Rhododendron düngen: Der richtige Dünger & Zeitpunkt

Kati
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Ich bin gelernte Gärtnerin und studierte Gartenbauwissenschaftlerin und liebe alles was wächst und grünt! Egal ob Strauch, Baum, Nutzpflanze oder vermeintliches Unkraut: Für mich ist jede Pflanze ein kleines Wunder.
Im Garten versorge ich meine 13 Hühner, baue Obst & Gemüse an und beobachte ansonsten, wie sich die Natur selbst verwaltet und gestaltet.

Lieblingsobst: Heidelbeere, Apfel
Lieblingsgemüse: Schmorgurke, Grünkohl, grüne Paprika

Damit der Rhododendron seine Blüten voll entfaltet, braucht er die richtigen Nährstoffe. Wir geben Ihnen Tipps zum richtigen Düngen des Rhododendrons.

Rhododendron in einem kleinen Topf
Besonders Rhododendren im Topf müssen regelmäßig gedüngt werden [Foto: Katjabakurova/ Shutterstock.com]

Der Rhododendron (Rhododendron) ist eine Strauchgattung aus der Familie der Heidegewächse (Ericaceaea). Die Gattung wächst in der Natur vornehmlich auf sauren Standorten mit einem sehr durchlässigen Untergrund. Und an diese speziellen Bedingungen sollte auch die Düngung angepasst werden. Wir verraten Ihnen, wie Sie im heimischen Garten die perfekten Umstände schaffen können und welche Düngemittel sich besonders gut für Ihren Rhododendron eignen.

Rhododendren sind an einen sauren, humosen und durchlässigen Untergrund angepasst. Sehr häufig beobachtet man an ihnen Mangelsymptome, allen voran gelbe Blätter. Ursache dafür ist in sehr vielen Fällen ein Nährstoffmangel: Stickstoff-, Eisen- oder Magnesiummangel können zu gelbem Laub an Rhododendren führen. Um diesen zu beheben, genügt es aber nicht immer, nur Eisendünger für Rhododendron zu verteilen, denn auch der pH-Wert des Bodens, in welchem die Pflanze wächst, muss berücksichtigt werden. Liegt der Wert über 5, ist er also nicht mehr schön sauer, ist die säureliebende Pflanze schlechter in der Lage, Eisen effizient aufzunehmen – selbst wenn ausreichend Eisen im Boden vorliegt. Deswegen ist es besonders relevant, beim Pflanzen des Rhododendrons direkt die Ansäuerung des Bodens zu gewährleisten.
Ist der Boden dann sauer genug, können Sie Ihren Rhododendron so düngen, dass er ganz besonders strahlt – wir erklären Ihnen im Folgenden die wichtigen Fragen rund um die Düngung der beliebten Sträucher.

gelbe Blätter von einem Rhododendronbusch
Gelbes Laub an Rhododendren kann durch Nährstoffmangel oder zu basischen Boden entstehen [Foto: streetfotolab/ Shutterstock.com]

Wann sollte man Rhododendren düngen?

Den meisten Rhododendren genügt es, wenn sie einmal im Jahr eine Vorratsdüngung erhalten, allerdings ist es von Bedeutung, wann man Rhododendren düngt. Am besten eignet sich dafür zudem ein organischer Langzeitdünger wie unser Plantura Bio-Blumendünger, der seine Nährstoffe über einen langen Zeitraum abgibt. Die beste Zeit für eine Düngung ist der späte Frühling zwischen Mitte April und Mitte Mai. Später als Mitte Juni sollte ein Rhododendron dann nicht mehr gedüngt werden, um die Frosthärte nicht zu gefährden. Wer sich ein besonders üppiges Wachstum wünscht, kann auch zwei Düngungen zu Beginn und zum Ende des Frühsommers vornehmen, für die Gesundheit des Strauches ist aber eine Düngung ausreichend. Bei besonderen Wetterumständen oder ungünstigen Standortbedingungen kann eine zweite Düngung im frühen Sommer ebenfalls Sinn machen. Vor allem nach regenreichen Frühjahrsmonaten sollten Sie diese in Erwägung ziehen. Dann kann es nämlich sein, dass die Nährstoffe bereits ausgewaschen wurden und der Boden ausgelaugt ist.

