skip to Main Content

10 giftige Gartenpflanzen für Haustiere

Kaum zu glauben − auch im Garten gibt es zahllose Pflanzen, die für Tiere giftig sind. Hier finden Sie 10 Giftpflanzen, die Ihre Tiere meiden sollten.

Hund und Katze sitzen vor Blumen im Garten

Im Garten gibt es giftige Pflanzen für Haustiere [Foto: Grigorita Ko/ Shutterstock.com]

Der Garten ist das Paradies vieler Tiere. Ob Hund, Katze oder Kaninchen hier kann man ungestört toben, spielen und entspannen. Aber nicht immer ist der Garten so sicher, wie wir es vermuten. Denn besonders von unseren Pflanzen geht eine heimliche Gefahr aus: Viele von ihnen sind für unsere Vierbeiner giftig. Besonders wenn Katze oder Hund in einem unbeobachteten Moment daran knabbern, kann eine harmlose Blume zu einer richtigen Gefahr  werden. Damit Sie dem Tierarzt keinen Besuch abstatten müssen, zeigen wir Ihnen zehn Pflanzen, die lieber nicht im Garten einziehen sollten, wenn Sie Haustiere haben.

Hinweis: Viele der unten genannten Pflanzen zeigen in kleiner Dosis keine gesundheitsschädlichen Eigenschaften. Sollte Ihr Tier jedoch Teile der Pflanze gefressen haben oder Anzeichen einer Vergiftung zeigen, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt konsultieren.

Giftige Gartenpflanze 10: Buchsbaum

Er zählt zu den beliebtesten Hecken überhaupt und ist aus den meisten Gärten kaum noch wegzudenken. Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist ein fester Bestandteil des deutschen Gartenbaus. Egal, ob als Hecke, Topfpflanze oder in außergewöhnlichen Formschnitten, der Buchsbaum brilliert mit seiner Vielfältigkeit und den immergrünen Blättern überall. Leider ist unser Liebling aber nicht für Tiere geeignet. Auf Hunde, Katzen, Nager und sogar Pferde hat die Pflanze eine giftige Wirkung und kann zu Erbrechen, Durchfällen und Krämpfen führen. Glücklicherweise hat der Buchsbaum einen bitteren Geschmack und wird von den meisten Tieren gemieden, sodass nur selten schwere Vergiftungen mit Lähmungen oder sogar tödlichem Ausgang auftreten.

Weiße Katze vor Buchsbaum im Garten

Buchsbäume findet man häufig in deutschen Gärten [Foto: Maksym Pyrighok/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 9: Maiglöckchen

Maiglöckchen (Convallaria majalis) sind die ersten Boten des Frühlings und in vielen Gärten sehr beliebte Bewohner. Besonders ihre kleinen, glockenförmigen Blüten haben etwas Zauberhaftes und ihr zarter, süßer Geruch macht sie zu einer beliebten Pflanze für Parfüms. Doch während sie für Vögel und Insekten eine nützliche Nahrungsquelle sind, sollten Menschen und Haustiere sich nicht von ihrem unschuldigen Äußerem täuschen lassen. Nach dem Verzehr treten schnell Herzrhythmusstörunen, Magen- und Darmbeschwerden sowie Krämpfe auf. Zusätzlich wird das Maiglöckchen häufig mit Bärlauch verwechselt, welcher ganz und gar ungefährlich und sogar ein beliebtes Gewürz ist. Hier sollte man auf jeden Fall zweimal hinsehen!

Hund liegt neben Maiglöckchen auf einer Wiese an einem See

Maiglöckchen sind giftig für Mensch und Tier [Foto: Konstantin Baidin/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 8: Riesen-Bärenklau

Auch wenn er schön anzusehen ist, ist der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazziuanum) im Garten meist ein ungebetener Gast. Trotzdem breitet sich die bis zu fünf Meter hohe Pflanze immer weiter aus und ist heute fast in ganz Deutschland zu finden. Besonders die Heimtücke der Pflanze ist dabei so gefährlich: Im Gegensatz zu anderen Pflanzen muss der Bärenklau nicht gegessen werden, um seine gesundheitsschädliche Wirkung zu zeigen, sondern der einfache Hautkontakt reicht aus. Der Pflanzensaft des Riesenbärenklaus enthält sogenannte Furocumarine, welche eine hautreizende Wirkung haben. Unter Einwirkung von Sonnenlicht bilden sich so verbrennungsähnliche Hautschäden mit Blasenwurf und offenen Wunden. Sowohl Menschen als auch Tiere, können von den Verbrennungen betroffen sein. Kommt Ihr Tier in Kontakt mit Riesen-Bärenklau sollte es in den Schatten geführt und der Pflanzensaft mit Wasser abgewaschen werden. Bei Verbrennungen ist zusätzlich ein Tierarzt zu informieren.

