Oleander überwintern: So übersteht der Oleander Frost & Kälte

Sarah
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Auch wenn Pflanzen sich kaum bewegen, gehören sie für mich zu den spannendsten Lebewesen. Sie haben faszinierende Fähigkeiten und unglaublich viel Potential. Deshalb habe ich Biologische Landwirtschaft in Wien studiert. Da in der Stadt Pflanzen allerdings eher dünn gesät sind, zieht es mich am Wochenende zum Wandern häufig in die nahe liegende Berge. In Zukunft möchte ich gern selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb führen.

Lieblingsobst: Erdbeeren und Stachelbeeren
Lieblingsgemüse: Zucchini

Der Oleander gehört zu den wärmeliebenden Pflanzen, doch er kann auch bei uns überwintern. Wir zeigen, wie man den Oleander vor Frost und Kälte schützt.

Eingeschneiter Oleanderzweig vor Straße
Unter – 5 °C bekommt der Oleander Probleme mit der Kälte [Foto: Vvicca1/ Shutterstock.com]

Kälte und Schnee sind vorübergehend für den Oleander (Nerium oleander) kein Problem, denn auch rund um das Mittelmeer wird es ab und an mal kühl. Sinken die Temperaturen allerdings unter –5 °C wird es gefährlich für den Oleander. Um ihn zu schützen, sollte der Oleander deshalb richtig überwintert werden.

Als mediterrane Pflanze kennt der Oleander nicht nur heiße Sommer, sondern ebenfalls kühle Nächte und gelegentlich auch mal kurzzeitig Frost und Schnee. An unsere kalten Winter ist er dennoch nicht angepasst und sollte deshalb besser im Haus überwintert werden.

Oleander überwintern: Wann wird es dem Oleander zu kalt?

Kurzzeitige Nachtfröste fügen dem Oleander keinen Schaden zu. Erst ab –5 °C wird es kritisch. Diese Temperaturen treten im Normalfall ab Mitte oder Ende November auf. Dann ist es an der Zeit, den Oleander in sein Winterquartier zu bringen.

Oleander im Freien überwintern

Den Oleander im Freien zu überwintern ist nur in wenigen Ecken Deutschlands möglich. Milde Regionen wie das Rheintal oder Nordrhein-Westfalen haben den Vorteil, dass im Winter die Temperaturen nicht über lange Zeiträume zu tief absinken. Wird es doch einmal kalt, dann für gewöhnlich nur kurzzeitig. Trotzdem muss der Oleander auch hier geschützt werden. Legen Sie Reisig und Laub um die Pflanze, so dass die Wurzeln vor Frost geschützt werden. Die Blätter sollten mit speziellem licht- und luftdurchlässigen Vlies umwickelt werden.

  • Nur in milden Regionen Deutschlands möglich
  • Wurzeln mit Reisig und Blättern schützen
  • Blätter und Stämme mit licht- und luftdurchlässigem Vlies einpacken
Oleander im Schnee nah
In milden Regionen Deutschlands kann der Oleander mit entsprechendem Schutz draußen überwintert werden [Foto: Roberta Canu/ Shutterstock.com]

Oleander drinnen überwintern

Glücklicherweise stellt der Oleander an sein Winterquartier nicht allzu hohe Ansprüche. In warmen Räumen möchte er allerdings nicht überwintert werden. Hier wird er leicht Opfer von Spinnmilben und Schildläusen. Sprühen Sie ihn in diesem Fall zur Vorbeugung ab und zu mit etwas Wasser an. Jedoch sollte dies nicht zu oft geschehen, da sonst das Risiko von Trockenfäule besteht.

Der Oleander bevorzugt kühle Räume mit einer Temperatur zwischen 5 und 10 °C. Geeignet sind hierfür Gewächshäuser, kühle Wintergärten, Hausflure oder Garagen mit einem Fenster. Zwar mag er es gerne hell, aber er kommt auch mit nicht allzu viel Licht aus, besonders wenn es eher kühler ist. Je tiefer die Temperatur, desto weniger Wasser benötigt der Oleander. In einem geeigneten Winterquartier muss er kaum gegossen werden. Erst wenn die Erde abgetrocknet ist und beginnt, sich vom Topfrand zu lösen, ist es notwendig zu gießen. Gedüngt werden sollte über den Winter nicht.

Möchten Sie Ihren Oleander großzügig zurückschneiden, ist jetzt – vor Einzug ins Winterquartier – der richtige Zeitpunkt. Erfahren Sie hier mehr zum Thema „Oleander schneiden“.

  • Ab Temperaturen unter –5 °C ist es Zeit für das Winterquartier
  • Überwinterung an einem hellen, kühlen Ort mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C
  • Im Winterquartier wenig gießen und nicht düngen

Oleander nach dem Winter pflegen

Werden die Tage wieder wärmer, möchte der Oleander so schnell wie möglich wieder nach draußen – meist ist das um Ende März der Fall. Um die Pflanze nicht zu stark zu stressen, wählen Sie am besten einen bewölkten Tag. So scheint die Sonne nicht zu stark und der Oleander hat etwas Zeit, seine Blätter an die hohe Bestrahlung zu gewöhnen und bekommt keinen Sonnenbrand. Auch bei Nacht ist es von Vorteil, wenn diese wolkenverhangen ist, denn unter einer Wolkendecke kann die über den Tag auf die Erde gelangte Wärme nicht so gut in den Weltraum entweichen. Dadurch werden starke Temperaturstürze verhindert und der Oleander hat Zeit, sich an die neuen Bedingungen anzupassen.

Oleanderbusch mit pinker Blüte
Im Frühjahr muss sich der Oleander erst langsam wieder an die Sonne gewöhnen [Foto: jonson/ Shutterstock.com]

Kurz vor dem Ende der Winterruhe können Sie die routinemäßigen Rückschnitte und Erziehungsmaßnahmen durchführen. Mehr zum Thema Oleander pflegen erfahren Sie hier.

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