Zusammenfassung: Wann sollte man Rhododendron düngen?

  • Eine Vorratsdüngung im Jahr mit einem vornehmlich organischen Langzeitdünger ist ausreichend.
  • Der ideale Zeitpunkt liegt zwischen April und Mai.
  • Eine Zweitdüngung kann im Frühsommer erfolgen.
  • Nach Mitte Juni ist die Düngung nicht mehr sinnvoll.
Plantura Bio-Hortensiendünger
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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Knospe eines Rhododendrons im Frühjar
Rhododendren blühen früh im Jahr und werden etwa zum selben Zeitpunkt gedüngt [Foto: Yulia YasPe/ Shutterstock.com]

Der richtige Dünger für Rhododendren

Moorbeetgewächse wie der Rhododendron wurzeln flach und lieben mäßig nährstoffreiche, humose und durchlässige Böden mit einem sauren pH-Wert zwischen 5 und 6. Das liegt daran, dass Rhododendren aus den sauren Granitfelsen des Himalayas stammen. Um diese Bedingungen nachzuahmen, werden Rhododendren hierzulande fast immer in sauren Torf gepflanzt. Das kommt zwar den Bodenvorlieben der Rhododendren sehr entgegen, allerdings ist Torf sehr arm an Eisen und Magnesium und generell nährstoffarm. Ein guter Dünger für Rhododendron versorgt die Pflanze also mit den nötigen Nährstoffen und bringt vor allem die beiden Mikronährstoffe Magnesium und Eisen mit. Zudem sind die Pflanzen meistens Flachwurzler, was vor allem auf leicht kalkhaltigen Böden von Vorteil ist. Wenn Sie in Ihrem Garten nicht die optimalen Bedingungen vorfinden, können Sie aber mit einer gezielten Düngung etwas nachhelfen. Diese müssen Sie nur in den oberen, vom Rhododendron durchwurzelten Bodenschichten durchführen. Wir verraten Ihnen im Folgenden, wie und womit Sie Ihren Rhododendron am besten düngen.

Bunter Rhododendron
Mit dem richtigen Dünger sorgen Sie nicht nur für eine gesunde Pflanze, sondern auch für eine reiche Blüte [Foto: Nataliya Schmidt/ Shutterstock.com]

Rhododendron organisch düngen

Die organische Düngung bringt – nicht nur beim Rhododendron – einige Vorteile gegenüber der mineralischen Variante mit sich. Zwar wirkt sie nicht so schnell kurzfristig, sie ist jedoch auf lange Sicht die nachhaltigere Wahl. Für Rhododendren gilt: Sie sollten pH-Wert-senkende Dünger verwenden oder zumindest solche, die den pH-Wert nicht beeinflussen. Eine Düngung mit Kompost ist nicht unbedingt zu empfehlen, denn Kompost ist in seinen Eigenschaften sehr variabel und weist häufig sogar einen eher hohen pH-Wert auf. Das Rhododendron-Düngen mit Pferdemist ist eine bessere Option, denn Pferdemist ist reich an Magnesium und Eisen. Hierbei sollte aber kompostierter Pferdemist genutzt werden, da frischer Pferdemist viel zu nährstoffreich ist. 

Falls Sie keinen Zugang zu solchen Naturdüngern haben oder auf tierische Bestandteile im Dünger verzichten wollen, können Sie auf Langzeitdünger in Bio-Qualität zurückgreifen. Dazu gehört unser vornehmlich organischer Plantura Bio-Hortensiendünger. Dieser hat nicht nur den Vorteil einer langanhaltenden Wirkung, sondern versorgt Rhododendren und andere Moorbeetpflanzen mit genau dem, was ihnen häufig fehlt: Eisen und Magnesium. Zudem ist er auch wesentlich besser für das Bodenleben Ihres Gartens. Auch Hortensien, Blaubeeren, Preiselbeeren, Skimmien, Heide und Lavendelheide können beispielsweise mit unserem Hortensiendünger bedarfsgerecht gedüngt werden. Natürlich ist unser Eisendünger für Rhododendron unbedenklich für Kinder sowie Haus- und Gartentiere. Nachfolgend haben wir für Sie eine Anleitung zusammengestellt, wie Sie Ihren Rhododendron optimal organisch düngen.

