Kugel-Kiefer: Sorten, Standort & Winterhärte

Max
Max
Max
Max

Pflanzen und deren Vielfalt in der Natur fand ich schon immer faszinierend. Daher habe ich nach meiner Ausbildung zum Schreiner das Studium der Gartenbauwissenschaften an der Hochschule in Weihenstephan begonnen. Zuhause kultiviere ich in Garten, Wald und Haus verschiedenstes; von kleinen Zimmerpflanzen bis hin zu großen Forstbäumen, wobei mein besonderes Interesse den Obstgehölzen gilt. Auch nach der Ernte verarbeite ich gerne die Früchte weiter zu Marmeladen, Wein oder diversen anderen Produkten.

Lieblingsobst: Apfel
Lieblingsgemüse: Paprika

Kiefern zählen zu den bekanntesten Nadelbäumen hierzulande. Dabei sind besonders kompakte Kugel-Kiefern für die Verwendung im Garten sehr beliebt.

Buschige Kugelkiefer
Je nach Sorte und Pflege bilden Kugel-Kiefern dichte und rundliche Büsche [Foto: mykhailo pavlenko/ Shutterstock.com]

Kiefern (Pinus) sind immergrüne Nadelgehölze, zu denen unter anderem Arten gehören, die klein bleiben und sich gut schneiden lassen. Diese trivial als Kugel-Kiefer bezeichneten Nadelbäume können in Gärten hübsche Akzente bilden. Worum es sich bei den Kugel-Kiefern genau handelt, welche Sorten am schönsten sind und alles, was Sie zur Pflege und Pflanzung wissen müssen, erfahren Sie hier.

Kugel-Kiefer: Herkunft und Eigenschaften

Was man als Kugel-Kiefer kennt, sind meistens Unterarten und spezielle Zuchtformen der Bergkiefer (Pinus mugo), welche auch als Latschenkiefer bezeichnet wird. Weitere Synonyme für diese Art sind Krüppelkiefer oder Krummholzkiefer. Aufgrund ihres kompakten und gedrungenen Wuchses eignet sich diese Kiefernart hervorragend für dichte Kugelformen. Wie der Name schon vermuten lässt, stammt sie aus den Bergregionen Europas und kommt auch vermehrt in den Alpen oder Pyrenäen vor.

Bergkiefern sind immergrün und haben bis zu 5 cm lange Nadeln. Ihre kleingefelderte Schuppenborke ist graubraun bis schwarzgrau. Die Kiefernart kann bis zu 6 m hoch und 5 m breit werden, wobei sich die Wuchshöhe bei den einzelnen Sorten stark unterscheidet. Von Juni bis Juli bildet die Kiefer zahlreiche gelbe, männliche und rosarote, weibliche Blüten aus, die danach zu den gelb- bis dunkelbraunen Zapfen werden. Allgemein handelt es sich bei Kugel-Kiefern um sehr robuste Pflanzen, welche auch an schwierigen Standorten wie vernässten, sandigen, steinigen, stark sauren oder nährstoffarmen Böden gut wachsen. Das große Wurzelnetzwerk der Kugel-Kiefer kann Geröllhänge festlegen, weshalb eine Pflanzung hier praktisch ist.

Die schönsten Sorten

Es gibt mehrere Pinus mugo-Sorten, die aufgrund ihrer Eigenschaften und ihres Aussehens interessant für die Verwendung im Garten sind:

  • Pinus mugo ‘Mops’: Diese Sorte ist eine der beliebtesten und bekanntesten Kugel-Kiefern. Sie hat eine dichte, runde Krone und wächst sehr langsam. Die Nadeln sind kurz und dunkelgrün. Ihre maximale Wuchshöhe und -breite beträgt 1,5 m.
Kugel-Kiefer Botanico® 'Mops'
Kugel-Kiefer Botanico® 'Mops'
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(4.7/5)
  • Dicht verzweigte Zwerg-Bergkiefer mit dunkelgrünen Nadeln & kompakt-kugeligem Wuchs
  • Ideal als Kübelpflanze für Terrasse & Balkon, niedrige Hecke oder für Steingärten
  • Anspruchslos, sehr gut winterhart & stadtklimafest
39,99 €
  • Pinus mugo ‘Gnom’: Die Sorte wird bis zu 3 m hoch, 2 m breit und hat eine perfekte, runde Krone.
  • Pinus mugo ‘Ophir’: Hierbei handelt es sich um eine Sorte, deren Nadeln im Winter eine dekorative grüngelbe Färbung annehmen. Außerdem haben die jungen Zapfen eine rosarote Nuance. Die Kiefer trägt eine schöne, kugelförmige Krone und ist eine auffällige Ergänzung für jeden Garten. Ihre maximale Wuchshöhe und -breite beträgt 1,2 m.
Pinus mugo 'Ophir'
Die Sorte ‘Ophir’ zeichnet sich durch ihre goldgelben Nadeln aus [Foto: photowind/ Shutterstock.com]
  • Pinus mugo ‘Carstens Wintergold’: Diese Sorte hat eine auffällige goldgelbe Farbe, welche vor allem im Winter gut zur Geltung kommt. Die Bergkiefer wächst kompakt und wird bis zu 3 m hoch und 6 m breit.
  • Pinus mugo ssp. mugus: Jene Krummholz-Kiefer blüht schon ab Mai und erreicht bis zu 3 m in der Höhe und Breite.
Pinus mugo 'Mops'
Die Sorte ‘Mops’ wächst langsam und wird nicht sehr groß [Foto: photoPOU/ Shutterstock.com]

Kugel-Kiefer pflanzen

Das Pflanzen einer Bergkiefer im Garten ist eine relativ einfache Aufgabe, erfordert jedoch einige Überlegungen und Schritte, um sicherzustellen, dass sie optimal wächst und gedeiht. Im Folgenden finden Sie die grundlegenden Schritte, die man beim Pflanzen befolgen sollte:

  1. Zeitpunkt: Der beste Pflanzzeitpunkt ist im frostfreien Frühjahr oder Herbst.
  2. Standort: Sonnige bis halbschattige Standorte und gut durchlässige Böden.
  3. Bodenvorbereitung: Lockern Sie den Untergrund gründlich und entfernen Sie Beikräuter und größere Steine. Wenn der Erdboden schwer oder lehmig ist, fügen Sie etwas Kompost oder Sand hinzu, um die Bodendrainage zu verbessern.
  4. Pflanzloch graben: Heben Sie ein Loch aus, welches mindestens doppelt so groß ist wie der Wurzelballen der Kugel-Kiefer. Zwischen zwei Kiefern sollte ungefähr 0,5 m Pflanzabstand gewahrt werden.
  5. Einpflanzen: Lockern Sie den Wurzelballen etwas auf und setzen Sie die Pflanze nicht tiefer, als sie vorher im Pflanzgefäß war, in das Pflanzloch. Füllen Sie das restliche Loch mit frischer Pflanzerde und drücken Sie diese gut an. Geeignet ist beispielsweise unsere hochwertige Plantura Bio-Universalerde, welche gut durchlässig, humos und der Umwelt zuliebe torffrei ist. Am besten vermischen Sie die Erde zu etwa gleichen Teilen mit dem Aushub.
  6. Mulchen: Bedecken Sie den Boden mit einer Schicht aus geeigneten Materialien wie beispielsweise Holzhäckseln oder unsere Plantura Bio-Pinienrinde. Dadurch verdunstet weniger Wasser.
  7. Bewässerung: Besonders die ersten Wochen nach der Pflanzung sollte der Erdboden um die Kugelkiefer ständig etwas feucht gehalten werden. Danach kann er auch mal kurzzeitig austrocknen.
Kugelkiefer im Garten
Die Kugel-Kiefer freut sich über einen sonnigen Standort [Foto: Anna Gratys/ Shutterstock.com]

Ist die Kugel-Kiefer winterhart?

