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Gemüseanbau: 10 Tipps für Einsteiger

Frederike
Frederike
Frederike
Frederike

Ich habe Agrarwissenschaften studiert und bin ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

Aller Anfang ist schwer? Das muss nicht sein. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks, wenn Sie Ihr erstes Gemüsebeet anlegen wollen.

Gemüsebeet
Das erste eigene Gemüsebeet anbauen [Foto: Irina Fischer/ Shutterstock.com]

Sie spielen schon lange mit dem Gedanken, einen Gemüsegarten anzulegen? Dann nichts wie los! Gemüsegärten sind eine tolle Möglichkeit, um gesundes Gemüse preiswert anzubauen, machen Spaß und sehen auch noch gut aus. Man braucht auch kein riesiges Grundstück, denn es gibt auch für die Topfkultur geeignete Gemüsesorten, die sich auf dem kleinsten Balkon züchten lassen. Und damit der Anfang nicht ganz so beschwerlich ist, geben wir Ihnen zehn gute Tipps zum Anlegen Ihres eigenen Gemüsegartens mit auf den Weg.

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Tipp 1 zum Gemüseanbau: Die richtige Sorte

Gerade für Anfänger im Beet ist es besonders wichtig, die richtigen Pflanzensorten zu wählen. Für den Anfang eignen sich am besten robuste und pflegeleichte Sorten, die auch den einen oder anderen Fehler überstehen, ohne gleich einzugehen. Dazu gehören beinahe alle Salate, Radieschen, Bohnen, Erbsen und Zwiebeln. Aber auch Zucchini oder Karotten lassen sich relativ einfach im eigenen Garten ziehen. Am besten eignen sich Sorten, die Sie auch selber gerne essen: Wenn man sich auf seine Leibspeise freuen kann, macht das Gärtnern gleich doppelt so viel Spaß. Sie sollten sich jedoch nicht überschätzen. Starten Sie erst einmal mit einer kleinen Auswahl von Sorten, wenn es Ihnen gefällt, können Sie Ihren Garten Jahr für Jahr vergrößern.

Verschiedene Gemüsesorten in einem Beet angebaut
Die richtige Auswahl ist entscheidend [Foto: Alita Xande/ Shutterstock.com]

Tipp 2 zum Gemüseanbau: Der Standort ist entscheidend

Der nächste wichtige Schritt ist die Wahl des Standortes. Wichtig ist vor allem, ob die Pflanzen genug Sonnenlicht bekommen, schattige Wäldchen sind also eher ungeeignet. Aber auch Schutz vor starken Winden und Frost kann eine entscheidende Rolle für ein gutes Wachstum der Pflanzen spielen. Ziehen Sie Ihre Pflanzen in Töpfen auf, sollten Sie auf die Ausrichtung Ihres Balkons achten: Süden ist ideal. Bedenken Sie auch die Entfernung zu Ihrem Haus oder dem nächsten Wasseranschluss – besonders in der Hochsaison können weite Wege beschwerlich sein. Außerdem gilt hier ebenfalls: Fangen Sie lieber klein an. Ein paar Reihen oder ein kleines Hochbeet sind für Anfänger deutlich besser geeignet und können mit guter Pflege genauso viel Ertrag bringen, wie ein schlecht gepflegter, großer Garten.

Ein bunt gemischtes Beet mit verschiedenen Sorten im Freien
Pflanzen brauchen viel Sonnenlicht, eine südliche Ausrichtung ist daher ideal [Foto: Bonnie Fink/ Shutterstock.com]

Tipp 3 zum Gemüseanbau: Beet, Reihe oder doch ganz anders?

Gemüsegärten gibt es in hunderten von verschiedenen Ausführungen, doch welche davon ist die richtige für Anfänger? Traditionell kennen die meisten wohl das Pflanzen in Reihen: Pro Sorte wird eine lange Reihe angelegt, zwischen den Reihen gibt es einen kleinen Laufweg. Für diese Methode spricht, dass die Beete sehr geordnet und übersichtlich sind. Jedoch braucht diese Anordnung auch extrem viel Platz und ist daher eher für größere Gärten geeignet. Für Anfänger lohnt sich das Anlegen einzelner Beete mit Laufwegen dazwischen, in denen verschiedene Gemüsesorten direkt nebeneinander wachsen können. Das reduziert den Platzbedarf und die Arbeit − Sie sollten sich jedoch vorher erkundigen, welche Pflanzen sich als Beetnachbarn eignen. Auch die Möglichkeit eines Hochbeetes ist für Anfänger empfehlenswert: Nicht nur ist das Beet platzsparend und in übersichtlicher Größer, sondern schont auch beim Arbeiten Rücken und Knie.