Plantura Bio-Hortensiendünger
Plantura Bio-Hortensiendünger

Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Rosafarbene Rhododendronblüte
Unser Plantura Blumendünger kann Ihrem Rhododendron zu wunderschönen Blüten verhelfen [Foto: zzz555zzz/ Shutterstock.com]

Organische Langzeitdüngung: Ausbringungsempfehlung für Rhododendron

  • Vor der Pflanzung 100 – 150 g/m² (etwa ein großes Trinkglas voll) unseres Plantura Bio-Blumendüngers in die obere Bodenschicht einarbeiten.
  • Breites Pflanzloch ausheben und tiefgründig lockern. Boden und frisch eingesetzten Rhododendron gut angießen, damit sich das Granulat gut lösen kann.
  • Bei der Pflegedüngung im Frühjahr und im Sommer sollten Sie nochmals 80 – 120 g/m² (0,2-Liter-Glas) pro Pflanze düngen.
  • Hierzu die Mulchschicht auf den Wurzeln des Rhododendrons zur Seite schieben, den Dünger verteilen und gut angießen. Diesen aber nicht einarbeiten, denn die flachen Wurzeln des Rhododendrons sollten nicht beschädigt werden.
  • Mit zunehmender Größe es Rhododendrons kann die Düngegabe schrittweise auf rund 400 Gramm unseres Plantura Bio-Blumendüngers erhöht werden, um die Vitalität der Pflanze auch im höheren Alter zu erhalten

Tipp: Seien Sie ruhig großzügig, was die flächige Verteilung des Düngers für den Rhododendron angeht. Durch seine flach ausufernden Wurzeln kann der Rhododendron auch noch weit entfernt vom Stamm Nährstoffe aufnehmen. Verteilen Sie also den Dünger in einem Radius von eineinhalb bis zwei Metern um Ihre Pflanze herum.

Rhododendron mineralisch düngen

Die mineralische Düngung bietet in vielen Bereichen eine gute Möglichkeit, schnell in die Nährstoffversorgung unserer Gartenpflanzen einzugreifen, gerade wenn akute Nährstoffmängel bestehen. Während mineralische Rhododendron-Dünger zur kurzfristigen Intervention gut geeignet sind, wirken sie häufig nicht langfristig als Depot-Dünger. Das bedeutet, dass Blaukorn und andere mineralische Dünger in kürzeren Abständen ausgebracht werden müssen als organische Dünger. Denn eine Vorratsdüngung ist, sofern keine speziellen und teuren Depotdünger verwendet werden, nicht möglich. Mineraldünger kann Ihrem Rhododendron sogar schaden, denn eine falsch dosierte Mineraldünger-Gabe führt leicht zur Überdüngung, was im besten Fall nur für eine Anfälligkeit für Schädlinge und Frost sorgt. Im schlimmsten Fall kommt es durch die sogenannte Exosmose an der Wurzel sogar zu noch stärkeren Schäden an der Pflanze. Besonders wichtig ist es, bei der Verwendung mineralischer Rhododendron-Dünger stets hinreichend zu wässern, um hohe Nährstoffkonzentrationen zu verdünnen. Eisendünger für Rhododendren sind allerdings in aller Regel mineralisch, da Eisen in den meisten organischen Materialien kaum vorhanden ist – auch unser vornehmlich organischer Plantura Bio-Hortensiendünger wird durch Eisensulfat ergänzt. Es löst sich gut in der Bodenlösung und säuert diese dabei geringfügig an, um die Aufnahme zu verbessern.