Ja, die Kugelkiefer gehört der Winterhärtezone 4 an und ist dementsprechend bei richtiger Pflege bis zu ungefähr -34 °C winterhart. Außerdem ist diese Kiefer widerstandsfähig gegen Schneedruck.

Die richtige Pflege

Die richtige Pflege ist entscheidend für das Wachstum und die Gesundheit der Pflanze. Gehen Sie bei der Kugelkiefer-Pflege wie folgt vor:

  • Bewässerung: Während der Sommermonate und in den ersten Monaten und Jahren nach der Pflanzung ist auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten. In der Regel sollten Sie im Sommer etwa einmal pro Woche gießen, wenn es längere Zeit nicht regnet, wobei der Boden zwischen den Bewässerungen leicht antrocknen sollte. Vermeiden Sie es, den Erdboden durchgehend komplett zu durchnässen, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
  • Düngung: Kugel-Kiefern benötigen nicht viel Dünger, aber eine gelegentliche Anwendung kann ihr Wachstum fördern. Verwenden Sie im Frühjahr oder Sommer einen langsam freisetzenden Dünger oder einen speziellen Nadelbaumdünger. Gut geeignet ist hier beispielsweise unser Plantura Bio-Universaldünger. Dieser wird in Granulatform ausgebracht, gibt über einen längeren Zeitraum Nährstoffe an den Boden sowie die Pflanze ab und ist dabei unbedenklich für Haus- & Gartentiere. Der Dünger sollte bestenfalls zweimal jährlich angewendet werden. Wenn Ihre Bergkiefer im Topf wächst, eignet sich ein Flüssigdünger wie unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger besser zur Düngung. Dieser kann der Kiefer alle 2 Wochen mit dem Gießwasser gegeben werden.
Bio-Universaldünger 1,5 kg
Bio-Universaldünger 1,5 kg
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(4.7/5)
  • Ideal für eine Vielzahl an Pflanzen im Garten & auf dem Balkon
  • Unterstützt gesundes Pflanzenwachstum sowie ein aktives Bodenleben
  • Tierfreier Bio-Langzeitdünger - unbedenklich für Haus- & Gartentiere
14,99 €
  • Schnitt: Da die Pflanzen allgemein recht langsam wachsen, müssen Sie Ihre Kiefer nur selten schneiden. Jedoch ist das Entfernen von beschädigten oder kranken Zweigen ein gutes Mittel, um die Gesundheit der Bäume zu erhalten. Möchten Sie eine Korrektur der Form vornehmen, ist es am besten, dies im Frühjahr zu erledigen, bevor das neue Wachstum einsetzt.
  • Verzweigung: Um die Kugel-Kiefer dichter und buschiger wachsen zu lassen, können Sie die Verzweigung der Pflanze anregen. Hierfür warten Sie im Frühjahr, bis die Knospen austreiben und sogenannte Kerzen bilden. Haben diese ihre volle Länge erreicht, so drehen Sie vorsichtig mit beiden Händen etwa ein Drittel der Kiefernkerze ab. Dadurch wird die Pflanze angeregt, mehr Knospen zu bilden, wodurch sich die Äste besser verzweigen.
Pinus mugo
Die neuaustreibenden Kerzen strecken sich im Frühjahr in die Länge [Foto: Menno van der Haven/ Shutterstock.com]

Sind Kugel-Kiefern giftig?

Nein, Kugel-Kiefern sind nicht dafür bekannt: Weder Nadeln noch die Zapfen oder Rinde von Pinus mugo sind giftig für Menschen oder Tiere. Oft finden Kiefern sogar Verwendung in der Küche, wie beispielsweise als Tee aus getrockneten oder frischen Kiefernnadeln. Aufpassen sollte man nur, wenn man die Pflanzen frisch erwirbt, da eventuell noch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aus der Produktion an den Nadeln vorhanden sein könnten.

Lesen Sie in unserem Artikel, wie Kiefern als Heilmittel eingesetzt werden können und welche Inhaltsstoffe gesundheitsfördernde Wirkungen aufweisen.

Jetzt zur Plantura Garten-Post anmelden