Koreatanne: Sorten, Pflanzen & häufige Krankheiten

Elisabetta
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Durch mein Studium der Agrarwissenschaften in Hohenheim konnte ich meine Begeisterung für Pflanzen vertiefen und viel faszinierendes Wissen über die Pflanzenwelt gewinnen. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, denn dort fühle ich mich am wohlsten und komme zur Ruhe. Aus diesem Grund gedeihen auf meinem Balkon neben einer Weinrebe auch viele Sommerblumen und verschiedene Kräuter, an denen ich meine Pflanzenliebe ausleben kann.

Lieblingsobst: Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Spinat, Tomaten

Auffällige Zapfen und ein wunderschöner Wuchs machen die Koreatanne zu einem besonderen Blickfang. Durch die Sortenvielfalt lässt sich für viele Gartensituationen etwas finden.

Zapfen der Koreatanne
Die Koreatanne begeistert mit ihren außergewöhnlichen Zapfen [Foto: Marek Mierzejewski/ Shutterstock.com]

Die Koreatanne (Abies koreana) begeistert mit ihrem malerischen Wuchs und hebt sich von anderen Kieferngewächse (Pinaceae) deutlich ab. Dabei können Sie das attraktive Gewächs sogar auf dem Balkon oder der Terrasse pflanzen, denn in der großen Sortenvielfalt finden sich auch kleinwüchsige Sorten, die in einen Kübel passen. Im folgenden Artikel stellen wir die immergrüne Koreatanne vor, zeigen ihre schönsten Sorten und die häufigsten Krankheiten.

Koreatanne: Herkunft und Eigenschaften

Die aus den Bergwäldern Südkoreas stammende Koreatanne wächst typisch für Nadelbäume mit strikt akrotoner Verzweigung und damit in einem für Tannen typischen, symmetrischen Kegelwuchs. Ihre Äste stehen waagrecht und etagenförmig ab, die Nadeln sind in einem schönen Dunkelgrün gefärbt. Die jungen Zweige der Koreatanne haben eine behaarte Rinde, welche bei alten Trieben von glänzender, olivbrauner Borke bedeckt wird. Zwischen Mai und Juni öffnen sich die weiblichen, violetten Blüten, also die Zapfen, die eine Walzenform aufweisen und aus zahlreichen Samenschuppen bestehen. Die männlichen Koreatannenzapfen sind gelb und unscheinbar. Was die Koreatannen so beliebt macht, sind ihre auffälligen weiblichen Zapfen. Diese werden bis zu 7 cm lang und sind durch ihre dunkelblaue Farbe mit gelb-braunen Deckschuppen ein herrlicher Anblick. Mit zunehmendem Alter werden die Tannenzapfen dunkelviolett bis braun und von Harz überzogen. Im Vergleich zu anderen Tannenarten setzt die Koreatanne bereits sehr früh Zapfen an. So können Jungbäume, die gerade mal 1 m hoch sind, bereits schönen Tannenzapfen bilden. Das jährliche Wachstum beträgt je nach Sorte bis zu 40 cm. Mit der Zeit kann die Koreatanne eine beachtliche Höhe zwischen 10 und 20 m erreichen. Es dauert allerdings bis zu 20 Jahre, bis sie voll ausgewachsen ist. Wie groß die Koreatanne tatsächlich wird, hängt stark vom Standort, der Sorte und der Pflege ab. Die Koreatanne ist ein sehr robustes Ziergehölz, das Temperaturen bis zu – 26 °C trotzt. Junge Nadeln können zwar Schaden nehmen, erholen sich aber meistens schnell wieder.

Weibliche Zapfen der Koreatanne
Die weiblichen Zapfen der Koreatanne leuchten in Violett [Foto: Zbigniew Dziok/ Shutterstock.com]

Abies koreana: Die schönsten Sorten

Es gibt flache Zwergformen, kompakte Kegelgestalten und ausladende Riesenformen der Koreatanne mit violetten, silbrigen, graublauen und gelbgoldenen Nadeln. Im Folgenden zeigen wir die schönsten Koreatannen-Sorten.