Greifen Sie am besten zu einer schonenden, aber wirksamen Variante für Pflanze und Umwelt und nutzen Sie einen organischen Dünger, der entweder von Natur aus oder durch eine Ergänzung den Eisen- und Magnesiumvorrat des Bodens auffüllt.

Tipp: Auch bei Rhododendren, die in einen Kübel gepflanzt wurden, können Sie organisch oder mineralisch düngen. Durch das begrenzte Bodenvolumen können Nährstoffe allerdings nicht gut gespeichert werden, weshalb in jedem Fall zwei Gaben pro Jahr empfehlenswert sind. Besonders im Kübel ist die organische Düngung sehr sinnvoll, denn mineralische Dünger bringen nicht alle essentiellen Nährelemente ein und sorgen außerdem langfristig dafür, dass die Pflanzerde zusammensackt. Organische Dünger wie unser Plantura Bio-Hortensiendünger werden einfach unter der Mulchschicht verteilt, angegossen und dann wieder abgedeckt. Sie sollten diese Nährstoffbomben in kleinen Dosen von April bis Mitte Juni verabreichen. Dabei werden bei der Düngung Ihres Rhododendrons 70 Gramm pro Quadratmeter und Saison empfohlen. Alternativ können Sie fünf Gramm Blaukorn pro zehn Liter Wasser lösen und Ihren Topfrhododendron damit einmal die Woche düngen. Nutzen Sie doch mineralische Dünger, sollten Sie diese immer mit ausreichend Wasser geben, um schädliche Salzkonzentrationen in dem kleinen Gefäß zu vermeiden, damit die Nährstoffe aufgenommen werden können und Verbrennungen vermieden werden. Mineralisch gedüngte Rhododendren sollten außerdem unbedingt regelmäßig umgetopft werden, um über neue Erde wichtige Spurennährelemente zu ergänzen. Zu extensives Wässern unmittelbar nach der Düngung kann die Nährstoffe jedoch auch aus dem Wurzelbereich des flachwurzelnden Rhododendrons ausspülen und sie somit unerreichbar machen.

Rhododendren im Topf
Bei Rhododendren in Topfkultur können Sie auch – mit Vorsicht – zum Mineraldünger greifen [Foto: Kev Gregory/ Shutterstock.com]

Rhododendron mit Kaffeesatz düngen

Kaffeesatz fällt in fast jedem Haushalt täglich an. Mit einem pH-Wert von rund 6,5 kommt er den Bedürfnissen von Rhododendron allerdings eher nicht entgegen, denn er ist nicht sauer genug. Dass man ihn nach dem Aufgießen auch noch zum Düngen von Pflanzen wie Rhododendren verwenden kann, wissen jedoch nur wenige. Die leicht sauren Eigenschaften des Kaffeesatzes kann man sich zunutze machen, um den Boden-pH-Wert zu senken. Allerdings liefert der Kaffeesatz in kleinen Mengen nützliche Nährstoffe, die bei oberflächlicher Einarbeitung über einen längeren Zeitraum freigesetzt werden, und erhöht außerdem den Gehalt organischer Substanz im Boden, wodurch dieser locker bleibt. Bei der Düngung mit Kaffeesatz gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Kaffeesatz trocknen.
  • Kaffeesatz im Wurzelbereich unter der Mulchdecke ausstreuen.
  • Diesen aber nicht einarbeiten.
  • Gut gießen.
  • Alternativ können Sie den Kaffeesatz auch direkt ins Gießwasser geben und verteilen. Bei Beet-Rhododendren können Sie bis zu vier Mal im Jahr zum Kaffeesatz greifen. Bei einer Topfkultur wird am besten einmal im April und Mitte Juni gedüngt.

Haben Sie noch keinen Rhododendron im Garten und suchen nach einer geeigneten Sorte oder wollen Sie Ihren Bestand erweitern? Wir stellen Ihnen die schönsten Rhododendronarten und -sorten vor.

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