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Zuckerschoten: Pflanzen & Pflegen der Zuckererbsen

Die Zuckerschoten sind ein beliebtes Sommergemüse aus dem eigenen Garten. Von uns bekommen Sie alle wichtigen Tipps, um Zuckererbsen erfolgreich bei sich zu Hause zu kultivieren.

Zuckererbsen-Pflanze
Die Zuckererbse ist eine Bereicherung für den Gemüsegarten [Foto: milezaway/ Shutterstock.com]

Vor einigen Jahren waren die klassischen Markerbsen noch die beliebteste Erbsen-Varietät. Heute gelten die knackigen und süßeren Zuckererbsen (Pisum sativum subsp. sativum convar. axiphium) als Liebling der Verbraucher. Die genaue Herkunft der Zuckererbse ist aufgrund ihrer langen Verwendung bis heute nicht geklärt, man vermutet sie aber in Indien oder Nordafrika. Bereits in der Antike dienten Zuckerschoten als Proteinquelle und Grundlage vieler Gerichte.

Zuckerschoten: Herkunft und Eigenschaften

Die Zuckerschote ist je nach Region unter vielen Namen wie etwa Kefen, Kaiserschoten, Knackerbsen, Kiefelerbsen oder Mangetout bekannt. Sie gehört der Gattung der Gartenerbsen (Pisum sativum) an und ist somit Teil der Schmetterlingsblütler (Faboideae), einer Unterfamilie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Die Zuckererbsen-Pflanze wächst als einjährige, krautige Pflanze, die sich über die Früchte, die in Hülsen gebildet werden, vermehrt. Sie bildet kletternde oder kriechende bläulich-grüne Haupttriebe aus, die bis zu 1,5 Meter lang werden können und von Laubblättern besetzt sind. Zusätzlich können neben dem Haupttrieb mehrere dünne Seitentriebe ausgebildet werden. Die eiförmigen Blätter sind meist ganzrandig und nur selten gezahnt. Der Blütenstand der Zuckererbse wird – wie bei Gartenerbsen auch – aus einer bis drei Blüten gebildet. Die weißen Kelchblätter sind meist glockenförmig verwachsen und werden von einer Blütenkrone geziert. Aus der befruchteten Blüte bilden sich schließlich die circa 10 cm langen Schoten heraus, die jeweils zwischen vier und zehn runde Samenkörner enthalten.

junge Zuckererbse mit weißer Blüte
Die weißen Blüten der Zuckererbsen sind klein und eher unauffällig [Foto: Norman Chan/ Shutterstock.com]

Besonders in Feinkostläden stammen die Hülsen der Zuckererbse häufig aus Übersee und gelangen per Luftfracht nach Deutschland. Mittlerweile wird das Gemüse aber auch in einigen Gegenden Deutschlands mit tiefgründigen und nährstoffreichen Böden kommerziell angebaut. Im eigenen Garten ist der Anbau mit etwas Hintergrundwissen ebenfalls problemlos machbar.

Zuckerschoten pflanzen

Die Zuckerschote hat kaum besondere Standortansprüche: Ein tiefgründiger Boden an einem sonnigen, luftigen Standort liefert bereits beste Voraussetzungen. Ungeeignet sind hingegen sehr sandige und sehr schwere tonreiche oder verdichtete Böden. Ideal ist ein humusreicher Boden, der Wasser gut halten kann, aber nicht zur Staunässe neigt. Verdichtungen im Untergrund sind nicht förderlich für den Erbsenanbau, denn hier kann es leichter zur Wurzelfäule kommen. Wer schon lange Gemüse im selben Beet anbaut, kann gelegentlich auf die Hilfe eines Bodenaktivators zurückgreifen, der das Bodenleben fördert und den Humusgehalt erhöhen kann. Auf diese Weise wird eine gute Nährstoffversorgung der Pflanzen sichergestellt und der Boden nachhaltig geschont, um auch in Zukunft den Anbau von Gemüse zu gewährleisten. Unser Plantura Bio-Bodenaktivator beispielsweise ist durch zusätzliche enthaltene Mykorrhiza-Pilze in der Lage, eine Symbiose zwischen Pilz und Pflanze herzustellen. Somit wird die Pflanze in der Wasser- und Phosphatversorgung unterstützt. Durch die rein biologischen Komponenten und den Verzicht auf tierische Bestandteile ist unser Plantura Bio-Bodenaktivator außerdem nachhaltig produziert und schon die Umwelt.

