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Zuckererbsen im Portrait: Anbau und Sorten

Zuckererbsen und Kafe: Das gesunde Knack-Gemüse im eigenen Garten ernten. Wir zeigen, welche Sorten es gibt und wie der Anbau erfolgreich klappt.

Zuckerbsen Ernte Korb Garten

Frisch geerntete Zuckererbsen [Foto: CherylCC BY-SA 2.0]

Waren vor einigen Jahrzehnten die klassischen Markerbsen noch die beliebteste Erbsen-Varietät, so zählen heute die knackigen und süßen Zuckererbsen (Pisum sativum subsp. sativum convar. axiphium) zum Liebling der Verbraucher. Der genaue Ursprung der Zuckererbse ist bis heute nicht ganz klar. Man vermutet ihn aber in Indien oder Nordafrika.

Besonders in asiatischen Feinkostläden stammen die Hülsen der Zuckererbse häufig aus Übersee und kommen per Luftfracht nach Deutschland. Mittlerweile wird das Gemüse aber auch in einigen Gegenden Deutschlands mit tiefgründigen und nährstoffreichen Böden kommerziell angebaut. Auch im eigenen Garten ist der Anbau mit etwas Hintergrundwissen problemlos machbar.

(Synonyme: Kaiserschote, Kefe, Kiefelerbse)

Anbauanleitung für die Zuckererbse

  1. Die Aussaat erfolgt Ende März bis Anfang April direkt ins Beet.
  2. Die Körner sollten 5cm tief gesteckt werden. Der Abstand zwischen den Pflanzen beträgt etwa 10cm und 35cm zwischen den Reihen.
  3. Bei Temperaturen von 10-18°C keimt das Saatgut der Zuckererbse innerhalb von ein bis zwei Wochen.
  4. Anfänglich sollte Unkraut kleingehalten und gejätet werden.
  5. Sind die Pflanzen größer als 10cm sollte man Ihnen eine Rankhilfe bereitstellen.
  6. Zu diesem Zeitpunkt kann um die Pflanze auch Erde angehäuft werden.
  7. Zuckererbsen zählen zu den Leguminosen und binden Stickstoff im Boden. Eine zusätzliche Düngung ist nicht nötig. Bei Trockenheit muss regelmäßig gegossen werden.
  8. Ab Juni kann mit der Ernte begonnen werden. Alle paar Tage gehörenreife Hülsen abgezwickt. Überreife Hülsen verlieren schnell und deutlich an Qualität.

Eine weitere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anbau finden Sie hier: Erbsen anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit.

Zuckererbsen: geeignete Sorten für Deutschland

Zuckererbsen fehlt die Pergamentschicht in der Hülse. Die als Kaiserschoten bezeichneten Erbsen sind besonders zart, süß und schmackhaft. Einige der gängigen Sorten sind werden im Folgenden beschrieben:

  • Ambrosia: bewährte Sorte aus Deutschland mit recht fleischigen Hülsen; sehr guter Geschmack und hoher Ertrag.
  • Delikata: Sorte mit zweifacher Verwendung: erntet man die Hülsen noch recht jung können diese wie üblich inklusive Schale verzehrt werden; erfolgt die Ernte etwas später spaltet man die Hülsen auf und entnimmt die Körner, wie man es von Markerbsen kennt; Resistenz gegen Echten Mehltau und Fusarium.
  • Norli: eine der moderneren Sorten mit sehr kompaktem Wuchs; ideal für den Balkon oder die Terrasse; trotz des kompakten Wuchses recht ertragreich; aromatische Zuckererbsen.
  • Oregon Sugar Pod: mittelfrühe Sorte mit großen und tiefgrünen Schoten; erntet man nicht zu spät, haben die Hülsen eine sehr zarte Textur und einen sehr guten Geschmack.
  • Quartz: recht dickfleischige Zuckererbse mit gutem Ertrag.
  • Sugar Bon: modernere Sorte mit gutem Ertrag und Aroma.
  • Sweet Horizon: gute Sorteneigenschaften: tiefgründiges Wurzelwerk, guter Geschmack und ertragreich.
  • Zuccola: robuste Sorte mit schmalen, länglichen und leicht rundlichen Hülsen mit einer sehr guten Toleranz gegen Fusarium und den Echten Mehltau; sehr aromatisch und ertragreich.

Wenn Sie Hilfe bei der Sortenwahl brauchen, schauen Sie doch mal hier vorbei: Erbsensorten: die richtige Sorte wählen.

Schädlinge und Krankheiten

Zuckererbsen wie auch andere Varietäten der Erbse sind einigermaßen leicht anzubauen. Zwei Pilzkrankheiten und ein Schälding können der Pflanze jedoch zu schaffen machen. Leidet die Pflanze unter Trockenheit oder ist die Luftfeuchtigkeit über einen langen Zeitraum niedrig, kann der Echte Mehltau die Pflanze befallen. Regelmäßiges Gießen hilft. Es gibt auch Mehltau resistente Sorten, die besonders im Hausgarten und im biologischen Anbau Verwendung finden. Der Fusarium Pilz ist der zweite Antagonist der Zuckererbse. Ist die Pflanze von diesem Pilz befallen, verfärben sich erst die Blätter leicht, welken anschließend und werden im Endstadium schwarz.

Der Erbsenwickler ist einer der wenigen Schädlinge. Dieser treibt besonders zwischen Mai und Juni sein Unwesen. Sollte der Schädling im eigenen Garten oder im Nachbargarten schon einmal gesichtet worden sein, sollte man während der genannten Zeit zu einem Schutznetz greifen.

Wir empfehlen folgende Produkte:

Weiterführende Informationen zu den Krankheiten und Schädlingen der Zuckererbsefinden Sie unter: Die rankende Erbse im Portrait: Herkunft und Anbau

 

Steffi

Ich studiere momentan im schönen Weihenstephan Agrarwissenschaften. Neben dem Gärtnern (ich baue vor allem Gemüse und Kräuter an) schlägt mein Herz auch besonders für die Tierwelt. Egal, ob Hund, Meerschwein, Igel oder Biene – alle sollen sich in meinem Garten wohlfühlen.
Lieblingsobst: Wassermelonen und Himbeeren
Lieblingsgemüse: Kartoffeln

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