  • Abies koreana ‘Molli’: Die Koreatanne ‘Molli’ hat wunderschöne, glänzend grüne Nadeln mit einer weißen Unterseite. Ihr Wuchs ist kegelförmig, kompakt und sie erreicht eine Höhe zwischen 2 und 2,5 m.
  • Abies koreana ‘Oberon’: Die Nadeln dieser Sorte sind eher kurz und dunkelgrün. Ihr Wuchs ist breitrund und kompakt. Mit ihrer Wuchshöhe von maximal 50 cm und einer Breite von 80 cm ist die Koreatanne ‘Oberon’ hervorragend für die Kübelkultur geeignet.
  • Abies koreana ‘Aurea’: Diese Sorte hat gelb-grün gefärbte Nadeln. Ihre Wuchsform ist pyramidal und kegelförmig. Sie erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 m und eine Breite von 2 m.
  • Abies koreana ‘Silberlocke’: ‘Silberlocke’ überzeugt mit ihren dunkelgrün glänzenden Nadeln. Sie hat einen säulenartigen, schlanken Wuchs und erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 m.
Koreatanne und Nachbarpflanzen
Die Abies koreana sieht nicht nur in Einzelstellung schön aus, sondern auch in Kombination mit anderen Sträuchern [Foto: Marinodenisenko/ Shutterstock.com]

Tipp: Koreatannen kann man als Sämlinge kaufen. Veredelte Koreatannen tragen zwar früher Zapfen, die aber häufig weniger zahlreich sind. Die Koreatannen-Sämlinge brauchen erst mehrere Jahre, ehe die ersten Zapfen erscheinen, bilden dann allerdings tendenziell mehr davon aus.

Koreatanne pflanzen und pflegen

Ideal für die Koreatanne ist ein geschützter und sonniger bis halbschattiger Standort. Hitze, Trockenheit sowie tiefer Schatten werden toleriert, führen jedoch zu einem deutlich gehemmten Wachstum und die Koreatanne kommt somit weniger gut zur Geltung. Die beste Pflanzzeit für Koniferen liegt im Oktober. Durch die milden Temperaturen und den vermehrten Regen werden in den Herbstmonaten intensiv Wurzeln gebildet. Auf einem kühlen, feuchten und nährstoffreichen Boden wächst das Tannengewächs am besten. Falls Sie einen wenig fruchtbaren Gartenboden besitzen: Unsere torffreie Plantura Bio-Universalerde beispielsweise bietet eine ideale Nährstoffzusammensetzung für ein kräftiges Wachstum der Koreatanne. Durch die enthaltenen Holzfasern ist sie besonders durchlässig und die feinen Wurzeln haben es leichter, in das Substrat vorzudringen.

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Pflanzung und Pflege der Koreatanne im Garten

Säubern Sie die Erde zunächst von Unkraut, Steinen und Wurzeln. Schwere Böden vermischt man am besten mit etwas Sand. Durch das Beimischen von reifem Kompost oder mäßig nährstoffreicher Pflanzerde hat die Koreatanne unmittelbar bei der Pflanzung bereits wertvolle Nährstoffe und gute Bodenbedingungen zur Verfügung. Das Pflanzloch sollte doppelt so tief wie der Wurzelballen sein. Da die Koreatanne ein Tiefwurzler ist, braucht sie zwischen ihren Nachbarn viel Platz, damit sich die Wurzeln ungehindert ausbreiten können. Im Beet benötigt die Zwergform der Koreatanne etwa 0,5 bis 2 m² und große Sorten zwischen 2 bis 4 m² Platz. Eine Mulchschicht sorgt dafür, dass der Boden nicht austrocknet. Im Beet sollten Sie die Koreatanne je nach Standort zweimal jährlich zwischen März und Juli düngen. Auf sehr sauren Böden kann ein Magnesiummangel auftreten, der zu braun verfärbten Nadeln führt. Daher ist ein hoher Magnesiumgehalt im Dünger von Vorteil.