Plantura Bio-Bodenaktivator
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Die Zuckererbse zählt zu den schwachzehrenden Gemüsesorten. Sie nimmt durch eine Symbiose mit Knöllchenbakterien fixierten Stickstoff auf, den sie bei einer späteren Einarbeitung in den Boden einbringt. Da die Zuckererbse schlecht selbstverträglich ist, sollte zwischen vor dem erneuten Anbau auf der gleichen Fläche eine Anbaupause von circa vier bis sechs Jahren eingelegt werden. Dies verhindert die Übertragung von Fuß- und Welkekrankheiten wie Fusarien. Ein Mischkulturanbau ist problemlos mit Möhren (Daucus carota subsp. sativus), Kohlsorten (Brassicaceae), Fenchel (Foenicum vulgare), Kopfsalat (Lactuca sativa) oder Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) möglich.

Der beste Zeitpunkt für die Zuckererbsen-Aussaat ist zwischen März und Anfang April, da es hier nicht mehr zu Schädigungen infolge längerer Frostperioden kommen kann. Durch eine zu späte Aussaat ist ein geringerer Ertrag durch eine verminderte Blütenbildung möglich. In milderen Regionen ist eine Aussaat in der Regel ab Anfang März möglich, kurze Fröste verträgt die Zuckerschote ohne Probleme.

Die Aussaat erfolgt direkt ins Beet, dafür werden mit einer Gartenharke circa 3 bis 5 cm tiefe Saatrillen in den aufgelockerten Boden gezogen. Idealerweise werden die Rillen so ausgerichtet, dass sie in Nord-Süd-Richtung verlaufen. Das sorgt für eine gleichmäßige Belichtung der Pflanzen und somit für ein gleichmäßiges Wachstum der Schoten. Zwischen zwei Rillen sollte ein Reihenabstand von circa 35 cm eingehalten werden, damit die Zuckererbsen-Pflanzen genug Platz für ein gesundes Wachstum haben. Im Zwischenbereich können Sie außerdem eine Rankhilfe aufstellen, sodass die Pflanze in die Höhe wachsen kann. Die Zuckererbsen erreichen auf diese Art eine Rankhöhe von bis zu 1,5 Metern. Anschließend können mit einem Abstand von circa 10 cm die Samenkörner in die Rille gelegt werden, bevor diese geschlossen und die Erde leicht angedrückt wird. Zuletzt sollte die Erde gut angegossen werden, um die Keimung zu fördern. Bereits nach ein bis zwei Wochen beginnen die Zuckerschoten zu keimen.

Zuckererbsen-Pflanzen mit Rankhilfe
Durch eine Rankhilfe kann die Zuckererbse problemlos wachsen und bekommt von allen Seiten viel Licht [Foto: Trong Nguyen/ Shutterstock.com]

Tipp: Für Zuckerschoten – ebenso wie für andere Kletterkulturen – ist es hilfreich, eine Rankhilfe zu verwenden. Das erhöht die Erträge und verbessert gleichzeitig die Qualität der Erbsen. Durch die Zuckererbsen-Rankhilfe gelangt gleichmäßiger Licht an alle Pflanzenteile, sodass die Früchte besser wachsen und heranreifen können. Außerdem wird die Ernte einfacher, weil man die meisten Schoten schon auf den ersten Blick erkennen kann und nicht danach suchen muss.

Zuckererbsen anbauen auf einen Blick:

  1. Die Aussaat erfolgt zwischen Anfang März und Anfang April direkt ins Beet.
  2. Die Zuckererbsen-Samen sollten circa 3 – 5 cm tief in eine Saatrille gesetzt werden. Der Abstand zwischen den Körnern beträgt etwa 10 cm, der Abstand zwischen den Reihen etwa 35 cm.
  3. Bei Temperaturen von 10 bis 18 °C keimt das Saatgut der Zuckererbse innerhalb von ein bis zwei Wochen.
  4. Eine Rankhilfe verbessert Ertrag und Qualität. Außerdem wird die Ernte erleichtert.

Neben der Zuckererbse gibt es eine Vielzahl weiterer Erbsensorten. Lesen Sie dazu auch unsere Übersicht zu neuen, altbewährten und resistenten Erbsensorten.