Riesen-Bärenklau

Allein der Hautkontakt mit dem Riesen-Bärenklau ist gefährlich [Foto: aquatarkus/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 7: Rhododendron

Schön, aber auch anspruchsvoll: Der Rhododendron (Rhododendron) zählt zweifellos zu den wichtigsten Blühsträuchern in Deutschland. Besonders seine Sortenvielfalt, aber auch die wunderschönen, großen Blüten lassen viele Gärtnerherzen höher schlagen. Mittlerweile gibt es sogar Parks, in denen man die Vielfalt dieses außergewöhnlichen Busches bestaunen kann. Doch bei aller Liebe muss man auch die negativen Seiten des Rhododendrons sehen: Denn leider sind vor allem die Blätter der Pflanze giftig. Besonders anfällig für das Gift sind Pferde und Schildkröten, die oftmals wenige Stunden nach Verzehr der grünen Blätter versterben. Aber auch Hunde, Katzen oder Nager leiden nach dem Genuss von Rhododendron an Entzündungen im Magen-Darm-Bereich, Krämpfen und Lähmungen.

Fohlen riecht an Rhododendron im Garten

Trotz giftiger Blätter ist der Rhododendron in Deutschland sehr beliebt [Foto: Abramova Kseniya/ Shutterstock.com]

 Giftige Gartenpflanzen 6: Ginster

Sommer, Sonne, Sonnenschein – der Ginster (Genista) ist mit seinem mediterranen Flair und den bunten Blüten ein beliebter Zierstrauch geworden. Besonders seine Robustheit und die wenige Pflege, die er braucht, sind für viele ein Grund, den halbhohen Sträucher ein Zuhause zu geben. Bevor Sie sich jedoch entschließen, Ginster anzupflanzen, sollten Sie an Ihre Vierbeiner denken: Alle Ginsterarten sind (wenn auch verschieden stark) giftig. Eine Vergiftung zeigt sich in Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, aber auch Verstopfungen bis hin zum Darmverschluss sind möglich. Auch Wesens- und Bewusstseinsveränderungen wie Unruhe, Erregung, Lähmungen oder Bewusstlosigkeit können auftreten.

Blühender Ginster in mediterranem Gebiet

Der Ginster ist aufgrund seines mediterranen Flairs sehr beliebt [Foto: FRANCISGONSA/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 5: Kirschlorbeer

Vor allem als Buchsbaumersatz hat sich der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Aber der immergrüne Strauch kann noch mehr: Mit seinen weißen Blüten und den dunklen Früchten ist der Kirschlorbeer ein echter Hingucker unter den Gartenhecken. Auch der Geschmack der Früchte ist nicht zu verachten. Nur das Kochen vor dem Naschen ist Pflicht, da die Kirschen roh giftig sind. Und dort liegt auch das Problem des Kirschlorbeers: Blätter, Blüten und Samen des Kirschlorbeers sind (roh) giftig. Besonders von den Früchten geht eine Gefahr aus, da sie angenehm süß schmecken und den bitteren Geschmack der Samen überdecken können. Deshalb werden sie gerne von Tieren gefressen. Eine Vergiftung mit Kirschlorbeer zeigt sich in vermehrtem Speichelfluss, Magen- und Darmproblemen sowie Atemnot.

