Schneebeere: Eigenschaften, Giftigkeit & die schönsten Sorten

Elisabetta
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Durch mein Studium der Agrarwissenschaften in Hohenheim konnte ich meine Begeisterung für Pflanzen vertiefen und viel faszinierendes Wissen über die Pflanzenwelt gewinnen. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, denn dort fühle ich mich am wohlsten und komme zur Ruhe. Aus diesem Grund gedeihen auf meinem Balkon neben einer Weinrebe auch viele Sommerblumen und verschiedene Kräuter, an denen ich meine Pflanzenliebe ausleben kann.

Lieblingsobst: Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Spinat, Tomaten

Die pflegeleichte Schneebeere fällt im Winter durch ihre weißen und rosafarbenen Beeren auf. Besonders Kinder erfreuen sich an den Beeren, wenn sie ihnen einen kleinen Knall entlocken können.

Knallerbsenstrauch mit weißen Beeren
Charakteristisch für die Schneebeere sind ihre Beeren in einem Weiß- oder Rosaton [Foto: delobol/ Shutterstock.com]

Die als Zierstrauch beliebte Schneebeere (Symphoricarpos) ist ein robuster und anspruchsloser Strauch. Ihre schneeweißen Früchte hängen bis in den Winter am Strauch und brachten der Pflanze den Namen „Schneebeere“ ein. Über die Eigenschaften, Giftigkeit und die schönsten Sorten können Sie sich im folgenden Artikel informieren.

Schneebeere: Herkunft, Synonyme und Eigenschaften

Beim Zerdrücken der Früchte entsteht ein Geräusch, das ihr den Namen Knallerbse oder auch Knackbeerenstrauch eingebracht hat. Die aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) stammende Schneebeere hat ihren Ursprung in Nordamerika. Ab dem 19. Jahrhundert gelangte die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus) nach Europa. Als Zierstrauch wurde vor allem die Varietät laevigatus – ebenfalls bekannt als Gemeine Schneebeere – in den europäischen Ländern kultiviert. Mittlerweile ist die Schneebeere in hierzulande verwildert.

Schneebeeren-Hecke
Der Knallerbsenstrauch kann als Hecke oder Solitär gepflanzt werden [Foto: Alphabetman/ Shutterstock.com]

Der Zierstrauch hat einen unscheinbaren, buschigen Wuchs und erreicht je nach Art eine Wuchshöhe zwischen 0,5 und 3 m. Überhängende Zweige verleihen dem dichten Strauch eine gewisse Eleganz. Die Laubblätter der Schneebeere sind kurz gestielt und etwa 4 bis 6 cm lang. Sie sind gegenständig angeordnet und haben eine rundliche bis eiförmige Form. Das Laub schimmert in einem matten Grün, das sich im Herbst gelblich verfärbt. Die Glockenblüten der Schneebeere erscheinen in einem zarten Rosa von Juni bis September. Der Knallerbsenstrauch hat unscheinbare Blüten, die für Bienen und Hummeln ein wertvoller Nektarlieferant sind. Daraus entwickeln sich im Herbst die charakteristischen weißen Knallerbsenfrüchte. Ein Knallerbsenstrauch eignet sich als freiwachsende Hecke und ist so ein echter Blickfang. Die schöne Schneebeere ist absolut winterhart und trotzt Temperaturen bis zu -40 °C ohne Probleme.

Die schönsten Arten und Sorten: Symphoricarpos chenaultii und Co.

Die Gattung Symphoricarpos gibt es in verschiedenen Arten und Sorten, die sich alle in ihrem Wuchs und der Beeren- und Blütenfarbe unterscheiden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die schönsten Arten und Sorten der Schneebeere:

Symphoricarpos doorenbosii

  • ‘White Hedge’: Wie der Name schon verrät, sind die Beeren der Schneebeere ˈWhite Hedgeˈ in einem strahlenden Weiß gehalten. Die Blütenfarbe dieser Schneebeeren-Sorte reicht von einem zarten Rosa-weiß bis Rot. Sie erreicht eine Wuchshöhe von etwa 100 – 150 cm.
Schneebeeren-Sorte 'White Hedge'
Die Beeren dieser Schneebeeren-Sorte leuchten in einem hellen Weiß [Foto: Orest lyzhechka/ Shutterstock.com]
  • ‘Amethyst’: Diese rosa-weißen Blüten werden im Frühsommer von Bienen umschwärmt. Die rosa Beeren der Schneebeere sind bei Vögel sehr beliebt. Der Zierstrauch erreicht 120 – 150 cm.
  • ‘Magical Candy’: Die Symphoricarpos doorenbosii ‘Magical Candy’ hat dekorative weiße Blüten, aus denen sich rosafarbene Beeren entwickeln. Sie erreicht eine kompakte Höhe von ungefähr 150 cm.
Schneebeere Magical® 'Candy'
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  • Bienenfreundliche, weiße Blüten im Sommer
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Symphoricarpos chenaultii

  • ‘Hancock’Symphoricarpos chenaultii ‘Hancock’ schmückt sich mit rosafarbenen, kelchförmigen Blüten. Aus diesen entstehen im Herbst violett-rote Beeren, die bis in den Herbst hinein hängen. Sie ist eine niedrig wachsende Sorte und wird ca. 80 – 100 cm hoch.
Symphoricarpos doorenbosii 'Magical Candy'
Die Knallerbsenstrauch-Sorte ‘Hancock’ bleibt kompakt [Foto: Robson90/ Shutterstock.com]
  • ‘Brain de Soleil’: Die rosa-weißen Blüten dieser Sorte blühen von Juni – Juli. Ihre Früchte leuchten in einem Weiß. Diese kleinbleibende Variante erreicht eine maximale Wuchshöhe zwischen 50 und 100 cm.