Zuckererbsen-Keimling im Beet
Zuckerschoten werden direkt ins Beet gesät [Foto: sophiecat/ Shutterstock.com]

Pflege von Zuckererbsen

Während der Vegetation ist der Pflegeaufwand für die Zuckererbsen moderat, vor allem wenn die Standortbedingungen passen. Ab der Aussaat, bereits vor der Keimung, sollte einmal wöchentlich Unkraut geharkt werden. So kommt es nicht zu Konkurrenzen um Nährstoffe und Licht zwischen den Zuckerschoten und den Unkräutern. Sobald die Pflanzen circa 15 cm groß sind, beginnen sie, das Unkraut durch ihren Wuchs selbstständig zu unterdrücken. Harken ist nur noch seltener, meist überhaupt nicht mehr nötig. Außerdem kann nun die Erde rund um die jungen Pflanzen angehäufelt werden, was die Seitenwurzelbildung fördert und somit die Wasser- und Nährstoffaufnahme verbessert. Zusätzlich können die Pflanzen in Richtung Rankhilfe geführt und mit den ersten Trieben daran befestigt werden. Während des Wachstums ist es wichtig, die Zuckererbsen regelmäßig weiter entlang der Rankhilfe nach oben zu leiten, damit alle Pflanzenteile gleichmäßig viel Licht bekommen und gut wachsen können.

Die Zuckererbsen sind nicht winterhart. Als einjährige, krautige Pflanzen sterben sie im Herbst ab und treiben natürlicherweise im Frühjahr durch die Samen aus den Schoten erneut aus.

Zuckererbsen im Garten
Die Zuckererbse ist eine pflegeleichte Pflanze, wenn die Standortbedingungen passen [Foto: 69/ Shutterstock.com]

Zuckererbsen gießen und düngen

Durch ihre tiefreichenden Wurzeln ist die Zuckererbse in der Lage, sich selbstständig gut mit Wasser zu versorgen. Bis zur Keimung der Samen ist es jedoch wichtig, den Boden konstant feucht zu halten, um das Anfangswachstum zu unterstützen. In trockenen Regionen und während längerer Trockenperioden im Sommer ist eine regelmäßige Wassergabe wichtig, damit die Pflanzen nicht austrocknen.

Zuckererbsen sind Leguminosen, die in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien leben. Diese Knöllchenbakterien sind in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu fixieren, in Nitrat umzuwandeln und ihn somit für die Pflanzen verfügbar zu machen. Bei gesunden Bodenvoraussetzungen ist dadurch eine weitere Düngung während der gesamten Vegetation nicht vonnöten.

Zuckerschoten schneiden

Ein Schnitt ist bei Zuckerschoten nicht notwendig. Wenn der Wuchs zu ausufernd wird, können weit abstehende Triebe gut zur Rankhilfe zurückgeleitet werden. Sie können bei Bedarf aber auch abgeschnitten werden. Kranke oder trockene Triebe und Blätter sollten Sie regelmäßig entfernen.

Zuckererbsen richtig pflegen:

  1. Anfänglich sollte Unkraut kleingehalten und geharkt werden.
  2. Während des Wachstums regelmäßig entlang der Rankhilfe leiten, damit alle Pflanzenteile gleichmäßig viel Licht bekommen.
  3. Zuckererbsen zählen zu den Leguminosen und leben in Symbiose mit Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden können. Eine zusätzliche Düngung ist deshalb nicht nötig.
  4. Bei Trockenheit muss regelmäßig gegossen werden.
  5. Die Zuckererbse muss nicht geschnitten werden.
reife Zuckererbsen in einem Korb
Schon wenige Pflanzen liefern hohe Erträge der knackig-grünen Hülsen [Foto: jiangdi/ Shutterstock.com]

Zuckererbsen im Topf anbauen

Zuckererbsen können auch im Topf gepflanzt werden, wenn man ein paar Punkte beachtet.

Durch die Empfindlichkeit gegenüber längeren Kälteperioden sollten die Zuckererbsen erst ab Mitte April nach draußen gebracht werden, sie können aber in der Wohnung vorgezogen werden.
Der Topf sollte ausreichend groß sein, da die Zuckererbse ein tiefreichendes Wurzelsystem ausbildet. Als Substrat eignet sich eine hochwertige Gemüseerde, die durch ihre Zusammensetzung die Pflanze ideal mit Nährstoffen versorgt. Wegen der lockeren Struktur der Erde wird gleichzeitig gesundes Wurzelwachstum unterstützt. Unsere Plantura Bio-Tomaten- und Gemüseerde, erfüllt nicht nur die Ansprüche der Pflanze, sie wird gleichzeitig aus nachhaltigen, biologischen Materialien hergestellt und kommt völlig ohne Torf aus. Das weitere Vorgehen zur Aussaat ist so wie bei einer Beetsaat auch – nur können die Zuckererbsen mit einem Abstand von circa fünf Zentimetern dichter gesät werden.