Großes Beet mit verschiedenen Gemüsesorten reihenweise angeordnet
Lange Reihen sind besser für große Gärten geeignet [Foto: Simon Tang/ Shutterstock.com]

Tipp 4 zum Gemüseanbau: Vorbereitung muss sein – auch bei der Erde

Wenn Sie noch nie ein Gemüsebeet im Garten hatten, sollten Sie sich erst mal über die Beschaffenheit Ihres Bodens informieren. Mit einem pH-Messstreifen können Sie herausfinden, ob der Boden eher im sauren oder alkalischen Bereich liegt. Perfekt ist ein pH-Wert um sieben, also im neutralen Bereich. Ist der Boden zu sauer, kann man ihn mit Kalk aufbessern, ist er zu alkalisch, mit Kompost oder Dung behandeln. Überprüfen Sie auch die Drainagefähigkeit Ihres Bodens. Dazu sollte der Boden einmal gut bewässert werden. Am nächsten Tag nehmen Sie eine Handvoll Erde und drücken Sie: Fließt Wasser heraus, sollten Sie die Drainagefähigkeit Ihres Bodens mit der Einarbeitung von Kompost verbessern. Je länger ein Gemüsegarten besteht, desto wichtiger ist auch die regelmäßige Bodenpflege. Das Einarbeiten von Kompost nach jedem Anbau, dient nicht nur zur Düngung der nächsten Pflanzengeneration, sondern erhält auch die Bodenstruktur. Alternativ können Sie auch zu einer hochwertigen Gemüseerde wie der Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde greifen. Sie versorgt Ihre Gemüsepflanzen optimal für eine ertragreiche Ernte und ist dazu noch torffrei und nachhaltig produziert.

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Tipp 5 zum Gemüseanbau: Vorziehen im Haus

Auch für die Pflanzen ist der Anfang schwer – zum Glück kann man sie ein bisschen unterstützen: Im Haus können die Pflanzen schon einmal angezogen werden, ohne dass sie Kälte und schlechtem Wetter im Beet trotzen müssen. Dazu setzen Sie die Samen einfach in kleine Behälter mit Anzuchterde und stellen sie an einen warmen, hellen Ort. Vergessen Sie nicht an die Töpfe die Namen der Sorten zu schreiben, ansonsten kann es leicht zu Verwechselungen kommen. Sobald die Pflanzen die ersten zwei bis vier Blätter haben, können sie vorsichtig ins Beet umgepflanzt werden. Danach sollten die Setzlinge sofort gewässert werden, damit sie gut anwachsen können.

Jungpflanzen werden im Haus auf der Fensterbank gezogen
Um die sensible Anfangsphase zu meistern, die Pflanzen zuerst im Haus vorziehen [Foto: Skeronov/ Shutterstock.com]

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Tipp 6 zum Gemüseanbau: Sommergemüse pflanzen

Die traditionellen Sommergemüse, zu denen unter anderen Bohnen und Gurken, aber auch Paprika und Tomaten gehören, werden erst nach dem letzten Frost gepflanzt. Als Stichtag für den Umzug in den Garten werden meist die Eisheiligen genannt, deren Gedenktage Mitte Mai liegen. Ist die „Kalte Sophie“, die letzte der Eisheiligen, vorüber, besagt die Bauernregel, dass das Wetter stabil bleibt und keine weiteren Fröste mehr zu erwarten sind. Natürlich mögen es die Sommergemüse vor allem warm. Deshalb freuen sie sich (besonders am Anfang) auch über warmes Wasser beim Gießen.

Verschiedenes geerntetes Gemüse
Sommergemüse erst Mitte Mai anpflanzen [Foto: Dan Kosmayer/ Shutterstock.com]

Tipp 7 zum Gemüseanbau: Wintergemüse pflanzen

Wer an Wintergemüse denkt, hat klassischerweise Grünkohl im Sinn. Aber es gibt noch deutlich mehr Sorten, die es lieber etwas kälter haben: So gehören Rote Beete, Karotten, Zwiebeln und Spinat ebenfalls dazu. Im Gegensatz zu Sommergemüse können diese Pflanzen kurze Perioden von Frost ertragen und werden im frühen Frühling oder erst im späten Sommer gepflanzt. Hitze mögen diese Pflanzen dagegen meist gar nicht: Bekommen sie zu viel Wärme, beginnen sie zu schossen und sind danach meist kaum noch genießbar.