Knallerbsenstrauch pflanzen

Haben Sie sich für eine Schneebeeren-Art entschieden, geht es ans Pflanzen. Mit folgenden Tipps gelingt es auch bei Ihnen im Garten.

Schneebeere im Beet pflanzen

An den Standort stellt die Schneebeere keine hohen Ansprüche. Der Strauch ist sehr anpassungsfähig und verträgt trockene und feuchte Standorte gut. Die Schneebeere kann man hervorragend als Hecke oder auch solitär pflanzen. Bei einer Heckenbepflanzung wird ein Pflanzabstand von etwa 50 cm zwischen den Sträuchern empfohlen. Pro Quadratmeter können Sie etwa 3 bis 4 Exemplare einplanen. Die beste Pflanzzeit für Schneebeeren ist der Mai nach den letzten Nachtfrösten. Vor dem Pflanzen ist es ratsam, den Wurzelballen gründlich zu wässern, indem man ihn in einen Eimer voll Wasser stellt. Das Pflanzloch sollte doppelt so groß und tief sein wie der Ballen. Den Strauch muss man möglichst gerade einsetzen, fest andrücken und das Pflanzloch mit Erde auffüllen. Idealerweise reichern Sie die Erde mit Kompost an. Alternativ kann ein hochwertiger Langzeitdünger wie unser Plantura Bio-Universaldünger unter die Pflanzerde gemischt werden.

Schneebeere im Topf pflanzen

Auch im Topf kann der schöne Zierstrauch kultiviert werden. Hierfür eignen sich kleinwüchsige Sorten hervorragend, wie beispielsweise Symphoricarpos chenaultii ‘Hancock’. Je nach Schneebeeren-Sorte empfiehlt sich ein Topf mit einem Volumen von etwa 5 L. Als Substrat verwenden Sie idealerweise eine hochwertige und strukturstabile Pflanzerde wie unsere Plantura Bio-Universalerde. Unser torffreies Substrat ist besonders umweltfreundlich und durch die im Substrat enthaltenen Holzfasern gut durchlässig.

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Bei der Kultivierung im Topf sollte beachtet werden, dass die Winterhärte dadurch abnimmt. Somit ist es sinnvoll, die Schneebeere vor Wintereinbruch mit Vlies abzudecken und bei sehr niedrigen Temperaturen in einen kühlen Raum wie eine Garage oder einen Schuppen zu stellen. Da die Pflanze starke Fröste aushält, ist es in Ordnung, wenn der Überwinterungsort Temperaturen nahe Null erreicht – es ist nur wichtig, dass die Erde im Topf nicht vollständig durchfriert.

Knallerbsenstrauch im Kübel
Auch im Topf zieht der Knallerbsenstrauch alle Blicke auf sich [Foto: Victoria Kurylo/ Shutterstock.com]

Die richtige Pflege: Knallerbsenstrauch schneiden

Die harmonische Silhouette der Schneebeere entfaltet sich ganz von selbst. Somit ist ein alljährlicher Formschnitt nicht unbedingt notwendig. Ein Rückschnitt wird aber problemlos toleriert. Der beste Zeitpunkt, um den Knallerbsenstrauch zu schneiden, liegt zwischen Februar und April. Zu lange Äste können bis zu einem Drittel gekürzt werden. Den Schnitt setzt man oberhalb eines nach außen gerichteten Auges an. Totholz kann an der Basis entfernt werden. Die geschnittenen Zweige der Schneebeere finden Verwendung als Vasenschmuck und schmücken damit auch das Wohnzimmer und nicht nur den Garten. Unter normalen Witterungsbedingungen ist es nicht notwendig, die Schneebeere zu gießen. Lediglich bei sommerlicher Hitze ist es ratsam, eine regelmäßige Wasserversorgung zu gewährleisten. Eine Düngung der Schneebeere ist nicht zwingend erforderlich, da sie durch ihre flachwurzelnden Eigenschaften ein gutes Versorgungssystem aufbaut. Eine 5 bis 15 cm hohe Mulchschicht aus Laub, Rasenschnitt oder Kompost kann aber durchaus sinnvoll sein, um den Zierstrauch in seinem Wuchs zu unterstützen.

Schneebeere im Schnee
Im Freiland kommt die Schneebeere mit niedrigen Temperaturen zurecht [Foto: LapaiIrKrapai/ Shutterstock.com]

Ist die Schneebeere giftig?

Die Beeren der Schneebeere sind leicht giftig. Somit kann es beim Verzehr zu Erbrechen und Durchfall führen. Auch für Haustiere wie Hunde oder Katzen ist der Knallerbsenstrauch giftig.

Nicht nur die Schneebeere ist ein anspruchsvoller und schöner Strauch im Garten. Der Perückenstrauch begeistert ebenso mit seinem bunten Laub im Herbst.

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