Im Topf ist es wichtig, auf eine gleichmäßige Wasserversorgung zu achten, da die Pflanzen nicht auf Wasser aus tieferen Erdschichten zurückgreifen können.

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Zuckererbsen ernten und lagern

Die Ernte ist meist ab Juni möglich, wenn die Schoten noch hellgrün sind und man die Erbsen im Inneren von außen gut erkennen kann.

Um die Zuckererbsen zu ernten, können Sie die reifen Schoten von der Pflanze abzupfen und sammeln. Die Schoten sollten nicht zu lange gelagert werden, da sich nach spätestens ein bis zwei Tagen der enthaltenen Zucker zunehmend in Stärke umwandelt und sich dadurch der Geschmack verändert. Die frisch geernteten Zuckererbsen können kurz blanchiert und anschließend bedenkenlos eingefroren werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt schonend wieder aufzutauen. Überreife Schoten verlieren rasch an Geschmack und Qualität.

Geschmack und Verwendung von Zuckererbsen

Der Geschmack der Zuckererbsen ist, wie der Name erahnen lässt, deutlich süßer als bei anderen Erbsenarten. Junge, noch nicht ganz reife Schoten können Sie bereits ernten. Diese eignen sich sehr gut, um die Zuckererbsen roh zu essen. Im Gegensatz zu Markerbsen besitzen die Zuckererbsen keine Pergamentschicht im Inneren der Hülse, weswegen die Hülsen als Ganzes gegessen werden können. Daher stammt der aus dem Französischen übernommene Name „Mangetout“: Das französische „Mange tout“ bedeutet übersetzt „Iss alles“. Die Schoten können außerdem sehr gut gegart, gebraten oder gekocht werden.

Tipp: Beliebt ist auch eine Kreuzung aus Mark-Erbse und Zuckererbse, sogenannte „Mark-Zucker-Erbsen“ oder Knackerbsen. Die Schoten können wie bei Zuckererbsen als Ganzes gegessen werden, während die Körner im Inneren so wie bei Mark-Erbsen größer und knackig sind. Ihr Geschmack ist leicht süßlich.

gegarte Zuckererbsen auf einem Teller
Junge Schoten können als Ganzes entweder roh, gegart, gekocht oder gebraten verzehrt werden [Foto: Brent Hofacker/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge und Krankheiten an Zuckererbsen

Pilzkrankheiten und Schäldinge können der Pflanze gelegentlich zu schaffen machen. Durch feuchte, kühle Morgenstunden wird der Befall mit dem Echten Mehltau begünstigt. Im Gegensatz zu anderen Pilzerkrankungen kann dieser die Pflanze auch bei kürzeren Blattnässephasen befallen, tagsüber darf es dann auch trocken und warm sein. Um einem Befall vorzubeugen, kann es helfen, die Zuckererbsen an einem bereits morgens von der Sonne beschienenen Platz anzubauen sowie am Morgen statt am Abend zu gießen. Durch Züchtung wurden mehltauresistente Sorten entwickelt, die besonders im Hausgarten und im biologischen Anbau Verwendung finden.
Der Fusarium-Pilz ist der zweite wichtige Antagonist, der Hülsenfrüchte wie die Zuckererbse oft befällt. Ist die Pflanze an Fusarium erkrankt, verfärben sich erst die Blätter leicht, welken anschließend und werden im Endstadium schwarz. Durch die Berücksichtigung einer passenden Fruchtfolge können Sie einem Befall mit dem Fusarium-Pilz vorbeugen.

Der Erbsenwickler ist der einzige relevante tierische Schädling an Zuckererbsen. Er befällt sie vor allem zwischen Mai und Juni, wenn die Pflanzen die Fruchthülsen bilden. Sollte der Schädling im eigenen oder im Nachbargarten schon gesichtet worden sein, sollte man während der gesamten Zeit zu einem Schutznetz greifen, um ihn von den gesunden Pflanzen fernzuhalten.

Sie sind noch auf der Suche nach weiteren spannenden Gemüsesorten für Ihren Garten? Wie Sie beispielsweise den mehrjährigen Meerkohl pflanzen und pflegen können, verraten wir Ihnen hier.

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