Verschiedene Wintergemüsesorten
Manche Sorten können kurze Frostperioden ertragen [Foto: Annavee/ Shutterstock.com]

Tipp 8 zum Gemüseanbau: Gießen, pflegen, düngen

Die richtige Arbeit beginnt erst, wenn die Beete angelegt und die ersten Setzlinge gepflanzt wurden. Schließlich ist es jetzt wichtig, alles im Auge zu behalten und dafür zu sorgen, dass die Pflanzen sich auch richtig entwickeln. Vor allem häufiges Gießen ist jetzt Pflicht. Kontrollieren Sie regelmäßig die oberste Erdschicht: Ist sie trocken, sollte wieder gegossen werden, ansonsten sollte kein Wasser hinzugefügt werden, da sonst die Gefahr einer Staunässe besteht. Zusätzlich sollten Sie regelmäßig Unkraut entfernen, da dieses in Konkurrenz zu Ihren Gemüsepflanzen steht.

Auch Düngen gehört zur regelmäßigen Pflege dazu. Je nach Pflanze muss unterschiedlich oft gedüngt werden, für die meisten bietet sich dabei die Wahl von einem vornehmlich organischen Dünger wie unserem Plantura Bio-Tomatendünger an. Dieser gibt seine Nährstoffe langsam und gleichmäßig frei und ist somit besonders schonend. So versorgt der Dünger Ihr Gemüse für drei Monate optimal mit allen nötigen Nährstoffen. Für kräftige und widerstandsfähige Pflanzen mit einer reichen Ernte.

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Tipp 9 zum Gemüseanbau: Die erste Ernte

Nach der ganzen Arbeit kommt endlich das Vergnügen: Die ersten Pflanzen sind reif für die Ernte. Die Ernte verläuft meist in mehreren Phasen, je nachdem welches Gemüse angebaut wurde. Auch die Art der Ernte ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Bei Pflanzen, von welchen man nur die Früchte sammelt, erntet man am besten täglich. So wird die Pflanze angeregt, neue Früchte zu produzieren und die Ernte fällt am Ende größer aus. Pflanzen, die wie Salat oder Kohl, als Ganzes geerntet werden, können dagegen auf einmal oder je nach Bedarf geerntet werden. Wenn Sie alle Gemüsepflanzen auf einmal ernten wollen, sollten Sie sich vorher überlegen, wie Sie die Pflanzen haltbar machen.

Eine Person hält ihr frisch geerntetes Gemüse
Die Ernte unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Sorten [Foto: istetiana/ Shutterstock.com]

Tipp 10 zum Gemüseanbau: Bäumchen wechsel dich

Damit auch im nächsten Jahr wieder eine gute Ernte zustande kommt, sollten Sie das Gemüse im Rotationssytem anbauen. Das bedeutet, dass das Gemüse nicht jedes Jahr am selben Platz angebaut wird, sondern seinen Standort wechselt. Da jede Gemüsesorte unterschiedliche Nährstoffansprüche hat, wird so verhindert, dass der Boden auf Dauer überbeansprucht wird. Gleichzeitig verhindert die Rotation, dass Insekten oder Krankheiten, die im Boden überwintern, im nächsten Jahr die neuen Pflanzen befallen. Bewährt hat sich ein Rotationssystem in dem alle Pflanzen einmal alle drei Jahre im gleichen Beet stehen. Doch nicht jede Pflanze verträgt sich mit jeder Vorfrucht: Erkundigen Sie sich also vorher, welche Pflanzen sich als Vor- und Nachfrüchte füreinander eignen. Beachten Sie ebenfalls, dass bei bestimmten Pflanzen deutlich längere Pausen für ein Beet empfohlen werden. Am besten legen Sie einen Plan an, um die Übersicht über Ihre Rotation zu wahren.

Mann pflanzt Setzlinge ein
Die gleiche Sorte sollte im nächstes Jahr an einem anderen Ort im Garten angepflanzt werden [Foto: Alexander Raths/ Shutterstock.com]

Wenn Sie nun Lust bekommen haben, selbst in Ihrem Garten ein Gemüse-Hochbeet anzulegen, finden Sie hier eine Anleitung und Tipps zum Bepflanzen von Hochbeeten.