden einarbeiten. Setzen Sie dabei am besten auf einen vornehmlich organischen Langzeitdünger mit hohem Kaliumgehalt, wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger. Das über Wochen hinweg langsam zersetzte Düngegranulat gibt seine enthaltenen Nährstoffe langfristig und schonend an Pflanze und Umwelt ab. Nach etwa zwei Monaten erfolgt eine zweite Nachdüngung, die Ihre Zucchini bis zum Saisonende mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt.

Plantura Bio-Tomatendünger
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Zucchini im Topf düngen

Bei Zucchini in Topfkultur gestaltet sich das Einarbeiten von Granulatdüngern als schwierig, da hier schnell die Wurzeln beschädigt werden. Für eine Zucchini im Kübel auf Balkon oder Terrasse empfehlen wir Ihnen daher die Verwendung eines organischen Flüssigdüngers – beispielsweise unseres Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedüngers –, der zusammen mit dem Gießwasser ausgebracht wird. Die enthaltenen Nährstoffe gelangen somit direkt an die Wurzeln und können auch akute Mangelsymptome, wie eine Gelbfärbung der unteren Blätter, rasch beheben.

Zucchini mit Gelbmosaikvirus
Der Zucchini-Gelbmosaikvirus wird vorwiegend durch Blattläuse übertragen [Foto: Paul Maguire/ Shutterstock.com]

Schädlinge und Krankheiten an Zucchini

Zucchini sind im Allgemeinen nicht sonderlich anfällig für Krankheiten. Bei ungünstigen Wachstumsbedingungen und besonders in nassen Sommern kann es jedoch vermehrt zu Erkrankungen kommen.

Die Blüten- und Fruchtendfäule ist eine physiologische Erkrankung aufgrund von Calciummangel. Die jungen Zucchini beginnen vom Ende her zu faulen. Zunächst zeigt sich eine eingesunkene dunkelbraune Stelle, die sich rasch ausweitet. Bei den meist leicht sauren Gartenböden kann es rasch zu einem Calciummangel kommen – eine Kalkgabe zur Pflanzung kann die Endfäule verhindern. Reine Calciumdünger können Zucchini-Pflanzen noch kurzfristig mit dem Nährstoff versorgen und auf diese Weise bereits aufgetretene Symptome lindern. In unserem Artikel zur Blütenendfäule an Tomaten können Sie mehr zu den Symptomen und der Prävention der auch an Zucchini auftretenden Krankheit lesen.

Blattläuse (Aphidoidea) können sich im Frühsommer rasch vermehren und große Kolonien auch an Zucchini ausbilden. Die Bekämpfung von Blattläusen kann mit Spritzmittel oder Nützlingen erfolgen. In unserem Spezialartikel erfahren Sie alles über den Einsatz von Nützlingen gegen Blattläuse.

Die Viruserkrankung Zucchini-Gelbmosaik wird durch infiziertes Werkzeug, vorwiegend aber durch Blattläuse übertragen. Die Blätter verfärben sich zu einem mosaikartigen gelb-grünen Muster und die Pflanze zeigt einen zunehmenden Krüppelwuchs an den Trieben. Infizierte Pflanzen sollten komplett entfernt und entsorgt werden. Die beste Strategie zur Vorbeugung der Viruserkrankung stellt die Bekämpfung von Blattläusen dar.

Mehltau an Zucchini
Mehltau an Zucchini tritt bei feucht-warmer Witterung auf [Foto: KanphotoSS/ Shutterstock.com]

Echter Mehltau (Erysiphaceae) an Zucchini verursacht einen weißen Belag zunächst an der Blattoberseite, der sich später auch auf die Unterseite ausbreitet. Sie sollten daher bei den ersten Anzeichen die befallenen Zucchini-Blätter zurückschneiden. Wässern Sie die Pflanzen niemals von oben, denn sonst breitet sich der Echte Mehltau weiter aus. Weitere Tipps erhalten Sie in unserem Artikel zur Bekämpfung von Mehltau an Zucchini.

Auch der Grauschimmel (Botrytis cinerea) tritt vor allem bei sehr feuchter, warmer Witterung auf und befällt vorwiegend die Früchte. Zucchini sollten nicht zu eng stehen, um eine schnelle Abtrocknung nach dem Regen zu garantieren. Auch hier ist das richtige Gießen (nur direkt am Boden) entscheidend, um die Sporen des Pilzes nicht weiter zu verbreiten.

Tipp: Ein Hausmittel zum Düngen von Zucchini bildet die Brennnesseljauche. Sie fördert nicht nur das Wachstum, sondern auch die Abwehrkräfte der Zucchini gegenüber Krankheiten. Unverdünnt versprüht vertreibt sie Blattläuse und andere Insekten.

Optimalerweise trägt die Zucchini bereits ab Ende Juni die ersten Früchte und kann bald darauf geerntet werden. Wir geben Ihnen Tipps zur richtigen Ernte und Verwendung von Zucchini.

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