Pflanzung und Pflege der Koreatanne im Kübel

Kleinwüchsige Sorten der Koreatanne können problemlos im Kübel kultiviert werden. Wählen Sie für eine Kultivierung im Kübel ein Gefäß von mindestens 45 cm Breite. Das Substrat darf nie ganz austrocknen. Eine Drainageschicht verhindert die Bildung von Staunässe. Durch den geringen Vorrat an Nährstoffen im Kübel hat die Koreatanne einen erhöhten Düngerbedarf. Dabei sollte die Düngung alle zwei Wochen erfolgen. Ideal eignet sich hierfür ein Granulatdünger, den man unter dem Mulch verteilt. Die Mulchschicht sollte man am besten regelmäßig erneuern beziehungsweise nachfüllen. Die Koreatanne macht sich im Kübel auch als Weihnachtsbaum gut und verbreitet mit etwas Schmuck eine gemütliche Weihnachtsstimmung.

Koreatanne im Topf
Kleinwüchsige Sorten eignen sich hervorragend für die Kübelkultur [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Häufige Krankheiten und Schädlinge

Der Befall mit der Herpotrichia-Nadelbräune führt zu einer deutlichen Braunfärbung der Nadeln. Die Nadeln werden dabei von einem hellbraunen Pilzmycel überwachsen. Vorbeugend sollte man einen engen, feuchten und windstillen Standort vermeiden. Ein Befall durch Blattläuse tritt in der Regel im Frühjahr auf. Betroffen sind hier vor allem ältere Zweige im Inneren der Koreatanne. Nützlinge wie Schlupfwespen oder Marienkäfer können bei einem Schädlingsbefall Abhilfe schaffen. Im Freiland gelingt dies jedoch nicht so gut. Hier können Sie auf Bekämpfungsmittel wie Seifenlauge oder Brennnesselsud zurückgreifen und die Pflanze damit besprühen. Eine weitere Krankheit der Koreatanne ist das Sirococcus-Triebsterben. Der Pilz tritt vor allem an den jungen Trieben auf und führt zu einem Absterben der Nadeln und einer Verkrümmung der Zweige. Am besten entfernt man befallenes Material, meidet feuchte Plätze und prüft die Nährstoffversorgung. An manchen Standorten kann eine Düngung mit Kalzium und Magnesium zu einer Verbesserung führen.

Fichtenläuse an der Koreatanne
Ein Merkmal der Fichtenläuse sind ihre weißen Gespinste [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Vermehrung

Eine Vermehrung der Koreatanne über Seitentriebe ist nicht geeignet, denn die Triebe wachsen waagerecht. Wenn eine Koreatanne mehrspitzig wächst, kann ein Versuch der Vermehrung über terminale Stecklinge unternommen werden. Die Koreatanne kann man zwar über Samen vermehren, diese Methode ist jedoch sehr anspruchsvoll und führt ohne Weiteres eher selten zum Erfolg, da die Koreatanne ein Kaltkeimer ist. Wenn Sie den Versuch dennoch wagen möchten, können Sie wie folgt vorgehen:

  • Samen in Wasser 48 Stunden lang einweichen
  • Abtropfen lassen und mit ein paar Löffeln Sand in einen Plastikbeutel geben
  • 3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren
  • Samen bei Temperaturen um die 15 °C aussäen und mit einer dünnen Erdschicht bedecken
  • Erscheinen der Keimlinge nach 3 – 4 Wochen
  • Im zweiten Jahr zwischen März und Juli umpflanzen
Vermehrung der Koreatanne
Ist die Vermehrung der Koreatanne geglückt, bilden sich viele auffällige Zapfen [Foto: Erkki Makkonen/ Shutterstock.com]

Sind Koreatannen giftig?

Prinzipiell ist die Koreatanne für den Menschen schwach giftig. Bei Haustieren kann es beim Verzehr zu Vergiftungserscheinungen wie Durchfall kommen, denn Tannen bilden ein breites Arsenal an Abwehrstoffen gegen Fraßfeinde.

Die außergewöhnliche Koreatanne ist eine wunderschöne Erscheinungsform im Beet, aber auch im Topf. In unserem Spezialartikel stellen wir Ihnen weitere schöne Nadelbaum-Arten vor.

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