Kirschlorbeer

Der Kirschlorbeer muss vor dem Essen gekocht werden [Foto: daphnusia/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 4: Tollkirsche

Mit ihren dunklen Blüten und den schwarzen Früchten ist die Tollkirsche (Atropa belladonna) eine hübsche Dekoration in vielen Gärten. Leider hat die buschige Pflanze rein gar nichts mit unserem Kirschenbaum zu tun: Alle ihre Pflanzenteile – auch die appetitlich aussehenden Früchte – sind giftig. Auch eine halluzinogene Wirkung ist zu beobachten, weshalb die Tollkirsche früher zur Herstellung von Drogen benutzt wurde. Ihren lateinischen Beinamen Belladonna (frei übersetzt: Schöne Dame) erlangte die Pflanze dadurch, das früher reiche Damen ein Tollkirschenextrakt in die Augen träufelten um ihre Pupillen zu weiten. Neben den weiten Pupillen treten bei einer Vergiftung mit Tollkirsche Wesensveränderungen wie Aggressivität oder Unruhe, Durst, Herzrasen und Atemnot auf. Auch für Tiere ist der Verzehr der Tollkirsche absolut giftig.

Eine Frucht der Tollkirsche

Die Tollkirsche hat nichts mit unserem Kirschbaum zu tun [Foto: I. Rottlaender/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 3: Engelstrompete

Riesige Trompetenblüten in strahlenden Farben – kein Wunder, dass die Engelstrompete (Brugmansia) immer noch zu den beliebtesten Kübelpflanzen auf Terrassen und in Gärten zählt. Der schöne Exot ist auch einfach ein wahrer Hingucker und mit bis zu 4 m Höhe und den zahlreichen Blüten kaum zu übersehen. Leider hat diese Schönheit auch ihre Schattenseiten: So steht die Pflanze im Ruf, eine bewusstseinsverändernde Wirkung zu haben und wird von Konsumenten gegessen oder geraucht, obwohl die Gefahr einer tödlichen Überdosis sehr hoch ist. Auch für Tiere ist der Verzehr der Pflanze nicht ungefährlich. Alle Pflanzenteile sind giftig und können bei Verzehr zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen, Atemnot oder sogar zum Kreislaufstillstand führen.

Blüten der Engelstrompete

Die Engelstrompete kann Bewusstseinsveränderungen hervorrufen [Foto: volkova natalia/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 2: Eibe

So vielseitig ist kaum ein anderes Nadelgehölz: Eiben (Taxus baccata) eignen sich als Einzelbaum und Heckenpflanze, aber auch als Formgehölz hat die Pflanze eine lange Tradition. Auch heute wird die Eibe noch häufig genutzt, schließlich ist sie pflegeleicht, robust und bildet blickdichte Hecken. Doch leider ist die Pflanze in fast allen Pflanzenteilen hochgiftig. Besonders die Nadeln und die Samen, welche sich in den knallroten Früchten befinden, enthalten Taxin. Dieses führt zu Erbrechen, Übelkeit, Schwindel und Pupillenerweiterung. Schließlich folgt Bewusstlosigkeit und nicht selten setzt nach wenigen Stunden das Herz aus. Deshalb sollte die Pflanze nicht in der Nähe von Tieren angebaut und bei dem Verdacht einer Vergiftung sofort der Tierarzt informiert werden.

Eibe im Winter in verschneiter Landschaft

Als blickdichte Hecke ist die Eibe bestens geeignet, aber hochgiftig [Foto: MolnarPhoto/ Shutterstock.com]

Giftige Gartenpflanzen 1: Blauer Eisenhut

Nicht umsonst schmückt der blaue Eisenhut (Aconitum napellus) den ersten Platz unserer Liste – er ist die giftigste Pflanze Europas. Die Pflanze mit den schönen blauen Blüten mag nett aussehen, hat es aber faustdick hinter den Ohren: Bereits wenige Gramm der Wurzel sind für einen Menschen tödlich, bei Hunden geht man von einer tödlichen Dosis von fünf Gramm aus. Aber auch die bloße Berührung kann zu Beschwerden führen, denn der Giftstoff Aconitin wird auch durch die Haut aufgenommen. Typische Vergiftungserscheinungen nach dem Kontakt oder Verzehr des Eisenhutes sind Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen und Atemlähmung. Auch wenn die Pflanze in vielen Gärten Tradition hat, sollte sie auf keinen Fall in der Nähe von Tieren oder kleinen Kindern gepflanzt werden. Sollte Ihr Tier doch in Kontakt mit der Pflanze gekommen sein, ist es ratsam, sofort den nächsten Tierarzt aufzusuchen.

Blühender blauer Eisenhut

Die giftigste Pflanze Europas ist der blaue Eisenhut [Foto: Radu Razvan/ Shutterstock.com]

Eine Liste mit haustierfreundlichen Pflanzen finden Sie hier.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

Back To Top